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Die einfache Weltsicht eines verbitterten alten Mannes

Jetzt komme ich noch zu einem Element das ganz wichtig ist, diese Stigmatisierung von der ich am Anfang geredet habe die hat etwas damit zu tun dass die andere Seite sag ich mal, anders als 1980, damals war es auch schon andeutungsweise aber heute die Medien fast völlig in der Hand hat.

Die Querfrontler begnügen sich mit dekomplexen Sichtweisen. Zum einen, da der gemeinsame Nenner griffig und einfach zu fassen sein muss. Zum anderen, da diese Denkweisen nur kindliche Dualismen und einfache Schwarzweiss-Schemata zulassen. Die Freund-Feind-Zuweisungen und paranoiden Vermutungen, welche in zahlreichen von Wichteln beklatschten Reden diverser Querfrontinterpreten enthalten sind, geben hiervon Zeugnis. Je paranoider der vorgebrachte Verschwörungsglaube, desto größer ist der Applaus. Und – am besten ziehen natürlich die publikumsträchtigen Hetzereien, welche die ‚konservativen‘ und linken politisch Verwahrlosten gleichsam hinter dem Ofen hervorlocken. Wie auch bei Pegida bilden Männer, besonders alte und verbitterte, die Mehrheit der Redner. Ob bei den zahlreichen Wichtelevents, oder in den ‚alternativen‘ Youtube-Kanälchen. exemplarisch für einen solchen verbitterten alten Mann, der jegliche Trennschärfe verloren hat (wenn er sie je besaß) und sich als links bezeichnet, soll sich dieser Text den Müllereien der jüngsten Zeit widmen.

Ein besonders krasses Ergebnis politischer Verwahrlosung stellt Albrecht Müllers im folgenden abgezeichnete, paranoide Logorrhoe dar. Seine bei dem Querfrontevent Stopp Ramstein gehaltene Schwurbelei ist die eines verbitterten, alten Mannes, der sein politisches Wohl immer mehr in den Reihen derjenigen sucht, die ein dekomplexes Weltbild pflegen. Müllers Dekomplexizität – ist sie schon immer da gewesen? Seine Rede steckt voller militärisch anmutender Übertragungen: Rudolf Scharping sei zum Beispiel bei einem USA-Besuch umgedreht worden. Er redet hier wie einer, der zu viele James-Bond-Romane gelesen hat. Müllers Denken scheint verzerrt – er ist auf der eine Seite, natürlich die Gute. Auf dieser ist er mit den anderen Aufgewachten, die er mehrmals so benennt. Auf der anderen Seite ist so eine Art amerikanisches Mordor und dessen Schergen.  [Hervorhebungen wurden natürlch durch durch den Verfasser gesetzt]

„Sprach mich eben einer, einer [schwer verständlich] von Ken Jebsen an, dass es wahrscheinlich außer mir einer von zwei Sozialdemokraten hier sind und ich wollte einfach mal Fragen gibt’s noch andere…toll. Und jetzt kann ich sehr schön den Bogen spannen, wenn ich jetzt auf der Hofgartenwiese in Bonn gewesen wäre, 1981, und ich hätte gefragt, da wäre das jeder zweite gewesen. Und das ist das ganze Elend das wir heute erleben, dass Menschen die für den Frieden demonstrieren und die etwas tun dass Frieden einkehrt und von den Deutschland nicht weiter äähhh Krieg nicht von Deutschland weiter betrieben wird, dass solche Menschen stigmatisiert werden, auf die Seite geschoben werden, verachtet werden und eben dann Gegenstand eines solchen Buches sind wie etwa Vorsicht Volk, dass muss man sich mal vorstellen. Und diese Stigmatisierung, diese Verächtlichmachung war einer der Grunde, warum ich mich für die neue Friedensbewegung im besonderen interessiert habe und warum ich auch hier stehe. [03:50] Ich habe vor anderthalb Jahren im April mitbekommen wie das losging, wie man gegen Menschen, die sich in Mahnwachen trafen oder die sich in Friedensgruppen trafen und die da demonstrierten, wie man die anging wegen Lächerlichkeiten, weil die den Begriff FED falsch verstanden haben oder was auch immer es war eine totale Aggression und es ging so weit, jetzt seit anderthalb Jahren ja, dass Leute wie Sie -wie wir- die Ihr hier seid auf ihr Anklagebank gehoben worden gesetzt worden sind und das finde ich so skandalös und da habe ich mir jetzt halt mal Gedanken gemacht wer eigentlich auf diese Anklagebank gehört. Da gehören zum Beispiel hin alle die, die diese Kriege in Syrien und Afghanistan gemacht haben und die Menschen hunderttausendfach getötet haben. Auf die Anklagebank gehören die Propagandisten der Militäreinsätze, das ist ja unglaublich wie selbstverständlich bei uns schon und unhinterfragt militärische Aktionen als ein Beitrag zu der Politik gewertet werden. Man muss ja jedesmal fragen hast Du noch alle Tassen im Schrank, wenn Leute so selbstverständlich davon ausgehen dass Militäreinsätze etwas bringen…. [Applaus]…ach so, auf die Anklagebank gehört der George Bush, der hat alleine durch diesen verlogene gründeten Irakmilitäreinsatz auch hunderttausende umgebracht und ist der eigentliche Vater des is, des islamischen Staates, zusammen mit den Saudis. [Applaus] Liebe Freundinnen und Freunde, wie sind in den letzten Jahren, in den letzten 25 Jahren, massiv betrogen worden und manchmal mache ich mir selbst den Vorwurf, obwohl ich 1999 wach war und obwohl ich mit wahrscheinlich auch vielen unter Euch gegen Tieffluglärm gekämpft habe – und übrigens mit Euch allen mit Erfolg,das willi ch euch mal sagen, man hat auch Erfolg wenn man demonstriert und wenn man opponiert. Also, obwohl ich damals schon wach war als SPD Bundestagsabgeordneter [06:20] , habe ich dann den Wechsel von gemeinsamer Sicherheit in Europa und Verständigung und nicht nur den Warschauer Pakt in Europa sondern auch die NATO loszuwerden, dass das von heute auf morgen stillschweigend umgedreht worden ist, das habe ich auch ein Stück weit verschlafen, obwohl es eigentlich schon früh erkennbar war und es erkennbar war wie deutsche Politiker umgedreht worden sind und ich will Euch drei Beispiele einfach mal sagen. 1991 gabs eine Wahl in Rheinland Pfalz und da kandidierte Rudolf Scharping und in Wahlkampf hat der gesagt ‚wir in Rheinland Pfalz wollen nicht weiter der Flugzeugträger der USA in Europa sein‘ [07:18] können Sie sich daran noch erinnern? Und dann ist er nach Amerika gefahren 1992 war das wohl oder schon 1991. Und kam wieder und war umgedreht. Wir haben damals eine Debatte gehabt in der Landesgruppe der SPD und des Saarlands in Bonn. Und er hat freimütig bekannt dass er sich an die Forderungen des SPD-Grundsatzprogramms wo drinstand dass wir gemeinsame Sicherheit mit Russland wollen, wo drin stand, dass wir sogar das Ende der NATO wollen, daran hat er sich nicht mehr halten wollen, so wirksam ist die Massage, die man in Washington erfährt (07:44]
[aus dem Publikum: das passiert immer wieder] und jetzt der zweite Fall, der zweite Fall des Umdrehens. Im Oktober 1998 haben sich auch wieder viele von uns gefreut, dass die Wahl für rotgrün gewonnen war. Und dann ist Joschka Fischer und Gerhard Schröder nach Washington gefahren und sie kamen wieder, haben übrigens den Vorsitzenden der SPD betrogen, das ist einer der Gründe, warum Oskar Lafontaine nicht mehr dabei ist. Sie haben dem Blinden versprochen dass sie mitmachen beim Bomben in Jugoslawien. So geht das bei uns. Kriegseinsätze – und dieser Einsatzort Bundeswehr in Jugoslawien war ein Sündenfall größten Ausmaßes, da ist nämlich [Applaus] da ist die Bundeswehr zum allerersten Mal out of area, außerhalb des NATO-Gebiets wie es heißt und überhaupt kriegerisch tätig geworden. Umgefüllt worden von einer Verteidigungsarmee zu einer Armee der Militäreinsätze. Das ist doch die gravierende Veränderung die in den letzten 25 Jahren stattgefunden hat. Der dritte Fall, der dritte Fall ist der von der Angela Merkel, es gibt unendlich viele andere noch, die mit der gelben – schwarzgelben Koalition vereinbart dass es keine Atonwaffen mehr geben soll bei uns, ja und es wurde auch beschlossen und dann lässt sie sich einfach Hhhmm nun ja, durch zqudern, sitzen. Plötzlich einmal ist sie nicht mehr dagegen und das ganze geschieht wie wir wissen auch in Rheinland Pfalz auf einem Flughafen und die deutsche Bundeswehr wird sogar an den Trägern mit äähh also am Tragen dieser Atomwaffen mit beteiligt. Dagegen gegen diese Veränderung, hin zu Kriegseinsätzen und weg von der gemeinsamen Sicherheit, dagegen demonstrieren wir heute und ganz konkret gegen de Nutzung von Ramstein für die Koordinierung für die elektronische Koordinierung des Drohneneinsatzes. Und dagegen zu demonstrieren lohnt sich wirklich. Jetzt komme ich noch zu einem Element das ganz wichtig ist, diese Stigmatisierung von der ich am Anfang geredet habe die hat etwas damit zu tun dass die andere Seite sag ich mal anders als 1980 damals war es auch schon andeutungsweise aber heute die Medien fast völlig Inder Hand hat. Und auch Medien von denen wir alle meinen, auch meine Freunde meinen dass die immer noch irgendwie fortschrittlich sind. Die Frankfurter Rundschau, die taz, die süddeutsche, auch die sind in diesen entscheidenden Fragen eingenordet auf Militäreinsätze. Ein unglaublicher Vorgang [11:00]. Und wenn man mal verstanden hat, welche Bedeutung die Meinungsmache für die politischen Entscheidungen hat, wenn man das mal verstanden hat, dann muss man wissen, dann weiß man dass man bei der Beeinflussung der öffentlichen Meinung ansetzen muss wenn man was ändern will. Dazu gehört ne Demonstration, dazu gehört aber auch äh sich einzumischen in wenns geht und halt eben auch gegenmedien zu schaffen. Das ist das, was ich seit zwölf Jahren tue, eben mit den Nachdenkseiten. Wir machen mit diesem Instrument den Versuch zum Aufbau einer Gegenöffentlichkeit. Und wir sind nicht alleine, wir sind nicht alleine, es gibt Euch und es gibt sie und es gibt andere Medien, die sich daran beteiligen. Und da benenne ich jetzt heute früh ist es auch schon von von dem oder heute Mittag benannt worden, der Konstantin Wecker und es wäre zu nennen Weltnetz und ich nenne ganz bewusst den Ken Jebsen und seine Truppe [frenetischer Applaus] ich habe mich sehr damit beschäftigt, weil das bis in mein bis in unsere eigenen Reihen hineinwirkt, diese Stigmatisierung. Zu der süddeutschen habe ich mal geschrieben habe ich mal gesagt der redet zu schnell. Wir können nicht so schnell reden. Da sind wie wirklich benachteiligt. Aber, ich hab mich damit beschäftigt und ich finde: Selbst wenn es Differenzen da und dort gibt, die habe ich auch mit Willy Wimmer oder mit Norbert Blüm.“ [Applaus] [12:47]

Und das amerikanische Mordor ist natürlich böse, die einflussreichen Fühler reichen nach Good ol‘ Germany, einzig verschont geblieben von den Einflüsterungen des Bösen sind Müller und seine Mitstreiter.  Und Mordor, das ist sooo böse, dass zum Beispiel Rudolf Scharping eine Massage erhalten haben soll, die so wohltuend gewesen sei, dass er seine Politik, anders als ursprünglich beabsichtigt, geändert habe. Er sei den USA gewissermaßen hörig. Auch Angela Merkel wirft er genau dies vor: Umgedreht. Es mutet irre an. Multikausalität bereitet Müller Kopfschmerzen  – er hat es lieber einfach. Und andere Meinungen gehören verboten, gehören auf die Anklagebank. Wenn es nicht so ernst wäre – es könnte lustig sein. Und so präsentiert er dem johlenden Publikum zu was für grausamen Hirnverrenkungen er in der Lage ist. Die Propagandisten der Militäreinsätze gehören auf die Anklagebank? Wer ist für Müller ein Propagandist der Militäreinsätze – Müller verdeutlicht in seinem vorgetragenen Schwarzweissdenken immer wieder, dass alle, die gegen die Querfront-Friedensbewegung sind, Agenten der Rüstungsindustrie seien. Und alle, die von diesen kritisiert würden, sind nur arme Opfer. Genau betrachtet sind Müllers Reden zu diesem Thema, wie die von Jebsen auch, in die Länge gezogene Opferrituale. Müller – ein Opfer, Jebsen – ein Opfer. Wie die Friedensbewegung auch – den er diese Überzeugung gern aussprechen lässt und verlinkt.

Ach ja – das Buch ‚Vorsicht Volk aus dem Verbrecherverlag, über welches sich Müller so gern aufregt, dessen nüchterne Betrachtung hat ihn arg getroffen.

Wie diverse verrückte andere, aufgewachte Redner, die hin und wieder eine Demo der Montagsquerfront beglücken, fordert auch Albrecht Müller ein Gericht, vor das die von ihm so bezeichneten NATO-Verbrecher gestellt werden könnten. Zu den NATO-Verbrechern zählt Albrecht Müller, der sich in wütenden Schriften und durch Outings unschuldiger, kritischer Stimmen gegen Hinweise auf sein aktives Querfronttreiben wehren möchte, zetert nun wie ein beleidigtes Kind. Müller will nicht Querfront sein.  Er verteidigt sich lediglich dagegen, nicht rechtsextrem zu sein. Was ihm ja auch niemand vorwarf – eher, dass er die Vulgär-‚Kapitalismuskritischen‘ an ein Bündnis mit Rechtsextremen heranführt: ‚um denen da oben‘ zu schaden. Dass er Antisemitismen fördert – und offenbar auch fordert. Dass er solchen eine Stimme gibt, die Antisemitismus als Konstrukt begreifen, dass Ihnen und ihrer ‚Revolution‘ schaden solle.

Und wenn Müller etwas nicht selbst ausspricht, so setzt er Verlinkungen zu seinem Schützling Ken Jebsen, mit dessen Auswürfen er sich augenscheinlich  konform zeigt, Kritik daran bügelt er mit den gleichen verschwörungsgläubigen Ansätzen ab, mit denen er die ganze Welt erklärt. Müller und sein Bekanntenkreis dulden generell keine Kritik, wie beispielsweise die Satiresenf-Bloggerin Karin Burger am eigenen Leib erfahren durfte. Da sie aufgrund einer kritischen Nachfrage dem bösen NATO-Agenten-Rüstungsindustrie-Netzwerk zugerechnet wurde -wohl auch so eine Umgedrehte– wurde ihr Emailwechsel und ihre Identität -natürlich ohne ihr Einverständnis) von Albrecht Müller auf den Nachdenkseiten veröffentlicht. Und damit einem Shitstorm von Ken Jebsens Fans ausgesetzt. Aber auch andere Blogger wurden schon Müllers Opfer.

In der jüngsten Ausgabe von Jebsens Selbsthilfegruppe verbitterter alter und junger Männer, die ihre Opferrituale gemeinsam aufführen, sitzt Albrecht Müller mit dem Antisemiten Peter König, der hinter allem Übel der Welt eine zionistische Weltverschwörung wittert. Hiermit hat Albrecht Müller wahrscheinlich keine Probleme, stört er sich doch auch nicht am Antisemitismus Jebsens – und findet er doch viele politische Schnittmengen mit populären deutschsprachigen -und auch internationalen- Antisemiten.  Der benannte Peter König, eigentlich kein Name, den man  kennen muss, lebte bereits in einem Einzelinterview bei Jebsen seinen Antisemitismus aus:

„…die Medien, ja ja, ich wollte überhaupt zu den Mitteln kommen. Es gibt im Prinzip drei Hauptinstrumente, die der Westen braucht. Das eine haben Sie gerade erwähnt, das sind die Medien. DIe Medien, die uns täglich ähh Nachrichten verbreiten, die zum Großen Teil Lügen sind, oder manipulierte Nachrichten sind, wir müssen uns bewusst sein, dass wir im Westen 90% der Nachrichten die wir kriegen im Westen sind von zionistisch-angloamerikanischen Medienkorporationen beherrscht…“

Ach ja – die zionistisch-angloamerikanischen Medienkooperationen aber auch. Ob es diese dekomplex-antisemitische Ansicht auf die Welt ist, die Albrecht Müller überzeugte, sich zusammen mit Peter König in Jebsens dreistündige  Pseudo-Talkshow zu setzen. ODer reicht ein bißchen Zuneigung bereits aus? Bei jemandem, der sich als Kooperationspartner von rtdeutsch bezeichnet und Texte von Autoren wie Willy Wimmer auf seiner Homepage veröffentlicht, die so auch bei Elsässers Compact stehen, ist das nicht so leicht zu sagen.

Was Müller aber wirklich auf die Bühne zu treiben scheint, das ist auch der Applaus der Menge, in dem er badet – es muss ein gutes Gefühl für diesen offenbar verbitterten alten Mann sein, wenn er Zuspruch erfährt. Auch, wenn der Zuspruch von Antisemiten, Antiamerikanern, politisch Verwirrten und Verwahrlosten kommt. Von solchen, die menschliches Leid, wie das der Flüchtlinge, instrumentalisieren.  Und sie als Waffe bezeichnen. Die sogar Nazis zu der Stopp-Ramstein-Demo lockten. Gegen den zum gemeinsamen Feind erklärten Gegner ist kein Mittel zu widerlich, auch Albrecht Müller nicht, der an anderer Stelle auch schon Willy Wimmer, der ebenfalls Flüchtlinge zu Migrationswaffen erklärt, die von den bösen Amerikanern geschickt würden – nebst IS, die Politik Viktor Orbans loben ließ. Und neben dem Antisemiten Peter König und Ken Jebsen, der gegen jeden klagt, der ihn Antisemiten nennt, sitzt also Albrecht Müller. Und redet dummes Zeug:

Müller: „Aber da war ja die Sache mit der Friedensbewegung.Und wenn Sie erlauben komme ich da nochmal drauf zurück, (Giannas: Wo ist sie) Ja – wo ist sie. ich glaube, da müssen wir auch nochmal gucken, es hängt viele mit dem anderen, mit den USA zusammen und überhaupt mit der Militarisierubg insgesamt, die Friedensbewegung hat ja mal versucht ihr Haupt zu erheben, im April oder März 2014 und dann sofort eine richtige Aggression gegen diese Leute los das äähh haben Sie erlebt hier in Berlin, das haben andere Leute im Land draußen erlebt ich habe das zunächst beobachtet und wunderte mich nur über die Aggressivität und – weil ich persönlich bin mit der Friedensbewegung in den 50er Jahren großgeworden, das gabs da auch schon mal gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland und äh deshalb freue ich mich über jeden, der für Frieden demonstriert und gegen Krieg demonstriert und da habe ich mich gewundert, wieso diese Aggression gegen Idee Leute die da in Berlin demonstrieren und vielleicht mal ein falsches Wort zur FED gesagt haben oder sowas, warum diese Aggression. Und das zog sich durch durch das ganze Jahr 2014 und dann äh hat man ja immerhin den Friedenswinter und die Demonstration am 13. Dezember hingekriegt auch ohne – ohne dieses Was sofort als Etikett verteilt worden ist – Querfront. Also man kann Linke kritische friedensbewegte Leute sofort diskreditieren, wenn man ihnen das Etikett anhängt dass sie eigentlich rechts sind. Oder dass sie beides sind.“ Jebsen: „Würden Sie mal den Begriff Querfront erklären für alle die ihn nicht kennen?Müller: „Ja, gut. Das ist halt n äh alter Begriff, der wiederbelebt worden ist und eben sagt dass es eine Front von Rechten, in diesem Fall wird gesagt von den Reichsbürgern oder was mit den Linken, die jetzt da demonstriert haben, Mahnwachen und dergleichen mehr -„ Jebsen: „Friedenswinter-„ Müller: „Friedenswinter – dass es diese Querfront gibt. Und eigentlich sagte ich ich äh will damit sagen das ist ein Agitationserfolg dieser Gegner des Friedens und der Befürworter von militärischen kriegerischen Interventionen und ich dachte mit dem Friedenswinter sei das erledigt. Weil das also mit Herrn Drewermann als Hauptredner und keinem Rechten und damals haben Leute aus Berlin haben mir geschrieben wir waren da mit Fotos und haben und äh alles stimmte nicht was die die Frankfurter Rundschau, die taz und alle möglichen geschrieben haben im Dezember, stimmte alles nicht aber ich dachte trotzdem das ist irgendwie erledigt und jetzt kommt die Otto-Brenner-Stu- äh Stiftung mit einer Studie raus wo genau das Etikett wieder verteilt wird und sofort kommen wieder all die Journalisten wieder und die gleichen Medien und verbreiten das, ja. Die Studie selber ist zurückgezogen, vorläufig zurückgezogen mit massiven Fehlern, mit bösartigen Unterstellungen-„ Jebsen: „Sie kommen ja auch drin vor.“ Müller: „Ich komme auch drin vor, bei mir geht es so: Albrecht Müller, der dem ein Interview gegeben hat, von dem man sagt er sei Antisemit und Verschwörungstheoretiker, so ist die Beweislage einer solchen Studie aber es hat natürlich immer dann die Wirkung wenn andere das aufgreifen, dann geht es weiter. Und selbst wenn jetzt die Otto-Brenner-Stiftung die Studie ganz zurückziehen muss, was ich hoffe, dann wird immer noch hängenbleiben, was taz; die zeit, die Berliner Zeitung, der Tagesspiegel, die Frankfurter Rundschau und der Deutschlandfunk verbreitet haben. Das ist dann unter den Leuten und das setzt sich ja fort, schon der zweite Beitrag bei Telepolis von einem Peter Nowak.“ [01:17:41]  Jebsen: „Aber Herr Müller, die Frage die die doch klar ist, die Gazetten die Sie genannt haben – die Medien die Sie genannt haben, die sind ja sowohl von erzkonservativ bis äähh links außen, das ist doch merkwürdig. Also, man muss doch, also ich habe mir die Frage gestellt wer kann denn gegen die Friedensbewegung sein? Wer ist gegen die Friedensbewegung? Das sind genau so ähnliche Leute wie damals sag ich mal die gegen den Atomausstieg waren, gewesen sind. Leute, die was davon gehabt hätten, wenn wir weiter Atomkraft betrieben – betreiben würden. Menschen die gegen die Friedensbewegung sind brauchen Krieg, das kann nur die Rüstungsindustrie sein, die da involviert ist.“ Müller: „Richtig, aber die Macher im Hintergrund wissen dass man so eine Bewegung nur aushebeln kann, nicht wenn man von ganz rechts, also von der rheinischen Post oder vom Bayernkurier jetzt dagegen angeht, sondern man muss Leute finden die etwas ein fortschrittlicheres Image haben, um so eine Bewegung auszuhebeln. Das konnten Sie prima studieren bei der Agenda 2010 musste man Erhard Eppler und Günther Grass gewinnen die das befürwortet haben die Agenda 2010. Und beim ähh für den Jugoslawienkrieg musste man Joschka Fischer, ein Grüner, der auch mal links war und der war also dafür und Rudolf Scharping, da hat man keine reaktionären Militärs genommen, sondern diese progressiven Leute. Damit schafft man es besser, diese Meinung zu verändern. Und genauso ist es jetzt wieder geschehen, es sind ja fast keine reaktionären Zeitungen, Medien ‚ dabei gewesen-„ Jebsen: „Was ist denn eine odewie – wie gefährlich ist so etwas, wenn wenn wenn die Bevölkerung nicht mehr die Möglichkeit hat, an den Kiosk zu gehen und eine andere Meinung zu dem zu lesen was auf der Straße passiert, sondern wenn das homogen ist. Ist das gefährlich für eine Demokratie?“ Müller: „Hmm natürlich ist, das hebelt ja alles aus, es hebelt eine differenzierte Diskussion aus, es hebelt das Nachdenken über gute Lösungen aus, es hebelt im konkreten Fall äähh die Chance aus, gegen die Militarisierung jedes Konfliktes anzugehen. Das ist doch das Hauptproblem. Wir müssen doch Konflikte, die es immer gibt und die es gegeben hat, die müssten wir doch friedlich lösen. Da müssen doch wir uns verständigen darauf. Wir müssen die Konflikte in Europa dadurch lösen dass wir sagen jawohl wir wollen eine gemeinsame Sicherheit dieses Europas hier und Russlands und möglichst weit und wir verständigen und darauf. Und alle diese Dinge die natürlich der Rüstungsindustrie nicht entgegenkommen die werden torpediert und es wird ääähh eine Gegenpropaganda gemacht. [01:14:00 – 01:20:00 KenFM Positionen].

Müller und die Querfront – die Querfront und Müller. Er sprang auf einen Zug mit auf, der steigende Klickzahlen verspricht. Und seien wir ehrlich – mit den schon seit Jahren stattfindenden Verlinkungen, nicht nur zu KenFM, fuhr Müller schon eine Zeit lang mit, inzwischen führt er vorne aktiv bei.  Dem ganzen könnte auch eine Marktanalyse zugrunde liegen – etwas in der Art wie ‚wer spendet am meisten‘. Ist dies der Grund, warum er sich wie ein alter Gönner gebiert, wenn er Ken Jebsen als Redner lobt?

Er, der niemals antisemitische, antiamerikanische oder EU-feindliche Töne sich eingestehen wollte, aber eben diese Stimmen fördert und umhegt? Hat Journalistenhatz Recht – und wir können uns demnächst über die Müller-Jebsen-PArtei freuen? Die könnte dann mit Hörstels neuer Mitte koalieren. Für Müller muss der mediale Rummel um die Querfront und die durch KenFM-User neu hinzugekommenen Klickzahlen die Perspektiven zusätzlich verzerrt haben. In Jebsens Laberrunde lüftet Müller das Geheimnis, warum er länger nicht mehr von Gleichschaltung redet: Weil sich NDS-Leser über das verharmlosend verwendete Vokabular geärgert hätten (diese ehemaligen Leser hat Müller bestimmt schon länger verprellt). Ehrlichkeit kann erfrischend sein. Müller geht es nicht um die Sache – ihm geht’s um Klicks…


 

Exkurs zu Querfrontwilly – dem Scharnier im Querfrontnetzwerk:

Willy Wimmer ist so etwas wie ein Freund von Albrecht Müller, sie teilen außerdem die gleichen antiamerikanischen Grundeinstellungen. Bei den NDS werden immer wieder Texte von Willy Wimmer veröffentlicht. Analog zu Compact und KenFM, wo Wimmer ebenfalls umworben wird. Zu ersterem würde Müller jegliche Beziehung oder Gemeinsamkeit abstreiten, bei zweitem würde Müller sich über die Hubereien der von ihm phantasierten Gesinnungspolizei aufregen. In einem neuen Text von Wimmer bei den NDS echauffiert er sich über ‚Protokollbesuche‘, welche die Kanzlerin in Freital oder Heidenau ableiste – und über die Bezeichnung der besorgten Bürger als Mob. Analog hierzu weist er auf die Politiker Cameron oder Orban hin, die ein anderes BIld abgäben und Gesetzen Geltung verschafften. Christoph Hörstel, der auf derselben Veranstaltung wie Jebsen gegen Flüchtline hetzte und diese ebenfalls als Waffe bezeichnete, freute sich zu dieser Gelegenheit übrigens ebenfalls über Willy Wimmers Wirken.

In der KenFM-Gesprächsrunde Positionen, an der Müller und Wimmer beteiligt waren, ließ Wimmer seine revisionistischen Sprüche los. Auch Daniele Ganser, der von Linken wie rechten Querfrontlern bejubelt wird, beteiligte sich an den relativierenden Spielchen. Die USA spielten Deutschland schon seit 1878 (oder so) übel mit, implizierend, dass womöglich die ganzen Schandflecken der deutschen Historie nicht auf deren Mist gewachsen seien. Mit solchen Sprüche ist Wimmer kompatibel zu Müller (Die EU ist eine Kolonie der US-Amerikaner) wie auch zu Jürgen Elsässer, der offen gegen die USA und ‚Rothschild‚ hetzt.

Albrecht Müller hatte diverse Gelegenheiten, eigene Schritte rückwirkend kritisch zu betrachten. Tut er nicht. Zu tief sitzt die Überzeugung. Stattdessen regt er sich immer wieder über eine halluzinierte Gedankenpolizei auf, spricht von ‚Gleichschaltung‘ und Totschlagargumenten – und veröffentlicht auf seiner Seite NAchdenkseiten nur Dinge, die siene Meinung unterstützen. Wenn hierbei auch andere Thematiken und Sichtweisen Eingang finden, dann weil ihm diese egal sind, oder weil er sie auch hat.

Zum Beispiel verlinkte Willy Wimmer, verantwortlicher hierrfür Albrecht Müller, in einem bei den NDS erschienen Text zu einem Holocaustleugner und dem Zeitgeist-Verlag, ebenfalls in brauner Soße schwimmend. Albrecht Müller ficht das nicht an. Einwände bezeichnet er als gesteuert – und von Kritikern an ihm oder seinen Freunden veröffentlicht er auch mal die Emailadressen oder den Emailverkehr. Hochhuth ist übrigens auch bei Compact gern veröffentlichter Gastautor, er beteiligte sich, ebenso wie Wimmer, an den ‚Compact-Live‚-Konferenzen.

Wenn in der Compact ein Aufruf steht, so könnte er inzwischen eben auch ebenso gut in den Nachdenkseiten veröffentlicht stehen – ob ‚Souveränität für Deutschland‘, oder ‚Freiheit für Deutschland‘. Handelt es sich nun um mehr ‚Souveränität‘ für Deutschland, ein ‚raus aus der NATO‘ – oder eben Artikel zur Gesinnungspolizei. Die Nachdenkseiten sind ein Stückchen mehr rechtsoffen geworden- und entsprechende Leserkommentare bekommen sie auch, einfach auf dem Nachdenkseiten-Facebookkanal zu besichtigen. Da wird sich über Gutmenschen aufgeregt, über die Verwendung politisch-korrekter Sprache (Ich kauf immer noch Mohrenköpfe, mimimi) über die Verwendung des Wortes Antisemitismus als ‚Totschlaginstrument‘. Warum auch nicht. Es werden dort ja auch Linke-Politiker mit ihren Texten oder Buchneurscheinungen beworben, die nichts anders sagen. ‚Sekundärer Antisemitismus ist ein Konstrukt, Antisemitismus ein Totschlaginstrument, das als Waffe eingesetzt würde, um Menschen mundtot zu machen‘. Und so freuen sich die NDS über gestiegene Zugriffszahlen.

Willy Wimmer: man kann wenn man Herr Pohlmann so hört, kann man bestimmt mit Fug und Recht eins sagen: Joseph Goebbels hat mit der (äääh) deutschen Presse (Hhhmm) größere Schwierigkeiten gehabt, als die NATO mit dem was wir jeden Morgen lesen können.“ ( KenFM-Positionen#1 Minute: 37:50)

Es sind weniger die ausgesprochenen, irre anmutenden Vorwürfe. Es sind die dahinter im Raum stehenden, zwischen den Zeilen seiner Rede verborgenen Anschuldigungen, die sich in seinen Querfrontkurs einfügen.


 

Zu dieser Querfront gehören  neben Jebsen, Müller, Willy Wimmer auch der in diesem Text schon genannte rechtsextreme Antisemit Christoph Hörstel, der hinter den Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte quer durch Deutschland den Verfassungsschutz vermutet und Angst hat, dass er vom deutschen Staat per Chemtrails mit Barium, Aluminium etc. vergiftet wird. Hörstel wurde auch schon von Jebsen interviewt. Es ist eine feine Clique, die da über ein paar Schnittstellen verbunden ist. Und der von Müller gepriesene Jebsen stellt einen Knoten dar, über den die Galionsfiguren der antisemitischen und antiamerikanischen Querfront verbunden sind. Christoph Hörstel, Lars Mährholz, Albrecht Müller, Martin Lejeune, Udo UlfkotteEvelyn Hecht-Galinski. Und viele weitere. Auch Christoph Hörstel bezeichnete Menschen als Waffen, auch WIlly Wimmer und Ken Jebsen stiessen in dieses Horn. Und Reiner Braun macht den Wichteln bei senen Reden Angst davor, dass sie mit Flüchtlingen, die natürlich auch noch das neoliberale System mitstützen würden, konkurrieren müssen. Und so versuchten sie auch den einen oder anderen besorgten Bürger anzusprechen, der sich gegen Ramstein und dei bösen Amis wendet, weil sie ihm diese menschlichen Flüchtlingswaffen auf den ressentimentgenährten deutschen Pelz hetzen.

Auch Jebsen will nicht Querfront sein. Auch wenn er Antisemitismen am laufenden Band absondert, auch wenn er Antisemiten fördert, sich mit Ihnen auf eine Bühne stellt. Auch wenn Rendite Querfront mit all Ihren Simplizismen verkörpert. In Berlin, am dritten deutschlandweiten Wahnmachertreffen, trat er unter anderem mit Christoph Hörstel auf. Christoph Hörstel ist einer der deutschen ‚Top‘-Antisemiten, der vor allem auf iranischen Radiosendern gegen Israel und Amerika jetzt. Oder der durch Deutschland tingelt, um dort vor AfD-Rentnern und anderen rassistischen Antisemiten in Bürgergemeinschaftshäusern selbiges zu tun. Seine Obsession gilt, wie die von Jebsen, vor allem den USA und Israel, aber natürlich auch den ‚Eliten‘.

Jebsen also möchte kein Antisemit und nicht Querfront sein, tritt aber mit Hörstel, beziehungsweise auf derselben Bühne wie er auf.  Hörstel, der neben dem Erfolg seines Parteiprojekt ‚Neue Mitte‘ Horst Mahler-like von Nürnberg-artigen Gerichten, neuen Verfassungen und Völkerbündnissen träumt. Jebsen hatte Hörstel natürlich auch schon zu Gast in seiner Sendung – Themen waren neben vielen anderem Irrsinn natürlich Israel und die USA.

Albrecht Müller muss sich nicht über Querfrontverweise seiner Person beschweren. Albrecht Müller zelebriert in dieser Rede nichts anderes als diverse andere Querfrontler. Er macht sich abermals zum Opfer: Alle, die gegen die Friedensbewerung anschrieben, seien böse. Alle, die sich gegen ihn, Ken Jebsen und die anderen Interpreten der Wahnmichel stellen, stellen in seinen Augen wohl Verräter dar, einen neoliberale Agenten. Was nur die Enkelkinder hiervon halten? Und wie Müller mit neoliberalen Agenten verfährt, das ist am schon genannten Beispiel der Satirebloggerin Karin Burger zu sehen, die von Müller bei den NDS mit Arbeitsplatz und Emailadresse geoutet wurde. Auch hier legte Müller, als auch sein nach seinen eigenen Worten zu schließende, aluhuttragende Kumpel Professor Maus einen Beweis dafür ab, dass sie sich die Weltsicht so einfach wie möglich machen. Auch Müllers Rede in Ramsein ist ein Zeugnis dieser dekomplexitären Denkweisen. Ist es das Alter – oder war Müllers Denken schon immer in so eine formelhafte Schwarz-Weiss-Sicht gepresst? Es ist auf jeden Fall erschreckend, wie solche Leute, die in ihrem Leben nicht ohne politische Verantwortung waren und es noch sind, reden.

Albrecht Müllers Nachdenkseiten sind inzwischen ja auch Kooperationspartner von rtdeutsch. Erscheint ein Text von Müller bei rtdeutsch, wo es im Gegensatz zu den Nachdenkseiten eine Kommentarfunktion gibt, so wird deutlich, dass Müllers in diesem Umfeld veröffentlichte Paranoia auch bei solchen ansetzt, mit denen der ‚linke‘ Albrecht Müller wahrscheinlich so gar nichts zu tun haben möchte. Dort werden seine Gedanken von homophoben Reichsbürgern bejubelt, wie an den Kommentaren zu sehen ist. Auch in der leider inzwischen wohl aufgrund von Klagen (hat da jemand gelsässert?) zurückgenommenen Studie der Otto-Brenner-Stiftung fanden die Nachdenkseiten Erwähnung. Um dort den gleichen Raum einzunehmen wie Compact, muss Albrecht Müller aber noch etwas werkeln. Er verkündet
bei Jebsen, dass 300.000 tägliche Klicks auf die NDS sein Ziel sind. Woher diese Klicks kommen, das ist Müller egal.

Und so pflegen die Querfrontler weiter ihre Opferrituale, feiern sich in klassischer Täter-Opfer-Umkehr als stigmatisierte Opfer – und sprechen besorgte Bürger an. Sammeln Spenden. Seien wir auf die Müller-Jebsen-Partei gespannt

Edit: …natürlich heißt die Satiresenf-Bloggerin Karin Burger – nicht, wie ursprünglich geschrieben stand, Karin Müller. Der Fehler wurde ausgebessert.

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Hart und dehmlich: Ein Hauch von Friedenswinter

Das hier wiedergegebene ist nur ein gaaaanz kleiner Abriss aus zwei Minuten Schwachsinn von Dieter Dehm, den er im Gespräch mit der Bandbreite am UZ-Pressefest schon vor Jahren losließ. Ebenfalls im Video zu sehen ist der seltsame Onkel (Klaus Hartmann) von den Freidenkern, an deren Stand das Gespräch lief – und der im August 2015 anlässlich der Friedenstournee Dortmund eine bemerkenswert antisemitische Hetzrede hielt, die dem hier abgesonderten Stuss von Dehm in nichts nachsteht:

Dieter Dehm: „Das ist so widerwärtig dass ich diesen Flügel der Antideutschen, die das vertreten (Auftrittsverbote für die ‚Bandbreite‘) wirklich nicht unter links laufen lassen kann. Das sind keine Linken, das sind Leute die von innen her das Rot aus den Wangen der Linken saugen.“ [13:40 – 14:00]

Die ganze Kampagne ging los…zum neunten September…seitdem geht diese Kampagne los und in diesem Punkt ich weiß nicht ob der CIA drin war, ich kenn nicht, ich bin da für vieles offen, aber wenn darüber nicht diskutiert werden darf entsteht in Kopf ein Tabu…wer da im Vorhinein Argumente ausklammert betreibt das Geschäft am Ende derjenigen die die Freiheit des Geistes und die Freiheit der Kunst behindern wollen… [Dieter Dehm im Gespräch mit der Bandbreite 29:30-30:05]

Dieter Dehm sprach sich nicht für Jutta Ditfurth und die Freiheit des Geistes aus…

Der Springerverlag ist abonniert auf Netanjahu, der Spiegel ist inzwischen abonniert auf Netanjahu, das heißt die herrschenden Mainstream vertreten den Staatsterrorismus der israelischen Regierung, und unter diesem Aspekt muss man sehen wie klein unsere Möglichkeiten sind als Kräfte der Aufklärung. Und wenn wir die kleinen Kräfte noch weiter reduzieren, wie soll in dieser Republik noch ein Widerwort ertönen“ [30:30-31]

Das gesamte Gespräch enthält vielsagende Selbstauskünfte z.B. von Dieter Dehm, der von dem Häuptling der Freidenker eine serbische „geübte Brigade“ als Türsteher für von ihm organisierte Bandbreite-Veranstaltungen vermittelt bekam:

Dehm: Und da kam also eine Ordnertruppe aus -“ Klaus Hartmann: „- aus Serbien…eine geübte Brigade…„. [Ca. Minute 12:00]

Es ist die Sprache der Friedensfreunde: Feinde, Gegner, Brigaden, Agenten. Was an vom Ressentiment durchtränkten Hass gegen Kritiker von Friedenswinter und Co. geäußert wurde, findet hier vorgangsweise seinen Niederschlag: Alle gekauft, alles Agenten, alles böse Antideutsche und Kriegstreiber. Parasitäre Eigenschaften werden ‚den Feinden‘ zugedichtet. Der Verschwörungswahn, die Paranoia ist schon damals so weit gewesen, dass von innerlinker (von neoliberalen Kräften eingefädelte) Spaltung gesprochen wird, von einer Verschwörung. Von der nicht nur Dehm phantasiert. Es fehlt, neben der kryptoantisemitischen Argumentationsstruktur, nur das Wörtchen ‚Dolchstoßlegende‘. Die Charaktere, die hier als Hauptakteure ihre Wahnweltbilder und die Unfähigkeit offenbaren, einzig mit dämonisierender Unterstellung und Verschwörungsgeraune auf (innerlinke) Kritik zu reagieren, sind im übrigen Friedenswinter- und KenFM-Darsteller. Auch vor Jahren schon propagierten sie also die Querfront. Auch vor Jahren schon pflegten sie den sekundär-antisemitisch geprägten Opfermythos.

Lustig ist Dieter Dehm, der fordert, dass die Linke zum Bilderbergertreffen hin mobilisieren müsse.

Ken in der Karnickelgrube – ‚Geistiger Durchfall eines Antisemiten‘ Vol. 2

„(…)ich habe mir immer die Frage gestellt, weil hier ja eben von Geschwister Scholl gesprochen wurde, wann denn äh wo ich denn gewesen wäre damals in der Stunde der Bewährung, also wäre ich Geschwister Scholl? Hätte ich meine Flugblätter, die systemfeindlich sind, an der aktuellen Waldorschule in Göppingen verteilt bekommen? Oder hätten die Lehrer und vielleicht auch das Kollegium vor der Gestapo -ja- ausgesagt? Ja, das ist ohne unsere Kenntnis passiert? Also, wär ich Geschwister Scholl gewesen oder wäre ich Hitlers Sekretärin gewesen? So – das ist z.B. die Stunde der Bewährung(…)“ [Jebsen Vortrag Waldorfschule Filstal/Karnickelzuchtverein Farndau, ab Minute 17:10]

„(…)aber wenn die IS, die ja nichts anderes sind als die Sturmtruppen der CIA und ich kann das beweisen ich hab mit der CIA gesprochen und die haben das bestätigt.“ [Circa Minute 37:45]

Der notorische Lügner und Geschichtenerzähler Jebsen wurde von Waldorfschülern (und vermutlich der einen oder anderen Lehrkraft) für einen Vortragsabend gebucht, welcher im Vorfeld wegen vergangener ähnlicher Auftritte -oder Auftrittsversuche- für kleinen Wirbel sorgte, da sich die Schulleitung erst nach Bekanntwerden der Veranstaltung distanzierte. Wie im letztjährigen Fall der Waldorfschule Überlingen fand die diesjährige Veranstaltung statt, allerdings wurde sie von Schülern außerhalb der Schulgebäude organisiert. In diesem Fall wurde als Veranstaltungsort dann lustigerweise ein antroposophischer Karnickelzüchterverein gewählt. Eine Veranstaltung mit dem Trutherrapper Kilez More, der auf den gleichen Bühnen wie Jebsen auftritt, fand hingegen in der Waldorfschule Farndau vor Ort statt, wie die Südwestpresse berichtete. Da diese Zeitung über das Vorhaben von den Schülern/Lehrern und Jebsen berichtete, zog er bei der Veranstaltung im Karnickelzüchterverein natürlich auch über diese her – hierbei verglich er sich, wie bei früheren Auftritten, wahlweise mit der weißen Rose oder Jesus; wobei der Schulverwaltung und kritischen Lehrern sowie einer dort tätigen Christengemeinde in Jebsens geschmacklosen und entlarvenden NS-Vergleichen  die Rolle von Mitläufern oder Denunzianten zukam, die selbst Jesus, mit dem er sich auch gern mal vergleicht, abweisen würden.

Dass Jebsen aber allen Ernstes nach allen gegen ihn verogebrachten Vorwürfen noch immer solche Verbalisierungen und NS-Vergleiche anbringt, kann nur mit negativem Aufmerksamkeitsmanagement zu tun habe. Jebsen hat kapiert, dass er durch seine mehr als polarisierenden Sprüche die merkbefreiten Honks abgreifen kann, die ihm Geld spenden, da bringt er mal wieder einen griffigen NS-vergleichenden Spruch. Diesmal vergleicht er die Lehrer der Waldorfschule Göppingen, wo er nicht reden durfte, mit Denunzianten im dritten Reich.

Und da seine Texte wohl bei der Jugend mehr verfangen, adressiert er seine Tiraden natürlich auch in erster Linie an die Schüler: Diese sollten ihren Lehrern misstrauen, weil Heiland Jebsen von Ihnen nicht standesgemäß behandelt würde. War er doch auch ein Aufrührer, so wie Jebsen einer sei. Und war er auch vor allem ein Opfer – so wie Jebsen sich auch beständig als ein armes Opfer darstellt. Mit dem ihm von ihm im Laufe des Vortrags dargestellten Ziel ~die Welt zu retten~ gibt Jebsen dem Jesus-Komplex die nötige Würze. Beständig kehrt er sich als verfolgten Rebellen heraus, dem übel mitgespielt würde – natürlich nur, weil er so ein armes Opfer ist. Der Lehrer aber, der zu ihm gehalten habe und seine Schüler, diese seien solche, die am Ende von Club der toten Dichter auf dem Tisch gestanden hätten – am Ende des Films stehen die Schüler für ihren Lehrer, der wegen seines progressiven Verhaltens gefeuert wird, aus Protest auf ihren Tischen. Jebsen ist also überhaupt nicht bescheiden. Jebsen meint es auch ernst, wenn er sagt, dass Stimmungen gegen ihn künstlich erzeugt würden. Jebsen spricht  von der Meinung seiner Kritiker ständig als von etwas ‚erzeugtem‘ – er unterstellt an anderen Stellen immer wieder, dass seine Gegner von einer Kriegsindustrie bezahlt würden und gekaufte NATO-Agenten seien:

„(…)ich habe Rudolf Steiner nicht persönlich kennengelernt ja äähmmm ja aber das man kritisch nachfragen soll dass man auch seinen Lehrern widersprechen soll und deswegen möchte ich mich auch ganz explizit auch bei den Kollegen bedanken die das durchgezogen haben hier, ganz vorne auch hier – ganz vorn der Kollege der sich hat nicht einschüchtern lassen. Es gibt ja diesen Film Club der toten Dichter, ich weiß ja nicht ob sie den kennen, er gehört zu den Leuten die später auf den Tischen stehen dass sind genau die Leute die die Gesellschaft verändern weil er hat etwas bewiesen was ich ständig predige, er soll mutig sein auch gegen die Massenmeinung oder ein erzeugtes Umfeld was in irgendeiner Weise sagt: [verstellte Stimme] das will ich lieber nicht machen – er hats trotzdem gemacht.“ [3:46 Applaus].

Und dies sei so, so erläutert er, weil er und die Schüler verstanden hätten, was Jebsen schon die ganze Zeit predige. Ja – Jebsen benutzt sogar das Wort predigen, was aufgrund der Sektenhaftigkeit der KenFM-Community immerhin folgerichtig ist. Es ist anzunehmen, dass dem Verschwörungsglauben zum Teil religiöse Aspekte anhaften. Und wie es in Sekten Usus ist, wird das Wort vor allem an vielleicht leicht beeindruckbare Jugendliche gerichtet: Sektenführer finden ihre Schäfchen, so wie Löwen den Jagdgrund. Schüler haben ihn geladen – undder  Ken Jebsen richtet sich auch in diesem Vortrag explizit an Jugendliche. So tat er es schon öfters, er bewarb z.B. in einem Interview mit Tommy Hansen auch die Möglichkeit, dass Schulklassen sein Studio besuchen können, oder dass das Machwerk Free21 an Schulen ausgelegt werden könne. Die Parallelen zwischen Jebsen und einem Sektenführer sind verblüffend, er gibt den charismatischen Kinderfänger sehr bewusst, bedeutet das bei der Kaufkraft Jugendlicher doch bestimmt ein Klingeln in der Spendenkasse.

Und so predigt er auch an diesem Abend vor einem offenbar größtenteils leicht beeindruckbarem Publikum. Und hierbei drischt er Phrase auf Phrase, wendet immer wieder Begrifflichkeiten falsch an. Was das Publikum aber nicht zu stören scheint. Ob der qualitativ schlechte Waldorfschulen-Unterricht und die Tatsache, dass dort Leute ohne Staatsexamen unterrichten dürfen, eventuell zu einer nicht unbedeutenden Unwissenheit führt, die Rattenfängern wie Jebsen Andockstellen bietet?  Bestimmt haben solche Faktoren hier eine Rolle gespielt. So redet er zum Beispiel bei einer Wahnsinnstat von einer Tat im Affekt, eine Mutter liebt ihr Kind aus ‚Reflex‘. Spezies spricht er aus, fast als wolle er Spätzle sagen. Und obsolet spricht er  gar nicht nett aus. Von seiner früheren Arbeit beim Radio erzählt Jebsen als von angeblichen ’soziologischen Experimenten‘, die er  mit der Zuhörerschaft z.B. aus Jazzern und Punkern veranstaltete – damit sich diese nicht aufs Maul gehauen hätten – und um Toleranz lernten. Welch ein Bullshit – wie alle wissen, muss gerade Jazzern und Punks die Toleranz engetrichtert werden. Aber natürlich – Jebsen ist ja Journalist, Friedensforscher, Soziologe, Whistleblower, Jesus, Weiße Rose, Martin-Luther King, alles in einem. Weil Jazzer und Punker sich ja auch beständig aufs Maul hauen. Wie man das so kennt. Ich musste beim Herbie Hancock-Konzert z.B. fixiert werden, auf dass ich den alten Jazzern nicht die Fresse poliere. Rausgeekelt worden sei er natürlich nur wegen seiner wichtigen Reportagen zu Deplemented Uranium (da hat ja auch kein anderer was zu gesagt). Seine peinlichen Sendungen zu Israel, 9/11 und andere Ergüsse lässt er hierbei unter den Teppich fallen. Israel – das sei eigentlich gar nicht so sein Thema, nur, wenn ein Gesprächspartner es angeschnitten habe. Natürlich ist auch dies Bullshit – Israel ist/war Jebsens Steckenpferd – zu bemerken zum Beispiel in den Interviews mit Albrecht Müller oder Serdar Somuncu. Ansonsten holt er sich auch den Pressesprecher der Hamas, Martin Lejeune, ins KenFM-Boot. Die antisemitischen Texte der Berufstochter Evelyn Hecht-Galinski, die auch mal das Grab des Vaters für ihre Show benutzt, werden bei KenFM veröffentlicht, sie wurde schon mehrfach interviewt. Diese Interviews und Texte sind auf der Antisemitismusskala klar im oberen Feld. Aber inzwischen lernte er wohl, dass er bei diesem Thema aufgrund seiner antisemitischen Vergangenheit angreifbar für die Zukunft ist, daher will er nun wohl auf Leisetreter machen. Deswegen geht er natürlich au so sparsam mit dem Thema um, und streut nur gaaaanz wenige NS- bzw. ‚Judenvergleiche‘ in seinen Text ein:

„(…)alle reden ja über die faulen Griechen äh diese Schlafzeile läuft ja in der Bildzeitung, das ist nichts anderes als Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Man muss das einfach mal austauschen, einfach mal wo das Wort Grieche auftaucht, austauschen durch Jude.  Wenn man das mal macht dann wundert micht dann kriegt man so ein bißchen Unmut dass die das so schreiben, aber das wird einfach alles so geschluckt.“ [Circa 15:45]

Jebsen könnte mit solchen Aussagen ja vieloeicht sogar im linken Lager landen, vielleicht als Hofjournalist von Dieter Dehm, Sahra Wagenknecht oder Wolfgang Gehrcke, gern auch im Propagandaministerium. Man hat dort mit Antisemitismus ein immer geringeres Problem. Bis dahin macht er es auch als Medienpartner von rtdeutsch oder den Nachdenkseiten. Die haben scheinbar auch bisher keine Probleme mit seinen offenen sekundären Antisemitismen und NS-Vergleichen gehabt. Bis dahin wiederholt er Sprechblasen der AfD, er, der nicht Lechte und nicht Rinke, aber inzwischen Möchtegern-Linke:

Jebsen: „(…)Und wenn man sich anschaut was der Euro bisher geleistet hat, dann ist der Euro ein Spaltpilz. Der Euro spaltet Europa(...)“ [Circa Minute 21:30]

AfD Bayern:Der Euro – Spaltpilz statt Friedensprojekt

Bernd Lucke (Ex-AfD): „Der Euro ist ein Spaltpilz für Europa“.

Aber auch hiermit dürften die Farndauer KenFM-Fans, viele Linke-Wähler und Politiker kein Problem haben. Vielleicht plant Jebsen, wenn er nicht gerade Afd-Phrasen wiederholt, ja nochmal den Marsch auf Berlin. Als einer der Führer der Mahnwachen trat er auch im Farndauer Karnickelzüchterverein auf – und will sich nun zum Komplizen der rebellischen Waldorfjugend machen.

Jugend voran – so könnte er diesen Vortrag auch beschlossen haben: Wie ein schleimiger Onkel mit Lutscher schmiert er seinem jungen Publikum Honig ums Maul und becirct: Diese jungen Schüler, die sich von Ihren Lehrern nicht beeindrucken lassen haben, seien nach Jebsen die Hoffnung. Sie verkörperten eher den Geist Rudolf Steiners, den anthropsophischen Geist. Die Art und Weise -und wie oft- Jebsen in diesem Vortrag den Namen Rudolf Steiner fallen lässt, erweckt den Eindruck, dass Rudolf Steiners Schriften in seiner Erziehung an der Waldorfschule eine größere Rolle gespielt haben, als sie dies zumindest heute noch tun sollten. Ebenso der Gehalt an ‚antroposophischem Geist‘, welchen Jebsen an der Waldorfschule Göppingen so schmerzhaft vermisst.  Dass Rudolf Steiner für ihn eine Vorbildfunktion einnimmt, sollte hellhörig stimmen. Sind dessen Schriften doch antisemitisch und rassistisch. Und – Jebsen lässt ja auch immer wieder antisemitisches und rassistisches vom Stapel. Wie zum Beispiel diese Dokumentation zeigt, spielt Steiners Weltbild dort auch heute noch eine Rolle. Auch und besonders im Geschichtsunterricht. Nun ja – überall anders würde der antroposophische Geist Steiners auf jeden Fall besser verkörpert, als von den bösen, fiesen Lehrer, die ihn und auch Willy Wimmer nicht auftreten lassen wollten. Weswegen die Waldorschulen unverdienterweise so heißen würden – der antroposophische Geist herrsche dort nicht, so Jebsen. Die Lehrer und andere Beteiligte an Jebsens Ausschluss hätten, Jebsen deutet es mehrmals, bestimmt auch die weiße Rose, die er ja bestimmt auch sein könnte, oder sogar Jesus, verpfiffen. Entweder an die Römer – oder an Gestapo-Schergen. Erheiternd ist auch Jebsens Bild von der verfolgten Christengemeinschaft im alten Rom: Christen, die von Römern durch die Katakomben getrieben würden. Die in seinem Bild verfolgten Christen sind natürlich keine ‚Römer‘ – die Römer, das ist das böse Imperium. Die Christen hingegen scheinen in seinem Beispiel ihre eigene Nation zu bilden.

„(…)ich war hier viel unterwegs gerade mit Willy Wimmer auch, ja wir haben versucht an der Waldorfschule zu sprechen mit WiIly Wimmer, das war nicht möglich(…)da sind wir nach Salem gegangen, dort konnten wir das machen. Da steht zwar nicht freies Salem, sondern nur Salem, aber an der freien Waldorfschule war das eben nicht möglich, weil die eben irgendwie gar nicht mehr frei ist. Und da stelle ich mir schon die Frage, wenn ich heute und ich war in Dornach, ich habe mir da die Betonpaline mal angeschaut ja, also wenn ich heute auf der Suche nach antroposophischem Geist bin, dann werde mit hoher Wahrheinlichkeit nicht bei anthroposophischen Schül-, bei antroposophischen Schulen bei- bei- den Lehrern fündig, bei den Schülern werde ich fündig, aber eben nicht bei den Lehrern und das stört mich, was ist aus dieser Waldorfschule geworden, ist das noch ne Waldorfschule(…)Und was ich bei Rudolf Steiner gelernt hab, was ich auf der Waldorfschule gelernt hab, auch in der Christengemeinschaft gelernt hab, das man mutig sein soll, wenn ich Christengmeinschaft gehört hab, da habe ich automatisch so n Bild von einigen wenigen Christen die gejagt werden durch durchgeknallte Römer in den  Katakomben. Das ist das Bild, was ich habe [25:02]. Und ich habe auch den Brief gelesen, in dem die Christengemeinde auf Anfrage gemeint hat ‚ja, möglicherweise stimmt das gar nicht, was man dem Herrn Jebsen unterstellt, aber das wissen ja die anderen nicht und dann weiß man nicht, ob das auf uns abfärbt. Und da muss ich sagen, wow – toll. Wenn Jesus Christus wieder erscheinen würde, ob die ihn aufnehmen? Also Jesus Christus…das war ein Aufrührer..der war gegen den Staat. Und der war mit diesen zwölf Typen, das war ne Terrorzelle, der war auch da im Raum Palästina, immer schon ein Krisengebiet gewesen. Der hat gesagt gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was. Also das war ein Aufrührer. Oder? Würden die den aufnehmen oder ist das zu gefährlich? Würden die Geschwister Scholl unterbringen oder ist das zu gefährlich? [25:45] (…)es reicht nicht  vier Artikel zu bringen um irgendwie Angst zu schüren, die Leute kommen trotzdem. Und das ist genau das, was die Leute auf der Waldorfschule lernen sollten, die meisten sind doch Waldorfschüler, das habt ihr richtig umgesetzt, ihr sollt auch mal an der richtigen Stelle der Obrigkeit der Autorität widersprechen, und wenns Eure Lehrer sind. Gut ist das. Das ist gut. Wenn Eure Lehrer und das harte Wort mal nicht die Eier haben hier zu erscheinen dann solltet ihr folgendes tun, ihr solltet Euch vor Ort schlau machen mit wem Ihr es hier zu tun habt. Und ich kann Euch nur sagen, ich bin ja so ein Rebell geworden, weil ich soviel Waldorf ähh weil ich so oft in der Waldorfschule war, bis zur 13. Klasse. Und diejenigen die heut hier herkommen haben auch das rebellische an sich und wir brauchen mehr Rebellisches. Ja, wir brauchen mehr revolutionäres, ja, wir brauchen mehr mutige Menschen, die einem Trend der unheilvoll ist sich entgegenstellen ohne Rücksicht auf ihre spätere Karriere(…)“ [Ca. Minute 23:00 – 27:00]

Ken Jebsen freut sich überhaupt nicht darüber, dass seine Ergüsse glücklicherweise nicht bei allen ‚Pädagogen‘ der Waldorfschulen gut ankommen. Nach dem zuvor vorgenommenen NS-Deutschland/Weiße Rose-Vergleich, der absolut peinlich und anmaßend, aber nicht neu ist, muss Jebsen noch einmal Dampf ablassen, dass er und seine Querfrontcrew (Willy Wimmer veröffentlicht auch bei Compact, Jebsens ehemaligem Arbeit/Auftraggeber) zum Glück nicht an allen Waldorfschulen ein gern gesehener Gast ist. Die Tatsache, dass er bei (‚formbaren‘) Schülern besser ankommt als bei Pädagogen, kehrt er heraus – und spricht den ihm abspenstigen Waldorf-Einrichtungen ohnehin überflüssigen „anthroposophischen Geist Rudolf Steiners“ ab.

Ganz einfach also. Jebsen gut, Kritiker böse. Jebsen sei echtKritik sei künstlich erzeugt. Jebsen ist die Verkörperung der Revolution. Den Schülern wurde also nur Angst vor Jesus Jebsen gemacht, um sie von dem richtigen Weg abzubringen. Aber sie kamen trotzdem, weswegen ihnen die Verheißung zuteil wird. Für Jebsen reichte zwar noch Waldorf, um Rebell zu werden – die heutigen Schüler dagegen brauchen Jebsen, denn der Geist von Steiner weht heute durch ihn, hohl genug ist er wohl dafür – und nicht durch die ‚heutigen‚ Waldorfschulen. Die sind nun lasch (oder nicht vielleicht lau?), Jebsen ist Steiner. Früher war eben alles besser.

Weiter geht es mit Jebsens Schwachsinsstiraden – früher seien Weltverbesserer auch schon Verschwörungstheoretiker genannt worden. Ketzer seien Vershwörungstheoretiker gewesen. So sei die Erde eine Scheibe gewesen, bis Verschwörungstheoretiker -so wie Jebsen- dies geändert hätten. Denn: Dass die Erde auch rund sein könnte, dies sei auch eine Verschwöungstheorie gewesen. Und Einstein – der war natürlich, wie Jebsen der sich im Club der Coolen wähnt, auch einer. Jebsen stellt sich dar als jemand, der naturwissenschaftliche Prinzipien erkannt habe, quasi die Wirklichkeit, und deswegen wie ein ‚Ketzer im Mittelalter‘ behandelt werden würde. Faktisch ebenso unschlüssig wirksam, wie seine Biologismen. Weil Jebsen die von ihm verbreiteten Anitsemitismen, Antiamerikanismen und Revisionismen schlichtweg für die Wirklichkeit hält – so wie die Erde eine Kugel sei. Warum aber sollte jemand, der angeblich wirkliches sagt, ein Recht auf Vergessen brauchen?

„Die Erde war lange Zeit eine Scheibe obwohl sie keine war, aber wenn Du gesagt hast sie ist keine Scheibe warst du natürlich ein Verschwörungstheoretiker. Verschwörungstheoretiker hießen früher einfach Ketzer, okay? Und früher hat man sie auf den Scheiterhaufen gepackt, heute steckt man sie in den modernen Scheiterhaufen. Und macht sie dort fertig weil das netz ja nichts vergisst der Artikel von Kollegen XY beibt ja immer im Netz. Und wir müssen uns die Frage stellen weil wir es mit Technologie zu tun haben die sich verselbständigt, was passiert eigentlich mit einer Gesellschaft, die nichts vergißt? Elementare Fragen. Wenn jemand jemanden umgebracht hat, ja fahrlässige Tötung oder vorsätzlich, und der geht ins Gefängnis und der kommt raus nach fünfzehn Jahren zum Beispiel ja , dann kann der bei Null anfangen. Das heisst nicht, dass das vergessen ist, dass heisst nicht, dass das verziehen ist, aber er hat seine Strafe abgesessen, sie ist nicht zurück- rückgängnig gemacht, aber er hat die Chance und das Recht ein neues Leben anzufangen [Geht das noch, wenn Google sich immer erinnert?  Geht das noch? Wenn irgendjemand irgendeine Grütze diffamierend über jemanden ins Netz stellt, wenn jemand behauptet, vielleicht ist das in fünf Jahren im Weg, wenn der sich irgendfwann mal bei Daimler bewerben will. SIe haben da mal mit diesem Verrückten. Wie gehen wir damit um. Welche Macht hat so ein Journalist, wenn der so etwas macht. das muss man zuende denken. Dass trotzdem soviele hier sind, dass hat was damit zu tun dass es das Internet gibt(…)“

Jebsen vergleicht sich also mal mit bedeutenden Physikern, mal mit einem Gewaltverbrecher, wie er es gerade braucht – was eine gewisse Komik birgt: Seien die gegen ihn erhobenen Vorwürfe doch angeblich künstlich erzeugt, konstruiert, würde doch der Antisemitismusvorwurf gegen ihn lediglich als Waffe eingesetzt. Und hätte der arme geschundene, ehemalige Radiomoderator doch ein Recht aufs Vergessen seiner Tiraden – die er aber stets, direkt oder indirekt, wiederholt. Jebsen kann aber auch Einstein:

„(…)Als Albert Einstein, kein Waldorfschüler muss man sagen – da gabs wenig später einen Brief, unterschrieben von hundert Physikern, und da stand drüber ‚Der Scharlatan‘. Einstein wird heute gefeiert, aber direkt nach nach seiner Relativitätstheorie, wo der Raum und die Zeit angeblich gekrümmt sein soll hallo wo gehts noch, da haben hundert Profis gesagt das ist ein Scharlatan. Ich meine, da kommt der Einstein einfach daher und sagt alles was die vorer bahaupteten das stimmt gar nicht? Der ist doch ein Verschwörungstheoretiker. Wir können daran erkennen, das die Wahrheit offensichtlich variiert(…)“

Interessant ist eine Äußerung gegen Ende der Fragerunde des Vortrags – hier gibt Jebsen zu, das antisemitische Hetzvideo ‚Zionistischer Rassismus‘ aufgenommen und ins Netz gestellt zu haben. Eine Tatsache, die er in einem kurzen SpiegelTV-Interview rotzfrech verneinte. Auch interessant ist die Frage eines Anwesenden, wie Jebsen seine eingangs des Textes angegebene Aussage, der IS sei die Sturmtruppe des CIA – und dass Jebsen dies angeblich von einem CIA-Mitarbeiter bestätigt bekommen habe, begründen und beweisen kann. Als Antwort kam von Jebsen natürlich nur hohles Geblubber und lavieren. Er beruft sich auf Aussagen von Ray McGovern, die dieser so in der Art niemals tätigte – und auf einen Rainer Rupp, der aus israelischen Tageszeitungen angeblich zitieren konnte, dass in Israel IS-Kämpfer medizinisch versorgt würden. Auch  wenn in Israel tatsächlich Kämpfer der Anti-Assadkoalition versorgt wurden: Über versorgte IS-Kämpfer findet man nur in den fragwürdigen antisemitischen Quellen etwas. Von dem angeblichen CIA-Gesprächspartner erzählt Jebsen kein Wort, wahrscheinlich hofft er, dass die eigentliche Frage im desinformativen Geblubber unterging. Bis Jebsen diese Aussage durch seinen angeblichen Whistleblower-Kontakt untermauern kann, werde ich ihn daher einen notorischen Lügner nennen. Eine ganz besondere Aussage möchte ich noch hervorheben: Jebsen, der so gerne auf Israel schimpft und schimpfen lässt, der schon Sprüche üüber „radikale Zionisten mit US-Pass“ losließ, deren Lieblingshobby im ‚Schlachten von Arabern‘ bestehe -und der von „Nationalzionisten“ spricht, die „Israel okkupiert“ hätten so wie die Nazis Deutschland okkupiert hätten“. Und welcher auch hier wieder das Schreckgespenst einer US-dominierten ‚unsouveränen‚ Politik spinnt Dieser Jebsen behauptet im Karnickelzüchterverein zu Farndau, dass ihn das Thema Israel überhaupt nicht interessiere – um im nächsten Halbsatz zu erwähnen dass man als Deutscher Israel kritisieren müsse, weil man ’sonst nichts aus dem zweiten Weltkrieg‘ gelernt habe – die üblichen verzerrend-revisionistischen Aussagen sekundär antisemitischen Gehalts. Auch muß er erwähnen, dass israelische Bands zu ihm ins Radio gekommen seien (als einzige Nation der internationalen Bands, die er geladen hätte) – und dass es in seiner Familie auch Juden gebe. Na dann.

Und dann gab es auch immer wieder Kontakt mit verschiedenen anderen Menschen, wir kamen unter anderem auch mal auf das Thema Israel, über das ich nicht so oft spreche, weil es langweilt mich eigentlich weil da tut sich nichts, ich kann an dieser Stelle ganz klar sagen ich habe kein Problem mit den Juden in Israel, mit den Israelis überhaupt nichts, ich habe ein Riesenproblem mit der israelischen Besatzungspolitik die ist nicht in Ordung das ist barbarisch und das muss man als Deutscher aussprechen, sonst hat man nichts aus dem zweiten Weltkrieg gelernt.“ [Sehr verhaltener Applaus] [10:48].

„Sehr viele Bands auch aus Israel waren bei uns, also wir haben internationale Bands eingeladen.“[Circa Minute 5:30]

Eine anwesende Lehrkraft (oben im Bild) hielt von dem verschwörungsideologischen Vortrag übrigens besonders viel – und weil es so schön war, sollten seine Schüler ihre Meinungen gleich „auf ein Stück Papier“ aufschreiben, da die „Faktenfülle“, die das „rhetorische Maschinengewehr“ Jebsen ausgebreitet hätte, so erdrückend sei. Jebsen ein rhetorisches Maschinengewehr? Wenn, dann wohl eher ein ‚rhetorisches G36‘, daneben, ungenau und heissgelaufen.. Es ist nicht ermutigend, was dieser Lehrer da von sich gab – und sollte ein Zeichen dafür sein, dass es an Waldorfschulen nicht länger solche Narrenfreiheit -wie im Karnickelzüchterverein vorgelebt- geben darf:

1:29:20] Unbekannter Lehrer der Waldorfschule:Also es stimmt ja schon, ähh was man so sagt, gestatte mir den Ausdruck Du bist ein rhetorisches Maschinengewehr. Ähhhm bitte verzeih den Ausdruck, ich bin Pazifist. Von Anfang an. Ähhhm wenn ich jetzt die vielen jungen Menschen hier seheund mir überlege was bleibt in ihren Köpfen jetzt von dem was Du gesagt hast, Du hast eine Unmenge an Fakten, Informationen gegeben. Ich sage es ist eine Unmenge von Fakten und Informationen auf Euch hereingebrochen. Ähhm was bleibt übrig? Bleibt übrig, der Wunsch zu revoltieren? Den Du sehr stark durch deine Art, durch deine Präsenz, auch körperliche Präsenz rüberbringst. Oder was was belibt von jedem einz- was hat jeder einzelne mit- das müsste er eigentlich es jetzt zu Papier bringen. Er m üsste sich hinsetzen, einen Zettel nehmen und den wichtigen Gedanken der da ist für sich aufschreiben. Und ich fange einfach mal mit mir an: Was nehme ich mit von Dir? Einen unwahrscheinlich engagierten Menschen, was ähhh die Zeitgeschichte betrifft, was die Beobachtung der politischen der ökonomsichen Welt betrifft. Ähhh. Was ich aber ganz besonders mitnehme, das ist das was Du gesagt hast über die kleine Gruppe. Über die Familie. Wo fängt denn der Firedenzwischen uns zwei an. Wenn ich den Gegner bin und Du meiner, dann kann es auch im großen keinen Frieden geben. Und das ist eigentlich das was ich den jungen Menschen sagen möchte. Beginnt bei Euch in der kleinen Gruppe, und überlegt Euch, wo bin ich denn jemand. Warum ist mir der unsympathisch und der andere sympathisch. Hat mir vielleicht der unsympathsiche was zu sagen? Ja – jeder muss das für sich heraussuchen. Was Du jetzt in einer unwahrscheinlichen Fülle dargeboten hast. Denn das kann kein Mansch sich merken. Ich ja auch nicht. Und ich hoffe, dass es wenigstens ein Impuks ist mal anders zu denken. Ja – nicht immer nur dem Mainstream mitzugehen. Ja, sondern da ist jemand, der denkt anders. Und ich probiers auch mal. Und dann fang ich an in meiner Klasse, in meiner Familie mit meinen Geschwistern, ich fange in der Schule an und später im Betrieb. Ja – das wäre mein Wunsch ja. Das wir nicht einerlei werden, sondern das jeder für sich ein freier Mensch wird. Und ich hoffe dass Du ein bißchen dazu beigetragen hast. Jetzt, ich muss unwahrscheinlich rauchen, ich geh jetzt einfach raus.


Transkript Vortrag Jebsen Karnickelzuchtverein, 22.07.2015 [Bis Fragerunde]

Jebsen: „Alter Radiomann – die Stimme ist laut genug, kann man mich mich dahinten hören? Schön. Ich möchte Euch ein Du anbieten, sind wir beim Du heut abend?“ Stimmen aus dem Publikum: „Nein.“ Jebsen: „Schön, Sie? Gut. Ich finde es schön, dass Sie hier sind, ja. Mein Name ist Ken Jebsen meine Zielgruppe bleibt der Mensch und ich möchte erstmal mich explizit bedanken bei mindestens einem Kritiker der hierher gefunden hat, weil wir sprechen ja immer von Mut, ein Kritiker – stehe hinterher für Einzelgespräche zur Verfügung- hat hierher gefunden, obwohl es bestimmt sehr viele gibt, die sagen ‚Du bist doof‘, sage ich nicht, ich höre mir nachher auch an -vielleicht auch im Einzelgespräch oder bei Fragen- was zu kritisieren ist, also ich habe überhaupt kein Problem mit einer anderen Meinung, nur, ich bin kein digitaler oder Pressesniper, ich mache das dann von Angesicht zu Angesicht, deswegen vielen Dank an den Kritiker oder die Kritiker die heute hierher gekommen sind, vielen Dank, das ist Ihr Applaus dass sie da sind [Applaus]. So, ich habe im Vorfeld mehrfach bei einem Redakteur der SWP angerufen, Herrn Thiele, und ääh weiß nicht ob Herr Thiele heute abend hier ist, ist er heute hier? Schade ist das, weil er hat nen sehr dichten Terminkalender, ich komme gerade aus Athen [1:10] und ähh ich habs mehrfach versucht, ich werds auch weiter versuchen, weil für mich ist eine abschließende Recherche über eine Person die noch lebt erst dann vollendet wenn ich die Person quasi getroffen hab und wenn die Person bei mir mehrfach anruft und aus Berlin anrückt -ich  wär sogar bereit hier im Vorgarten zu zelten für die nächsten 48 Stunden- ja, dann sollt eman diese Chance nutzen es sei denn man will es nicht und wenn man es nicht will muss man sich die Frage stellen warum man es nicht will, das ist die generelle Frage, können sie sich vielleicht selber beantworten, aber der Tag ist ja noch lang. Ähm, über was möchte ich heute sprechen – nachdem was im Vorfeld äh hier passiert ist möchte ich mich gar nicht so lange über das ääh ganze Brimborium was die Waldorfschule betrifft oder die Christengemeinschaft oder die Presse oder kritische Eltern oder weniger kritische Eltern oder Lehrer, die die Angst haben auslassen weil äähh das ist absurd [2:00], es ist einfach albern, aber dass, das es hier heute so voll ist zeigt dass etwas nicht mehr funktioniert was früher funktioniert hat als die Presse ääh einfach schreiben konnte was sie wollte und es noch keine alternativen Kanäle gab. Es sind hier sehr sehr viele junge Menschen die von sich ausgehen dass sie klug genug sind das was ich sage so einzuordnen dass sie nicht davon verführt werden davon gehe ich aus. Es gab ja vorher ein Schreiben der Schule, dass ähh Ihr ähh Sie alle dass Sie viellelicht möglicherweise in ihrem zarten Alter völlig überfordert sind von dem was ich heute hier sage, und ähm ich finde es super dass Sie  nicht auf Ihre Lehrer in diesem Fall gehört haben sondern einfach hierher gekommen sind – ähm ich bin selber ja Waldorfschüler genau wie Daniele Ganser den ich in Dornach besucht habe und ich rate an der Waldorfschule wenn sie Angst hat vor dem Endprodukt haben, also Leuten wie mir, dann sollten sie einfach keine Waldorfscule mehr machen ja, das wäre das einfachste, weil das kommt dabei heraus, ja, Leute die, Leute [Lachen, Applaus, Johlen –  Stimmungsgeräusche] also Leute die – und ich habe Rudolf Steiner nicht persönlich kennengelernt ja äähmmm ja aber das man kritisch nachfragen soll dass man auch seinen Lehrern widersprechen soll und deswegen möchte ich mich auch ganz explizit auch bei den Kollegen bedanken die das durchgezogen haben hier, ganz vorne auch hier – ganz vorn der Kollege der sich hat nicht einschüchtern lassen. Es gibt ja diesen Film Club der toten DIchter, ich weiß ja nicht ob sie den kennen, er gehört zu den Leuten die später auf den Tischen stehen [am Ende des Films stehen die Schüler für ihren Lehrer, der wegen seines progressiven Verhaltens von der Schule gefeuert wird, aus Protest auf ihren Tischen. Anmerkung des Verfassers. Jebsen ist also überhaupt nicht bescheiden] dass sind genau die Leute die die Gesellschaft verändern weil er hat etwas bewiesen was ich ständig predige, er soll mutig sein auch gegen die Massenmeinung oder ein erzeugtes Umfeld was in irgendeiner Weise sagt [verstellte Stimme] das will ich lieber nicht machen – er hats trotzdem gemacht. [3:46] Applaus]. So, okay, an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei allen die uns unterstützen mt unserer Medikametennothilfe für Griechenland, dazu sage ich gleich was weil ich halte das für sehr wichtig, das zeigt vielleicht auch das was ich beruflich mache, aber vielleicht  noch zwei drei Daten z u mir. Ich bin in Baden-Würtemberg großgeworden, ich habe auch beim baden-württembergischen Tagblatt gearbeitet kurzfristig, und habe da gerlernt wenn man ‚a‘ fragt muss man auch ‚b‘ fragen das ist also eine typisch schwäbische Eigenschaft sehr gründlich zu sein das kann also die Südwestpresse noch lernen, und da habe ich bei einem Radiosender gearbeitet in Baden-Würtemberg, ‚Radio Neufundland ‚, das gibts nicht mehr, habe dann da voluntariert, bin dann nach Berlin gegangen hab für die deutsche Welle gerabeitet, für alle großen Sender, von SAT1, Pro7 aber immer auch die deutsche Welle zum Beispiel, aber auch ARD und ZDF, und dann habe ich beim RBB -früher hießen sie ja ääh SfB und dann hießen sie ORB und dann hießen sie RBB -die erste gemeinsame Station zwischen ostdeutschen und westdeutschen, habe ich dort alle Stationen durchlaufen, war 17 Jahre da. Und die letzten zehn Jahre zuletzt habe ich ne Kultursendung gemacht,  und beid dieser Kultursendung gings vor allem darum, wir hatten jeden Sonntag vier Stunden live vor Publikum ähh waren immer so wie ihr Leute da, äähhm Bands veranstaltet, die man heute auch kennt, damals kannte man die nicht, weil wir sind damals in die Proberäume und haben so unbekannte Bands ausgegraben wie die Beatsteaks, oder Seed, oder Gentleman und immer internationale Bands. Sehr viele Bands auch aus Israel waren bei uns, also wir haben internationale Bands eingeladen. Jazz, bei uns hat man auch zwei Stunden Rachmaninoff gspielt und so und die Idee dahinter war immer, zwei Bands einzuladen mit unterschiedlichen Fanblöcken, also daß der Punker und der Punkfan auf den Jazzfan trifft und die Idee war, wenn die vier Stunden beieinnander sitzen, so wir Ihr das jetzt macht, ähh,  dann lernen die gegenüber den anderen Toleranz  [Pause]. Die Musiker haben am Ende sowieso zusammen gejamt, aber auf einmal konnten der Jazzer und der Punkfan -äähh-  nebeneinander sitzen und die fanden sich jetzt nicht genseitig ultrageil, aber man muss sich niciht unbedingt auf die Fresse hauen, und das war dieses soz-, soziologsche Eperiment was wir gemacht haben [Anmerkung des Verfassers: Die Äußerungen Jebsens bezüglich ’sozialer Experimente’zwischen Jazz- Punkbands, die hierbei Toleranz lernten und sich nicht auf die Fresse hauten wirken lachhaft. Warum solten sich ‚Punkfans‘ und ‚Jazzer‘ auf die Fresse hauen? Hören ‚Punkfans‘ nur Punk, Jazzfans nur Jazz? Herrschen allgemein Agrgressionen zwschen diesen Gruppen? Nein! Jeben spricht wohl einfach weder schneller, als er denken kann, ansonsten müsst eihm die Lächerlichkeit auffallen. Oder hält er sein Publikum, was ja immerhin aus Waldorfschülern besteht, eigentlich für dumm?], nur habe ich dazu nicht aufgerufen sonst wär ja keiner gekommen ich habe gesagt die Beatsteaks spielen und das gabs umsonst und dann sind die gekommen und dazwischen gabs dann noch eine Frau am Flügek, da hatten wir zwar kein GEld bei RBB aber adnn habe ich bei Red Bull angerufen und gesagt Redd Bull Verleiht Flügel – stellt denn hierhin und dann hat es auch funktioniert. So haben wir damals schon gearbeitet [ 5:53]. Ich hab das ähmm zehn Jahre lang gemacht und was ich ähhm immer gemacht habe und das ist vielleicht wichtig, ich hatte in dieser Sendung eine Rubrik es gab sehr viele Wortbeiträge auch und diese Rubrik hierß ähm ’nachdenken‘ oder ‚rückblicken‘ und geklammert war diese Rubrik von original O-Tönen dvon MEnschen die Auschwitz überlebt hatten z.B. Charlotte Grono die dann bei den Nürnberger PRozessen ausgesagt hat was ihr damals in diesem KZ wo sie saß passiert ist und dann haben wir immer O-Töne ja dazwischen gefügt wo jemand z.B. in Berlin in Neuköln in ’ner möglicherweise national befreiten Zone zusammen geschlagen wurde und die Jugendlichen haben alle ihre Handys gezückt und haben das gefilmt und ich habe gesagt: guck mal das ist genau das, hier wird nämlich Wllkür angewendet von irgendwelchen Glatzen die irgendjemand verprügeln [6:33] weil er vielleicht Türke ist und Du hast hier nichts zu suchen. Und das lernen wir von Charlotte Grono, dass jede Generation für sich dieses diese Rebellion und diese Courage neu erkämpfen muss, ich habe das zehn Jahre lange gemacht und ich habe aber dann angefangen -also ich bin meinen kollegen damit furchtbar auf die Nerven gegangen weil wir haben wirklich zehn Jahre lang jede Woche über Auschwitz gesprochen über den Holocaust – jede Woche haben wir das gemacht. Ich komme ja auch aus einem Haushalt,  das sind Iaaner dabei, das sind Juden dabei aus ähh Tel Aviv aus Haifa, es sind Amerikaner dabei, viele Südarmerikaner, ich bin Bürger dieses Planeten und diese Personalausweise, ich finde dass man da die Nationaltät rausnehmen sollte und einfach nur reinschreiben ‚Mensch‘, wenn wir das machen würden dann wären wir schon nen Zacken weiter, glaube ich, ja habe ich auch mal versucht äh  beim Bundespresseamt, das kam nicht durch, ähm Metin [?unverständlich] damals, was ich sagen möchte ja ähhm dann habe ich auch verstärkt angefangen Sendungen zu machen die man nicht mehr live machen konnte, das war eine Livesendung, ich habe z.B. eine Sendung gemacht über NATO-Geheimarmeen, also inszenierter Terror und Krieg in Europa, und ääh ich habe mich damals schon 2011 war das, mit Daniele Ganser in der Schweiz gesprochen und der hat ja dieses Buch veröffentlicht in zehn Sprachen und hab mir einfach mal erklären lassen ähhm wie ähm unser Staat unsere Steuergelder dazu benutzt um ähh Terroranschläge zu inszenieren, das konnten viele gar nicht glauben, das Buch ist in viele Sprachen übersetzt worden, in Deutschland war es auch äähmm ähhmm in der Szene bekannt aber Herr Ganser ist nie ins öffentlich-rechltiche Fernsehen eingelanden worden und dann kam eben raus, das eben z.B. das Okotoberfest, das war ein Terroranschlag der wurde mit NATO-Sprengstoff durchgeführt oder ein Anschlag in Pereano wurde von von der NATO durchgeführt, also inszenierter Terror durch den Staat wird eingesetzt um ein politisches System  auf – in eine bestimmte Richtung zu bringen, diese Sendung war sehr erfolgreich, [8:14] Und danach habe ich eine Sendung gemacht über PTBS, also deutsche Soldaten, die aus Afghanistan wiederkommen und haben das posttraumatische Syndrom, also viellecht keine Beine mehr, und ich habe mich dann nicht nur mit ähh den Soldaten vor Ort unterhalten sondern auch mit dem Psychologen des Bundeswehrkankenhauses, den man kurz darauf entlassen hat und der hat mir auch bestätigt dass die Bundeswehr ja ‚Wir.dienen.Deutschland.‘ die Soldaten nur solange betreut, solange die einatzfähig sind. Und wenn man PTBS hat, wird man fallengelassen. Ich fand das sehr wichtig weil die Bundeswehr im Moment ja an Schulen geht, immer wieder zusammen mit Bravo und so Kampganen macht ‚Bist du ein Bergtyp oder bist Du ein Beachtyp‘ und ich habe damals beim deutschen Presserat äh geklagt dagegen. Und habe gesagt, dass das, was die in ihren Videos zeigen mit Bergtyp und Beachtyp dass das dem Berufsbild des Soldaten in Afghanistan nicht so widerspricht [!?] und dann hat der Werberat [!?] gesagt, die sind dafür nicht zuständig und die haben sich damals darum gekümmert dass ähh die Firma REVLON eine Creme mit ihrem Plakat vom Markt nimmt weil ääh Frau Crawford sieht auf diesem Plakat fünfzehn Jahre jünger aus mit dieser Céme, und das geht eben nicht, und da werden schon Pfioritäten gesetzt. Ich habe solche Sendungen gemacht,ich habe eine Sendung gemacht über über Geld wie Geld funktioniert, wie Zinspoltik funktioniert, ich war dazu in Wörgl, das Geldexperiment in den dreißiger vierziger Jahren, sowas habe ich gemacht  aber auch über Uranmuntion, dass Uranmuntion eingesetzt wurde massiv im Libanon, massiv im Irak, und dass dort die Kindersterblichkeit und die Missibildungsraten bei Kindern deutlich höher ist, als wenn man Hiroshima und Fukushima zusammenzählt und ich fand das sehr sehr wichtig und immer häufiger kam dann mein Chrefredakteur und hat zu mir gesagt [mit verstellter Stimme] ‚Hhhhh,, Hhhhhh, muss das wirklich sein zur Primetime [9:46] Herr Jebsen? Es gibt doch – sie machen dass doch mit den Bands – und es sind aber immer diese Themen und dann habe ich gesagt: ‚wir stellen diese Themen ins Netz und die werden extrem gut geklickt‘ [zu den Vorwürfen und Entlassungsgründen gegenüber Jebsen gehörte auch, dass er unautorisiert Sendungen ins Netz gestellt habe] – ich habe damals schon meinen eigenen Youtube und Facebookkanal eingerichtet. Und da dachte der RBB noch das wäre vorübergehend, also es wurde extrem gut geklickt  und ich habe dann festgestellt, dass sehr viele junge Menschen denen man ja immer nachsagt sie wären nicht in der Lage eine Nachricht zu verarbeiten die über SMS-Länge geht [wer sagt denn sowas ernsthaft?] dass sie sich sehr wohl dafür interessieren und nachgefragt haben und empört waren. Und dann gab es auch immer wieder Kontakt mit verschiedenen anderen Menschen, wir kamen unter anderem auch mal auf das Thema Israel, über das ich nicht so oft spreche, weil es langweilt mich eigentlich weil da tut sich nichts, ich kann an dieser Stelle ganz klar sagen ich habe kein Problem mit den Juden in Israel, mit den Israelis überhaupt nichts, ich habe ein Riesenproblem mit der israelischen Besatzungspolitik die ist nicht in Ordung das ist barbarisch und das muss man als Deutscher aussprechen, sonst hat man nichts aus dem zweiten Weltkrieg gelernt. [Sehr verhaltener Applaus] [10:48]. So, wie meint er das. So wie ich es gesagt hab. Ähhm, okay ich wurde dann eben zur Seite genommen und dann gab es immer wieder verschiedene Chats, und aus einem Chat, wir sprachen da über Edward Bernays Propaganda und so hat dann jemand eine Mail heraus gedrechselt in der ich angeblich den Holocaust geleugnet habe, ich habe den Holocaust nicht geleugnet und ich kann es auch beweisen [11:09]. Es gibt in Deutschland das Gesetz ähh oder ääh ähh die Möglichkeit es ist die Pressefreiheit und die Freie Rede, man kann in Deutschland über alles eine freie Meinung haben aber nicht gedeckelt davon ist ähh wenn man den Holocaust leugnet, wenn man den Holocaust leugnet kriegt man ab sofort, man kriegt dann einen Besuch vom Staatsanwalt und es wird dann enfach justiziabel. Der Staatsanwalt war nie bei mir, die haben das geprüft, aber er war nie bei mir, und das beweist dass ich das nicht gesagt habe, sondern es wurde vorsätzlich missverstanden [etwas was er nie gesagt hat wird vorsätzlich missverstanden. Soso] ich leugne ja auch nicht dass es den Mond gibt [11:39], es ist also völlig absurd, aber: Antisemitismus jemandem vorzuwerfen ist eine Waffe um ihn mundtot zu machen, das ist in meinem Fall passiert, bei vielen anderen auch passiert, nur von denen hat man nicht viel gehört danach weil es das Netz noch nicht gabe gab und ich hab mich ins Internet zurückgezogen und stehe deswegen auch nicht alleine hier, ich bin jetzt kein Einzeltäter, ich habe 95.000 Youtube-Abonennten und zweihunderttausend Facebookuser und ääh habe damit mehr Follower als die Bundesregierung und dewegen sind auch viele Leute hier und hören mir im Netz zu und auch international ich spreche für ähh für viele Aktivisten und ich bin bleibe auch Aktivist denn ich bin Vater vond drei Kindern und ich lasse mir diese Politik, die in Europa passiert, diese barbarische Politik, ich lasse es mir als Privatperson nicht gefallen, aber als Reporter und Journalist auf gar keine Fall, aber ich spreche hier heute auch als Bürger und Vater ich lasse mir das nicht gefallen. Jedenfalls – ich bin dann rausgekegelt worden mit diesem Vorwurf, eine Woche später hat man mich dann wieder auf Sendung gesteckt weil man hat nichts gefunden und dann hat mein Sender damals gesagt: okay wir entlassen Sie trotzdem, denn Sie haben sich an vereinbarte Absprachen nicht gehalten. Also, mit anderen Worten, ich habe Dinge zum Besten gegeben live auf Sendung die ich hätte nicht sagen dürfen. Einziges Problem, es gab gar keine Sendung, das ist jetzt komisch, aber es gab keine Sendung nach unserer Vereinabrung. Okay, da hätte ein Journalist mal nachfragen sollen, was für eine Sendung denn, mal nachbohren, wo habt ihr diese Sendung denn, aber diese Frage wurde nicht gestellt und das zeigt ein bißchen wie unsere Presse tickt, irgendwie machen die ihre Hausaufgaben nicht, habe ich das Gefühl. Ich bin dann ins Netz gegangen und habe gesagt ‚okay‘, wenn man mir nicht erlaubt lokales Radio zu machen, weil es war immerhin  Berlin und Brandenburg aber Radio, und ich soll nur Pop machen und und Unterhaltung machen und und keine Politik mehr dann mache ich natürlich genau das, ich mache jetzt nur noch Politik, ich mache jetzt auch auch noch ’n Bild, und ich spreche jetzt mit Leuten und lasse die neunzig Minuten und länger sprechen, [13:25] so, und das habe ich auch gemacht, ich war vor ein paar Tagen in Genf und habe mit Jean ZIegler ein sehr langes Interview gemacht der mir das auch bestätigt hat was ich sage dass wir nämlich in einer barbarischen Weltordnung leben, das hat mir auch Herr Drewermann bestätigt mit dem ich gesprochen habe, der eben sagt, der Kapitalist und mit dem haben wir es ja letztendlich zu tun ist eine Kriegserklärung an den gesamten Planeten – ich kann das nur untschreiben und ich kämpfe hier nicht für den Planeten auf dem schon gelebt habe sondern das ist der Planet meiner Kinder oder Euer Planet wir hatten ihn geliehen und wir dürfen damit nicht so umgehen als hätten wir einen zweiten im Kofferraum, wenn man dafür angegriffen wird macht mir das überhaupt nichts aus. ich komme gerade aus Griechenland und ähhm warum komme ich aus Griechenland, [14:04]  ich habe vor circa anderthalb Jahren angefangen mir die Fage zu stellen ähhm, ein Presseausweis ist eine schöne Sache, man kann mit vielen Leuten sprechen und denen Fragen stellen wo der Ottonormal- ääh- interviewer sagt, wenn ich keinen Ausweis hätte, wer sind Sie denn was geht SIe das an. Aber wenn man einen Presseausweis hat ein Krofon oder ne Kamera dann sind die Leute bereit zu erzählen, und, und ein Mann wie Joachim Friedrichs mit dem ich großgeworden bin, damals ein Moderator von den Tagesthemen, dem die ich selbst noch kennengelernt hab, der mich  auch ähhm der mich wie in Mentor begleitet hat, auch Peter von Zandt oder Scholl-Latour oder Klaus Bednarz. Jedenfalls ein Bednarz, ähhm, ein Joachim Friedrichs hat mal gesagt, ich erinnere mich genau, ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein, auch nicht mit einer guten. So, was ääh man macht sich nicht in irgendeiner Weise parteiisch, und diese Aussage ist absolut richtig, allerdings nur dann, wenn andere die Dinge über die ein Journalist berichtet und wo es brennt, die dann in irgendeiner Weise in Angriff nimmt und versucht das zu ändern, wenn das aber kaum oder überhaupt  icht mehr passiert oder jedenfalls nicht so dass es was bringt, dann muss ich mich als Journalist entscheiden,  verstecke ich mich hinter dem Presseausweis oder aber werde ich auch Aktivist. Gehen ich auf eine Bühne und sage als informierter Journalist – aber auch Aktivist – bin dann eben beides. Kann ich das trennen, muss ich das trennen. Ich wurde dann eben auch Aktivist und da stehe ich auch zu auch zu unser Slogan ist ja Aktivist ist wer aktiv ist. Und da habe ich mich deswegen vor ein paar Tagen nach Griechenland begeben und hab mich mir die Frage gestelzt alle reden ja über die faulen Griechen äh döse schlafzeilenläuft läuft ja in der Bildzeitung das ist nichts anderes als Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Man muss das einfach mal austauschen, einfach mal wo das Wort Grieche auftaucht austauschen durch Jude. [15:45] Wenn man das mal macht dann wundert micht dann kriegt man so ein bißchen Unmut dass die das so schreiben, aber das wird einfach alles so geschluckt. Ich bin nach Griechenland weil ich eben gehört habe dass das Gesundheitssystem in einem sehr maroden Zustand- also zusammengebrochen- ist, und dass 3,5 Millionen Griechen nicht versichert sind und dass sich in den Kliniken die Patienten stapeln und dass es soweit ist, dass wenn ’ne Mutter ähh ihr Kind entbunden hat, dass man es ihr erst gibt um es an die Brust zu legen, wenn sie das cash bezahlt. Und wenn sie nicht bezahlt, kriegt sie das Kind nicht. Ich bin also nach Griechenkand geflogen zur Elpis-Klinik, das ist die älteste Klinik in ääh in Athen [16:18],   und kurzgeschlossen habe ich mich mit der Universitätsklinik in Leipzig, dort ähh Prof Giannaros, ähh Prof. Giannaros leitet dort das chemische Institut, der hat mir den Kontakt gemacht als Grieche ich bin also hin gefahren und das wurde dort bestätigt, dass es eben so ist dass, zum Beispiel eine Frau, die vor ein paar Tagen in die Klinik kam, die hatte einen toten Fötus im Leib, und die war nicht versichert und die dürfte der Arzt äh nicht operieren, und er hat es trotzdem getan und das heißt dieser Arzt handelt gegen das Gesetz. Und wenn dass das Gesetz in Europa ist, also wenn das Gesetz oder diese Gesetze der Märkte vor diesen Gesetzen der Ethik oder Moral sind, dann sind diese Gesetze falsch. Das sind falsche Gesetze. Und das muss man dann auch genauso sagen und da muss man Prioritäten setzen und ich finde, wenn man in einem Land wie Griechenland zum Beispiel mit siebzigtausend Flüchtlingen ähh allein lässt, die noch nie nen Arzt gesehen haben [Anmerkung des Verfassers: Bitte? Noch nie einen Arzt gesehen haben? Wo die Seuchengefahr steigt? Hiermit zeigt Jebsen, dass sein Hirn wohl so ähnlich tickt, wie das diverser Pegidisten oder Endgamern] wo die Seuchengefahr wächst, ja, wo man als Kind wenn man angefahren ist und die Eltern sind nicht versichert [17:07] sehen muss wie man zurechtkommt, wenn das die Politik in Europa ist, dann ist das nicht mein Europa. Wenn ähh Herr Schäuble aber nur aufs Geld pocht und da die Priorotäten setzt, möchte ich mich eindeutig von dieser Regierung, diesem Herrn Schäuble, von dieser Troika, dieser EZB, der Weltbank, ich möchte mich von diesen Institutionen distanzieren. Ich habe damit nichts zu tun und ich würde das nicht nur in Griechenland tun, ich würde das wenn es ähnlich wär auch in Baden Würtemberg tun, ich würde das wenn mich fragt würd ichs auch in Gaza tun, ich bin Humanist und für mich hört der SPaß da auf und ich habe mir immer die Frage gestellt, weil hier ja eben von Geschwister Scholl gesprochen wurde, wann denn äh wo ich denn gewesen wäre damals in der Stunde der Bewährung, also wäre ich Geschwister Scholl Waldorfschule? Hätte ich meine Flugblätter, die systemfeindligh sind, an der aktuellen Waldorschule in Göppingen verteilt bekommen? Oder hätten die Lehrer und vielleicht auch das Kollegium vor der Gestapo ja ausgesagt ja das ist ohne unsere Kenntnis passiert. Also wär ich Geschwister Scholl gewesen oder wäre ich hitlerscheiss Sekretärin gewesen? So – das ist zb die Stunde der Bewährung, ich habe mich entschlossen nicht nur darüber zu berichten sondern zusammen mit der Uniklinik und verschiedenen anderen Kollegen im Hintergrund zu sagen [18:15] wir starten jetzt eine Medikamentennothilfe, wir als KenFM, diese ganz verrückten rechtsradikalen Typen leisten humanitäre Hilfe und ich möchte mich an dieser Stelle bedanken weil hier sind sicherlich auch Leute dabei die gespendet haben, wir haben an sechs Tagen über hundertzwanzigtausend Euro zusammenbekommen, die wir in Medikamente investieren werdden und medizinisches Gerätum in Griechenland Menschenleben zu retten. Vielen Dank. [18:42] [Applaus] Die Frage, die ich mir stelle ob das auch in der Südwestpresse berichtet wird und ich glaube die Antwort zu kennen. Nein. Ich habe in der Südwestpresse auch nicht gelsesn, mit wem ich Interviews gemacht hätte, ich war mal in Karlsruhe und habe dort mit äh Thomas Fischer auch gesprochen ähhm in einem Interview bei dem ich dabei war. Thomas FIscher ist ja Bundesrichter am ääh Bundesamt BGH, und ich erinner mich an die Antwort auf die Frage ‚Herr Fischer, sind wir auf dem Weg in einen Überwachungsstaat, und Herr Fischer lacht und sagt ‚wir sind in einem Überwachungsstaat‘. Ist das ein Verrückter, dieser Bundesrichter. Ist das ein Hippie? Ist das ein Verschwörungstheoretiker? Kennt der sich möglicherweise aus mit der Rechtsprechung, oder ist das vielleicht ein Vollblutdemokrat, der von seinem Mutlevel ähh im- im- in der- [unverständlich 1x) wo nur wenige Leute wissen wissen, wie der Mutlevel, ist das vielleicht der Fall. Und ich mache mir über dieses Land dahingehend sorgen, dass es immer mehr Themen gibt die man leise im großen Club bespricht, nicht auf der Waldorfschule, weil da könnte man ja mt dem was ich bisher gesagt habe ja in Kontakt gebracht werden. Wer möchte das schon. Wer möchte denn das später sagt ‚Herr Jebsen sprach in der Waldorfschule über Humanität‘, damit möchte niemand in Verbindung gebracht werden, richtig? Oder Griechenlandhilfe, oder NATO-Geheimarmee, Uranmunition. Das möchten wir nicht, warum nicht? Weil es Fakten sind. Und wir möchten nicht mit desen Fakten be- be- bel- behelligt werden, und da möchte ich mal Herr Broder zitieren, mit dem mich ja eine enge Freundschaft verbindet, und der hat mal gesagt, er lässt sich seine Vorurteile doch nicht durch meine Fakten verhageln. So siehts aus. Okay? Und es ist überhaupt keine gute Idee, einen äähm halbiranischen Aktivisten auf seine Resistenz der öffentlichen Meinung hin zu testen ob jemand wie ich aufgibt. Gar keinen Fall. Ich gebe auf gar keinen Fall auf, weil das ist für mmich ein kleinbeigeben, vor dem was ich glaube was ich in diesem Land das Recht habe, ich habe das Recht in diesem Land, egal welchen Quatsch erzähle, meinen dass was ich mir überlege oder das was ich als Journalist recherhchiert habe, laut und öffentlich auszusprechen. Und wenn das nicht mehr geht, wenn das jemand anders privat regelt, dann befinden wir uns in einer Gesellschaft, die beginnt, totalitär zu werden [20:52]. Und wir sind in einer Gesellschaft die totlitär wird. Wir sind in einer Gesellschaft in der nicht nur das Kanzleramt abgehört wird sondern die gesamte Industrie, und das ist gesetzlich verankert in den G110-Gesetzen, nachzulesen bei Josef Foschepoth in seinem  Buch Überwachtes Deutschland. Ob das die Waldorschule im Unterricht mal durchnimmt? Ich finds richtig wenn alle Schüler irgendwie abgehört werden können, die neue Freiheit. Ob das mal durchkommt, Icih weiß es nicht. Was ich sagen möchte, wr haben in Europa ein enormes Problem, der Euro wurde eingefphrt undter unterscheidlichsten äähh Prämissen, unter anderem um die Deutschen äähh einzubinden in Europa und dafür kriegen sie die Wedervereinigung, und man hat dann gesagt, Helmut Kohl hat das damals gesagt, und Helmut Kohl hat das damals gesaht, ich erinnere mich genau, dass der Euro dazu da ist um Europa um die Völker zu einen. Und wenn man sich anschaut was der Euro bisher geleistet hat, dann ist der EUro ein Spaltpilz. Der Euro spaltet Europa. Der Euro wird die Deutschen die sehr stark sind ökonimisch ähh ähh sind die die alle anderen vermessen, ja. Und  ich habe kein Problem damit und es ist auch absolut richtig, dass ein Land wie Portugal, ein Land wie Spanien, Italien, aber natürlich auch Griechenland, dass die sich was ihre Struktur angeht von großen Teilen ihrer Korruption befreien müssen, das ist absolut richtig, aber ist Geld denn wirklich alles, geht es nicht auch um Ethik, geht es nicht auch um Moral, geht es ncht auch um Menschenrechte, geht es nicht um diese Werte, oder sind es nur Börsenwerte. Und ich höre von diesen Werten, von diesen Börsenwerten höre ich in Europa zuwenig und als jemand der auch auf den Montagsmahnwachen aufgetreten ist und das angesprochen hat, habe ich mir natürlich wieder eingefangen ich wöre jemand der die Welt sehr verkürzt darstellt. Ich möcht‘ mal zwei Zahlen von der ähh ETH Zürich zum besten geben. 83 Menschen kontrollieren über hundertneunundvierzig Frmen einen Großteil des Planeten und s ind im Besitz einer Summe, soviel wie 3,5 Milliarden. Das sind offizielle Zahlen. Ist das jetzt verkürzte Kapitalismuskritik, oder was ist das? Es sind die Fakten. Und wahr ist einfach, egal wie man das jetzt bewertet und das ist keine Verschwörungstheorie, dass auf diesem Planeten es ein Ungleichgewicht gibt zwischen sehr vielen armen Leuten und sehr wenig reichen Leuten und das kann man doch einfach mal so sagen. (23:00] Und da kann man doch mal als Bürger ähh Journalist Aktivist sagen, ich finde das nicht in Ordnung weil das führt mittelfristig zu Krieg. Diese Ungleichheit führt zu Armut, führt dazu dass Menschen keine Bildung haben, und das treibt sie in den Terrorismus und das führt zu Krieg. Und ich sag es Ihnen, ich bin vielleicht en Träumer oder einnaiver Mensch, das habe ich von Steiner mitbekommen, ich bin gegen Gewalt. Ich bin gegen Gewalt. Ich bin gegen Krieg. Ich finde es nicht gut, dass Deuthscland der drittgrößte Waffenexporteuer der Welt ist. Ich lehne das ba. Und wer Waffen exportiert und wer Kriegsgebiete schafft, der muss auch die Flüchtlinge nehmen [Applaus]. Danke. Und und wenn Firmen, ja, nicht nur Waffen prodzuieren sondern gleichzeitig auch neoch eine geigantische Prothesenindustrie haben, ja, dann reicht es mir, das ist wirklich ehr zynisch, Und gerade hier in Baden-Würtemberg, [23:45] ich war hier vie lunterwegs gerade mit auch Willy WImmer auch ja wir haben versucht an der Waldorfschule zu sprechen mit Willy Wimmer, das war nicht möglich, Weil –  er ist nur der Vizepräsident der KSZE. Da sind wir nach Salem gegangen, dort konnten wir das machen, da steht zwar nicht freies Salem, sondern nur Salem, aber an der freien Waldorfschule war das eben nicht möglich, weil die eben irgendwie gar nicht mehr frei ist. Und da stelle ich mir schon die Frage, wenn ich heute und ich war in Dornach ich habe mir da die Betonpaline mal angeschaut ja, also wenn ich heute auf er suche nach antroposophischem Geist bin, dann werde mit hoher Wahrheinlichkeit nicht bei anthroposophischen Schül- bei antroposophischen Schulen bei bei den Lehrern fündig,  bei den Schülern werde ich fündig aber eben nicht bei den Lehrern und das stört mich, was ist aus dieser Waldorfschule geworden, ist das noch ne Waldorfschule [Verhaltenes Klatschen und leiser Applaus] [24:30]. Ja. So. Und vielleicht für alle die es gar nicht wissen, die Aldorfschule heisst ja Waldorfschule weil in der Zigarettenindustrie von Waldorf-Astoria ja die Kinder unterrichter wurden und ich bin überhaupt kein Fan von Rudolf Steiner, ich habe mir nur das rausgenommen was ich für wichtig halte. Und was ich bei Rudolf Steiner gelernt hab, was ich auf der Waldorfschule gelernt hab, auch in der Christengemeinschaft gelernt hab, das man mutig sein soll, wenn nich Chrstengmeinschaft gehört hab, da habe ich automatisch so n Bild von einigen wenigen Christen die ejagt werden durch durchgeknallte Römer in den  Katakomben. das  ist das Bild was ich habe [25:02]. Und ich habe auch den Brief gelesen, in dem die Christengemeinde auf Anfrage gemeint hat ‚ja, möglicherweise stimmt das gar nicht, was man dem Herrn Jebsen unterstellt, aber das wissen ja die anderen nicht und dann weiß man nicht, ob das auf uns abfärbt. Und da muss ich sagen Wow Toll wenn Jesus Christus wieder erscheinen würde ob die ihn aufnehmen? Also Jesus Christus historisch gesehen, das war ein Aufrührer. Der war gegen den Staat. Und der war mit diesen zwölf Typen das war ne Terrorzelle, der war auch da im Raum Palästina immer schon ein Krisengebiet gewesen der hat gesagt gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was. Also das war ein Aufrührer. Oder? Würden die den aufnehmen oder ist das zu gefährlich? Würden die Geschwister Scholl unterbringen oder ist das zu gefährlich? [25:45] Und das ist der Punkt, ich finde es interessant, wichtig und es bestätigt auch nicht meine These – sondern die These von Marshall McLuhan, dass etwas nicht mehr funktioniert. Das Informationsmonopol ist gebrochen, ich weiß nicht ob die Südwestpresse das weiß, aber wenn man die Südwestpresse nicht liest gibt es noch andere Zeitungen. Und es gibt auch noch dieses Internet , dieses Youtbe und Facebook, man kann sich auch an anderen Stellen noch schlau machen und es reicht nicht, vier Artikel zu bringen um irgendwie Angst zu schüren, die Leute kommen trotzdem. Und das ist genau das, was die Leute auf der Waldorfschule lernen sollten, die meisten sind doch Waldorfschüler, das habt ihr richtig umgesetzt, ihr sollt auch mal an der richtigen Stelle der Obrigkeit der Autorität widersprechen, und wenns Eure Lehrer sind. Gut ist das. Das ist gut. Wenn Eure Lehrer und das harte Wort mal nicht die Eier haben hier zu erscheinen dann solltet ihr folgendes tun, ihr solltet Euch vor Ort schlau machen mit wem Ihr es hier zu tun habt. Und ich kann Euch nur sagen, ich bin ja so ein Rebell geworden, weil ich soviel Waldorf ähh weil ich so oft in der Waldorfschule war, bis zur 13. Klasse. Und diejenigen die heut hier herkommen haben auch das rebellische an sich und wir brauchen mehr Rebellisches. Ja, wir brauchen mehr revolutionäres, ja, wir brauchen mehr mutige Menschen, die einem Trend der unheilvoll ist sich entgegenstellen ohne Rücksicht auf ihre spätere Karriere. Der Kapitalismus hat uns niiicht viel anzubieten außer Flachbildschirme und GEbrauchtbenz. [27:06] Das rock tmich nicht. Tut mir lelid. Und das große Problem was diese Gesellschaft hat ist das diese Gesellschaft gedrillt ist von Anfang an wir haben uns ja im Vorfeld auch drüber unterhalten ääh wie die Frau benutzt wird, wie die Kids benutzt werden, diese Gesellschaft funktionert in allen Bereichen als Pyramidensystem und mit Feindbild. Mit Feindbild. Sie können nicht sagen ich bin Freund vom vom ääh VFB hier ääh Stuttgart, ja -sie- wenn Sie gegen Bayern München spiele dann spiele sie gegen [betont] Bayern München. Sie sind vielleicht für Fußball das funktioniert nicht. Sie sind gegen Bayern, sie spielen gegen Bayern München, wenn sie sich einen Mercedes kaufen dann fahren sie dann sind sie nicht besser, Sie sind gegen BMW. Wenn Sie in Ihrem Job irgendwie erfolgreich sind müssen Sie besser sein, es kann oben an der Spitze nur enen geben. Und das ist das wa sich gelernt habe, ja, ähmm, wir sind, äh wir komen als emphatische Menschen auf die Welt, und as erste was wir erleben ist, dass unsere Mutter der wir gerade irgendwie ziemliche Schmerzen bereitet haben, dass die uns in die Armee schließt, uns an die Brust setzt, und erstmal sagt ‚Schwamm drüber‘, Du bist mein Kind, das ist Empathie. Das ist Empathie, ja, sogar Frauen die vergewaltigt wurden, lieben ihr Kind, das ist ein natürlicher Reflex [Mal abgesehen favon, dass er hier frauenfeindlichen, verallgemeinernden Bullshit verzapft: Jebsen scheint auf der Waldorfschulenicht den Utnerschied zwischen Reflex und Handlung, zwischen Reaktion und Verhalten, gelernt zu haben] und auf dem Weg durch die Instituionen lernen wir öähm uns gegenseitig zu bewilligen, dabei ist der Mensch ein soziales Wesen [28:19] aber Du musst besser sein, deswegen kriegst Du auch Noten, da kannst Du sehen, Du hast ne sechs oder Du hast ne zwei und Du hast ne zwei – und wenn ich die Zahlen anguck‘ dann weiß ich alles über dich. Du bist ne Zwei. Verstehst Du? [Applaus]. Und das ganze brech ich noch runter. Du bist null ,dein Volk ist eins mein Freund – ja, das ist der Neanderdigitaler und da hast Du gefälligst mitzugehen. Warum? Weil wir sind die meisten, wir sind schon vor dir da gewesen und die meisten haben immer Recht, das ist doch völllig klar. Der zweite Weltkrieg war deswegen so erfolgreich weil die meisten dabei waren [Bullshit – merkt er, was er für einen schwachsinn verzapft. ‚Der Weltjkrieg ewar erfolgreich‘] Die die Masse sagt, wenn das ganz viele Leute sagen dann ist das richtig, das ist das Amazon-Prinzip, Leute die das gekauft haben, haben auch das gekauft. Ja, aber vielleicht war das scheisse. Okay? Leute die das behauptet haben, haben auch das behauptet, dabei stimmt das ga rnicht. Aber wir sind die meisten. Okay? Als Albert Einstein, kein Waldorfschüler muss man sagen. Da gabs wenig später einen Brief unterschrieben von hundert Physikern, und da stand drüber ‚Der Scharlatan‘. Einstein wird heute gefeiert, aber direkt danbach nach seiner Relativitätstheorie wo der Raum und die Zeit angeblich gekrümmt sein soll hallo wo gehts noch, da haben hundert Profis gesagt das ist ein chharlatan. Ich meine, da kommt der Einstein einfach daher und sagt alles was die vorer bahaupteten das stimmt gar nicht? Der ist doch ein Verschwörungstheoretiker. Wir können daran erkennen, das die Wahrheit offensichtlich variiert. War das damals wahr oder ist das heute wahr. Oder – was ist Wahrheit, ist das mein Zustand zu dem was ich akzeptiere? ISt es das? [29:55] Die Erde war lange Zeit eine Escheibe obwohl sie keine war, aber wenn Du gesagt hast sie ist keine Scheibe warst du natürlich ein Verschwörungstheoretiker. Verschwörungstheoretiker hießen früher einfach Ketzer, okay? Und früher hat man sie auf den Scheiterhaufen gepackt, heute steckt man sie in den modernen Scheiterhaufen. Und macht sie dort fertig weil das netz ja nichts vergisst der Artikel von Kollegen xy beibt ja immer im Netz. [Was soll das Netz nicht vergessen? Die Dinge, die Jebsen nie sagte? Bullshit!] 30:17] Und wir müssen uns die Frage stellen weil wir es mit Technologie zu tun haben die sich verselbständigt, was passiert eigentlich mit einer Gesellschaft, die nichts vergißt? Elementare Fragen. Wenn jemand jemanden umgebracht hat, ja fahrlässige Tötung oder vorsätzlich, und der geht ins Gefängnis und der kommt raus nach fünfzehn Jahren zum Beispiel ja , dann kann der bei Null anfangen. Das heisst nicht, dass das vergessen ist, dass heisst nicht, dass das verziehen ist, aber er hat seine Strafe abgesessen, sie ist nicht zurück- rückgängnig gemacht, aber er hat die Chance und das Recht ein neues Leben anzufangen. Geht das noch, wenn Google sich immer erinnert?  Geht das noch? Wenn irgendjemand irgendeine Grütze diffamierend über jemanden ins Netz stellt, wenn jemand behauptet, vielleicht ist das in fünf Jahren im Weg, wenn der sich irgendfwann mal bei Daimler bewerben will. SIe haben da mal mit diesem Verrückten. Wie gehen wire damit um. Welche Macht hat so ein Journalist, wenn der so etwas macht. das muss man zuende denken. Dass trotzdem soviele hier sind, dass hat was damit zu tun dass es das Internet gibt, Angela Merkel spricht von Neuland. Und – der Unterschied zwischen der Utnschied und was viele nicht verstanden haben womit wir es wirklich zu tun haben, dabei steht es schon in den Büchern von Marshall McLuhan schon in den fünfziger sechziger Jahren, das Informationsmonopol der Medien ist gefallen, das heisst, auch wenn es nicht in der Süddeutschen steht, nicht in der Zeit, steht, nicht in der Welt steht, nicht in den üblichen Verlagen drin steht, kannst Du dich schlau machen. Wir haben in Deutshcland zwischen drei und dreihundertfünfzig vierhundert Zeitungen in der Hand von nur drei, wir haben in den Vereinigten Staaten sieben Medienkonzerne die von sechs kleineren Familien beherrscht werden. Eine Firma wie zum Beispiel NBC der zweitggrößte Medienkonzern der Welt ist gleichzeitig derselbe Laden wie General Electrics, der zweitgrößte Rüstungskonzernkonzern der Welt. Schreibt darüber die Südwestprese mal was? Ich finde es wichtig. Hat eine Firma wie NBC Interesse darin kritisch über Produkte von General Electric zu berichten? [32:06] Auch wenn dieses Unternehmen defizitär ist: Wie funktioniert es? Es funktioniert indem es zum Beispiel wenn in der Politik ein Kreig angeschoben wird, der dann von General Electrics-Waffen ermöglicht wird, immer wohlwollend oder alternativlos dorthinschreibt. Und das ist so ähnlich wie, ja die Technik ist so ähnlich, wir nennen das Framing, wenn Sie – wenn Apple ein neues Spitzenprodukt, ja, Think different, ja, lass andere irgendwo sich totschuften aber zeig es nicht, ja. Also wenn Apple irgendein neues Produkt an den Markt bringen will, das Iphone7 z.B. ja, wie machen die das? Die entwickeln dieses Produkt das ist klar, aber dann machen die was anderes. Dann buchen sie weltweit riesige Plakatwände damit auch jeder davon erfährt, dass es dieses neue Produkt gibt. Solange diese neuen Plakatwände aufgehängt werden, werden Millionen verbraten für Werbung, und das rentiert sich erst, wenn das Produkt dann auch kommt. Das Produkt muss kommen damit die Werbung die vorfinanziert wurde wieder eingespielt wird und die Gewinne gemacht werden. [33:06] Und es ist nicht so, dass in Deutschland die Menschen für  auf die Straße gehen würden für was wo sie sich einsetzen, es ist immer noch so dass die Menschen bereit sind vor den Apple-Shops zu campieren wenn es um eirklich wichtige Dinge geht. Und dann nehmen sie sich so ein Iphone werfen es hoch und werden von allen fotografiert und machen Selfies und sind der Held für einen Tag. Aber so funktioniert das Prinzip. Sie machen Werbung, wenn SIe das Produkt in der Hinterhand haben und erst dann rechent sich das. Sie müssen auch Befdarf schaffen ja für den Krieg, und das ist das was wir im Moment erleben, im Moment wird in Europa zum Beispiel Bedarf geschaffen für einen Krieg mit Russland, das sagt gar nicht ich, das sagt George Friedman von Stratfor. Ob darüber irgend jemand spricht? Ich habe es nicht gehört bei Klaus Kleber, Anne Will oder wer auch immer. Ich hab davon nichts gehört, obwohl er einen langen Vortrag gehalten hat, wir haben den verlinkt. Er hat gesagt wir haben von Anfang an als Amerikaner ein Auge darauf und zwar schon seit 18-x, dass Deutschland und Russland sich nicht zu gut versteht, warum ist das so? Weil wenn deutsche Technologie und russiche Rohstoffe zusammen kommen, dann fehlt etwas, ein Feind. Wir brauchen einen Feidn. Wenn die sich verstehen und Geschöfte miteinander machen wo bin ich dann als Amerikaner mit einem Bru- mit einem Bruttoinlandsprodukt von 40% aus der Rüstungsindustrie. Und Willy Wimmer von dem ich hier schön grüßen soll hat es mir noch einmal gesagt, das ist sein Satz: Die vereinigten Staaten könne mit einer friedlichen Welt überhaupt nicht umgehen. Fier brauchen den Krieg damit ihre Maschine überhaupt funktioniert [Applaus]. So – und wenn jetzt jemand zu mir sagt das sei antiamerikanisch, dann muss ich sagen eben nicht. Das ist proamerikanisch ich spreche im Sinne der amerikansichen Gründerväter, die damals das alles schon  gesagt haaben die vor stehenden Heeren gewarnt haben. Es ist ja gar nicht im Sinne der Amerikaner, dass amerikanische GIs -die letzten Schweine- in irgendwelchen Krisenherden verheizt werden, damit tut man denen ja gar keinen  Gefallen. Deswegen sage ich, holt auch die GIs aus den Krisengebieten, ja. Holt auch die deutschen Soldaten aus den  Krisengebieten, die können sich ja gar nicht für die Länder einsetzen wie das THW, die haben ime rnur eine Hand frei, in der anderen ist ja eine Waffe. Und das dümmste was man überhaupt tun kann, ist ein Land erst einmal von Gesandten besuchen lassen der eine Uniform trägt. Das hatten wir allen schon in Deutschland. Und im Moment ist es so, auch wenn es nirgendwo steht, wir sind im Moment mit deutschen Soldaten in mehr Ländern als Adolf Hitler das überhautp geschaft hat. Wir sind in Afghanistan länger als der erste und zweite Weltkrieg andauert. Warum lese ich nichts drüber? Das ist im Westen nichts neues. Wir beteiligen uns an diesen Kriegen, es waren die Grünen, es war die SPD die uns in den Jugoslawienkieg geführt hat, es war Joschka Fischer der sich jetzt in dem Spiegel ausdrückt Angela Merkel möge sich doch für die Dienste aussprechen, also für die Totalüberwachung. Wir sind alle potentielle Terroristen [verhaltener Applaus] okay – und dagegen wehre ich mich. Okay? Weil ich bin kein Terrorist. Aber wenn ich überlege wenn die Attentäter vom 11. September irgendwas gewollt hätten, nämlich dass die Amerikaner uns uns sich komplett überewachen, eine total perverse Gesellschaft schaffen, wo jeder überwacht werden kann, wo Du mit Drohnen jederzeit Leute umbringen kannst und zwar dreitausend allein im JAhr 2011 durch einen Friedensnobelpreisträger, dann haben sie ihr Ziel erreicht. Das ist diese Gesellschaft, von der die angeblich geträumt haben. Aber vielleicht haben die gar nicht von dieser Gesellschaft geträumt. Vielleicht hat eine Elite von dieser Gesellschaft geträumt, weil wir sind ja das Problem der Elite [36:22] , nicht die Taliban oder IS ist das Problem der Elite. Die Wahrscheinlichkeit in diesem land von der IS umgenietet zu werden ist sehr gering, da werde ich eher von einer pinken[?] S-Klasse überfahren. Was soll die ganze Panikmache? Die ganz e Pnaikmache seit dem 11. September bezüglich des Moslems. Das ist gruppenbezogenee Menschen- Menschenfeindlihckeit. Und ich kanns immer noch sagen: ich habe Defizite. Ich persönlich kenne nicht jeden der 1,7 Milliarden Moslems persönlich. Ich kenn‘ die nicht. Und ich bin auch nicht bereit, die zu bombardieren. Ich bin nicht bereit, von einem cleansauberen Krieg zu sprechen, wo Barack Obama jeden Mittwoch die Killlist unterschreibt, Drohnen runterschickt und pro Zielperson pro Target werden achtundzwanzig Zivilisten umgebracht. Aus der Friedensforschung wissen wir, dass wir das umdrehen müssen. [37:08] Wie lange könnte Göppingen damit leben können, wenn die Taliban die Drohnen hätten, und jetzt sagen würden: wir nehmen uns mal einen Waldorflehrer vor und wer im Schulklassenzimmer sitzt hat einfach Pech gehabt. Achtundzwanzig tote Kids. Und es würde regelmäßig sein. Das ist regelmäig so. Und da sagen wir nichts dazu. Da hör ich von unserer Regierung n ichts dazu. Weil wir mit zweierlei Maß messen. Wir paktieren mit Golfstaaten wie Saudi-Arabien, bei denen es Gesetz ist, Menschen die HAnd abzuhacken. Oder aber, den Kopf abzuuhacken. Wenn wir darauf aber hinweisen, dann ist das Tradition. Tradition – da mischen wir uns n icht ein. Ja, da dürfen Frauen nicht mal alleine Fahrrad fahren, und das sind unsere Werte ja, unsere Golfwerte sind das. Und wenn der  IS, und das sind ja nichts anderes als die Sturmtruppen der CIA. Und ich kann das beweisen, Ich habe mit der CIA gesprochen und die haben das bestätigt. Ja? Wenn die dasselbe tun, dann ist das barbarisch und das ist unsere Sprachregelung. Wenn ein schwäbsicher Vater in einem –  im Affekt seine Frau erschiessen sollte und die Kinder [In welchem Affekt – etwa, weil die mit Messern auf ihn zustrümen und ihn schon gepikst haben? Jebsen weiß offensichtlich nicht über die Bedeutung der Wörter mit denen er hantiert] ist es natürlihc ja, eine Familientragödie. Wenn es ein Türke das macht, dann ist ein Ehrenmord. Und daran erkennen sie schon, wie die SPrache uns in  Ecken treibt, Wir führen in Deutschland keine Kriege mehr, das ind friedenssichernde Maßnahmen, das sind Peacekeepingoperatios. Und es stört mich wenn die deutsche Bundeswehr an Schulen geht und Werbung für den Krieg macht. Ich weiß nicht ob sie schon auf der Waldorfschule war, aber würde man das durchgehen lassen weil ich hab ja gehört dass die Göppinger Waldorfschule eh schon so einen komischen Ruf hat. Ich habe auch gehört dass Göpping die unbeliebteste Stadt in Baden-Würtemberg ist und dass sich jedes Jahr hier dreiviertausen Neonazis treffen, da habe ich nochts drüber gelsen in der SWP, soll ich das machen. Soll ich mal mit nem Team kommen und mal die Ku-Klux-Klanmitglieder aus Stuttgart ablichten? Das ist doch Quatsch was hier passiert. Und um zurückzukommen, sie hgaben heute die Möglichkeit mit einem Smartphone das eine Waffe ist eine Situation dazustellen und ins Netz zu stellen. Und das kriegen sie nicht mehr gedeckelt. Und das is tein Riesenproblem für die Elite. Globale Eliten. Ja. Geldelite. Hat mir Kryszmanski der Elitenforscher seit dreissig Jahren hat das mir bestätigt. Lesen sie einfach seine Bücher, ja? Krysmanski – Elitenforschung das ist ein Dreiteiler aber lesens sie es eingfach. Das sind Profis die haben an der Hochschule Hamburg lange gelehrt.Profis –  warum sehe ich so etwas nicht eigentlich mal zur Primetime? Und das was ich hier heut esage das hätten sie schon 1968 hören können von Rudi Dutschke, wenn Sie den vielleicht kennen. Ja? Das was Herr Dutschke damals zu Herrn Gaus gesagt hat wo es noch Sendungen gab wo jemand vielleicht mal eine dreiviertelstunde durchreden durfte, das gibts ja heut enicht mehr, heute gibts ja Krawallshows, der hat ja damals schon gesagt, wir kommen ins Schlamassel rein wenn wir nicht aus der NATO rauskommen und dann haben wir die Probleme in Griechenland. Hää, worüber redet der? Der redet über den Putsch der da gerade stattgefunden hat. Es ist immer dieselbe Kacke. Es ist immer dasselbe. Und die Gefahr in der wir uns heute bedinden und ich glaube das hat mir Wimmer nochmal bestätigt [er glaubt dass? lustig], wir stehen vor einem großen Krieg der gewünscht ist, der angeschoben werden solldeswegen die Russenehetze. Die Gefahr ist dass wir es jetzt mit einer Generation zu tun hat für die ist Krieg abstarkt. Für die ist Krieg ein Vedeospiel. Die kennen das nicht. das ist irgendwie lustig. Das ist Berg- oder ein Beachtyp? Und man muss sich die Frage stellen. Wer es verhindert hat dass wir in einen Krieg gekommen sind es war auch die Regierung Helmut Kohl auf die ich damals als Juhendlicher nicht so stand, aber Helmut Kohl hat als Junge einen KRieg verloren, er war kein Fan von Krieg. Und die die uns in den Rieg geführt haben, wie z.B. Schröder und Fischer, die haben Krieg nie erlebt. Das ist diese 68-Generation, für die das abstrakt ist. Und ihr und ich – wir kennen Krieg nur aus dem Videopspiel. Und wenn etwas abstarkt ist, dann glaube ich das man diese Infaromation nicht transferrieren kann und daliegt die ganz große Gefahr. Wir leben in einer Gesellschaft in der wir von angang an darauf gedrilldt werden, da kann man zum Beispiel auch Arno Gruen lesen, ich weiß nicht ob ihr das Buch kennt, wider den Gehorsam, oder der Fremde in mir, ja, worauf worauf wir gedrillt werden um uns zu Konkurrenten zu machen. Undas ist meiner Meinung nach der absolut falsche Weg, wenn wir es nicht lernen auf diesem Planeten zu kooperieren, haben wir keine Chance. Und was wir lernen müssen, ja und da bekomm eich ungewöhnlich schnell zum Schluss zum Endes dieses Vortrags, weil ich bin offen für Fragen, wir müssen lernen als Spezies zu denken, nicht als Grieche, schwabe, Flüchtlicn, mit oder ohne Auto, wir müssen als Spezies denken und das haben wir nie getan, wir haben ein Entweder oder Denken und das funktioniert nicht, und wir sind auf diesem Planeten atomar bewaffnet bis an die Zähne und es ist nur eine Frage der Zeit wann es knallt wenn man sich mal mit dem Rainer Rupp auseinandersezt, der ja damals als Spion Topas einen Atomkrieg um Milisekunden verhindert hat, weil er bei der Übung AbleArcher 83 kurz angerufen hat bei der HVA hat er gesagt ‚Du das ist nur ne Übung‘, und da haben sie die Atombomben ienfach wieder von den Jets runtergenommen,w eil die waren schon in Ostberlin auf der Strecke. Unsere Gesellschaft usnere Führungen haben diese nukleare Hochrüstung genauswenig im Griff wie Tschernobyl und Fukushima. Überhaupt nicht. Und  – wir werden nie erfahren wer wann wo welche Bombe ausgeklinkt hat [42:02] . Und eswegen ist mein Appell n diese Gesellschaft. Wenn wir sehen, dass wir ein Regierungssystem eine Prameidengesellschaft geschaffen ; wo auch die Menschen ganz oben komplett überfordert sind, weil Angela MErkel kann es gar nicht reißen. Dann müssen wir dieses System ändern. Wir brauchen kleinere Kreise und nicht eine Pyramide von oben wo von oben eine kleine Spitze runter korrumpiert, das funktioniert überhaupt nicht. Denn- ich habe mal Spitzenpolitiker ähhm begleitet, wenn man sich deren Tagesablauf anguckt wieviel die um die Ohren haben diekönnen sich gar nicht damit auskennen, das funktioniert nicht, aber und das ist genau das wo ich seage wer ist den nschuld an der ganzen Misere. Na, ich. Ich bin schuld. Weil ich habe es zu gelassen, ich weiß das schon sehr lange, aber ich war nie zustädnig. Ich habe es zugelasen. [42:40] Warum? Weil eine Angela Merkel oder ein Wolfgang Schäuble ode rein Steinmeier oder wenn Du auch imme rnimmst, die habe ja ne Funktion,  die funktion dieser Leute überall wie EZB die Weltbank wenn Du Mario Draghi deren Funktio nist es das wir sagen die sind schuld. Und solange die Schuld sind, könne nwir ja unschuldig bleibe, das ist die Funktion. Weil wir glänzen durch Unterlassung, das ist es was wir tun. Und ich bin nicht mehr bereit zu unterlassen, das lerne ich aus der Geschcihte. Ich habe mich für die Werte der Demokratie und für Dinge die in diesem Land und in anderen Kändern stimmen weil sie die Ethik und die Moral mit Füßen treten, ich habe mich für zustädnig erklärt und ich habe mich aufgemacht das zu ändern. Und wenn man dafür angegriffen wird, dann sei es drum. Und deswegen vielen Dank fürs Erscheinen, ich stehe für Einzelgespräche wirklich zur Verfügung. Aber ich habe ja mit dem einen oder anderen Vater schon gesprochen, und auch mit Euch ja gesprochen, und das was ich hier sage das iwisst ihr ja im Bauch, deswegen seid ihr hier, ich muss Euch gar nicht belerhen. Ich habe gerade als ich in Athen war in einem Statement gesagt: Man sagt ja immer ähh die Jugend folgt uns. Gottseidank ist das nicht so. Die Jugend geht voran. Es ist Euer Planet. Okay. Und das was ihr macht ist ein guter Job. Ihrmüsst oihn auch zu Ende bringen. Okay? Und wir, die ähh Eltern und Großeletern die euch diesen Planeten in diesem Zustand überlassen haben wie er ist und er ist wirklich reparaturbedürftig, ihr dürft nicht und as überlassen. Ja?, weil man kann ein Problem ja nicht mit denselben Regeln lösen, wohin es geführt hat, und dass ich angegriffen werde, da hat schon Tucholsky einen schönen Spruch gehabt, und zwar dass diejenigen die auf den Schmutz hinweisen – ja- als gefährlicher eingestuft werden als die, die den Schmutz verursacht haben. Ja? Ich bedanke mich [Applaus – und Beginn der Fragerudne] [ Ende Vortrag: 44:33]

[47:33] Und deswegen – ich glaube, dass wir eben icht in einer demokratischen Gesellschaft ähh ähh ähh leben, solange zum Beispiel ähhm das Schöpfen von Geld in den Händen von einigen privaten Banken ist. Dann ist es keine Demokratie. Wenn der Staat, wenn wir uns von privaten Banken Geld leihen müssen, was wir verzinst zurückgeben müssen, dann ist das fremdbestimmt. Der Staat sollte sein Geld selber drucken und es gab auch möglichkeiten dass Geld zum b Eispiel wie bei Silvio Gesell gerostet hat in Wörgel, aber dieses Experiment das sehr erfolgreich lief in den dreißiger vierziger Jahren wurde dann durch die Zenralbank aufgelöst. Warum? Wel die Zentralbank davon nichts hatte. Nur darfst Du natürlich nicht sagen, weil das ist dann verkürzte Kapitalismuskritik und man zeigt auf irgendjemanden der so was ähnliches vielleicht auch schon gesagt hat. [48:13] [Die gute alte strukturell antisemitische Zinskritik und der Held der Zinsgegner Silvio Gesell – Jebsen kann zurecht als der Führer der Wahnmacher bezeichnet werden.

 58:30: Frager: „Sie oder Du haben vorhin den islamischen Staat als ähh Sturmfront der CIA betitelt. Das hätte ich gern ein bißchen begründet.“ Jebsen: „Okay, ähhm die Frage ist, ich habe d-d-den IS als Sturmtrupp der CIA betitelt und das hättest Du gerne begründet. Ähhm, gut. Was ist der IS? Der Islamische Staat, was ist das, es ist vor ein paar Tagen ein Papier von amerikanischen Geheimdiensten aufgetaucht, duchgesickert, dass der die Amerikaner vom Entstehen des islamischen Staates seit mindestens 2012 wissen, und äähhm, die Chancen so drückten sie sich aus darin erkannt haben was man damit anfangen könnte. Warum? Weil Terror ist ein Tool, man nennt das Terrormanagement. Wie geht das. Wenn wir uns die SItuation im Orient angucken es ist ziemlich komplex aber man kann zwei große Strömungen feststellen, wir haben auf der einen Seite eben die Sunniten, das sind die Golfstaaten, das ist der die Mehrheit des Islam, und wir haben die Schiiten, da haben wir als drittgrößten Staat den Iran, wir  haben rain, wir haen Teile von Syrien. So – und die können nicht so richtig gut miteinander. So wie lange das zwischen Protestanten und a auch so war, und wenn ich da an einem Hebel ansetze, dass die sich gegenseitig bekriegen, hat man das Prinzip wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte. Warum sollten wir da Geld investieren? Na – weil wir ein Problem haben. Milliarden Barrel von Erdöl, amerikanischem Erdöl befinden sich unter arabischem Sand. und das kann ja wohl nicht sein. Und deswegen brauchen die den Fuss in der Tür und deswegen wird Terrorismus imme reider beuntzt, inzenierter Terrorismus untereinander, damit die gegenseitig miteiander beschäftigt sind. Das ist keine neue Taktik. Ihr erinnert Euch vielleicht noch in den achtiger Jahren an die Iran-Contra-Affäre,  das hat man auch zugegeben, ja, das hat ja Breszinski der Präsidentenberater zugegeben, dass wäre nicht in Ordnung gewesen aber es wäre effektiv gewesen. Man hat erst den Irak ermuntert den Iran anzugreifen, ja, ,also ein sunnitisches schiitisches ääh äähhm  Land haben sie angegriffen und parallel dazu hat man den Iran mit Wafen beliefert, warum? Damit der Krieg andauert. Denn Krieg soll andauern, damit die miteinander beschäftigt sind, denn ein paar amerikansiche Soldaten sind zu wenige, um so ein Land zu beherrschen. Ich ääähmm, hatte einmal mit Roth ein Interview gemacht, ein Offizier der bundeswehr, der da nicht mehr ist. Und der hat mir mal den Fünferkreis des Militärs bei der Kriegsführung beschrieben. Und ich dachte immer ääh so naiv wie ich war, obwohl ich selbst bei der Bundeswehr war, also naja wenn ich ein Land kaputt machen will dass über Waffen verfügt was mache ich als erstes, ich greife natürlich deren Waffen an, damit die keine Waffen mehr haben. Erstmal völlig naiv gedacht, natürlich nicht. Die Waffen und deren – die Art sich zu wehren, das nehme ich ganz zum Schluss. Zuerst zerschlage ich die Infrastruktur. Dann sch- bombardier ich ziviler Ziele. Dann bombardiere ich Krankenhäuser. Dann bombe ich die Indurstrie. Und ganz zum Schluss bombardier ich die Waffenindustrie, damit die sich wehren können, und warum, damit möglichst viel kaputt ist, was ich später auch aufbauen kann. Und so läuft Krieg. Krieg läuft im Jugoslawienkrieg zum Beispiel so. Da treffen sich die kriegsführenden Parteien, also die eben Krieg führen wollen, bevor der Krieg angeschoben wird mit Fakebildern, treffen sich in den ensprechenden Ministerien die Großen und sagen ‚Hör zu, Du bombardierst diesen Teil und Du bombardierst diesen Teil, und dann baust Du diesen Teil auf, und ich bau diesen Tiel wieder auf‘. Und die Amerikaner und die NATO zusammen, Deutschland war ja dabei, habe im Jugoslawienkrieg vier Milliarden in Bombardements investiert. Und dann sechzig Milliarden AUfbauprogramme, die natürlich bei uns für Traffic gesorgt habe,. Dann ist da s jat total pervers. Ja, das ist das. Das ist das. Und was heute der IS ist, was ja radikale Suniten sind, das hieß vor wenigen Tagen noch die Freie Syrische Armee, und davor hieß es die Al-Nusra-Front, und davo rhieß es Muschaheddin, und dann war es Al-Quida. Bin Laden ist ein ehemaliger CIA-Agent, ja. Und er hat mit denen zusammen gerabrietet. Es gibt Bilder,, wo Bin-LAden un d Berzinbksi auf einem Foto sind und er dem anderen zeigt, ähh, wie eine moderne Eaffe funktioniert, und dann hat er die Datenbank gegründet, und alle Kämpfer die eingesickert sind unter einem Namen verbucht, damit man weiß wenn man da hat, und das ist Datenbank und das steht arabisch Al-Quida. Das ist das was wir tun. Und das sage nicht ich, das sagen CIA-Analysten, man muss da einfach Norman McCoy lesen, ja? Heroin und CIA, inszenierter Terror, das sind CIA-Analysten die keinen Bock mehr drauf haben, die schreiben das. Ein Ray McGovern. Googelt was Ray McGovern in Berlin gesagt hat, das ist so. Ja? Und das ist genau der Punkt. Hier in diesem Terror ist ja nicht, er ist ja nicht dafür da um dort irgendwas anzurichten. Oder die größte Gefahr vom IS-Terror, die betrifft ja die Moslems selber, die kommen ja um, aber uns will man dazu bringen dass wir sagen, naja, da müssten wir unseren Rüstungsetat doch mal ein bißchen ähhm ausnahmsweise müssen wir den hochfahren. Und das machen wir ja auch, ja. Wir sollen ja unsere Ruüstungsetats um zwei Prozent hochfahren,  ja,wären für Deutschland ein paar Milliarden mehr, wir brauchen noch mehr Flugzeuge, noch mehr Panzer, noch mehr TransAll-Ersatz uns so weiter. Ja – und ähhm dann gibts ein Land was dem Schon Vorschub geleistet hat was das schon vorbildlich getan hat, was den größten Rüstungsetet am eigenen BIP schon gemacht hat und sogar über 2% des BIP 2,8% und das ist? Griechenland – die größte PAnzerarmee und man hat extra geagt bei der Troika hört zu Jungs, Ihr könnt sparen überall, aberIhr spart nicht bei der Rüstung. Es ist ein Geschäft, und für dieses Geschäft brauchst Du ein Feindbild. Und ich möchte an dieser Stelle auch mal auf einen Vortrag hinweisen den ich an der Uni Tübingen gefilmt und ins Netz gestellt habe, ja , mit Professor Rothfuss, ja, als auch Ganser in Tübingen war, und der beschäftigt sich schon sehr lange mit Feindbildgenese. Wir sind arauf gedrillt dass man uns oin Angst und Schrecken versetzt, dann man Hysterie bei uns erzeugt, dass ich in dem IS da ’ne Gefahr erkenne. Nuur – ich habe gerade mit Rainer Rupp gesprochen, und Rainer Rupp hat mir npch mal bestätit aus iraelischen zietungen abgelsene, dass IS-Kämpfer, aso radikale Sunniten die wir angeblich bombardieren ja, dass die wenn sie in Srien sind, da werden sie unterstützt weil der Assad kommt ja da weg obwohl das ein säkularer STaat ist und wenn verletzte IS-Kämpfer auf dem Feld liegen bleiben dann hiolt sie ISrael und schickt sie in isrlaerische KRankenhäuser und schickt sie wieder zurpck. Es gibt gut und schlechte Terroristen. Gute Terroristen sind sie wenn sie nach unserer Pfeife tanzen, und schlechte Terroristen sidn sie wenn sie dagen Game over und einfach weitermachen, da pdfeifen wir drauf, Und das ist der Punkt, ja und das müssen wir verstehen. Wer schlachtet sich da eigentlich  ab? Das sind junge Männer ohne Zukunft, und das ist Krieg. Was ist Krieg, ganz komliziert, es gibt ein Buch aus den siebziger Jahren ‚Kinder morden aus Staatsräson‘, die werden in Länder, die über eine hohe Population ääähhh verfügen und wo es totalitätre System ääh gibt, wie werden die den ndiese Bevölkerung los, na durch Kriege. Die werden in die Kriege geschickt. Die schicken Maschinen, die schicken Kriege. Ja, die zetteln Kriege an. Und Krieg ist ganz simpel, ich habe keine Ahnung, aber es ist ganz simpel ,Krieg bedeutet wenn ganz wenige reiche alte Männer ganz viele arme Junge Männer dazu bringen sich gegneseitig umzubringen, das ist Krieg, sonst nichts. Und ich kann nur sagen schiessen Sie niemals auf jemanden den sie nicht kennen. Und jemanden den sie nicht kennen, und jemanden den sie kennen, auf den brauchen sie gar nicht schießen. Ja? Schießen sie nicht auf irgendwelche, gehen Sie nicht in den Irak, gehen Sie nicht in ääähnah äähhh in irgendwelche Länder, oder lassen Sie sich erzählen, sie würde dort für die Freiheit oder die Demokratie känpfen, das tun sie nicht. Sagt Egon Bahr. Der Architekt der Friedensverträge mit Russland. der sagt, in einer Schule, auch ein Verschwörungstheortiker mit eine rkomsichen Erfahrung, der Mann war dabei, also ist der wahrscehlnlich voreingenommen. Der sagt, vergessen Sie was man Ihnen in der Schule erzählt, ja, bei Kriegen und Konflikten und in der Politik geht es nie um Demokratie ja und Menschenleben, es geht um Interessen und Geschäfte. Sagt Egon Bahr. Ich hab Egon Bahr zugehört. Ich glaube Egon Bahr. Weil Egon Bahr war -anders als ich- Egon Bahr war da. Ich hab auch Scholl-Latour gesporochen, Scholl-Latoru hatte die Leute dort verstanden. Der kannte den Unteschied zwischen Suniten, Wahabiten, Paschuten. Nicht von einem Flugzeugträger aus gesagt, ‚ich glaub so müsste  es sein‘. Und das ist das, was wir auch heute erleben, da will ich nochmal zu meinen Freunden von den GEZ-BEhörden kommen. Ein Reporter ist jemand, den man inn ein Krisengbeitschickt, und der reportiert von dort. Heute ist es so, dass diese Reporter rnicht mehr bezahlt werden könnten weil das ist zu teuer. Also greifen wir auf eine Person zurück, die irgendwo auf einem Flugzeugträger sitzt oder irgendwo im weißen Haus und die erklärt uns dann die Lage im Nahen osten und das sollten wir nicht tun. WIr sollen uns die Fage stellen wo unsere 8 Milliarden eigentlich hingehen, das wir uns flächendeckend keine eigenen Reporter leisten können, sondern die Nachrichten von Reuters und CO. übernehmen müssen. Ich halte das für eine gefährliche Politik, wenn wir auf Einzelquellen zurückgreifen und das sagt Reuters ja von sich selber: Before it’s news, it’s Reuters. Und das wird dann abgschrieben. Ungeprüft abgeschrieben. [1:06:55]

[1:29:20] Unbekannter Lehrer der Waldorfschule: „Also es stimmt ja schon, ähh was man so sagtgestatte mir den Ausdruck Du bist ein rhetorisches Maschinengewehr. Ähhhm bitte verzeih den Ausdruck, ich bin Pazifist. Von Anfang an. Ähhhm wenn ich jetzt die vielen jungen Menschen hier seheund mir überlege was bleibt in ihren Köpfen jetzt von dem was Du gesagt hast, Du hast eine Unmenge an Fakten, Informationen gegeben. Ich sage es ist eine Unmenge von Fakten und Informationen auf Euch hereingebrochen. Ähhm was bleibt übrig? Bleibt übrig, der Wunsch zu revoltieren? Den Du sehr stark durch deine Art, durch deine Präsenz, auch körperliche Präsenz rüberbringst. Oder was was belibt von jedem einz- was hat jeder einzelne mit- das müsste er eigentlich es jetzt zu Papier bringen. Er m üsste sich hinsetzen, einen Zettel nehmen und den wichtigen Gedanken der da ist für sich aufschreiben. Und ich fange einfach mal mit mir an: Was nehme ich mit von Dir? Einen unwahrscheinlich engagierten MEnschen, was ähhh die Zeitgeschichte betrifft, was die Beobachtung der politischen der ökonomsichen Welt betrifft. Ähhh. Was ich aber ganz besonders mitnehme, das ist das was Du gesagt hast über die kleine Gruppe. Über die Familie. Wo fängt denn der Firedenzwischen uns zwei an. Wenn ich den Gegner bin und Du meiner, dann kann es auch im großen keinen Frieden geben. Und das ist eigentlich das was ich den jungen Menschen sagen möchte. Beginnt bei Euch in der kleinen Gruppe, und überlegt Euch, wo bin ich denn jemand. Warum ist mir der unsympathisch und der andere sympathisch. Hat mir vielleicht der unsympathsiche was zu sagen? Ja – jeder muss das für sich heraussuchen. Was Du jetzt in einer unwahrscheinlichen Fülle dargeboten hast. Denn das kann kein Mansch sich merken. Ich ja auch nicht. Und ich hoffe, dass es wenigstens ein Impuks ist mal anders zu denken. Ja – nicht imme rnur dem Mainstream mitzugehen. Ja, sondern da ist jemand der denkt anders. Und ich probiers auch mal. Und dann fang ich an in meiner Klasse, in meiner Familie mit meinen Geschwistern ich fange in der Schule an und später im Betrieb. Ja – das wäre mein Wunsch ja. Das wir nicht einerlei werden, sondern das jeder für sich ein freier Mensch wird. Und ich hoffe dass Du ein bißchen dazu beigetragen hast. Jetzt, ich muss unwahrscheinlich rauchen, ich geh jetzt einfach raus.“

Truther unter sich: ‚Angloamerikanische Weltherrschaft‘!

I.

Ken Jebsen und sein Team sind momentan ausgesprochen produktiv, um dessen ‚alternative‘ Sicht auf die Dinge dem begeisterten Aluhutpublikum zu unterbreiten. KenFM hat diesmal wieder einen besonderen Gast – Gerhard Wisnewski. Auch Gerhard Wisnewski glänzt, wie andere Interviewgäste Jebsens, durch seine Eigenschaft als Autor des Kopp Verlags, wo er die biedere Kundschaft bestimmt hervorragend mit kruden Geschichten von Weltherrschaft unterhält. Wobei ihm der Ruf als einst seriösem Journalisten, der durch seine Aufklärungsarbeit in Ungnade fiel, beim leichtgläubigen Publikum, das sich mit dem des krautgefundetem Jebsen gewiß überschneidet, bestimmt beim Absatz seiner Bücher hilft. Und so wirkt dieses Interview dann auch wie ein Werbevideo.

Bei Jebsen wird sich, wie so oft (auch hier im Blog schon erwähnt) bestätigt in der gegenseitigen Sichtweise, dass, aufgrund der Brisanz ihrer ‚Berichte‚, diese zwei Truther ungerechtfertigt behandelt würden, weshalb es natürlich auch in diesem Interview zu Tiraden gegen die ‚Mainstreammedien‚ kommt, neben dem üblichen Verschwörungsquark. Logisch, wollen die bösen ‚MSM‚ doch von keinem der beiden mehr Material senden.

Natürlich wird alles nur ein Trick der ‚Dienste‘ sein, die ja laut Jürgen Elsässer, auch Gegendemonstranten für den Friedenswinter bezahlten, um diese hehren Menschen ‚mundtot‘ zu machen. Jürgen Elsässer trat übrigens ebenso wie Jebsen auf den Mahnwachen als Redner auf, Jebsen moderierte auch seine ‚Compact-Konferenzen‚, während Elsässer mehrmals bei KenFM interviewt wurde.

Mit diesem, für KenFM-Verhältnisse erfreudig kurzen Interview mit Gerhard Wisnewski, wurde wieder einmal ein ‚feines Häufchen‚ für die Gemeinde der antiamerikanischen Verschwörungsläubigen gesetzt: Eingeführt wird Wisnewski als aufrechter 911-Truther, der sich nichts sagen lasse. Es wird einmal wieder die Thematik der Bedrohung durch die “angloamerikanische Weltherrschaft“ aufgegriffen und vor dieser gewarnt, Erscheinungen wie PEGIDA werden als von Eliten instrumentalisiert und gesteuert bezeichnet, natürlich gerade von Jebsen, der die Wahnmacherbewegung als sabotiert auffasst und PEGIDA zu deren Gegenspieler stilisiert. Auch in einer anderen Produktion von KenFM, nämlich Pedram ShahyarsRebellunion‚, wird der Stuss verbreitet, dass PEGIDA Amerika, dem Westen und dem Kapitalismus nütze, von ‚Eliten‘ gesteuert sei – viele Wahnsinnige, eine Message. Auf wirklich bestehende Zusammenhänge, zum Beispiel zwischen dem Kreml und der Finanzierung rechtsextremer Parteien in Europa, wird natürlich nicht eingegangen.

Auch nicht darauf, dass sich die Fans dieser Wutbürgerbewegungen teils stark überschneiden, wie auch deren Sprecher. So sprach zum Beispiel Jürgen Elsässer auf den Wahnmacherveranstaltungen ‚Montagsdemos‘, eine Mitarbeiterin des Kompakt-Magazins sprach auf einer PEGIDA-Veranstaltung. Dass Ken Jebsen hier jemanden unkritisch hinterfragt sprechen lässt, der von einer ‚bunten Flüchtlingswelle‚ auch redet, oder die abzulehnende europäische Identität einer für ihn annehmbareren ‚deutschen Identität‘ gegenüberstellt, macht den ‚Kämpfer‘ gegen Fremdenfeindlickeit, der er einst gewesen sein will, mehr als unglaubwürdig. Auf den nationalsozialistischen Gehalt so mancher Mahnwachen und Organisatoren wurde natürlich nicht verwiesen bei den von Jebsen angestellten Vergleichen zwischen PEGIDA und Wahnmachern, ebensowenig auf das Werben von NPD’lern für die Wahnmacher natürlich nicht.

Am verblüffendsten erscheint in diesem, nach Jebsens Einführung thematisch vorhersehbarem Interview , wie sogar die Entstehung eines in der Wissenschaft sehr kontrovers diskutierten Buches, nämlich „The Clash of Civilization„,“ von Samuel Huntington, den Weltverschwörerern angelastet wird. Auch wenn man kein Freund der dort vertretenen Thesen ist, und den Inhalt als kritisch bewertet – die Behauptungen, die Jebsen wie Wisnewski hier ohne jeden Beleg anstellen, sind haarsträubend, absurd und wirken gefährlich paranoid. Jedes Ereignis wird sich für die wahnsinnige Weltsicht passend gemacht. So kann man bei Minute 4:50 hören, dass Wisnewski dieses Buch als Steuerungsversuch empfindet, Ken Jebsen bezeichnet es ebenfalls als Kontrollinstrument. Wer sich nicht alles erzählen lässt und zu eigener Recherche in der Lage ist, muss zu dem Schluss kommen, dass dieses Gerede ebensowenig originell ist, wie es stark paranoid und ressentimentgeladen wirkt.

Gerhard Wisnewskis Aussagen entbehren nicht nur den Tatsachen, und erweisen sich dem skeptischen Hörer, der sich nicht alles von besseren Gebrauchtwagen-Verkäufern Glauben machen lässt, als paranoides Hirngespinst – er outet sich dem aufmerksamen Hörer als Europagegner und Nationalist, wenn er sagt:

„(…) was wir die letzte Zeit gar nicht mehr haben wollten in der kritischen Bürgerbewegung, nämlich eine Europäische Identität an erster Stelle, wir wollten eigentlich wieder eher eine deutsche Identität haben, nun wird uns hier also plötzlich eine europäische Identität verkauft“.

Ken Jebsen outet sich als unfähig, ein kritisches Interview zu hören – es geht hier gut vernehmbar nur um das Bestätigen der eigenen Sichtweise. Abgesehen hiervon macht sich dieses Interview wie eine Werbeveranstaltung für wirre Bücher und krude Weltanschauung aus. Wisnewksi sieht sich also einer „kritischen Bürgerbewegung“ zugehörig, die sich auf das Wiedererlangen einer „deutschen Identität“ kaprizieren würde – für jeden klar zu vernehmen innerhalb der ersten vier Minuten des Interviews. (Dessen Transkript mit weiteren Anmerkungen unter dem nächsten Absatz, unter Punkt II.,zu finden ist.)

Im weiteren Verlauf des Interviews verstärkt sich der Eindruck des hier gesagten, wenn Wisnewski auch sein Unbehagen vor einer ‚angloamerikanischen Eroberung des Globus‘ deutlich macht,  Wisnewski eine Bedrohung der deutschen Identität wittert. Viele Autoren, die eine Bedrohung deutscher Identiät wittern, lassen sich von Jebsen interviewen, unter anderem Udo Ulfkotte oder der schon erwähnte Jürgen Elsässer. Auch Wolfgang Gehrcke, ein Mitglied der LINKE-Bundestagsfraktion, nutzte Ken Jebsens Kanal schon für einen dort produzierten Werbespot für den Friedenswinter und gab ihm ein Interview. Dieter Dehm beispielsweise lief einträchtig neben Ken Jebsen bei dem Friedenswintermarsch mit, und versuchte, ihm bei kritischen Fragen eines SPON-Teams hilfreich beizuspringen.

II.

Transkript des gesamten Interviews, weitere Anmerkungen stehen zwischen den Absätzen:

Ken Jebsen: „Unmittelbar nach dem Zusammenbruch der UDSSR und damit dem Ende des kalten Krieges, glaubten viele Menschen an einen grundlegenden Wandel, an eine bessere Welt, die die globalen Probleme gemeinsam lösen würde, an eine Welt, die auf Kooperation setzen würde und endlich Schluss machen würde mit der Konfrontation, das Ende aller Kriege. Der Wunsch nach internationaler friedlicher Zusammenarbeit hielt nicht lang, denn spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde vor allem den Bürgern des Westens ein eues Feindbild verkauft, der Islam.  Es ging bei der Jagd auf Osama Bin-Laden und die neunzehn Räuber Tage, nachdem man ihn als Hauptschuldigen willkürlich bestimmt hatte, schon lange nicht mehr darum, ob und wie es ihm gelungen war, die amerikanische Luftraumüberwachung zu überlisten, es ging nicht um das Land, aus dem er kam, Saudi-Arabien, alles drehte sich fortan um die Religion, der Osama Bin-Laden angehörte. Seit dem 11. September 2001 wird unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung eine gruppenbezogenen Menschenfeidnlichkeit verkauft, die sich auf die zweitgrößte Weltreligion, den Islam, konzentriert. Alles Zufall? Oder das bewußte Erfinden eines neuen Feindbildes? Eines Feindbildes, mit dem die letzte Supermacht, die USA, neue Ressourcenkriege rechtfertigen kann? Der Schluss liegt nahe (ach ja?), und bringt uns ganz aktuell zu einer neuen Voksbewegung in Deutschland, die für die meisten so überraschend kam wie der 11.09 für die USA…


 Dass Jebsen hier allen Ernstes in Truther-Manier einen absolut unangemessenen Vergleich bringt, zeichnet ihn aus: Alles gesteuert, alles gelenkt, Presse und Politik ferngesteuert – und freie Journalisten wie er können Ihre Meinung nicht anbringen – doofer Mainstream! Also wird hier wieder einmal ein anderer ‚gefallener‘ Journalist zur Selbstbestätigung interviewt. Auch hier soll es wohl wieder diesen ein wenig seriöser für das doofe Publikum machen, wenn man erwähnt, dass dieser einmal bei ‚den etablierten Medien‘ arbeitete.


Jebsen: Die Rede ist von PEGIDA. Was ist PEGIDA, was will diese Bewegung offiziell, und wie wird sie möglicherweise instrumentakisiert, um die Bürger zu täuschen? Und wenn ja, für welche Ziele? All diese Fragen klären wir nun mit Gerhard Wisnewski . Guten Tag nach München…Herr Wisnewski, Sie haben Jahre für die etablierten Medien gearbietet, zum Beispiel die Bildzeitung, die Abendzeitung, oder den Stern, das sind alles Printprodukte, aber Sie haben auch als Filmemacher gearbeitet, Reportagen gemacht. 2003 wurde Ihnen das zum Verhängnis, denn Sie flogen in die USA, um den  Fall 911 genauer zu untersuchen, offene Fragen zu klären. Ein Jahr vor dem Commissonreport. Dabei besuchten Sie auch Shanksville, also den Ort, wo seinerzeit eines der vier entführten Flugzeuge abgestürzt sein soll. Sie sprachen für den WDR mit dem Bürgermeister von Shanksville, und der konnt eIhenn deisen Absturz nicht wirklich bestätigen, statt dessen sagte er Ihnen gegenüber, dass ihn Shanksville in großes Loch im Boden zu sehen war, mehr nicht. Danach wurde dieser ORt abgesperrt, auch für die Presse. Ist das korrekt?“ Wisnewski: „GenauJebsen: Klassische Flugzeugabstürze sehen ja anders aus, wie wir spätestens seit dre Ukraine wissen. Sie haben diesen Bericht damals trotzdem gesendet im WDR, und wurden kurz darauf vom WDR freigestellt, ist das auch so richtig?“ Wisnewski: Ja, in etwam also ich war ja freier Mitarbeiter, und bekam dort aber keine Aufträge mehr, das heisst, man verhängte ein Beschäftigungsverbot über mich, das heisst, die Redakteure dort durften mich nicht mehr beschäftigen.“ Jebsen: „Seither gelten Sie als Journalist, mit dem man besser nicht spricht. Wir tun das dennoch und möchten an dieer Stelle auf eine Buchserie hinweisen, die Sie jedes Jahr um ein weiteres Werk ergänzen, nämlich Verheimlicht, vertuscht und vergessen‘. Das ist ein alternativer Jahresrückblick also über Dinge sprechen Sie da, die wir so in den Mainstreammedien nicht lesen. Herr Wisnewski, lassen SIe uns über PEGIDA sprechen, was hat diese Abkürzung denn überhaupt zu bedeuten?“ Wisnewski: „Ja, also, wenn ich das richtig sehe heisst das ja Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes, und da fangen für mich natürlich schon die Fragen an, denn hier sind ja zwei Begriffe drin, die man hinterfragen sollte, einmal ist da ja etwas drin, was wir die letzte Zeit gar nicht mehr haben wollten in der kritischen Bürgerbewegung, nämlich eine Europäische Identität an erster Stelle, wir wollten eigentlich wieder eher ’ne deutsche Identität haben, nun wird uns hier also plötzlich eine europäische Identität verkauft im Kampf gegen diese angebliche islamische oder islamistische Bedrohung sollen wir also Europa zum Vaterland erklären, denn ein Patriot ist ja nun mal ein Vaterlandsliebender und vor dem Hintergrund dieser bunten Flüchtlingswelle soll es also hier ausschliesslich um den Islam gehen, also patriotische Europäer gegen die  Islamisierung des Abendlandes und das kann ja so auch nicht richtig sein, denn nicht alle Flüchtlinge sind ja, gehören dieser Religion an, denn das ist ja eine bunte Mischung, und der Islam dürfte da sogar in der Minderheit sein, wenn ich das richtig sehe.“


 Aus dem Gesagten von Wisnewski kann hier ganz klar gelesen werden, dass er die Problematik von PEGIDA in ihrer angeblichen Ausrichtung vor europäischem Hintergrund sieht und weniger vor deren Rassismus und Muslimfeindlichkeit, wenn Wisnewski von einer bunten Flüchtlingswelle redet, bei dem der Islam in der Minderheit sei. Einziger Makel scheint hier der Faktor der ‚Fernlenkung‚ zu sein, wie das europäische Element. Auf Anfrage bei Wisnewski, vor allem aber Jebsen, bezüglich der problematischen Aussagen und ihrer Implikationen, würde bestimmt zornig protestiert und geleugnet! Auch darf nie vergessen werden, dass Ken Jebsen unter anderem mit Jürgen Elässer zusammenarbeitete. Ebenso,wie seine israelfeindlichen, den Nationalsozialismus verharmlosenden und nach Dafürhalten vieler teilweise offen antisemitischen Aussagen nicht vergessen werden sollten: Zum Beispiel redete er von Nationalzionisten, die Israel besetzt hätten wie ’33 die Nationalsozialisten Deutschland.


Jebsen: „Lassen Sie uns mal bei der Islamisierung anfangen, seit wann spielt Religion denn wieder eine Rolle als neues Feindbild?“ Wisnewski: „Ja, das ist ja eigentlich ganz absurd gewesen, wenn man sich an das Ende des zwanzigsten Jahrhunderts erinnert, das zwanzigste Jahrhundert war ja das Jahrhundert des großen Fortschritts, des High-Tech, des Anythinggoes in der Technik, auch der technischen Aufklärung, der wissenschaftlichen Aufklärung von vielen, vielen Fragen, und am Ende dieses Jahrhunderts kam plötzlich ein dubioser Harvard-Professor daher, names Samuel Huntington (Anmerkung: Wisnewski spricht ‚Samuel‘ deutsch aus, und ‚Huntington englisch, mögliche psychologische Bedeutung liegt implizit), und erklärte uns nach dem Fall der Sowjetunion, nachdem also das alte Feindbild weg war, erklärte er uns, es werde in Zukunft wieder zu Religionskonflikten kommen und zu Religionskriegen. Und man sah sich also verblüfft auf den Straßen um und dachte, ja wo nimmt der Mann das denn eigentlich her, denn um diese Zeit, ähh, viele werden sich gar nicht mehr daran erinnern, auch die jüngeren wissen vielleicht gar nicht, dass Ende des zwanzigsten Jahrhunderts von irgendwelchen Religionskriegen zwischen West und Islam aber auch vielen anderen Parteien überhaupt keine Rede sein konnte, das ganze war also absolut aus der Luft gegriffen. Jebsen: „Die Fage, war es aus der Luft gegriffen oder war dieser Herr Huntington nicht jemand, der im Auftrag gehandelt hat, weil sein Buch „Clash of civilizations“ wurde ja zum Weltbestseller. War das eine Prophezeiung eines wirklich genialen PRofessors oder war das eher ein Programm?“ Wisnewski:Nein, aus meiner Sicht, also die Welt hat das, und auch  die journalistische Welt als Prophezeiung gesehen und ihn als genialen Seher sozusagen, aus meiner Sicht ist das natürlich ein Programm gewesen denn hier ging es einfach um die psychologische Vorbereitung auf den nächsten großen Konflikt den man anzetteln wollte, man musste ja den alten Feind dringend ersetzen aus vielen Gründen, ersteinmal um die Rüstungsindustrie  am Laufen zu halten, um die Bevölkerung unter Spannung zu halten, aber man wollte natürlich auch mit der Eroberung des Globus weitermachen, die Sowjetunion, den Warschauer Pakt hatte man aufgelöst und man wollte jetzt den nächsten großen Brocken angehen und das ist die islamische Welt mit all diesen Ländern die vom Islam sozuagen in Anführungszeichen beherrscht werden.“ Jebsen: „Das heisst es ging es eher darum dieses Machtvakuum zu füllen, bevor der nächste große Gegner China sich da breit machen würde. Wisnewski: „Ja, das auch, aber es war ja so, also man muss ja eins sehen,  es geht nur um die Weltherrschaft, in der ganzen Geopolitik geht es nur darum, dass sich das angloamerikanische Imperium über den Globus verbreiten will, und das wurde eben übersehen nach dem Fall der Sowjetunion, als man diese Visionen hatte vom Ende der Geschichte, hat man vergessen worum es eigentlich ging, nämlich darum dass die gesamte Welt unter eine herrschaft gestellt werden soll und der nächste große Brocken auf diesem Weg ist nun einmal die islamische Welt.“ Jebsen: „Dann ist Ihrer Meinung nach dieer Kampf gegen den Terror nur ein Fake, nur vorgeschoben?“ Winsweski: Ja, absolut, der Terror wird auch zu großen Teilen künstlich konstruiert, ich habe ja schon 1992 zusammen mit zwei Kollegen ein Buch über den Terrorismus hier in Deutschland geschrieben und das haben wir genannt das „RAF-Phantom“, also wir haben eigentlich diesen Begriff kreiert des Phantom-Terrorismus, des inszenierten Terrorismus der  politisch instrumentalisiert und konstruiert wird um bestimmte Interessen zu verfolgen, und -ähhh- darum war ich auch am 11. September 2001 sozusagen wie aus dem Häuschen, weil ich nun feststellte, das gleiche spielt sich  nun auf globaler Ebene ab.Jebsen: „Viele -äh- lassen sich ja da instrumentalisieren weil man sie einschüchtert, die sagen dann, ja gut, da muss man vorrübergehend mal in den sauren Apfel beissen,  man muss erhöhten Rüstungsausgabe zustimmen, man muss erhöhter Überwachung zustimmen, weil ja der Terror von außen einen bedroht, aberwenn sie sich anschauen was nach 911 vor allem in den USA passiert ist, dann ist das ein Wegkehren von Bürgerrechten, ist den Amerikanern das klar? Wisnewski: „Ja, ich glaube, das ist tatsächlich vielen Amerikanern klar, so wie es auch in Deutschland viele kritische Bevölkerungsteile gibt, aber die bekommen einfach keine Stimme, sie machen sich Luft im Internet natürlich, da haben sie ihre Stimme, aber sie finden ja nicht statt in den Mainstreammedien, und ich kann nur sagen, der Terrorismus, oder diesen Terrorismus, der uns angeboten wird in den Medien, als echt oder als echtes Ereignis, wer den mit Gegenterror und SIcherheitsgesetzen und Aufrüstung bekämpfen möchte, der schließt einen Pakt mit dem Teufel.  Jebsen: „Die Deutschen sind ja sehr europakritisch und wollen sich nicht von Brüssen bevormunden lassen, das hat ja auch mit der Finanzkrise zu tun, und bei PEGIDA gehen ja jetzt Menschen auf die Straße, die dann unter Umständen unter diesem Europagedanken noch was ganz anderes untergeschoben bekommen. Ist diesen Menschen denn klar, dass sie hier möglicherweise über die Hintertür manipuliert werden.“ Wisnewski: „Nee, das lgaube ich nicht, dass denen das klar ist, ich glaube natürlich, dass viele Menschen die Hoffnung haben, das endlich mal was passiert, das sich endlich mal was ändert, dass endlich mal jemand auf die Straße geht, und diesem Bedürfnis wird ein Ventil verschafft, mit solchen aus meiner Sicht inszenierten Demonstrationen und diesem Bedürfnis werden neue Motive oder Implikationen aufgepfropft, da gibt es auf einmal eine europäische Identität, wir sind nicht patriotische Deutsche in diesem Fall, sondern patriotische Europäer, und plötzlich es gibt nicht einen bunten Flüchtlingshaufen, sondern den Islamismus, gegen den wir vorgehen sollen. Und das wird uns hier verkauft und da werden wir praktisch drunter versammelt unter diesem Label, man muss sich ja die Schlagzeile ansehen…und diese Schlagzeile, dieses Motto ist entscheidend, und damit marschieren diese Leute für Dinge mit, die so nicht richtig sind und die sie so auch nicht haben wollen.“ Jebsen: Das erinnert mich ganz stark an Edward Bernays und Propaganda, dass man über Bande eben Werbung macht für Dinge, die man so nicht aussprechen würde, weil da wären viele dagegen. Also, viele sind jetzt auf der Straße, die aber auch Probleme haben mit diesem starken Europa, aber sie merken es nicht, wer steht denn Ihrer Meinung nach hinter PEGIDA? Wisnewski:Ja, das ist ja das nächste Problem, wir haben nicht nur diesen Slogan mit diesen beiden Inhalten Europäisches Vaterland und gegen den Islam allein, sondern wir haben ja außerdem noch, wenn ich den Medienberichten trauen darf, einen kriminellen an der Spitze dieser Bewegung…das ist ne neue Qualität, früher ist man gesellschaftlich anerkannten hochstehenden in Anführungszeichen Personen  hinterhergelaufenbei solchen Bewegungen, wie beispielsweise Heinrich Böll oder Willy Brandt (?), und anderen und heute läuft also das Volk einem offen kriminellen hinterher…die Medien schreiben es überall, und das sollte man auch als gesellschaftliche Implikation nicht unterschätzen….


 Wisnewski erläutert nun, dass Kriminelle wie Bachmann, der Organisator von PEGIDA, sehr anfällig für Anwerbeversuche von Verfassungsschutz oder Geheimdiensten seien. Im nächsten Absatz rühmt sich Jebsen, KenFM habe Verbindungen von PEGIDA zur BILD nachgewiesen, was natürlich Blödsinn ist. Von der Tatsache, dass bei BILD auch antimuslimische Richtungen bei Autoren festzustellen sind, bis zu einem Nachweis, ist es ein weiter Weg, Jebsen möchte sich wohl wieder einmal als ‚investigativen Journalisten‘ präsentieren. Und dass ein Autor der BILD muslimfeindliche Texte verfasst, ist kein Geheimnis. Im Gegenteil, lösten doch seine Artikel schon mediale Diskussionen aus.


Jebsen: „Herr Wisnewski, KenFM konnte ja als erstes Presseerzeugnis eine Verbindung zwischen Lutz Bachmann und der Springerpresse nachweisen, denn Bachmann rühmt sich auf seiner Homepage damit, gute Kontakte zu Springer zu haben und so also auch besonders, ich zitiere jetzt mal ’schnell und flexibel auf teilweise ausgefallene Wünsche reagieren zu können‘, Ist PEGIDA ein Elitenprojekt? Wisnewski: „Ja, das sehe ich so, ich denke, wie ich schon sagte, man möchte hier den Volkszorn auffangen und in eine gewünschte Richtung lenken, man will ihm so ein bißchen einen Schubs Richtung Europa geben und einen anderen Schubs gegen den Islam, und will diese Kräfte damit erstmal lenken aber auch neutralisieren, in dem sie zum Ausdruck kommen dürfen endlich einmal auf der Straße… Jebsen: „Die Friedensbewegung wurde ja von der Presse in den letzten Wochen und Monaten sehr stark bekämpft, dann taucht PEGIDA auf und wird wohlwollend aufgenommen. Ich stelle mir die  Frage, womit das zu tun hat. also, die Friedensbewegung hat sich ganz klar gegen die NATO ausgeprochen und ein Herr Drewermann, der in -vor Schloß Bellevue- sprach, hat auch die Auflösung der NATO gefordert, bei PEGIDA sehen wir das alles noch nicht, aber glauben Sie, dass man dieser Bewegung unterschieben könnte, wenn man für sein Abendland kämpft, wenn man gegen die Islamisierung kämpft, kommt man nicht umhin, dass man die NATO auch weiterhin in den Gebieten arbeiten lässt, wo der Islam zu Hause ist? „ Wisnweski: „Ja, das glaube ich unbedingt, denn diese PEGIDA-Bewegung ist eben ein Teil dieses Kampfes der Kulturen, der schon vor zwanzig Jahren sozusagen programmiert und angekündigt wurde von Samuel  Huntington und SEINEM Establishement in den USA, die PEGIDA-Bewegung gehört in diesen Kampf der Kulturen hinein, sie ist sozusagen eine der Erfüllungen dieser Prohezeiungen, jetzt gibt es richtig Zoff auf unseren Straßen zwischen Europäern und Muslimen und es geht gegen die Muslime und die Muslime regen sich wiederüber die Europäer und den Westen auf, es geht hier um einen dialektischen Prozess der sozusagen angeschoben werden sollte, man will die beiden Seiten so aufheizen dass sich endlich gegeneinander losgehen, und allen Strategen des Kampfes der Kulturen wird diese PEGIDA-Bewegung sehr gut gefallen.“


Sehr lustig, was? Auf der einen Seite soll es sowas wie einen Kampf der Kulturen nicht geben, auf der anderen Seite betont Wisnewski im Lauf des Interviews schon einmal seine Hoffnung für den Kampf um ‚deutsche Identität‚, und dass PEGIDAS PRoblem sei, dass sich nicht gegen eine „bunte Flüchtlingswelle“ gestellt würde, auch ‚Volkszorn‘ wird betont. Nun also soll PEGIDA zur Erfüllung von Samuel Huntingtons Theorie werden, natürlich gesteuert und kontrolliert, am besten noch durch die NATO. Truther unter sich! Je paranoider die Frage, desto paranoider die Antwort. Aber so ist das eben: Beim zu schnellen Sprechen kommt hier wohl einer mit dem Denken nicht hinterher. Und bei dem Denken wurde schon lange falsch abgebogen. Im nächsten Absatz behauptet Wisnewski dann etwas sehr truthermäßiges, nämlich dass die richtigen Arten zu Denken und Analsyen anzustellen, unterdrückt würden.


Jebsen: Herr Wisnewski, final eine Frage, welche Chancen hat der Ottonormalbürger der immer noch ARD und ZDF guckt und die BILD-Zeitung liest oder die FAZ, welche Chancen hat so ein Bürger, dieses Spiel überhaupt zu enttarnen? Wisnewski: „Eigentlich überhaupt keine Chancen, weil die entscheidenenden Informationen werden dort vorenthalten und es werden auch die entscheidenden Möglichkeiten den Menschen vorenthalten, auf eine -wie sage ich das jetzt- auf eine gültige Weise zu denken und diese Informationen auf eine gültige Weise zu analysieren, dass auch wirklich etwas dabei herauskommt, denn diesen Meinungen geht es eigentlich nur darum, die Leute auch in diese Richtung zu  lenken, in die sie laufen sollen, nämlich mit voller Wucht gegen den Islam aufzutreten.“ Jebsen: „Gibt es Ihrer Meinung nach überhaupt noch so etwas wie eine linke oder rechte Presse, kann man das  überhaupt  so noch sagen? Wisnewski: „Das ist sehr schwierig, weil das eben imm erwieder wechselt von Fall zu Fall, von Thema zu Thema, die linke Presse kann auch äußerst rechte Positionen vertreten in Anführungszeichen und umgekehrt, das ist alles in Auflösung begriffen diese ganzen Strukturen und Grenzen zwischen den verschiedenen politischen Lagern, deswegen ist das also für mich nur noch sehr schwammig erfassbar. was eigentlich links und rechts sein soll.“ Jebsen: Her Wisnewski, ich bedanke mich ganz herzlich für dieses Gespräch und biete Ihnen hier nochmal die Möglichkeit auf Ihr aktuelles Buch hinzuweisen.“ Wisnewski: „Ach so, ja…“


Soso – gültige Arten zu denken und zu analysieren werden also unterdrückt. Welche Arten zu denken dies sein sollen, kann man sich, beschäftigt man sich kritisch mit diesen Personen, denken. An dieser Stelle ist das Interview vorbei – die Werbung, die Wisnewski bei KenFM für seine ‚Bücher‘ machen darf, schreit nicht nach Transkription, im Gegensatz zu den anderen Fragwürdigkeiten.

Für ergänzende Kommentare interessierter Leser wird gedankt.