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Compact bei den Neulandrebellen

Jörg Wellbrock – er ist Vertoner bei den Nachdenkseiten, wo Erwachsene Journalist spielen, und Autor bei den Neulandrebellen (der Spiegelfechter heißt jetzt Neulandrebellen), hat eine grottendämliche Apologie auf Xavier Naidoo geschrieben. Er lobt Naidoo für seine tollen Texte, diese seien nämlich widerständig und kritisch, und die seichte Musik findet Wellbrock super. Im Abgang setzt er die mehr als problematischen Zeilen, welche sogar bei youtube Sperrung finden, stolz unter den Text. Dies alles nicht, ohne als, sozusagen, Beweis seiner offenbaren Totalverblödung, noch einen Vergleich mit TonSteineScherben bringend, die ja im Jahr 2017 bestimmt auch der Kampfpresse zum Opfer fallen würden.

Sie würden wohl eher den antisemitisch-rassistischen Wichteln Paroli geben.

Man kann seinen Text aber auch komplett anders interpretieren und als einen kritischen Ansatz deuten, denn vieles von dem, was er singt, ist durchaus stimmig.

Wellbrock, der die unsäglichen Artikel der Nachdenkseiten vertont, ist mit seiner manichäischen Weltsicht eben ganz nah bei Jürgen Elsässer, nah beim greisen Vorgesetzten Albrecht Müller ist er sowieso. Und in einer Parallelwelt, in der die bösen Transatlantikerin rund um PizzaGate die Macht übernehmen und einzig der Bauernfreund von Tatjana Festerling mit seiner Forke helfen kann, neben dem fundamentalverstörten Idol Naidoo natürlich. Angekommen im Pegida-Basislager. Und so apostrophiert er denn auch , als er die Berichterstattung über Naidoo beschreiben will, das Wort Berichterstattung.

Und, hey, sind wir mal ehrlich: Marionetten lassen sich im ganzen Land finden, wir sind nun einmal gesteuert (ich hab‘ das böse Wort benutzt!) und werden geführt, ob von dunklen Mächten oder hellen Köpfen, sei mal dahingestellt.

Soso, alle seien wir also gesteuert, von dunklen oder hellen Mächten.; alles nur ohnmächtige Marionetten. Das Bild, welches er mit dem Tapezierpinsel malt, ist das einer guten oder bösen Mächten willfährig ausgelieferten Bevölkerung, die Basis so ziemlich jeder Verschwörungsideologie.Anonymous.ru gefällt das. Frodo Wellbrock wähnt sich, wie auch seine Querfrontkollegen, augenscheinlich
nicht nur auf einer hellen Seite, zusammen mit den anderen Hobbits der NDS etc. fühlt er sich im Kampf gegen Mordor und pädophile Pizzaconnections; als Strohmann beschreibt -und glaubt er- an einen Kampf um Gerechtigkeit, in dem es nur gut und böse gibt. Das Idol: Ein bißchen homophober Hobbit, ein wenig antisemitischer Jedi – zum Glück aber ein Rassist ohne Ansehen der Hautfarbe.

Dem angestaubten Spiegelfechter-/Neulandrebellenpublikum gefällts – und so wird in den Kommentaren mal wieder die protoantisemitische Denkweise ausgestellt,

Nichts neues in der Kloake…

Anmerkung: Der von Naidoo zur Kennzeichnung sämtlicher Politiker verwendete Begriff Volksverräter erlebte seine Prägung zu Anfang des 19. Jahrhunderts und die später massenhafte Verwendung im Nationalsozialismus. In der NS-Zeit würde am deutschen Volksgerichtshof falsches Recht gesprochen und der Begriff zur Stigmatisierung vom tatsächlichen oder nachgesagten Feinden des NS verwendet.

Es wird angerichtet: Hühnerbrust an Gewimmer von Migrationswaffen

Da ist diese Vulgärseite namens Nachdenkseiten. Sie wollen ‚links‘ sein. Sie boten und bieten so ziemlich jedem querfrontigen Ansatz eine Bühne – und von Lügenpresse wird allein aus Gründen vorgeblicher PC nicht gesprochen. Dort findet jemand freudige Erwähnung und wird publiziert, der munter gegen ‚Migrationswaffen‘ („Europa und Deutschland gegen „Migrationswaffe“ machtlos?„) hetzt oder mit solchen, die hobbymäßig gegen ‚Frühsexualisierung‘ wettern, das gleiche Mikrofon benutzt. Wie Superkremlin Willy Wimmer, der Pegida progressiv findet und ausgiebig seinem wahnhaften Antisemitismus frönt. Willy Wimmer darf bei den Nachdenkseiten auch Viktor Orban über den Klee loben. In Bautzen verteidigt er die armen Freitaler Nazis, die doch glatt vom bösen SEK überfallen wurden. Den ‚Linken‘ von den Nachdenkseiten und ihrem offenbar senilen Obervorsitzenden ist es schnuppe, ob, wo und wie Pegida-Willy spricht.

Dann gibt da diesen weinerlichen, unfreiwilligen Nazi-Hanswurst namens Hagen Grell aus der tiefbraunen, dunkeldeutschen Provinz, der wegen der Klicks von rassistischen Pegida-Affen als Neonaziyoutuber Bezeichnung finden  kann. Ein aluhuttragender, pseudopatriotischer ‚Männerrechtler‘, der seine offensichtlichen Komplexe abarbeitet. Er ist vielleicht dem einen oder anderen bekannt, weil von ihm (unter anderem) das lustige Video existiert, in welchem er ‚deutsche Männer‘ dazu aufruft, ‚ihre‘ Frauen zu verteidigen – das ganze im Feinripp-Unterhemd vor einem Alibert gefilmt.

Und dann – dann steht da dieser Auftritt an, bei dem der Feinripp-Hanswurst und Willy Wimmer zusammen aufreten. Selbstverständlich werden die Hoschis von den Nachdenkseiten in Zukunft weiterhin was von McCarthy und Zensur blubbern – und sich ansonsten über die Reichweite der NDS hinein ins rechtsextreme Milieu freuen. Vielleicht macht Hagen Grell mit seinen Kameraden ja auch bei Stopp Ramstein mit (über Nazis hat man sich dort stets gefreut) – vielleicht findet der Nachdenkseitenmitarbeiter  Jörg Wellbrock aber auch zusätzliches Einkommen durch das Vertonen patriotischer Hörbucheditionen? Seien wir gespannt – bei den Nachdenkseiten weiß man dann, wie immer, von nichts.

Wimmer Grell.png

Gewohntes von Evelyn Hecht-Galinski

Evelyn Hecht-Galinski kommt heute auf ihrem Blog (Sicht-vom-Hochblauen.de) einem für sie ‚leidigen‚ Thema nach, sie beschäftigt sich (wie immer) damit, warum sie -und ihre Pro-Palästina-Hood – kategorisiert werden, wie sie es in ihrer Ausdrucksstärke und ihrem ‚Wirken‘ kategorisch nahelegen.

Das Pamphlet erscheint ebenfalls bei der (wie sollte es anders sein) schon längere Zeit antisemitisch auffälligen und sich im Nachglühen von Karl Marx sonnen wollenden „Neuen Rheinischen Zeitung“ (NRhZ), die (wie sollte es anders sein) auch beim Blog Spiegelfechter, der im Friedenswinter mitgefroren hat, in der Blogroll steht. Evelyn Hecht-Galinski kasperte bei den Wahnmachern am Rednerpult mit – Ken Jebsen, bei dem der Text auch als Gastbeitrag erscheint, ist ihr Dauerinterviewpartner. Auch er punktet bei der Wahnmacherszene mit markigen Sprüchen gegen Israel und versucht, Antisemitismus zu relativieren – Antisemitismen blitzen bei ihm immer wieder durch.

Auf der Suche nach dem Antisemitismus“ ist der pathetisch und widerwärtig leugnerisch klingende Titel – unter dem es, so will es zumindest Hecht-Galinski, ans Eingemachte geht. In Wirklichkeit offenbart sie hiermit nur eine unappetitliche Schau.

Medienpropaganda“ (wie gut, dass es keine ‚Ikeamöbel-, oder Stöckelschuhpropaganda ist) treibe sie zum Schreiben, sie könne dem „leidigen Thema„, natürlich „dem fiktiven“ (denn Antisemitismus gäbe es ja nicht, nur ‚üble Pro-Israelpropaganda‘) „nicht entfliehen„, zimmert sie zusammen.

Einzig die „Antiputin-“ und „Antirussland“ – Wellen seien größer gewesen (sind Wellen nicht eigentlich höher) als die (jüdische?) „Propagandawelle“, über die sie sich so sehr aufregt, dass der Satzbau (nicht zu sprechen von der Syntax) auch mal verloren geht.

Über die Vorgaben für Mitarbeiter des diplomatischen Dienstes des Auswärtigen Amts bezüglich Aussagen über die Ukrainepolitik echauffiert sie sich. Hier vermutet sie -es ist grotesk- dass „da wohl die ‚jüdischen (!) Hasbara‘ Freunde geholfen haben„.

Es ist nicht wundernswert, wie viele dieser Pro-Palästina-Schreihälse auch für Putin das Maul aufreißen. Ebenso wenig verwundern kann hier noch die paranoide „Hasbara“-Hysterie, hat Evelyn Hecht-Galinski doch bisher schon viele antisemitische Spitzen hingelegt.

Die -in Europa nicht undiskutiert gebliebenen- Aufforderungen des israelischen Staatspräsidenten an jüdische Europäer, wegen blutrünstiger werdender antisemitischer Übergriffe, nach Israel auszuwandern, pervertiert sie mit der Bemerkung Netanjahu wolle „heim ins ‚jüdische Reich’…locken„.

Hecht-Galinski spart in diesem Ergebnis eines Anfalls von Logorrhoe wie immer nicht mit Ausrufezeichen – fast alles ist wichtig, alles wird förmlich geschrieen.

Ein Meister sei er, der „jüdische Staat“, mit der „Ablenkungstaktik„, im „ablenken von“ Affären; Israel ist bei ihr tatsächlich der Jude unter den Staaten, der von Hecht-Galinski immer wieder mit menschlichen Fähigkeiten ausgestattet erscheint als kinderfressender Moloch, der das „Konzentrationslager Gaza“ anlegt – und so manch andere Schweinerei, weil er nicht anders will, veranstaltet.

Hecht-Galinski liefert also wieder Spitzenanschauungsmaterial ab, eine hervorragende antisemitische Präsentation. Ihr Vater, ein Überlebender nicht nur eines grausamen Anschlags, windet sich gewiß in seinem Grab, dass sie, die Alibijüdin deutscher Antisemiten, einmal im Jahr mit Blumen palästinensischer Couleur und einem Besuch von Ken Jebsen vergewaltigt.

Israel sei (ebenfalls, wohl Mehrfachausbildung) ein Meister „juristischer Kriegsführung„, der „nicht-staatliche Akteure immer [!] als Terroristen“ ‚brandmarken‘ würde. Neben der „Judaisierung Jerusalems“ und dem phantasierten Krieg gegen Palästinenser, den Israel ja aus dieser verschrobenen (aber leider verbreiteten) Sichtweise führe, würde so abgelenkt von „Verbrechen“ um den „Zionismus und seine wirklichen Bestrebungen (welche Bestrebungen -Weltherrschaft oder Ganja für alle?) zu „verschleiern“.

Damit ist das Ziel der Ablenkungspropaganda erreicht, alle Welt beschäftigt sich nur noch mit dem Antisemitismus und der Gefahr, der jüdische Bürger in der Welt ausgesetzt sind!

Hecht-Galinski spricht beständig,
nicht nur in diesem Text, nicht von „angeblichen Verbrechen“ des israelischen Staates, sondern eines apostrophierten jüdischen Staates. Und so sind es auch keine ‚Demonstrationen gegen israelische Kriegsverbrechen‚, von denen sie schreibt – sondern „Demonstrationen gegen jüdische Kriegsverbrechen„.

Es ist selbstverständlich auch der von ihr verhasste Staat Israel, der aus ihrer verschrumpelten Sichtweise heraus „jüdische Bürger zu Hassobjekten werden“ lässt – wenn er nicht gerade damit beschäftigt ist, „hauptsächlich arabischstämmige Juden, religiös und zionistisch geprägt“ als „Propagandaeinwanderer“ in „illegalen Siedlungen“ einzuquartieren.

Macht er, der wohl pöhseste Staat dies nicht immer? Nein – in diesem Fall spricht Hecht-Galinski von „jüdischen Israelis„, die in Berlin „einquartiert“ würden. Also, liebe Kreuzberger, passt gut auf illegale Siedlungen auf.

Palästinenser, die letzten Opfer des Holocaust, werden 67 Jahre nach der Staatsgründung Israels immer noch als Nebensache der deutschen Außenpolitik gesehen.

Hecht-Galinski negiert Antisemitismus in Deutschland, einzig „jüdisch-amerikanische“ Organisationen, massenhaft in Berlin residierend, würden ihn riechen. Den „berüchtigten“ Botschafter Israels habe sie sich aufgrund seines Ausdrucks ‚Welle des Antisemitismus‘ „schon einmal gesondert vorgenommen„, wogt Hecht-Galinski empört weiter (und gibt hiermit einen guten Eindruck ihrer Ideenlosigkeit – und wie es zu ihrer dramatischen Artikelüberschrift kam). Dem Botschafter liege daran, „Antisemitismus hoch zuspielen“, da nur wenige jüdische Deutsche nach Israel wollten. Dass es niemals seit der NS-Zeit so viele Juden waren, die Europa aus Sorge verlassen, verschweigt sie; Antisemitismus würde „hervorgehoben, ohne real existent zu sein. Tatsächlich aber ist die Bedrohungslage auch in der BRD groß.

Nicht die Muslime importieren den Antisemitismus nach Deutschland, wie Jens Spahn, einer der besonders eifrigen “Israel-Versteher” der CDU meint, sondern es ist der ungelöste Palästina Konflikt, der Grund allen Übels.

Der von Hecht-Galinski als Ursache für europäischen Antisemitismus genannte Grund sei also einzig und allein der Gaza-Konflikt. Immerhin – sie drückt in ihren Windungen hiermit auch aus, dass Antisemitismus bei durch den Gaza-Konflikt ‚berührten‘ existiert. Ob sie das wollte? Wohl eher nicht. Also gut: Europäischer Antisemitismus: Nein, Israelbezogener Antisemitismus: Ja. Man wird sie wohl hieran erinnern müssen

Auch über den ‚Friedensring‚ von Oslo empört sie sich – wann hätten denn „jüdische Bürger“ ihre Solidarität mit „von Soldaten ermordeten Palästinensern“ gezeigt, sie klagt über die ‚besondere Hervorhebung‘ jüdischer Opfer von Terroranschlägen.

Alles in allem separatistische Antisemitismen satt, die Hecht-Galinski darbietet.

Hecht-Galinskk wirft deutschen und europäischen Politikern, vor allem aber Merkel, immer wieder vor, Palästina zu vernachlässigen – deswegen ruft sie zu „Wahlenthaltung“ auf: Gegen „Anti-Russland-Gesetze“ und ‚aufgezwungene‘ „Palästinapolitik„.

Zur Wahlenthaltung rufen ja auch die anderen Pro-Putinkasper auf, z.B. Hecht-Galinskis Dauer – Interviewpartner, Ken Jebsen.

In einer weiteren widerlichen Wendung gegen Schluss des Machwerks schließt Hecht-Galinski, aus „gemeinsame(r) Verantwortung aus unserer Geschichte heraus, gegen dieses himmelschreiende Unrecht zu protestieren und unsere Solidarität mit den Besetzten und Verfolgten in Palästina zu beweisen.

Abgesehen von den am laufenden Band abgesonderten Antisemitismen sind es gerade sprachlichen Grobheieb, wegen denen man Hecht-Galinski antisemitische Aggression nachsagen kann. Hecht-Galinski sollte zum Examinationssubjekt sich freiwillig erklären, zum Wohle der Wissenschaft – so weltfremd und leugnerisch sind ihre Behauptungen, so absurd ihre Wendungen und Schlussfolgerungen.

Ken Jebsens Leichenfledderei (Teil 2)

charlie

Der große Wegrelativierer möchte auch auf den Rücken der Toten aus Paris die Antisemitismusvorwürfe gegenüber ihm entkräften – Ken Jebsen twitterte heute einen CharlieHebdoStripe, der sich mit Kritik von Muslimen und Juden beschäftigt. Unter ‚Satire darf alles – wirklich, Charlie Hebdo?‘ baut Jebsen einen impliziten Vergleich mit seiner Causa (also berechtigte Vorwürfe wegen antisemitischer Texte) auf, der Anständigen die Kotze in den Mund treiben muss.

Anschließend twitterte er diesen verschwörungstheoretischen Blödsinn: So..die MUTMAßLICHEN #CharlieHebdo-Attentäter wurden soeben erschossen. Damit können sie nicht mehr befragt werden. Wie praktisch.

Hiermit schafft er erneut eine Analogie zu 911, die er schon in einem –ebenfalls auf den Nachdenkseiten um Albrecht Müller verlinktemText und Video aufstellte. Ken Jebsen trampelt hierdurch offensichtlich auf dem Rücken jedes Toten herum. In gewisser Weise inszeniert er sich hier als Opfer, wie so oft. Er muss es furchtbar nötig haben, so reflexhaft zu handeln, sich mal wieder als ein Opfer zu präsenttieren. Ebenso wie Albrecht Müller und seine Nachdenkseiten-Cheerleader um Jens Berger, wo einmal wieder Jebsens Ergüsse weiterverbreitet, an eine ressentimentgeladene ‚Gegenöffentlichkeit‘ weitergereicht werden – soviel zu Profiteuren des Terrors, es gibt sie wirklich. Apropos, es gibt nun auch eine Spiegelfechter- und Nachdenkseiten-Watchsite. Nötig ist es!

Nachtrag: Auch wenn ‚Leichenfledderei‘ hart klingt, so ist dies ein emotionaler Ausdruck, der diesem unmoralischen und widerwärtigen Verhalten im übertragenen Sinne wohl am nächsten kommt. Wer eine so furchtbare Tragödie für seine egomanischen Spinnereien benutzt, hat bestimmt gehörig einen an der Waffel.

Von der ‚Gleichschaltung‘ und dem ‚Totschlagargument‘

In diesem längeren Text soll aus gegebenem Anlass nochmals auf die schon länger laufenden thematischen Verquickungen und die gefährlich geistige Nähe von den Nachdenkseiten und Kanälen wie KenFM von Ken Jebsen hingewiesen werden.

Albrecht Müller ist offensichtlich der Meinung, dass Personen wie Jürgen Elsässer, Ken Jebsen oder Lars Mährholz keine(!) Antisemiten seien. Zu einem Gastbeitrag von Konstantin Wecker, der am 24. April 2014 bei den Nachdenkseiten erschien, fügte Müller einen kleinen Beisatz an, ganz am Ende des Textes: „Anzumerken bleibt, dass ich die Rolle von Jutta Ditfurth etwas kritischer sehe. Sie unterstellt manchen zu Recht und manchen zu Unrecht Antisemitismus, ohne Belege zu nennen, wie zum Beispiel hier“. Und unter Müllers „hier“ ist das 3SAT-Interview verlinkt, welches mit Jutta Ditfurth geführt wurde. Drei Namen nennt sie dort: Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und Lars Mährholz. Allen diesen Personen ist Antisemitismus in Wort und Schrift nachweisbar. Auch wenn es bei einem von Ihnen laut einer Münchner Richerin nicht für das Prädikat ‚glühend‘ reichen soll, ist auf Erkenntnisse der Antisemitismusforschung bezogen, die Sache eindeutig. Aus diesem Grund allein löschte wohl Jebsen, der nun ebenso wie Elsässer verschiedene Menschen vor den Kadi ziehen will, sein offen antisemitisches Video „Zionistischer Rassismus“. Vielleicht eine Grundbedingung dafür, dass der Friedenswinter von Personen wie Sahra Wagenknecht aus der Parteikasse bezahlt wurde? Aber Herr Jebsen ist offensichtlich nicht in der Lage, den Begriff Antisemitismus in seinen verschiedenen Ausprägungen und der Bedeutung zu erfassen: Fast in jedem seiner allein dieses Jahr erschienenen Videos, in welchen er vor allem seiner Profilneurose freien Lauf zu lassen scheint, bringt Jebsen verschiedene Antisemitismen an. Sekundärer, israelbezogener, separatistischer: Überall ist etwas dabei. Daher ist der Einsatz von Müller für Jebsen bemerkenswert. Dass Müller in den hier genannten Texten keine wirklichen Zweifel daran lässt, dass er Antisemitismus einzig als Angriff und Totschlagargument begreift, anstatt sich über die Ursache dieser Etikettierung und womöglich eigene Unzulänglichkeiten des Denkens Gedanken zu machen, ist offenbar. Für Müller scheint alles Teil einer großen Verschwörung zu sein, die ihre Ursprünge, wie sollte es anders sein, in US-Amerika hat. Müller führt nicht weiter aus, wem Jutta Ditfurthzu Recht“ und zu „Unrecht“ Antisemitismus vorwarf. Da er aber nun inzwischen mit Jebsen an einem Tisch sitzt, sich über zwei Stunden interviewen ließ und die Montagsdemos/Friedenswinter schön schreibt und bewirbt -wie auch sein Mitarbeiter Jens Berger bei den Nachdenkseiten und dem Spiegelfechter, kann man sich wohl denken, wen Albrecht Müller als zu Unrecht Beschuldigten meint.

Auch Müllers Mitarbeiter Jens Berger scheint eine angeblich gewünschte Distanz zu Jebsen nur dem Schein nach aufrechterhalten zu wollen, verlinkte er doch schon öfters in diesem Jahr, auch nachdem sein Kompagnon Jörg Wellbrock zum Start der Montagsdemos zunächst einen kritischen Artikel verfaßte, zu dem Youtube-Kanal ‚KenFM‚ von Ken Jebsen. Es ist bemerkenswert – da streitet Müller nicht nur Antisemitismusvorwürfe gegenüber Jebsen, sondern zum Beispiel auch zu Werner Rügemer stets ab mit der Begründung, es seien Mechanismen der ‚Gleichschaltung‘. Natürlich eine von außen gesteuerte Gleichschaltung, die durch US-Amerika erfolgen soll, und Angriffe, die der Mundtotmachung dienen sollen. Mit dem Video von Ken Jebsen „Zionistischer Rassismus“, das bis zu dessen Löschen der ‚Dauerkracher“ bei KenFM war, hat sich niemand der ‚Analysten‘ von Spiegelfechter und Nachdenkseiten bisher beschäftigt. Berger thematisierte dies in seinen Verlinkungen zu Jebsen nie. Dafür ist man stets bemüht, das Problem des erstarkenden Antisemitismus kleinzureden, es als Abwehrmaßnahme des bösen Systems zu bezeichnen.

Angesichts des Laissez-faire-Verhaltens gegenüber solcher Figuren wie Jebsen, die keine Berührungspunkte zu antimuslimischen und antisemitsch auffälligen Hardcore-VT’lern wie Udo Ulfkotte haben, wirkt es auch nicht verwunderlich, dass sich Albrecht Müller mit Artikeln wie „Einige interessante Dokumente zum Kolonie-Status Europas“ beständig hervortut und deutlich als  Antiamerikanist auftritt. Obwohl all dies in den letzten Jahren unter Einbezug einer nicht kleinen ‚Gegenöffentlichkeit‘ geschah, welche Müller mit seinen medialen Erzeugnissen zusammenführen und stärken möchte, fielen diese antiamerikanischen und den Antisemitismus kleinredenden, müllerschen Eskapaden leider nur wenigen Menschen auf. Dies führte dazu, dass Albrecht Müllers Nachdenkseiten sich als musterlinke Aufklärungsseite verkaufen möchte, die mit diesem Status auch die Querfrontveranstaltungen rund um Montagswahnmacher und Friedenswinterfrierer, vor allem aber deren Hauptinterpreten wie Jebsen, Shahyar, Elsässer, und wie sie alle heißen mögen, gesellschaftlich ‚legalisieren‘ möchte. Gerade bei älterem ‚alternativen‘ Publikum sind die Nachdenkseiten bekannt. Für diejenigen Denkbefreiten, die hinter angeblichen linken Gallionsfiguren, Helden und Führern wie Dehm, Hunko, Wagenknecht und Gehrcke herlaufen möchten, hört sich dies bestimmt auch toll an: Wenn die Linke dabei ist, kann da ja nichts antisemitisches oder nationalistisches und verstörendes dahinterstecken, sonst hätte ja die NPD mobilisiert und nicht die Linke, so redet man dort. Und so verwundert es nicht, dass diejenigen, welche sich noch zu Anfang des Jahres als „nicht links, nicht rechts, sondern vorne“ verkaufen wollten, nun auf einmal ihre linken Wurzen finden, sich als Hippies bezeichnen und auf die Antifa und ‚die Antideutschen‘ schimpfen, weil diese ja gar nicht begriffen hätten, was es bedeute, links zu sein. Die Leute um Wagenknecht, Gehrcke, Hunko, Dehm -und wie die anderen geistigen Leichtgewichte heißen mögen-, die solcherart Hardcore-Antisemiten salonfähig machen, und hierbei selbst als solche schon länger als in dieser Beziehung ’schwierig‘ oder als ‚Antizionisten‘ gelten, verstehen die Problematik ihres Handelns ganz offensichtlich nicht.  Dieser Satz, den Gehrcke schrieb, muss sich für wirklich gegen Antisemitismus einsetzende Menschen, die auch geistig fassen können, was es mit Antisemitismus auf sich hat und diesen erkennen, wie Hohn anhören:

„Unsere Demonstration ist anti-faschistisch; ohne Wenn und Aber. Wir stehen in der Tradition des Schwurs von Buchenwald: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg. Wir lehnen jede Form des Rechtsradikalismus ab, wir arbeiten mit Rechtsradikalen nicht zusammen(…)wir leisten Widerstand! Lasst es mich noch einmal ganz deutlich sagen: Wir sagen Nein zu Antisemitismus, neuen Rechten, Reichsbürgern, Rassismus, Nationalismus und Faschismus(…)diesem Credo, vorgetragen auf der Berliner Demonstration am 13. Dezember, bin ich verpflichtet, diesem Credo ist Diether Dehm verpflichtet, Reiner Braun ebenso und auch Ken Jebsen und Lars Mährholz haben diesem Text zugestimmt “.

So sieht also das ’nein‘ zu Antisemitismus aus: Man läßt sich von deutschlandweit bekannten, antisemitisch ruchbaren ‚Persönlichkeiten‘ interviewen und nutzt ihre Onlinepräsenz für das Zelebrieren des eigenen fehlverstandenen Dissidententums. Andere Aufrufende, wie Albrecht Müller, ein Gründer und Betreiber der Nachdenkseiten, bezeichnen berechtigte Antisemitismusvorwürfe gegen Einzelpersonen schon seit Jahren als Gleichschaltung‘, und gehen mit dem Wortgebrauch auch nicht sparsam um, die Suchfunktion bei den Nachdenkseiten ergibt einhundertdreißig(!) Treffer für Gleichschaltung; während seine Mitarbeiter in den Videohinweisen der Nachdenkseiten Links zu Kanälen von antisemitisch Auffälligen setzen. So läßt sich an der ‚politischen Intelligenz‚ dieser Personen aus meiner Sicht gehörig zweifeln, vor allem an ihrer Beurteilungsfähigkeit für Dinge wie Antisemitismus, von der sie selbst keine Ahnung zu haben scheinen, außer eben, das sie keine Antisemiten sein möchten und die nicht verstandenen Kategorisierungen ablehnen. Die heutige Verlinkung von Jens Berger zu Dieter Dehms Stellungnahme macht das deutlich. Für Dieter Dehm fängt Antisemitismus wohl erst bei dem Geruch nach Menschenfleisch an, er sagt „Antisemitismus ist dem Massenmord vorbehalten und muß dem Massenmord vorbehalten bleiben. Wer nach einem Jahr der youtube-Berieselung durch Ken Jebsen noch nicht die Problematik seiner Aussagen verstanden hat, und sogar ihm Interviews gibt oder Demoaufrufe über seinen Kanal produzieren lässt, der hat den Schuss nicht gehört und ist wohl taub ‚auf diesem Ohr‘.

Ken Jebsen, der diesem Beschluss zugestimmt haben soll, handelt entsprechend: Er verleugnet, seine Aussagen je getätigt zu haben, die aber in Form seines viralen und erst kürzlich von seinem Kanal gelöschten Videos wie in Stein gemeißelt sind. Er will von so etwas nie gewusst haben und stellt sich blöd.

Gehrcke sollte, wie die anderen ‚Friedenswinterdissidenten‘, sein Parteibuch abgeben und die ‚rostbraune Partei‘ Deutschlands gründen, die ein echter Wahlerfolg werden könnte. All diese, die nun in einen Jesuskomplex verfallen und eine Opferhaltung an den Tag legen, wie Antisemiten es gerne tun, sollten ihr eigenes Ding aufmachen. Sie könnte sich auch die ‚Opferpartei Deutschlands‘ nennen. Ihre angebeteten Führer wie z.B. Jebsen und Shahyar könnten in dieser dann die Stellung einnehmen, die ihnen laut derer Aussage wohl von der bösen Gesellschaft, die unter der medialen Gleichschaltung leide, schon lange verwehrt würde. Es ist ein Drama, dass diese ‚problematischen’Personen, von denen sich einige schon in den Debatten um die ‚Toilettenaffäre‚ so unrühmlich hervorbrachten und durch den angekündigten Boykott frisch gefällter Beschlüsse auffielen, nun weiterhin die Partei zugrunde richten. Und weiterhin, so wie schon die ganze letzte Zeit, auch die neuesten Beschlüsse zu der Thematik als nichtig für sie erachten.

Herr Karl kommentierte eine heute von Jens Berger, der auch den problematischen Spiegelfechter betreibt, vorgenommene Verlinkung und Veröffentlichung eines dehmlichen Statements bei den Nachdenkseiten folgendermaßen: ‚Und wenn man denkt, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann: Die NachDenkSeiten veröffentlichen allen Ernstes Diether Dehms bescheuerten Text „Vorsicht Faschist!“. Diesmal ohne Anmerkungen‘.

Für Albrecht Müller und rund um die NDS schien die medial-politischeThematisierung von Antisemitismus schon immer eine Bedrohung darzustellen, nicht die Existenz desselben. „Der Antisemitismus wird zur gesellschaftspolitischen Gleichschaltung benutzt“ – dies fantasierte Müller schon im Jahr 2011, die Kritik an Augstein für dessen Verteidigung von Günther Grass, und dem Umgang mit der Thematik an sich, wurde von ihm als ‚Hatz‘ beschrieben. „Kritik an Israels Regierung = Antisemitismus“, dies schmierte Müller in seine Website wie an eine Toilettenwand. Es ist überhaupt bemerkbar – Müller verwendet gern diesen Telegraphenstil, in dem er seine Schlussfolgerungen auf das wesentliche verkürzt präsentiert, so als seien es naturwissenschaftliche Merksätze.

Die Interpretationen, welche die genannten und ungenannten Abweichler, Antiamerikaner, ‚Antizionisten‘ und Antisemiten gegenüber Ihren Kritikern in Medien, Politik und Gesellschaft anbringen, sind indes leicht erklärbar. Um es kurz zu fassen – die Kritik sprengt offenbar den Rahmen ihres Verständnisses, die einen wirken intellektuell traurigerweise nicht hierzu in der Lage, die anderen haben offensichtlich einen ideologisch versperrten Deutungsrahmen. Allen gemein ist, dass sie aufgrund dessen ihre Kritiker einzig einer fremden Macht zuordnen können. Das, was sie nicht verstehen können, ordnen sie demnach einer Verbiegung der ihnen anders geläufigen Begriffe zu. Ihr Opfergestus ist zu einem Ritus verkommen, einer gesellschaftlichen Angelegenheit für alle sich als Opfer und Verfolgte fühlenden. Ein Opferritus wird zelebriert.

Zum einen spielen hierbei die Antiamerikanismen ein, welche man als deutscher wohl leider ‚mit der Muttermilch‘ einsaugt (vom verrufenen RockandRoll und Bubblegum, über die die Kinder und Jugendlichen bedrohenden Comics bis zu den so gewerteten Unkulturen unserer Tage. Die Entstehung all dieser Dinge wurde allzu gern den ‚doofen Amis‘, oder dem dekadenten Westen, angelastet), der durch psychologische Mechanismen erklärbare sekundäre und israelbezogene Antisemitismus nun ebenso. Die Kritik an diesen ‚Sichtweisen‘ und Erklärungsmodellen wird von den Kritisierten offenbar nicht verstanden, und so wird sie umgedeutet in feindliche Angriffe auf die „vernünftige“ Erklärung des Zustands der Welt. Sie fühlen sich angegriffen, mundtot gemacht – und fürchten die Isolation als Spinner.

Wobei zwischen denen, die sich anschließen – und denen, die diese Veranstaltungen losbrachen und hypten, ein Unterschied besteht. Die einen fühlen sich als ‚linke‘, die anderen verkündeten aus Werbezwecken, sie wollten eben dieses nicht sein. Als dann die sich als links Empfindenden sich nur unter der Prämisse dem Ringelpiez mit Anfassen anschließen wollten, wenn sich zu ‚Antifaschismus‘ bekannt würde, wurden eigene ‚Modelle von Antifaschismus‘ ersonnen. Es gab wohl einige hohle Lippenbekenntisse – und für die Antizionsiten der Linkspartei scheint der Käse gegessen.

“Vieles spricht dafür, dass der Antisemitismus-Vorwurf – neben anderem – dazu benutzt wird, jegliche politische Alternative zur herrschenden Ideologie und Politik auszuschalten.“ Diesen Satz warf Albrecht Müller schon im Jahr 2011 der damaligen Vizevorsitzenden der Linkspartei, Halina Wawzyniak , vor. Halina Wawzyniak kritisierte schon damals zuvor den Text von Müller. Und am 10. November erschien auf den Nachdenkseiten ein Beitrag für den Albrecht Müller verantwortlich zeichnet. Er trägt den Titel: ‚Besorgte Reflexion über die Grenzen dessen, was Bürger noch öffentlich mitteilen dürfen‚. In diesem geht es um die Erfahrungen einer Leserin mit der ‚Zensur‘ in den Foren von SPON, FAZ und ‚ähnlichen Medien‘, angesichts der Tatsache, dass Meinungen zur MH17 und anderen Dingen bezüglich Themen, die Russland betreffen, zensiert würden. Angemerkt werden muß, dass Albrecht Müller Monate zuvor seine Leserschaft zu einem Shitstorm auf die ‚Mainstreammedien‚ (MSM) aufforderte, der merklich wurde. Hierzu riefen nicht nur die NDS auf, sondern auch die Montagswahnmacher und Nazi-Anonymous von Mario Rönsch.Garniert werden diese Unterstellungen mit der Frage, ob, wenn „solche Lapsen, Dramatisierungen, Dämonisierungen & manichäisch strukturierten Beschuldigungen..in deutschen Medien hinsichtlich der israelischen Regierung und Bevölkerung laufen“ würden – ob dann nicht „auf ein entsprechendes internationales Echo hin die Staatsanwaltschaft aktiv“ würde und auf den „Straftatbestand der Volksverhetzung wegen Antisemitismus“ ermitteln würde. Es gibt sie immer wieder, unangemessene Vergleiche, Opferstilisierung und -Rhetorik und ‚verschwörungstheoretische‘ Unterstellungen. Mit Antisemitismus möchte man sich nicht beschäftigen, es sei denn, man kann ungebührliche Vergleiche absetzen.

Nun stehen die Nachdenkseiten in Bezug auf Seriösität auf einer Stufe mit ‚Propagandaschau‘, ‚Weltnetz“ – hinter dem Portal ‚Weltnetz‚ stehen wahrscheinlich, Verlinkungen und Themata lassen hierauf schließen, maßgeblich die gleichen bis ‚ähnlichen‘ Verantwortlichen wie hinter den Nachdenkseiten-, KenFM und vielen anderen. Und sogar mit Reichsbürgern hat Albrecht Müller die geäußerte Phrase gemein, dass Deutschland nicht souverän sei, welche aber auch zu gut in die Thematik von ‚Gleichschaltung‘ und ‚mundtotmachen‘ passt. KenFM übernimmt inzwischen auch ‚Gastbeiträge‘ seiner Verteidiger und Fürsprecher mit ins Programm auf, so dass Albrecht Müllers neuerlicher Auswurf über die ‚Geichschaltung‘ -und im vorhinein durch SIE manipulierte Berichte- über einem Beitrag der Frau erscheint, die Henryk M. Broder gerichtsfest als Antisemitin bezeichnen darf.

Ach ja, und bei rtdeutsch, dem Haus- und Hofkanal der VT’ler, Wahnmacher und vereinigten Aluhüte, wurde diese Woche Eva Hermann interviewt. Thema: Rufmord. Widerlich!

‚Judaeofaschisten‘, ‚Hochfinanz‘ und ‚Palisäuglingskiller‘ – ein bunter Strauß voller Antisemitismen

Den wenigen Beispielen, welche ich hier zu Dokumentationsgründen aufführe, möchte ich einen informativen Text über Antisemitismus voranstellen, zusätzlich dieses Audiofile.

Beim Spiegelfechter wird sich wieder sehr gepflegt unterhalten. Juden und ihre vermeintlichen Verbündeten, welche die Welt dominierten, sind dort oft Thema. Beliebtes Informationsmedium der Stammtischforisten beim Spiegelfechter : Propagandasschau. Sehr bezeichnend für die Linkspartei, wenn hier zitierter tatsächlich dort Mitglied ist. Wird schon so sein. Die folgenden kurzen Beispiele wären alle gut geeignet als exemplarische Beispiele zu einer Einführungsveranstaltung zu dem Thema Antisemitismus. Der Spiegelfechter ist eine wahre Fundgrube solcher Beispiele. Leider.

Schon vor längerer Zeit, bei der ersten ‚Erfahrung‘ nach einem hinterlassenen Kommentar dort, war so etwas möglich:„Wissen Sie, Ihr Problem besteht doch lediglich darin, dass Sie als angehöriger der jüdischen Religionsgemeinschaft, ihre angeblich vitalen Interessen bedroht sehen, sollte sich Deutschland aus dem Klammergriff der USA befreien. Aber auch Sie werden lernen müssen, dass die Interessen der deutschen Bevölkerung, hier also der Schutz der eigenen Sphäre, nicht mehr immer automatisch deckungsgleich mit den Interessen des Staates Israel sein müssen. Also ich kann Ihnen nur raten, anstatt sich geopolitisch geängstigt zu sehen, in Israel auf eine vernünftige Friedenspolitik hinzuwirken, denn dann müssen Sie auf Dauer nicht weiter Ihre Zwangsneurose bedienen, die da wäre, dass Europa “vom rechten Glauben” abfallen könnte.“ Dieser Thread hat es besonders in sich.

Religionsgemeinschaft

An anderer Stelle wird fabuliert, dass Kritiker dieses antisemitischen und antiamerikanischen Kurses ‚Pali-Säuglinge‘ töten möchten,

palisaugling

DieHochfinanz‘ ist natürlich immer dabei, bei den Antisemiten beim Spiegelfechter. Und wenn es keine Antisemiten sein wollen, so purzeln dennoch diese Unsagbarkeiten beständig aus ihrem Mund, dass es krankhaft ist. ‚Chronischer Antisemitismus‘? Oder eine simple Logorrhoe?

Hochfinanz

Dass die Betreiber des Spiegelfechters einzelnen Foristen, welche auf diese traurigen Asuwüchse dort hinwiesen, von ihrem Blog verbannten ist das eine, dass diese Kommentare auch auf Hinweis unkommentiert dort stehen gelassen werden, das andere. Dass sie aber auch auf Nachfrage sich nicht zu diesem Thema äußern, hierfür aber die ehemaligen Foristen, welche dieses Thema auf dem eigenen Blog kritisieren und diskutiereten, an einen Onlinepranger stellten, dieses sollte jedem nach den gegebenen Beispielen mehr als seltsam vorkommen. Dass die solcherart geprangerten nun Drohbriefe und Hassmails empfangen, war zu erwarten. Für weitere Beispiele zum Thema Antisemitismus und Den Spiegelfechterblog empfehle ich den Blog von Herr Karl, und das Stöbern hier.

Von fehlendem Beurteilungsvermögen und dem Plastikwort ‚links‘ – ‚Elsässern‘ ist nicht

Über das Beurteilungsvermögen der sich dem Friedenswinter anschließenden Persönlichkeiten und deren Apologeten lässt sich -aus meiner Sicht- nicht mehr streiten. Da ist wohl einiges im Argen. Nun sprechen es viele an, unter anderem Frank Happel sagt es direkt zu Berger, worauf mich Herr Karl dankenswerterweise hinwies. Dieser Dialog ist wirklich lustig anzuschauen, wie man dort ja auch sehen kann. Auch Klaus Jarchow lacht hierüber. Die Kritik von Happel teile ich, das möchte ich etwas näher ausführen:

Happel weist auf die Querfrontkompatibilität Müllers hin, und auf den Umstand, dass ihm seine Mitarbeiter, wie ja hier schon einmal bezüglich JB und JW thematisiert, offensichtlich kritiklos folgen. JW beteiligt sich übrigens mit Dirk Müller, der ganz bestimmt nicht ‚links‘ einzuordnen ist, an einem neuen krautgefundeten Bezahlprojekt, was ja bei den Fans alternativer Medien, vor allem bei denen ‚nicht-embeddeter‚, schwer in Mode ist, so eine Art NDS-Videoplattform. Für Leute, die zum Lachen in den Keller gehen. Und für Leute, die sich gegen Geld nach Art einer Parallelgesellschaft unterhalten sehen wollen. Christoph Sieber, der auch inzwischen offensichtlich Aluhut trägt, worauf Friedensdemowatch hinweist, ist ebenfalls mit dabei. Natürlich krautgefundet. Natürlich, da wollen ja Märkte erschlossen werden. So eine Art Knaxclub für Spiegelfechterleser soll das dann sein, mit Clubtreffen und so. Nur zum bezahlen eben. Ein Schelm, wer da so etwas wie ‚Linke Konsumisten“ anzapfen darunter verstünde.

Jens Berger beweist durch das Handeln auf seinem Blog aus meiner Sicht immer wieder autoritären  Charakter, beim Umgang mit Müller wird das sehr deutlich. Auf Kritik geht er nach nicht nur nach meinen Erfahrungen nicht ein, wer stört wird gesperrt.

In seinem neuesten Erguss (den der Leser einfach unter den tags Spiegelfechter und Pedram Shayhyar  googeln kann) regt er sich über einen FAZ-Artikel auf, der die Wahnmacher behandelt. Das findet Berger nicht gut, er bezeichnet diese daher als links – begründet aber nicht, wieso. Dies ist ein Kritikpunkt von Happel. Und da hat er Recht. Deswegen ist Berger auch so kurzsilbig, er argumentiert nicht gegen, kann er wohl nicht. Er hat wohl keine wirklichen. Außer, dass er Happel Konformismus mit der Mehrheitsmeinung vorwirft, er unterstellt alle

Ernstes, dass Happel damit quasi einen Mitläufer darstellt. Sehr schwach. Er begründet dies nicht nur nicht, er bezeichnet auch Pedram Shahyar als links. Shayhar, der auch mal auf Israelflaggen spuckt, Lügen über deutsche Kriegsbeteiligungen in der Ukraine in die Welt setzt, oder sich an ‚Xavier-Deutschland-ist-ein-besetztes-Land-Naidoo‘ ranschmeißt. Nun sagt Berger tatsächlich, dass der jetzige Zustand in Deutschland an die McCarthy-Ära erinnerte. Und dass die Mahnwachen ‚links‘ seien. An die McCarthy-Ära erinnert mich höchstens das Maß an desinformativer Propaganda, wie sie von rtdeutsch wohl tausende denkbefreiter  Wahnmacher beglückt. Lustig, die Wahnmacher sind also nicht nur links, sie sind dann wohl auch aus seiner Sicht alles Kommunisten? Und der einigende Putin dann wohl auch? Und alle, die gegenargumentieren, wären dann nach dieser Diktion ‚Antikommunisten‘. Süß.

Der Bestsellerautor, der Kritik und mißliebige Meinungen gerne sperrt, regt sich über Ausgrenzung auf. Jemand, der antisemitisch auffällige Beschimpfungen und mehr in der Kommentarspalte seines Blogs nicht rügte und sich dort einen Mob austoben zu lassen scheint, maßt sich das Beurteilungsvermögen an, eine heterogene, einzig in Ausfälligkeiten, Antisemitismen, Antiamerikanismen und ‚Unbehagen‘, scheinbar einige Gruppe als homogen links zu klassifizieren, ja, zu adeln! Er haut wohl nicht nur aus meiner Sicht hiermit krasseste Behauptungen raus. Ob Berger noch eine Begründung anbringt? Wir dürfen gespannt sein. Berger sollte sich auf weniger kapriziöse wirtschaftliche Analysen zurückziehen, etwas, wovon er vielleicht mehr Ahnung hat? Aber die kommen wohl bei der Masse an Vulgärmarxisten und Wahnmachern, die erschlossen werden können, nicht so gut an, ist ja eher trocken das Thema. Also sich lieber dem Friedensfrieren anschließen, wie ich dort lese. Weil das ‚links‘ sei. Angeblich. Ohne Begründung. Weil Frieden natürlich immer links ist? Da hat er womöglich naive Erklärungsmuster von Jebsen übernommen, den er in der Kommentarspalte des Artikels schwammig kritisiert, und trotzdem immer wieder in der Vergangenheit bei den Videohinweisen der NachDenkSeiten auf ihn verlinkt. Auch Verlinkungen hierzu in seinem Blog wurden nicht kommentiert – wo selbst der ‚Moderator‘ fragwürdige Links setzt. Ob dies Anweisungen des alternden und durch seltsame Handlungen auffälligen NDS-Chefs Müller sind, die Berger lieber befolgt? Wer weiß – cui bono, wie manche sagen…

Zeigt dies alles also vielleicht auf, dass Berger eventuell ein autoritärer -und damit auch autoritaristischer- Charakter durch und durch ist? Neben der so zum Ausdruck gebrachten Opportunität, die er aus meiner Sicht beweist. Und der offensichtlichen Unfähigkeit, Gesagtes zu begründen. Ob Frank Happel beim Spiegelfechter eigentlich auch gesperrt‘ wurde?

Frank Happel fasst die Vorgänge, sehr lustig, wie ich finde, zusammen: „ich sags mal so …seit sich der albrecht müller in seiner alterseitelkeit von jebsen und rt bauchpinseln lässt, den friedenswinter einheizt und ganz und gar trotzig seine „neue machtfülle“ lebt … seitdem geschehen merkwürdige dinge. merkwürdige dinge mit personen in seinem umfeld. da verrückt sich was. es mag ja nützen. nur wem?

Ja – wem nützt das eigentlich? Einer sich aufklärenden, emanzipierten Linken nützt es gewiß nicht. Wer profitiert von der Destabilisierung Europas? Albrecht Müller sagt, den USA nützt es…ist Albrecht Müller also einer der eingeschleusten Spalter, von denen Jebsen berichtet?

Hihihi – ob das Altersstarrsinn, oder Wahn, ist? Zur Belustigung möchte ich „derintellektuelle“ (Blogspot) empfehlen, den verlinke ich aber nicht, um die dort offenbar grassierende Selbstüberschätzung nicht zu verstärken. Dunning-Kruger lässt grüßen. Da schreibt doch wirklich so eine Type davon, wegen dem FAZ-Artikel von Prizkau bei ~einer großen Zeitung~ angerufen zu haben, um dort zu fragen „warum dieser Hass auf Verschwörungstheorien?“. Ja, warum eigentlich. Und warum finden eigentlich alle viele zuwenige Antisemiten blöd – diese Frage hätte er der Frau vom Callcenter (!) ja auch stellen können, da hätte sie bestimmt im Namen ihres Auftraggebers sehr kompetetent antworten können. Hiermit mein Beileid an alle Callcenter-MiarbeiterInnen im Verlagsmarketing – Ihr habt mein Mitgefühl, wenn die Wahnmacher Euch nerven! Mal ehrlich: Daran, dass er bei einem mit Befugnis rauskommen zu meint, bei einem Anruf bei „einer unserer großen Zeitungen“ – das beweist Weltfremdheit. (Der Autor kommentiert wohl auch beim SF). Dies tun bestimmt viele Leute, die gern alles glauben, die wohl auch glauben, alles zu wissen. Oder ihren Blog und Verbalauswurf eben auch mal, überhaupt nicht anmaßend, als intellektuell bezeichnen. Süß!

Statt zu erkennen, dass ‚die Linken‘, welche sich am Friedensbibbern beteiligen,einen Fehler begehen, sich auf ‚persona -non-gratas‘ und deren Fehlschlüsse einzulassen, wird blind in den Untergang gerannt. Und Albrecht Müller macht es vor. Es wird rabuliert. Was das Zeug hält. Zum Beispiel, wenn Albrecht Müller darauf hinweist, dass Homosexualität in den 60’er Jahren in Deutschland noch strafbar war, ‚Deutschland also andere Länder nicht mit Steinen‘ bewerfen sollte. Dies ist wahr, also, dass Homosexualität auch hier lange Zeit strafbar war. Und natürlich auch, dass die Gleichberechtigung homosexueller  Lebensgemeinschaften noch lange nicht erreicht ist. Nur eben ist der beschriebene Fall schon fünfzig Jahre alt und es hat sich viel verändert. Frauen dürfen arbeiten gehen und ohne Einverständnis des Mannes Kontos gründen. Männer dürfen mit Männern in der Öffentlichkeit anbandeln -, und auch vögeln. Verkupplungsparagraph ist nicht mehr. Pornos sind nicht mehr verboten – und auch Schwulenpornos sind erlaubt. Dieser Verweis auf in der Vergangenheit liegende Ungerechtigkeiten ist eine hohle Argumentation. Homosexualität wird, wie der Artikel ja selbst schreibt, schon länger nicht mehr als Sittenverbrechen verfolgt. In Russland hingegen neuerdings wieder schon. Daher wird ja auch so ein Maßstab angelegt. Die NDS-Schreiber hätten aber vielleicht lieber ‚russische‘ Maßstäbe? Warum sollte ein ursprünglich um Aufklärung bemühtes Medium einer regressiven Politik das Wort reden? Es wird sich so also in dem üblichen hilflosem whataboutism ergangen, da echte Argumente offensichtlich fehlen. Da Albrecht Müller Müller aber auch so gern von der Dämonisierung spricht: Wie erging es Schwulen eigentlich zu dieser Zeit in der DDR? Hierauf mag Müller oder Weiß natürlich nicht eingehen. Sonst rabulisierte er wohl auch nicht so schön.Wer keine Argumemte hat, der sucht sich eben welche. Lustig, wenn solche hilflosen Aussagen dann mit Artikeln über diesen ‚Umstand‘ aus dem Focus, also einem bösen, einzig dem ‚System‘ zuarbeitenden ‚MSM‘, einem (oft kritikwürdigen, neoliberal besetztem) ‚Mainstreammassenmedium‘ stammt. Aber so ist das eben mit der hilflosen, argumentbefreiten Rabulistik – zur Not wird sich der Thematik eines ‚MSM‘ angenommen und dabei aufklärerisch heischend getan.

Nicht behandelt wird bei den Nachdenkseiten zum Beispiel der unsägliche Prozess Elsässer gegen Ditfurth und das ahistorische und brisante Urteil einer, offensichtlich was das Thema Antisemitismus angeht, unbeleckten Richterin. Dafür aber wird die Clique um Jebsen hochgeschrieben, eine bedenkliche Bewegung als ‚links‚ reingewaschen. Der Einsatz von AM zu diesem Thema geht in diese Richtung. An dem Aufbau welcher Gegenöffentlichkeit sind die Nachdenkseiten eigentlich dran? Ist es die gleiche Gegenöffentlichkeit, welche rtdeutsch berieseln möchte. Diejenigen, die für einen ‚Frieden‘ schreien, den es ohnehin in Europa nicht gibt? Wer soll eigentlich noch alles links dann sein? Elsässer, Jebsen, Popp? Der aggressive Schrei nach ‚Frieden‘ (auch so ein Plastikwort) ist problematisch.   Jutta Ditfurth verweist in dem Zusammenhang in einem Artikel bei publikative.org, in dem sie sehr gut ausführt, warum die Richterin mit ihrem Urteil gefährlich falsch liegt, auf das BVG-Urteil zum Thema Schmähkritik. Dies macht deutlich, wie weit entfernt das Urteil der Richterin von der dort gemachten Aussage ist:

“Wegen seines die Meinungsfreiheit verdrängenden Effekts hat das Bundesverfassungsgericht den in der Fachgerichtsbarkeit entwickelten Begriff der Schmähkritik eng definiert. Danach macht auch eine überzogene oder ausfällige Kritik eine Äußerung für sich genommen noch nicht zur Schmähung. Hinzutreten muss vielmehr, dass bei der Äußerung nicht mehr die Auseinandersetzung in der Sache, sondern die Diffamierung der Person im Vordergrund steht. Sie muss jenseits auch polemischer und überspitzter Kritik in der persönlichen Herabsetzung bestehen. Wesentliches Merkmal der Schmähung ist mithin eine das sachliche Anliegen völlig in den Hintergrund drängende persönliche Kränkung. Nur dann kann im Sinne einer Regelvermutung ausnahmsweise auf eine Abwägung unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls verzichtet werden. Aus diesem Grund wird Schmähkritik bei Äußerungen in einer die Öffentlichkeit wesentlich berührenden Frage nur ausnahmsweise vorliegen und im Übrigen eher auf die sogenannte Privatfehde beschränkt bleiben”.

Dies als Hinweis für solche, die Else vielleicht mit dem Hinzuziehen von Gerichtsbarkeit nacheifern wollen. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen: Elsässern ist nicht! Und, soviel nur zu dem Geheule über „McCarthy„. Die von Frank Happel aufgeworfene Frage, wem diese Verwerfungen innerhalb der Linken (in  Partei und Gesellschaft) nützen können, ist eine interessante Frage. Aber keine, der man wirklich obsessiv mit irrigsten Unterstellungen nachgehen muss. Das unterscheidet die Wahnmacher von ihren Kritikern. Traurig allerdings, dass für die Urheber der merkwürdigen Handlungen es unfraglich ist, wer hier wen segregiert – und wer fragwürdig handelt.

Musiktipp: Flagge ertränken (FSK)