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Ken in der Karnickelgrube – ‚Geistiger Durchfall eines Antisemiten‘ Vol. 2

„(…)ich habe mir immer die Frage gestellt, weil hier ja eben von Geschwister Scholl gesprochen wurde, wann denn äh wo ich denn gewesen wäre damals in der Stunde der Bewährung, also wäre ich Geschwister Scholl? Hätte ich meine Flugblätter, die systemfeindlich sind, an der aktuellen Waldorschule in Göppingen verteilt bekommen? Oder hätten die Lehrer und vielleicht auch das Kollegium vor der Gestapo -ja- ausgesagt? Ja, das ist ohne unsere Kenntnis passiert? Also, wär ich Geschwister Scholl gewesen oder wäre ich Hitlers Sekretärin gewesen? So – das ist z.B. die Stunde der Bewährung(…)“ [Jebsen Vortrag Waldorfschule Filstal/Karnickelzuchtverein Farndau, ab Minute 17:10]

„(…)aber wenn die IS, die ja nichts anderes sind als die Sturmtruppen der CIA und ich kann das beweisen ich hab mit der CIA gesprochen und die haben das bestätigt.“ [Circa Minute 37:45]

Der notorische Lügner und Geschichtenerzähler Jebsen wurde von Waldorfschülern (und vermutlich der einen oder anderen Lehrkraft) für einen Vortragsabend gebucht, welcher im Vorfeld wegen vergangener ähnlicher Auftritte -oder Auftrittsversuche- für kleinen Wirbel sorgte, da sich die Schulleitung erst nach Bekanntwerden der Veranstaltung distanzierte. Wie im letztjährigen Fall der Waldorfschule Überlingen fand die diesjährige Veranstaltung statt, allerdings wurde sie von Schülern außerhalb der Schulgebäude organisiert. In diesem Fall wurde als Veranstaltungsort dann lustigerweise ein antroposophischer Karnickelzüchterverein gewählt. Eine Veranstaltung mit dem Trutherrapper Kilez More, der auf den gleichen Bühnen wie Jebsen auftritt, fand hingegen in der Waldorfschule Farndau vor Ort statt, wie die Südwestpresse berichtete. Da diese Zeitung über das Vorhaben von den Schülern/Lehrern und Jebsen berichtete, zog er bei der Veranstaltung im Karnickelzüchterverein natürlich auch über diese her – hierbei verglich er sich, wie bei früheren Auftritten, wahlweise mit der weißen Rose oder Jesus; wobei der Schulverwaltung und kritischen Lehrern sowie einer dort tätigen Christengemeinde in Jebsens geschmacklosen und entlarvenden NS-Vergleichen  die Rolle von Mitläufern oder Denunzianten zukam, die selbst Jesus, mit dem er sich auch gern mal vergleicht, abweisen würden.

Dass Jebsen aber allen Ernstes nach allen gegen ihn verogebrachten Vorwürfen noch immer solche Verbalisierungen und NS-Vergleiche anbringt, kann nur mit negativem Aufmerksamkeitsmanagement zu tun habe. Jebsen hat kapiert, dass er durch seine mehr als polarisierenden Sprüche die merkbefreiten Honks abgreifen kann, die ihm Geld spenden, da bringt er mal wieder einen griffigen NS-vergleichenden Spruch. Diesmal vergleicht er die Lehrer der Waldorfschule Göppingen, wo er nicht reden durfte, mit Denunzianten im dritten Reich.

Und da seine Texte wohl bei der Jugend mehr verfangen, adressiert er seine Tiraden natürlich auch in erster Linie an die Schüler: Diese sollten ihren Lehrern misstrauen, weil Heiland Jebsen von Ihnen nicht standesgemäß behandelt würde. War er doch auch ein Aufrührer, so wie Jebsen einer sei. Und war er auch vor allem ein Opfer – so wie Jebsen sich auch beständig als ein armes Opfer darstellt. Mit dem ihm von ihm im Laufe des Vortrags dargestellten Ziel ~die Welt zu retten~ gibt Jebsen dem Jesus-Komplex die nötige Würze. Beständig kehrt er sich als verfolgten Rebellen heraus, dem übel mitgespielt würde – natürlich nur, weil er so ein armes Opfer ist. Der Lehrer aber, der zu ihm gehalten habe und seine Schüler, diese seien solche, die am Ende von Club der toten Dichter auf dem Tisch gestanden hätten – am Ende des Films stehen die Schüler für ihren Lehrer, der wegen seines progressiven Verhaltens gefeuert wird, aus Protest auf ihren Tischen. Jebsen ist also überhaupt nicht bescheiden. Jebsen meint es auch ernst, wenn er sagt, dass Stimmungen gegen ihn künstlich erzeugt würden. Jebsen spricht  von der Meinung seiner Kritiker ständig als von etwas ‚erzeugtem‘ – er unterstellt an anderen Stellen immer wieder, dass seine Gegner von einer Kriegsindustrie bezahlt würden und gekaufte NATO-Agenten seien:

„(…)ich habe Rudolf Steiner nicht persönlich kennengelernt ja äähmmm ja aber das man kritisch nachfragen soll dass man auch seinen Lehrern widersprechen soll und deswegen möchte ich mich auch ganz explizit auch bei den Kollegen bedanken die das durchgezogen haben hier, ganz vorne auch hier – ganz vorn der Kollege der sich hat nicht einschüchtern lassen. Es gibt ja diesen Film Club der toten Dichter, ich weiß ja nicht ob sie den kennen, er gehört zu den Leuten die später auf den Tischen stehen dass sind genau die Leute die die Gesellschaft verändern weil er hat etwas bewiesen was ich ständig predige, er soll mutig sein auch gegen die Massenmeinung oder ein erzeugtes Umfeld was in irgendeiner Weise sagt: [verstellte Stimme] das will ich lieber nicht machen – er hats trotzdem gemacht.“ [3:46 Applaus].

Und dies sei so, so erläutert er, weil er und die Schüler verstanden hätten, was Jebsen schon die ganze Zeit predige. Ja – Jebsen benutzt sogar das Wort predigen, was aufgrund der Sektenhaftigkeit der KenFM-Community immerhin folgerichtig ist. Es ist anzunehmen, dass dem Verschwörungsglauben zum Teil religiöse Aspekte anhaften. Und wie es in Sekten Usus ist, wird das Wort vor allem an vielleicht leicht beeindruckbare Jugendliche gerichtet: Sektenführer finden ihre Schäfchen, so wie Löwen den Jagdgrund. Schüler haben ihn geladen – undder  Ken Jebsen richtet sich auch in diesem Vortrag explizit an Jugendliche. So tat er es schon öfters, er bewarb z.B. in einem Interview mit Tommy Hansen auch die Möglichkeit, dass Schulklassen sein Studio besuchen können, oder dass das Machwerk Free21 an Schulen ausgelegt werden könne. Die Parallelen zwischen Jebsen und einem Sektenführer sind verblüffend, er gibt den charismatischen Kinderfänger sehr bewusst, bedeutet das bei der Kaufkraft Jugendlicher doch bestimmt ein Klingeln in der Spendenkasse.

Und so predigt er auch an diesem Abend vor einem offenbar größtenteils leicht beeindruckbarem Publikum. Und hierbei drischt er Phrase auf Phrase, wendet immer wieder Begrifflichkeiten falsch an. Was das Publikum aber nicht zu stören scheint. Ob der qualitativ schlechte Waldorfschulen-Unterricht und die Tatsache, dass dort Leute ohne Staatsexamen unterrichten dürfen, eventuell zu einer nicht unbedeutenden Unwissenheit führt, die Rattenfängern wie Jebsen Andockstellen bietet?  Bestimmt haben solche Faktoren hier eine Rolle gespielt. So redet er zum Beispiel bei einer Wahnsinnstat von einer Tat im Affekt, eine Mutter liebt ihr Kind aus ‚Reflex‘. Spezies spricht er aus, fast als wolle er Spätzle sagen. Und obsolet spricht er  gar nicht nett aus. Von seiner früheren Arbeit beim Radio erzählt Jebsen als von angeblichen ’soziologischen Experimenten‘, die er  mit der Zuhörerschaft z.B. aus Jazzern und Punkern veranstaltete – damit sich diese nicht aufs Maul gehauen hätten – und um Toleranz lernten. Welch ein Bullshit – wie alle wissen, muss gerade Jazzern und Punks die Toleranz engetrichtert werden. Aber natürlich – Jebsen ist ja Journalist, Friedensforscher, Soziologe, Whistleblower, Jesus, Weiße Rose, Martin-Luther King, alles in einem. Weil Jazzer und Punker sich ja auch beständig aufs Maul hauen. Wie man das so kennt. Ich musste beim Herbie Hancock-Konzert z.B. fixiert werden, auf dass ich den alten Jazzern nicht die Fresse poliere. Rausgeekelt worden sei er natürlich nur wegen seiner wichtigen Reportagen zu Deplemented Uranium (da hat ja auch kein anderer was zu gesagt). Seine peinlichen Sendungen zu Israel, 9/11 und andere Ergüsse lässt er hierbei unter den Teppich fallen. Israel – das sei eigentlich gar nicht so sein Thema, nur, wenn ein Gesprächspartner es angeschnitten habe. Natürlich ist auch dies Bullshit – Israel ist/war Jebsens Steckenpferd – zu bemerken zum Beispiel in den Interviews mit Albrecht Müller oder Serdar Somuncu. Ansonsten holt er sich auch den Pressesprecher der Hamas, Martin Lejeune, ins KenFM-Boot. Die antisemitischen Texte der Berufstochter Evelyn Hecht-Galinski, die auch mal das Grab des Vaters für ihre Show benutzt, werden bei KenFM veröffentlicht, sie wurde schon mehrfach interviewt. Diese Interviews und Texte sind auf der Antisemitismusskala klar im oberen Feld. Aber inzwischen lernte er wohl, dass er bei diesem Thema aufgrund seiner antisemitischen Vergangenheit angreifbar für die Zukunft ist, daher will er nun wohl auf Leisetreter machen. Deswegen geht er natürlich au so sparsam mit dem Thema um, und streut nur gaaaanz wenige NS- bzw. ‚Judenvergleiche‘ in seinen Text ein:

„(…)alle reden ja über die faulen Griechen äh diese Schlafzeile läuft ja in der Bildzeitung, das ist nichts anderes als Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Man muss das einfach mal austauschen, einfach mal wo das Wort Grieche auftaucht, austauschen durch Jude.  Wenn man das mal macht dann wundert micht dann kriegt man so ein bißchen Unmut dass die das so schreiben, aber das wird einfach alles so geschluckt.“ [Circa 15:45]

Jebsen könnte mit solchen Aussagen ja vieloeicht sogar im linken Lager landen, vielleicht als Hofjournalist von Dieter Dehm, Sahra Wagenknecht oder Wolfgang Gehrcke, gern auch im Propagandaministerium. Man hat dort mit Antisemitismus ein immer geringeres Problem. Bis dahin macht er es auch als Medienpartner von rtdeutsch oder den Nachdenkseiten. Die haben scheinbar auch bisher keine Probleme mit seinen offenen sekundären Antisemitismen und NS-Vergleichen gehabt. Bis dahin wiederholt er Sprechblasen der AfD, er, der nicht Lechte und nicht Rinke, aber inzwischen Möchtegern-Linke:

Jebsen: „(…)Und wenn man sich anschaut was der Euro bisher geleistet hat, dann ist der Euro ein Spaltpilz. Der Euro spaltet Europa(...)“ [Circa Minute 21:30]

AfD Bayern:Der Euro – Spaltpilz statt Friedensprojekt

Bernd Lucke (Ex-AfD): „Der Euro ist ein Spaltpilz für Europa“.

Aber auch hiermit dürften die Farndauer KenFM-Fans, viele Linke-Wähler und Politiker kein Problem haben. Vielleicht plant Jebsen, wenn er nicht gerade Afd-Phrasen wiederholt, ja nochmal den Marsch auf Berlin. Als einer der Führer der Mahnwachen trat er auch im Farndauer Karnickelzüchterverein auf – und will sich nun zum Komplizen der rebellischen Waldorfjugend machen.

Jugend voran – so könnte er diesen Vortrag auch beschlossen haben: Wie ein schleimiger Onkel mit Lutscher schmiert er seinem jungen Publikum Honig ums Maul und becirct: Diese jungen Schüler, die sich von Ihren Lehrern nicht beeindrucken lassen haben, seien nach Jebsen die Hoffnung. Sie verkörperten eher den Geist Rudolf Steiners, den anthropsophischen Geist. Die Art und Weise -und wie oft- Jebsen in diesem Vortrag den Namen Rudolf Steiner fallen lässt, erweckt den Eindruck, dass Rudolf Steiners Schriften in seiner Erziehung an der Waldorfschule eine größere Rolle gespielt haben, als sie dies zumindest heute noch tun sollten. Ebenso der Gehalt an ‚antroposophischem Geist‘, welchen Jebsen an der Waldorfschule Göppingen so schmerzhaft vermisst.  Dass Rudolf Steiner für ihn eine Vorbildfunktion einnimmt, sollte hellhörig stimmen. Sind dessen Schriften doch antisemitisch und rassistisch. Und – Jebsen lässt ja auch immer wieder antisemitisches und rassistisches vom Stapel. Wie zum Beispiel diese Dokumentation zeigt, spielt Steiners Weltbild dort auch heute noch eine Rolle. Auch und besonders im Geschichtsunterricht. Nun ja – überall anders würde der antroposophische Geist Steiners auf jeden Fall besser verkörpert, als von den bösen, fiesen Lehrer, die ihn und auch Willy Wimmer nicht auftreten lassen wollten. Weswegen die Waldorschulen unverdienterweise so heißen würden – der antroposophische Geist herrsche dort nicht, so Jebsen. Die Lehrer und andere Beteiligte an Jebsens Ausschluss hätten, Jebsen deutet es mehrmals, bestimmt auch die weiße Rose, die er ja bestimmt auch sein könnte, oder sogar Jesus, verpfiffen. Entweder an die Römer – oder an Gestapo-Schergen. Erheiternd ist auch Jebsens Bild von der verfolgten Christengemeinschaft im alten Rom: Christen, die von Römern durch die Katakomben getrieben würden. Die in seinem Bild verfolgten Christen sind natürlich keine ‚Römer‘ – die Römer, das ist das böse Imperium. Die Christen hingegen scheinen in seinem Beispiel ihre eigene Nation zu bilden.

„(…)ich war hier viel unterwegs gerade mit Willy Wimmer auch, ja wir haben versucht an der Waldorfschule zu sprechen mit WiIly Wimmer, das war nicht möglich(…)da sind wir nach Salem gegangen, dort konnten wir das machen. Da steht zwar nicht freies Salem, sondern nur Salem, aber an der freien Waldorfschule war das eben nicht möglich, weil die eben irgendwie gar nicht mehr frei ist. Und da stelle ich mir schon die Frage, wenn ich heute und ich war in Dornach, ich habe mir da die Betonpaline mal angeschaut ja, also wenn ich heute auf der Suche nach antroposophischem Geist bin, dann werde mit hoher Wahrheinlichkeit nicht bei anthroposophischen Schül-, bei antroposophischen Schulen bei- bei- den Lehrern fündig, bei den Schülern werde ich fündig, aber eben nicht bei den Lehrern und das stört mich, was ist aus dieser Waldorfschule geworden, ist das noch ne Waldorfschule(…)Und was ich bei Rudolf Steiner gelernt hab, was ich auf der Waldorfschule gelernt hab, auch in der Christengemeinschaft gelernt hab, das man mutig sein soll, wenn ich Christengmeinschaft gehört hab, da habe ich automatisch so n Bild von einigen wenigen Christen die gejagt werden durch durchgeknallte Römer in den  Katakomben. Das ist das Bild, was ich habe [25:02]. Und ich habe auch den Brief gelesen, in dem die Christengemeinde auf Anfrage gemeint hat ‚ja, möglicherweise stimmt das gar nicht, was man dem Herrn Jebsen unterstellt, aber das wissen ja die anderen nicht und dann weiß man nicht, ob das auf uns abfärbt. Und da muss ich sagen, wow – toll. Wenn Jesus Christus wieder erscheinen würde, ob die ihn aufnehmen? Also Jesus Christus…das war ein Aufrührer..der war gegen den Staat. Und der war mit diesen zwölf Typen, das war ne Terrorzelle, der war auch da im Raum Palästina, immer schon ein Krisengebiet gewesen. Der hat gesagt gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was. Also das war ein Aufrührer. Oder? Würden die den aufnehmen oder ist das zu gefährlich? Würden die Geschwister Scholl unterbringen oder ist das zu gefährlich? [25:45] (…)es reicht nicht  vier Artikel zu bringen um irgendwie Angst zu schüren, die Leute kommen trotzdem. Und das ist genau das, was die Leute auf der Waldorfschule lernen sollten, die meisten sind doch Waldorfschüler, das habt ihr richtig umgesetzt, ihr sollt auch mal an der richtigen Stelle der Obrigkeit der Autorität widersprechen, und wenns Eure Lehrer sind. Gut ist das. Das ist gut. Wenn Eure Lehrer und das harte Wort mal nicht die Eier haben hier zu erscheinen dann solltet ihr folgendes tun, ihr solltet Euch vor Ort schlau machen mit wem Ihr es hier zu tun habt. Und ich kann Euch nur sagen, ich bin ja so ein Rebell geworden, weil ich soviel Waldorf ähh weil ich so oft in der Waldorfschule war, bis zur 13. Klasse. Und diejenigen die heut hier herkommen haben auch das rebellische an sich und wir brauchen mehr Rebellisches. Ja, wir brauchen mehr revolutionäres, ja, wir brauchen mehr mutige Menschen, die einem Trend der unheilvoll ist sich entgegenstellen ohne Rücksicht auf ihre spätere Karriere(…)“ [Ca. Minute 23:00 – 27:00]

Ken Jebsen freut sich überhaupt nicht darüber, dass seine Ergüsse glücklicherweise nicht bei allen ‚Pädagogen‘ der Waldorfschulen gut ankommen. Nach dem zuvor vorgenommenen NS-Deutschland/Weiße Rose-Vergleich, der absolut peinlich und anmaßend, aber nicht neu ist, muss Jebsen noch einmal Dampf ablassen, dass er und seine Querfrontcrew (Willy Wimmer veröffentlicht auch bei Compact, Jebsens ehemaligem Arbeit/Auftraggeber) zum Glück nicht an allen Waldorfschulen ein gern gesehener Gast ist. Die Tatsache, dass er bei (‚formbaren‘) Schülern besser ankommt als bei Pädagogen, kehrt er heraus – und spricht den ihm abspenstigen Waldorf-Einrichtungen ohnehin überflüssigen „anthroposophischen Geist Rudolf Steiners“ ab.

Ganz einfach also. Jebsen gut, Kritiker böse. Jebsen sei echtKritik sei künstlich erzeugt. Jebsen ist die Verkörperung der Revolution. Den Schülern wurde also nur Angst vor Jesus Jebsen gemacht, um sie von dem richtigen Weg abzubringen. Aber sie kamen trotzdem, weswegen ihnen die Verheißung zuteil wird. Für Jebsen reichte zwar noch Waldorf, um Rebell zu werden – die heutigen Schüler dagegen brauchen Jebsen, denn der Geist von Steiner weht heute durch ihn, hohl genug ist er wohl dafür – und nicht durch die ‚heutigen‚ Waldorfschulen. Die sind nun lasch (oder nicht vielleicht lau?), Jebsen ist Steiner. Früher war eben alles besser.

Weiter geht es mit Jebsens Schwachsinsstiraden – früher seien Weltverbesserer auch schon Verschwörungstheoretiker genannt worden. Ketzer seien Vershwörungstheoretiker gewesen. So sei die Erde eine Scheibe gewesen, bis Verschwörungstheoretiker -so wie Jebsen- dies geändert hätten. Denn: Dass die Erde auch rund sein könnte, dies sei auch eine Verschwöungstheorie gewesen. Und Einstein – der war natürlich, wie Jebsen der sich im Club der Coolen wähnt, auch einer. Jebsen stellt sich dar als jemand, der naturwissenschaftliche Prinzipien erkannt habe, quasi die Wirklichkeit, und deswegen wie ein ‚Ketzer im Mittelalter‘ behandelt werden würde. Faktisch ebenso unschlüssig wirksam, wie seine Biologismen. Weil Jebsen die von ihm verbreiteten Anitsemitismen, Antiamerikanismen und Revisionismen schlichtweg für die Wirklichkeit hält – so wie die Erde eine Kugel sei. Warum aber sollte jemand, der angeblich wirkliches sagt, ein Recht auf Vergessen brauchen?

„Die Erde war lange Zeit eine Scheibe obwohl sie keine war, aber wenn Du gesagt hast sie ist keine Scheibe warst du natürlich ein Verschwörungstheoretiker. Verschwörungstheoretiker hießen früher einfach Ketzer, okay? Und früher hat man sie auf den Scheiterhaufen gepackt, heute steckt man sie in den modernen Scheiterhaufen. Und macht sie dort fertig weil das netz ja nichts vergisst der Artikel von Kollegen XY beibt ja immer im Netz. Und wir müssen uns die Frage stellen weil wir es mit Technologie zu tun haben die sich verselbständigt, was passiert eigentlich mit einer Gesellschaft, die nichts vergißt? Elementare Fragen. Wenn jemand jemanden umgebracht hat, ja fahrlässige Tötung oder vorsätzlich, und der geht ins Gefängnis und der kommt raus nach fünfzehn Jahren zum Beispiel ja , dann kann der bei Null anfangen. Das heisst nicht, dass das vergessen ist, dass heisst nicht, dass das verziehen ist, aber er hat seine Strafe abgesessen, sie ist nicht zurück- rückgängnig gemacht, aber er hat die Chance und das Recht ein neues Leben anzufangen [Geht das noch, wenn Google sich immer erinnert?  Geht das noch? Wenn irgendjemand irgendeine Grütze diffamierend über jemanden ins Netz stellt, wenn jemand behauptet, vielleicht ist das in fünf Jahren im Weg, wenn der sich irgendfwann mal bei Daimler bewerben will. SIe haben da mal mit diesem Verrückten. Wie gehen wir damit um. Welche Macht hat so ein Journalist, wenn der so etwas macht. das muss man zuende denken. Dass trotzdem soviele hier sind, dass hat was damit zu tun dass es das Internet gibt(…)“

Jebsen vergleicht sich also mal mit bedeutenden Physikern, mal mit einem Gewaltverbrecher, wie er es gerade braucht – was eine gewisse Komik birgt: Seien die gegen ihn erhobenen Vorwürfe doch angeblich künstlich erzeugt, konstruiert, würde doch der Antisemitismusvorwurf gegen ihn lediglich als Waffe eingesetzt. Und hätte der arme geschundene, ehemalige Radiomoderator doch ein Recht aufs Vergessen seiner Tiraden – die er aber stets, direkt oder indirekt, wiederholt. Jebsen kann aber auch Einstein:

„(…)Als Albert Einstein, kein Waldorfschüler muss man sagen – da gabs wenig später einen Brief, unterschrieben von hundert Physikern, und da stand drüber ‚Der Scharlatan‘. Einstein wird heute gefeiert, aber direkt nach nach seiner Relativitätstheorie, wo der Raum und die Zeit angeblich gekrümmt sein soll hallo wo gehts noch, da haben hundert Profis gesagt das ist ein Scharlatan. Ich meine, da kommt der Einstein einfach daher und sagt alles was die vorer bahaupteten das stimmt gar nicht? Der ist doch ein Verschwörungstheoretiker. Wir können daran erkennen, das die Wahrheit offensichtlich variiert(…)“

Interessant ist eine Äußerung gegen Ende der Fragerunde des Vortrags – hier gibt Jebsen zu, das antisemitische Hetzvideo ‚Zionistischer Rassismus‘ aufgenommen und ins Netz gestellt zu haben. Eine Tatsache, die er in einem kurzen SpiegelTV-Interview rotzfrech verneinte. Auch interessant ist die Frage eines Anwesenden, wie Jebsen seine eingangs des Textes angegebene Aussage, der IS sei die Sturmtruppe des CIA – und dass Jebsen dies angeblich von einem CIA-Mitarbeiter bestätigt bekommen habe, begründen und beweisen kann. Als Antwort kam von Jebsen natürlich nur hohles Geblubber und lavieren. Er beruft sich auf Aussagen von Ray McGovern, die dieser so in der Art niemals tätigte – und auf einen Rainer Rupp, der aus israelischen Tageszeitungen angeblich zitieren konnte, dass in Israel IS-Kämpfer medizinisch versorgt würden. Auch  wenn in Israel tatsächlich Kämpfer der Anti-Assadkoalition versorgt wurden: Über versorgte IS-Kämpfer findet man nur in den fragwürdigen antisemitischen Quellen etwas. Von dem angeblichen CIA-Gesprächspartner erzählt Jebsen kein Wort, wahrscheinlich hofft er, dass die eigentliche Frage im desinformativen Geblubber unterging. Bis Jebsen diese Aussage durch seinen angeblichen Whistleblower-Kontakt untermauern kann, werde ich ihn daher einen notorischen Lügner nennen. Eine ganz besondere Aussage möchte ich noch hervorheben: Jebsen, der so gerne auf Israel schimpft und schimpfen lässt, der schon Sprüche üüber „radikale Zionisten mit US-Pass“ losließ, deren Lieblingshobby im ‚Schlachten von Arabern‘ bestehe -und der von „Nationalzionisten“ spricht, die „Israel okkupiert“ hätten so wie die Nazis Deutschland okkupiert hätten“. Und welcher auch hier wieder das Schreckgespenst einer US-dominierten ‚unsouveränen‚ Politik spinnt Dieser Jebsen behauptet im Karnickelzüchterverein zu Farndau, dass ihn das Thema Israel überhaupt nicht interessiere – um im nächsten Halbsatz zu erwähnen dass man als Deutscher Israel kritisieren müsse, weil man ’sonst nichts aus dem zweiten Weltkrieg‘ gelernt habe – die üblichen verzerrend-revisionistischen Aussagen sekundär antisemitischen Gehalts. Auch muß er erwähnen, dass israelische Bands zu ihm ins Radio gekommen seien (als einzige Nation der internationalen Bands, die er geladen hätte) – und dass es in seiner Familie auch Juden gebe. Na dann.

Und dann gab es auch immer wieder Kontakt mit verschiedenen anderen Menschen, wir kamen unter anderem auch mal auf das Thema Israel, über das ich nicht so oft spreche, weil es langweilt mich eigentlich weil da tut sich nichts, ich kann an dieser Stelle ganz klar sagen ich habe kein Problem mit den Juden in Israel, mit den Israelis überhaupt nichts, ich habe ein Riesenproblem mit der israelischen Besatzungspolitik die ist nicht in Ordung das ist barbarisch und das muss man als Deutscher aussprechen, sonst hat man nichts aus dem zweiten Weltkrieg gelernt.“ [Sehr verhaltener Applaus] [10:48].

„Sehr viele Bands auch aus Israel waren bei uns, also wir haben internationale Bands eingeladen.“[Circa Minute 5:30]

Eine anwesende Lehrkraft (oben im Bild) hielt von dem verschwörungsideologischen Vortrag übrigens besonders viel – und weil es so schön war, sollten seine Schüler ihre Meinungen gleich „auf ein Stück Papier“ aufschreiben, da die „Faktenfülle“, die das „rhetorische Maschinengewehr“ Jebsen ausgebreitet hätte, so erdrückend sei. Jebsen ein rhetorisches Maschinengewehr? Wenn, dann wohl eher ein ‚rhetorisches G36‘, daneben, ungenau und heissgelaufen.. Es ist nicht ermutigend, was dieser Lehrer da von sich gab – und sollte ein Zeichen dafür sein, dass es an Waldorfschulen nicht länger solche Narrenfreiheit -wie im Karnickelzüchterverein vorgelebt- geben darf:

1:29:20] Unbekannter Lehrer der Waldorfschule:Also es stimmt ja schon, ähh was man so sagt, gestatte mir den Ausdruck Du bist ein rhetorisches Maschinengewehr. Ähhhm bitte verzeih den Ausdruck, ich bin Pazifist. Von Anfang an. Ähhhm wenn ich jetzt die vielen jungen Menschen hier seheund mir überlege was bleibt in ihren Köpfen jetzt von dem was Du gesagt hast, Du hast eine Unmenge an Fakten, Informationen gegeben. Ich sage es ist eine Unmenge von Fakten und Informationen auf Euch hereingebrochen. Ähhm was bleibt übrig? Bleibt übrig, der Wunsch zu revoltieren? Den Du sehr stark durch deine Art, durch deine Präsenz, auch körperliche Präsenz rüberbringst. Oder was was belibt von jedem einz- was hat jeder einzelne mit- das müsste er eigentlich es jetzt zu Papier bringen. Er m üsste sich hinsetzen, einen Zettel nehmen und den wichtigen Gedanken der da ist für sich aufschreiben. Und ich fange einfach mal mit mir an: Was nehme ich mit von Dir? Einen unwahrscheinlich engagierten Menschen, was ähhh die Zeitgeschichte betrifft, was die Beobachtung der politischen der ökonomsichen Welt betrifft. Ähhh. Was ich aber ganz besonders mitnehme, das ist das was Du gesagt hast über die kleine Gruppe. Über die Familie. Wo fängt denn der Firedenzwischen uns zwei an. Wenn ich den Gegner bin und Du meiner, dann kann es auch im großen keinen Frieden geben. Und das ist eigentlich das was ich den jungen Menschen sagen möchte. Beginnt bei Euch in der kleinen Gruppe, und überlegt Euch, wo bin ich denn jemand. Warum ist mir der unsympathisch und der andere sympathisch. Hat mir vielleicht der unsympathsiche was zu sagen? Ja – jeder muss das für sich heraussuchen. Was Du jetzt in einer unwahrscheinlichen Fülle dargeboten hast. Denn das kann kein Mansch sich merken. Ich ja auch nicht. Und ich hoffe, dass es wenigstens ein Impuks ist mal anders zu denken. Ja – nicht immer nur dem Mainstream mitzugehen. Ja, sondern da ist jemand, der denkt anders. Und ich probiers auch mal. Und dann fang ich an in meiner Klasse, in meiner Familie mit meinen Geschwistern, ich fange in der Schule an und später im Betrieb. Ja – das wäre mein Wunsch ja. Das wir nicht einerlei werden, sondern das jeder für sich ein freier Mensch wird. Und ich hoffe dass Du ein bißchen dazu beigetragen hast. Jetzt, ich muss unwahrscheinlich rauchen, ich geh jetzt einfach raus.


Transkript Vortrag Jebsen Karnickelzuchtverein, 22.07.2015 [Bis Fragerunde]

Jebsen: „Alter Radiomann – die Stimme ist laut genug, kann man mich mich dahinten hören? Schön. Ich möchte Euch ein Du anbieten, sind wir beim Du heut abend?“ Stimmen aus dem Publikum: „Nein.“ Jebsen: „Schön, Sie? Gut. Ich finde es schön, dass Sie hier sind, ja. Mein Name ist Ken Jebsen meine Zielgruppe bleibt der Mensch und ich möchte erstmal mich explizit bedanken bei mindestens einem Kritiker der hierher gefunden hat, weil wir sprechen ja immer von Mut, ein Kritiker – stehe hinterher für Einzelgespräche zur Verfügung- hat hierher gefunden, obwohl es bestimmt sehr viele gibt, die sagen ‚Du bist doof‘, sage ich nicht, ich höre mir nachher auch an -vielleicht auch im Einzelgespräch oder bei Fragen- was zu kritisieren ist, also ich habe überhaupt kein Problem mit einer anderen Meinung, nur, ich bin kein digitaler oder Pressesniper, ich mache das dann von Angesicht zu Angesicht, deswegen vielen Dank an den Kritiker oder die Kritiker die heute hierher gekommen sind, vielen Dank, das ist Ihr Applaus dass sie da sind [Applaus]. So, ich habe im Vorfeld mehrfach bei einem Redakteur der SWP angerufen, Herrn Thiele, und ääh weiß nicht ob Herr Thiele heute abend hier ist, ist er heute hier? Schade ist das, weil er hat nen sehr dichten Terminkalender, ich komme gerade aus Athen [1:10] und ähh ich habs mehrfach versucht, ich werds auch weiter versuchen, weil für mich ist eine abschließende Recherche über eine Person die noch lebt erst dann vollendet wenn ich die Person quasi getroffen hab und wenn die Person bei mir mehrfach anruft und aus Berlin anrückt -ich  wär sogar bereit hier im Vorgarten zu zelten für die nächsten 48 Stunden- ja, dann sollt eman diese Chance nutzen es sei denn man will es nicht und wenn man es nicht will muss man sich die Frage stellen warum man es nicht will, das ist die generelle Frage, können sie sich vielleicht selber beantworten, aber der Tag ist ja noch lang. Ähm, über was möchte ich heute sprechen – nachdem was im Vorfeld äh hier passiert ist möchte ich mich gar nicht so lange über das ääh ganze Brimborium was die Waldorfschule betrifft oder die Christengemeinschaft oder die Presse oder kritische Eltern oder weniger kritische Eltern oder Lehrer, die die Angst haben auslassen weil äähh das ist absurd [2:00], es ist einfach albern, aber dass, das es hier heute so voll ist zeigt dass etwas nicht mehr funktioniert was früher funktioniert hat als die Presse ääh einfach schreiben konnte was sie wollte und es noch keine alternativen Kanäle gab. Es sind hier sehr sehr viele junge Menschen die von sich ausgehen dass sie klug genug sind das was ich sage so einzuordnen dass sie nicht davon verführt werden davon gehe ich aus. Es gab ja vorher ein Schreiben der Schule, dass ähh Ihr ähh Sie alle dass Sie viellelicht möglicherweise in ihrem zarten Alter völlig überfordert sind von dem was ich heute hier sage, und ähm ich finde es super dass Sie  nicht auf Ihre Lehrer in diesem Fall gehört haben sondern einfach hierher gekommen sind – ähm ich bin selber ja Waldorfschüler genau wie Daniele Ganser den ich in Dornach besucht habe und ich rate an der Waldorfschule wenn sie Angst hat vor dem Endprodukt haben, also Leuten wie mir, dann sollten sie einfach keine Waldorfscule mehr machen ja, das wäre das einfachste, weil das kommt dabei heraus, ja, Leute die, Leute [Lachen, Applaus, Johlen –  Stimmungsgeräusche] also Leute die – und ich habe Rudolf Steiner nicht persönlich kennengelernt ja äähmmm ja aber das man kritisch nachfragen soll dass man auch seinen Lehrern widersprechen soll und deswegen möchte ich mich auch ganz explizit auch bei den Kollegen bedanken die das durchgezogen haben hier, ganz vorne auch hier – ganz vorn der Kollege der sich hat nicht einschüchtern lassen. Es gibt ja diesen Film Club der toten DIchter, ich weiß ja nicht ob sie den kennen, er gehört zu den Leuten die später auf den Tischen stehen [am Ende des Films stehen die Schüler für ihren Lehrer, der wegen seines progressiven Verhaltens von der Schule gefeuert wird, aus Protest auf ihren Tischen. Anmerkung des Verfassers. Jebsen ist also überhaupt nicht bescheiden] dass sind genau die Leute die die Gesellschaft verändern weil er hat etwas bewiesen was ich ständig predige, er soll mutig sein auch gegen die Massenmeinung oder ein erzeugtes Umfeld was in irgendeiner Weise sagt [verstellte Stimme] das will ich lieber nicht machen – er hats trotzdem gemacht. [3:46] Applaus]. So, okay, an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei allen die uns unterstützen mt unserer Medikametennothilfe für Griechenland, dazu sage ich gleich was weil ich halte das für sehr wichtig, das zeigt vielleicht auch das was ich beruflich mache, aber vielleicht  noch zwei drei Daten z u mir. Ich bin in Baden-Würtemberg großgeworden, ich habe auch beim baden-württembergischen Tagblatt gearbeitet kurzfristig, und habe da gerlernt wenn man ‚a‘ fragt muss man auch ‚b‘ fragen das ist also eine typisch schwäbische Eigenschaft sehr gründlich zu sein das kann also die Südwestpresse noch lernen, und da habe ich bei einem Radiosender gearbeitet in Baden-Würtemberg, ‚Radio Neufundland ‚, das gibts nicht mehr, habe dann da voluntariert, bin dann nach Berlin gegangen hab für die deutsche Welle gerabeitet, für alle großen Sender, von SAT1, Pro7 aber immer auch die deutsche Welle zum Beispiel, aber auch ARD und ZDF, und dann habe ich beim RBB -früher hießen sie ja ääh SfB und dann hießen sie ORB und dann hießen sie RBB -die erste gemeinsame Station zwischen ostdeutschen und westdeutschen, habe ich dort alle Stationen durchlaufen, war 17 Jahre da. Und die letzten zehn Jahre zuletzt habe ich ne Kultursendung gemacht,  und beid dieser Kultursendung gings vor allem darum, wir hatten jeden Sonntag vier Stunden live vor Publikum ähh waren immer so wie ihr Leute da, äähhm Bands veranstaltet, die man heute auch kennt, damals kannte man die nicht, weil wir sind damals in die Proberäume und haben so unbekannte Bands ausgegraben wie die Beatsteaks, oder Seed, oder Gentleman und immer internationale Bands. Sehr viele Bands auch aus Israel waren bei uns, also wir haben internationale Bands eingeladen. Jazz, bei uns hat man auch zwei Stunden Rachmaninoff gspielt und so und die Idee dahinter war immer, zwei Bands einzuladen mit unterschiedlichen Fanblöcken, also daß der Punker und der Punkfan auf den Jazzfan trifft und die Idee war, wenn die vier Stunden beieinnander sitzen, so wir Ihr das jetzt macht, ähh,  dann lernen die gegenüber den anderen Toleranz  [Pause]. Die Musiker haben am Ende sowieso zusammen gejamt, aber auf einmal konnten der Jazzer und der Punkfan -äähh-  nebeneinander sitzen und die fanden sich jetzt nicht genseitig ultrageil, aber man muss sich niciht unbedingt auf die Fresse hauen, und das war dieses soz-, soziologsche Eperiment was wir gemacht haben [Anmerkung des Verfassers: Die Äußerungen Jebsens bezüglich ’sozialer Experimente’zwischen Jazz- Punkbands, die hierbei Toleranz lernten und sich nicht auf die Fresse hauten wirken lachhaft. Warum solten sich ‚Punkfans‘ und ‚Jazzer‘ auf die Fresse hauen? Hören ‚Punkfans‘ nur Punk, Jazzfans nur Jazz? Herrschen allgemein Agrgressionen zwschen diesen Gruppen? Nein! Jeben spricht wohl einfach weder schneller, als er denken kann, ansonsten müsst eihm die Lächerlichkeit auffallen. Oder hält er sein Publikum, was ja immerhin aus Waldorfschülern besteht, eigentlich für dumm?], nur habe ich dazu nicht aufgerufen sonst wär ja keiner gekommen ich habe gesagt die Beatsteaks spielen und das gabs umsonst und dann sind die gekommen und dazwischen gabs dann noch eine Frau am Flügek, da hatten wir zwar kein GEld bei RBB aber adnn habe ich bei Red Bull angerufen und gesagt Redd Bull Verleiht Flügel – stellt denn hierhin und dann hat es auch funktioniert. So haben wir damals schon gearbeitet [ 5:53]. Ich hab das ähmm zehn Jahre lang gemacht und was ich ähhm immer gemacht habe und das ist vielleicht wichtig, ich hatte in dieser Sendung eine Rubrik es gab sehr viele Wortbeiträge auch und diese Rubrik hierß ähm ’nachdenken‘ oder ‚rückblicken‘ und geklammert war diese Rubrik von original O-Tönen dvon MEnschen die Auschwitz überlebt hatten z.B. Charlotte Grono die dann bei den Nürnberger PRozessen ausgesagt hat was ihr damals in diesem KZ wo sie saß passiert ist und dann haben wir immer O-Töne ja dazwischen gefügt wo jemand z.B. in Berlin in Neuköln in ’ner möglicherweise national befreiten Zone zusammen geschlagen wurde und die Jugendlichen haben alle ihre Handys gezückt und haben das gefilmt und ich habe gesagt: guck mal das ist genau das, hier wird nämlich Wllkür angewendet von irgendwelchen Glatzen die irgendjemand verprügeln [6:33] weil er vielleicht Türke ist und Du hast hier nichts zu suchen. Und das lernen wir von Charlotte Grono, dass jede Generation für sich dieses diese Rebellion und diese Courage neu erkämpfen muss, ich habe das zehn Jahre lange gemacht und ich habe aber dann angefangen -also ich bin meinen kollegen damit furchtbar auf die Nerven gegangen weil wir haben wirklich zehn Jahre lang jede Woche über Auschwitz gesprochen über den Holocaust – jede Woche haben wir das gemacht. Ich komme ja auch aus einem Haushalt,  das sind Iaaner dabei, das sind Juden dabei aus ähh Tel Aviv aus Haifa, es sind Amerikaner dabei, viele Südarmerikaner, ich bin Bürger dieses Planeten und diese Personalausweise, ich finde dass man da die Nationaltät rausnehmen sollte und einfach nur reinschreiben ‚Mensch‘, wenn wir das machen würden dann wären wir schon nen Zacken weiter, glaube ich, ja habe ich auch mal versucht äh  beim Bundespresseamt, das kam nicht durch, ähm Metin [?unverständlich] damals, was ich sagen möchte ja ähhm dann habe ich auch verstärkt angefangen Sendungen zu machen die man nicht mehr live machen konnte, das war eine Livesendung, ich habe z.B. eine Sendung gemacht über NATO-Geheimarmeen, also inszenierter Terror und Krieg in Europa, und ääh ich habe mich damals schon 2011 war das, mit Daniele Ganser in der Schweiz gesprochen und der hat ja dieses Buch veröffentlicht in zehn Sprachen und hab mir einfach mal erklären lassen ähhm wie ähm unser Staat unsere Steuergelder dazu benutzt um ähh Terroranschläge zu inszenieren, das konnten viele gar nicht glauben, das Buch ist in viele Sprachen übersetzt worden, in Deutschland war es auch äähmm ähhmm in der Szene bekannt aber Herr Ganser ist nie ins öffentlich-rechltiche Fernsehen eingelanden worden und dann kam eben raus, das eben z.B. das Okotoberfest, das war ein Terroranschlag der wurde mit NATO-Sprengstoff durchgeführt oder ein Anschlag in Pereano wurde von von der NATO durchgeführt, also inszenierter Terror durch den Staat wird eingesetzt um ein politisches System  auf – in eine bestimmte Richtung zu bringen, diese Sendung war sehr erfolgreich, [8:14] Und danach habe ich eine Sendung gemacht über PTBS, also deutsche Soldaten, die aus Afghanistan wiederkommen und haben das posttraumatische Syndrom, also viellecht keine Beine mehr, und ich habe mich dann nicht nur mit ähh den Soldaten vor Ort unterhalten sondern auch mit dem Psychologen des Bundeswehrkankenhauses, den man kurz darauf entlassen hat und der hat mir auch bestätigt dass die Bundeswehr ja ‚Wir.dienen.Deutschland.‘ die Soldaten nur solange betreut, solange die einatzfähig sind. Und wenn man PTBS hat, wird man fallengelassen. Ich fand das sehr wichtig weil die Bundeswehr im Moment ja an Schulen geht, immer wieder zusammen mit Bravo und so Kampganen macht ‚Bist du ein Bergtyp oder bist Du ein Beachtyp‘ und ich habe damals beim deutschen Presserat äh geklagt dagegen. Und habe gesagt, dass das, was die in ihren Videos zeigen mit Bergtyp und Beachtyp dass das dem Berufsbild des Soldaten in Afghanistan nicht so widerspricht [!?] und dann hat der Werberat [!?] gesagt, die sind dafür nicht zuständig und die haben sich damals darum gekümmert dass ähh die Firma REVLON eine Creme mit ihrem Plakat vom Markt nimmt weil ääh Frau Crawford sieht auf diesem Plakat fünfzehn Jahre jünger aus mit dieser Céme, und das geht eben nicht, und da werden schon Pfioritäten gesetzt. Ich habe solche Sendungen gemacht,ich habe eine Sendung gemacht über über Geld wie Geld funktioniert, wie Zinspoltik funktioniert, ich war dazu in Wörgl, das Geldexperiment in den dreißiger vierziger Jahren, sowas habe ich gemacht  aber auch über Uranmuntion, dass Uranmuntion eingesetzt wurde massiv im Libanon, massiv im Irak, und dass dort die Kindersterblichkeit und die Missibildungsraten bei Kindern deutlich höher ist, als wenn man Hiroshima und Fukushima zusammenzählt und ich fand das sehr sehr wichtig und immer häufiger kam dann mein Chrefredakteur und hat zu mir gesagt [mit verstellter Stimme] ‚Hhhhh,, Hhhhhh, muss das wirklich sein zur Primetime [9:46] Herr Jebsen? Es gibt doch – sie machen dass doch mit den Bands – und es sind aber immer diese Themen und dann habe ich gesagt: ‚wir stellen diese Themen ins Netz und die werden extrem gut geklickt‘ [zu den Vorwürfen und Entlassungsgründen gegenüber Jebsen gehörte auch, dass er unautorisiert Sendungen ins Netz gestellt habe] – ich habe damals schon meinen eigenen Youtube und Facebookkanal eingerichtet. Und da dachte der RBB noch das wäre vorübergehend, also es wurde extrem gut geklickt  und ich habe dann festgestellt, dass sehr viele junge Menschen denen man ja immer nachsagt sie wären nicht in der Lage eine Nachricht zu verarbeiten die über SMS-Länge geht [wer sagt denn sowas ernsthaft?] dass sie sich sehr wohl dafür interessieren und nachgefragt haben und empört waren. Und dann gab es auch immer wieder Kontakt mit verschiedenen anderen Menschen, wir kamen unter anderem auch mal auf das Thema Israel, über das ich nicht so oft spreche, weil es langweilt mich eigentlich weil da tut sich nichts, ich kann an dieser Stelle ganz klar sagen ich habe kein Problem mit den Juden in Israel, mit den Israelis überhaupt nichts, ich habe ein Riesenproblem mit der israelischen Besatzungspolitik die ist nicht in Ordung das ist barbarisch und das muss man als Deutscher aussprechen, sonst hat man nichts aus dem zweiten Weltkrieg gelernt. [Sehr verhaltener Applaus] [10:48]. So, wie meint er das. So wie ich es gesagt hab. Ähhm, okay ich wurde dann eben zur Seite genommen und dann gab es immer wieder verschiedene Chats, und aus einem Chat, wir sprachen da über Edward Bernays Propaganda und so hat dann jemand eine Mail heraus gedrechselt in der ich angeblich den Holocaust geleugnet habe, ich habe den Holocaust nicht geleugnet und ich kann es auch beweisen [11:09]. Es gibt in Deutschland das Gesetz ähh oder ääh ähh die Möglichkeit es ist die Pressefreiheit und die Freie Rede, man kann in Deutschland über alles eine freie Meinung haben aber nicht gedeckelt davon ist ähh wenn man den Holocaust leugnet, wenn man den Holocaust leugnet kriegt man ab sofort, man kriegt dann einen Besuch vom Staatsanwalt und es wird dann enfach justiziabel. Der Staatsanwalt war nie bei mir, die haben das geprüft, aber er war nie bei mir, und das beweist dass ich das nicht gesagt habe, sondern es wurde vorsätzlich missverstanden [etwas was er nie gesagt hat wird vorsätzlich missverstanden. Soso] ich leugne ja auch nicht dass es den Mond gibt [11:39], es ist also völlig absurd, aber: Antisemitismus jemandem vorzuwerfen ist eine Waffe um ihn mundtot zu machen, das ist in meinem Fall passiert, bei vielen anderen auch passiert, nur von denen hat man nicht viel gehört danach weil es das Netz noch nicht gabe gab und ich hab mich ins Internet zurückgezogen und stehe deswegen auch nicht alleine hier, ich bin jetzt kein Einzeltäter, ich habe 95.000 Youtube-Abonennten und zweihunderttausend Facebookuser und ääh habe damit mehr Follower als die Bundesregierung und dewegen sind auch viele Leute hier und hören mir im Netz zu und auch international ich spreche für ähh für viele Aktivisten und ich bin bleibe auch Aktivist denn ich bin Vater vond drei Kindern und ich lasse mir diese Politik, die in Europa passiert, diese barbarische Politik, ich lasse es mir als Privatperson nicht gefallen, aber als Reporter und Journalist auf gar keine Fall, aber ich spreche hier heute auch als Bürger und Vater ich lasse mir das nicht gefallen. Jedenfalls – ich bin dann rausgekegelt worden mit diesem Vorwurf, eine Woche später hat man mich dann wieder auf Sendung gesteckt weil man hat nichts gefunden und dann hat mein Sender damals gesagt: okay wir entlassen Sie trotzdem, denn Sie haben sich an vereinbarte Absprachen nicht gehalten. Also, mit anderen Worten, ich habe Dinge zum Besten gegeben live auf Sendung die ich hätte nicht sagen dürfen. Einziges Problem, es gab gar keine Sendung, das ist jetzt komisch, aber es gab keine Sendung nach unserer Vereinabrung. Okay, da hätte ein Journalist mal nachfragen sollen, was für eine Sendung denn, mal nachbohren, wo habt ihr diese Sendung denn, aber diese Frage wurde nicht gestellt und das zeigt ein bißchen wie unsere Presse tickt, irgendwie machen die ihre Hausaufgaben nicht, habe ich das Gefühl. Ich bin dann ins Netz gegangen und habe gesagt ‚okay‘, wenn man mir nicht erlaubt lokales Radio zu machen, weil es war immerhin  Berlin und Brandenburg aber Radio, und ich soll nur Pop machen und und Unterhaltung machen und und keine Politik mehr dann mache ich natürlich genau das, ich mache jetzt nur noch Politik, ich mache jetzt auch auch noch ’n Bild, und ich spreche jetzt mit Leuten und lasse die neunzig Minuten und länger sprechen, [13:25] so, und das habe ich auch gemacht, ich war vor ein paar Tagen in Genf und habe mit Jean ZIegler ein sehr langes Interview gemacht der mir das auch bestätigt hat was ich sage dass wir nämlich in einer barbarischen Weltordnung leben, das hat mir auch Herr Drewermann bestätigt mit dem ich gesprochen habe, der eben sagt, der Kapitalist und mit dem haben wir es ja letztendlich zu tun ist eine Kriegserklärung an den gesamten Planeten – ich kann das nur untschreiben und ich kämpfe hier nicht für den Planeten auf dem schon gelebt habe sondern das ist der Planet meiner Kinder oder Euer Planet wir hatten ihn geliehen und wir dürfen damit nicht so umgehen als hätten wir einen zweiten im Kofferraum, wenn man dafür angegriffen wird macht mir das überhaupt nichts aus. ich komme gerade aus Griechenland und ähhm warum komme ich aus Griechenland, [14:04]  ich habe vor circa anderthalb Jahren angefangen mir die Fage zu stellen ähhm, ein Presseausweis ist eine schöne Sache, man kann mit vielen Leuten sprechen und denen Fragen stellen wo der Ottonormal- ääh- interviewer sagt, wenn ich keinen Ausweis hätte, wer sind Sie denn was geht SIe das an. Aber wenn man einen Presseausweis hat ein Krofon oder ne Kamera dann sind die Leute bereit zu erzählen, und, und ein Mann wie Joachim Friedrichs mit dem ich großgeworden bin, damals ein Moderator von den Tagesthemen, dem die ich selbst noch kennengelernt hab, der mich  auch ähhm der mich wie in Mentor begleitet hat, auch Peter von Zandt oder Scholl-Latour oder Klaus Bednarz. Jedenfalls ein Bednarz, ähhm, ein Joachim Friedrichs hat mal gesagt, ich erinnere mich genau, ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein, auch nicht mit einer guten. So, was ääh man macht sich nicht in irgendeiner Weise parteiisch, und diese Aussage ist absolut richtig, allerdings nur dann, wenn andere die Dinge über die ein Journalist berichtet und wo es brennt, die dann in irgendeiner Weise in Angriff nimmt und versucht das zu ändern, wenn das aber kaum oder überhaupt  icht mehr passiert oder jedenfalls nicht so dass es was bringt, dann muss ich mich als Journalist entscheiden,  verstecke ich mich hinter dem Presseausweis oder aber werde ich auch Aktivist. Gehen ich auf eine Bühne und sage als informierter Journalist – aber auch Aktivist – bin dann eben beides. Kann ich das trennen, muss ich das trennen. Ich wurde dann eben auch Aktivist und da stehe ich auch zu auch zu unser Slogan ist ja Aktivist ist wer aktiv ist. Und da habe ich mich deswegen vor ein paar Tagen nach Griechenland begeben und hab mich mir die Frage gestelzt alle reden ja über die faulen Griechen äh döse schlafzeilenläuft läuft ja in der Bildzeitung das ist nichts anderes als Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Man muss das einfach mal austauschen, einfach mal wo das Wort Grieche auftaucht austauschen durch Jude. [15:45] Wenn man das mal macht dann wundert micht dann kriegt man so ein bißchen Unmut dass die das so schreiben, aber das wird einfach alles so geschluckt. Ich bin nach Griechenland weil ich eben gehört habe dass das Gesundheitssystem in einem sehr maroden Zustand- also zusammengebrochen- ist, und dass 3,5 Millionen Griechen nicht versichert sind und dass sich in den Kliniken die Patienten stapeln und dass es soweit ist, dass wenn ’ne Mutter ähh ihr Kind entbunden hat, dass man es ihr erst gibt um es an die Brust zu legen, wenn sie das cash bezahlt. Und wenn sie nicht bezahlt, kriegt sie das Kind nicht. Ich bin also nach Griechenkand geflogen zur Elpis-Klinik, das ist die älteste Klinik in ääh in Athen [16:18],   und kurzgeschlossen habe ich mich mit der Universitätsklinik in Leipzig, dort ähh Prof Giannaros, ähh Prof. Giannaros leitet dort das chemische Institut, der hat mir den Kontakt gemacht als Grieche ich bin also hin gefahren und das wurde dort bestätigt, dass es eben so ist dass, zum Beispiel eine Frau, die vor ein paar Tagen in die Klinik kam, die hatte einen toten Fötus im Leib, und die war nicht versichert und die dürfte der Arzt äh nicht operieren, und er hat es trotzdem getan und das heißt dieser Arzt handelt gegen das Gesetz. Und wenn dass das Gesetz in Europa ist, also wenn das Gesetz oder diese Gesetze der Märkte vor diesen Gesetzen der Ethik oder Moral sind, dann sind diese Gesetze falsch. Das sind falsche Gesetze. Und das muss man dann auch genauso sagen und da muss man Prioritäten setzen und ich finde, wenn man in einem Land wie Griechenland zum Beispiel mit siebzigtausend Flüchtlingen ähh allein lässt, die noch nie nen Arzt gesehen haben [Anmerkung des Verfassers: Bitte? Noch nie einen Arzt gesehen haben? Wo die Seuchengefahr steigt? Hiermit zeigt Jebsen, dass sein Hirn wohl so ähnlich tickt, wie das diverser Pegidisten oder Endgamern] wo die Seuchengefahr wächst, ja, wo man als Kind wenn man angefahren ist und die Eltern sind nicht versichert [17:07] sehen muss wie man zurechtkommt, wenn das die Politik in Europa ist, dann ist das nicht mein Europa. Wenn ähh Herr Schäuble aber nur aufs Geld pocht und da die Priorotäten setzt, möchte ich mich eindeutig von dieser Regierung, diesem Herrn Schäuble, von dieser Troika, dieser EZB, der Weltbank, ich möchte mich von diesen Institutionen distanzieren. Ich habe damit nichts zu tun und ich würde das nicht nur in Griechenland tun, ich würde das wenn es ähnlich wär auch in Baden Würtemberg tun, ich würde das wenn mich fragt würd ichs auch in Gaza tun, ich bin Humanist und für mich hört der SPaß da auf und ich habe mir immer die Frage gestellt, weil hier ja eben von Geschwister Scholl gesprochen wurde, wann denn äh wo ich denn gewesen wäre damals in der Stunde der Bewährung, also wäre ich Geschwister Scholl Waldorfschule? Hätte ich meine Flugblätter, die systemfeindligh sind, an der aktuellen Waldorschule in Göppingen verteilt bekommen? Oder hätten die Lehrer und vielleicht auch das Kollegium vor der Gestapo ja ausgesagt ja das ist ohne unsere Kenntnis passiert. Also wär ich Geschwister Scholl gewesen oder wäre ich hitlerscheiss Sekretärin gewesen? So – das ist zb die Stunde der Bewährung, ich habe mich entschlossen nicht nur darüber zu berichten sondern zusammen mit der Uniklinik und verschiedenen anderen Kollegen im Hintergrund zu sagen [18:15] wir starten jetzt eine Medikamentennothilfe, wir als KenFM, diese ganz verrückten rechtsradikalen Typen leisten humanitäre Hilfe und ich möchte mich an dieser Stelle bedanken weil hier sind sicherlich auch Leute dabei die gespendet haben, wir haben an sechs Tagen über hundertzwanzigtausend Euro zusammenbekommen, die wir in Medikamente investieren werdden und medizinisches Gerätum in Griechenland Menschenleben zu retten. Vielen Dank. [18:42] [Applaus] Die Frage, die ich mir stelle ob das auch in der Südwestpresse berichtet wird und ich glaube die Antwort zu kennen. Nein. Ich habe in der Südwestpresse auch nicht gelsesn, mit wem ich Interviews gemacht hätte, ich war mal in Karlsruhe und habe dort mit äh Thomas Fischer auch gesprochen ähhm in einem Interview bei dem ich dabei war. Thomas FIscher ist ja Bundesrichter am ääh Bundesamt BGH, und ich erinner mich an die Antwort auf die Frage ‚Herr Fischer, sind wir auf dem Weg in einen Überwachungsstaat, und Herr Fischer lacht und sagt ‚wir sind in einem Überwachungsstaat‘. Ist das ein Verrückter, dieser Bundesrichter. Ist das ein Hippie? Ist das ein Verschwörungstheoretiker? Kennt der sich möglicherweise aus mit der Rechtsprechung, oder ist das vielleicht ein Vollblutdemokrat, der von seinem Mutlevel ähh im- im- in der- [unverständlich 1x) wo nur wenige Leute wissen wissen, wie der Mutlevel, ist das vielleicht der Fall. Und ich mache mir über dieses Land dahingehend sorgen, dass es immer mehr Themen gibt die man leise im großen Club bespricht, nicht auf der Waldorfschule, weil da könnte man ja mt dem was ich bisher gesagt habe ja in Kontakt gebracht werden. Wer möchte das schon. Wer möchte denn das später sagt ‚Herr Jebsen sprach in der Waldorfschule über Humanität‘, damit möchte niemand in Verbindung gebracht werden, richtig? Oder Griechenlandhilfe, oder NATO-Geheimarmee, Uranmunition. Das möchten wir nicht, warum nicht? Weil es Fakten sind. Und wir möchten nicht mit desen Fakten be- be- bel- behelligt werden, und da möchte ich mal Herr Broder zitieren, mit dem mich ja eine enge Freundschaft verbindet, und der hat mal gesagt, er lässt sich seine Vorurteile doch nicht durch meine Fakten verhageln. So siehts aus. Okay? Und es ist überhaupt keine gute Idee, einen äähm halbiranischen Aktivisten auf seine Resistenz der öffentlichen Meinung hin zu testen ob jemand wie ich aufgibt. Gar keinen Fall. Ich gebe auf gar keinen Fall auf, weil das ist für mmich ein kleinbeigeben, vor dem was ich glaube was ich in diesem Land das Recht habe, ich habe das Recht in diesem Land, egal welchen Quatsch erzähle, meinen dass was ich mir überlege oder das was ich als Journalist recherhchiert habe, laut und öffentlich auszusprechen. Und wenn das nicht mehr geht, wenn das jemand anders privat regelt, dann befinden wir uns in einer Gesellschaft, die beginnt, totalitär zu werden [20:52]. Und wir sind in einer Gesellschaft die totlitär wird. Wir sind in einer Gesellschaft in der nicht nur das Kanzleramt abgehört wird sondern die gesamte Industrie, und das ist gesetzlich verankert in den G110-Gesetzen, nachzulesen bei Josef Foschepoth in seinem  Buch Überwachtes Deutschland. Ob das die Waldorschule im Unterricht mal durchnimmt? Ich finds richtig wenn alle Schüler irgendwie abgehört werden können, die neue Freiheit. Ob das mal durchkommt, Icih weiß es nicht. Was ich sagen möchte, wr haben in Europa ein enormes Problem, der Euro wurde eingefphrt undter unterscheidlichsten äähh Prämissen, unter anderem um die Deutschen äähh einzubinden in Europa und dafür kriegen sie die Wedervereinigung, und man hat dann gesagt, Helmut Kohl hat das damals gesagt, und Helmut Kohl hat das damals gesaht, ich erinnere mich genau, dass der Euro dazu da ist um Europa um die Völker zu einen. Und wenn man sich anschaut was der Euro bisher geleistet hat, dann ist der EUro ein Spaltpilz. Der Euro spaltet Europa. Der Euro wird die Deutschen die sehr stark sind ökonimisch ähh ähh sind die die alle anderen vermessen, ja. Und  ich habe kein Problem damit und es ist auch absolut richtig, dass ein Land wie Portugal, ein Land wie Spanien, Italien, aber natürlich auch Griechenland, dass die sich was ihre Struktur angeht von großen Teilen ihrer Korruption befreien müssen, das ist absolut richtig, aber ist Geld denn wirklich alles, geht es nicht auch um Ethik, geht es nicht auch um Moral, geht es ncht auch um Menschenrechte, geht es nicht um diese Werte, oder sind es nur Börsenwerte. Und ich höre von diesen Werten, von diesen Börsenwerten höre ich in Europa zuwenig und als jemand der auch auf den Montagsmahnwachen aufgetreten ist und das angesprochen hat, habe ich mir natürlich wieder eingefangen ich wöre jemand der die Welt sehr verkürzt darstellt. Ich möcht‘ mal zwei Zahlen von der ähh ETH Zürich zum besten geben. 83 Menschen kontrollieren über hundertneunundvierzig Frmen einen Großteil des Planeten und s ind im Besitz einer Summe, soviel wie 3,5 Milliarden. Das sind offizielle Zahlen. Ist das jetzt verkürzte Kapitalismuskritik, oder was ist das? Es sind die Fakten. Und wahr ist einfach, egal wie man das jetzt bewertet und das ist keine Verschwörungstheorie, dass auf diesem Planeten es ein Ungleichgewicht gibt zwischen sehr vielen armen Leuten und sehr wenig reichen Leuten und das kann man doch einfach mal so sagen. (23:00] Und da kann man doch mal als Bürger ähh Journalist Aktivist sagen, ich finde das nicht in Ordnung weil das führt mittelfristig zu Krieg. Diese Ungleichheit führt zu Armut, führt dazu dass Menschen keine Bildung haben, und das treibt sie in den Terrorismus und das führt zu Krieg. Und ich sag es Ihnen, ich bin vielleicht en Träumer oder einnaiver Mensch, das habe ich von Steiner mitbekommen, ich bin gegen Gewalt. Ich bin gegen Gewalt. Ich bin gegen Krieg. Ich finde es nicht gut, dass Deuthscland der drittgrößte Waffenexporteuer der Welt ist. Ich lehne das ba. Und wer Waffen exportiert und wer Kriegsgebiete schafft, der muss auch die Flüchtlinge nehmen [Applaus]. Danke. Und und wenn Firmen, ja, nicht nur Waffen prodzuieren sondern gleichzeitig auch neoch eine geigantische Prothesenindustrie haben, ja, dann reicht es mir, das ist wirklich ehr zynisch, Und gerade hier in Baden-Würtemberg, [23:45] ich war hier vie lunterwegs gerade mit auch Willy WImmer auch ja wir haben versucht an der Waldorfschule zu sprechen mit Willy Wimmer, das war nicht möglich, Weil –  er ist nur der Vizepräsident der KSZE. Da sind wir nach Salem gegangen, dort konnten wir das machen, da steht zwar nicht freies Salem, sondern nur Salem, aber an der freien Waldorfschule war das eben nicht möglich, weil die eben irgendwie gar nicht mehr frei ist. Und da stelle ich mir schon die Frage, wenn ich heute und ich war in Dornach ich habe mir da die Betonpaline mal angeschaut ja, also wenn ich heute auf er suche nach antroposophischem Geist bin, dann werde mit hoher Wahrheinlichkeit nicht bei anthroposophischen Schül- bei antroposophischen Schulen bei bei den Lehrern fündig,  bei den Schülern werde ich fündig aber eben nicht bei den Lehrern und das stört mich, was ist aus dieser Waldorfschule geworden, ist das noch ne Waldorfschule [Verhaltenes Klatschen und leiser Applaus] [24:30]. Ja. So. Und vielleicht für alle die es gar nicht wissen, die Aldorfschule heisst ja Waldorfschule weil in der Zigarettenindustrie von Waldorf-Astoria ja die Kinder unterrichter wurden und ich bin überhaupt kein Fan von Rudolf Steiner, ich habe mir nur das rausgenommen was ich für wichtig halte. Und was ich bei Rudolf Steiner gelernt hab, was ich auf der Waldorfschule gelernt hab, auch in der Christengemeinschaft gelernt hab, das man mutig sein soll, wenn nich Chrstengmeinschaft gehört hab, da habe ich automatisch so n Bild von einigen wenigen Christen die ejagt werden durch durchgeknallte Römer in den  Katakomben. das  ist das Bild was ich habe [25:02]. Und ich habe auch den Brief gelesen, in dem die Christengemeinde auf Anfrage gemeint hat ‚ja, möglicherweise stimmt das gar nicht, was man dem Herrn Jebsen unterstellt, aber das wissen ja die anderen nicht und dann weiß man nicht, ob das auf uns abfärbt. Und da muss ich sagen Wow Toll wenn Jesus Christus wieder erscheinen würde ob die ihn aufnehmen? Also Jesus Christus historisch gesehen, das war ein Aufrührer. Der war gegen den Staat. Und der war mit diesen zwölf Typen das war ne Terrorzelle, der war auch da im Raum Palästina immer schon ein Krisengebiet gewesen der hat gesagt gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was. Also das war ein Aufrührer. Oder? Würden die den aufnehmen oder ist das zu gefährlich? Würden die Geschwister Scholl unterbringen oder ist das zu gefährlich? [25:45] Und das ist der Punkt, ich finde es interessant, wichtig und es bestätigt auch nicht meine These – sondern die These von Marshall McLuhan, dass etwas nicht mehr funktioniert. Das Informationsmonopol ist gebrochen, ich weiß nicht ob die Südwestpresse das weiß, aber wenn man die Südwestpresse nicht liest gibt es noch andere Zeitungen. Und es gibt auch noch dieses Internet , dieses Youtbe und Facebook, man kann sich auch an anderen Stellen noch schlau machen und es reicht nicht, vier Artikel zu bringen um irgendwie Angst zu schüren, die Leute kommen trotzdem. Und das ist genau das, was die Leute auf der Waldorfschule lernen sollten, die meisten sind doch Waldorfschüler, das habt ihr richtig umgesetzt, ihr sollt auch mal an der richtigen Stelle der Obrigkeit der Autorität widersprechen, und wenns Eure Lehrer sind. Gut ist das. Das ist gut. Wenn Eure Lehrer und das harte Wort mal nicht die Eier haben hier zu erscheinen dann solltet ihr folgendes tun, ihr solltet Euch vor Ort schlau machen mit wem Ihr es hier zu tun habt. Und ich kann Euch nur sagen, ich bin ja so ein Rebell geworden, weil ich soviel Waldorf ähh weil ich so oft in der Waldorfschule war, bis zur 13. Klasse. Und diejenigen die heut hier herkommen haben auch das rebellische an sich und wir brauchen mehr Rebellisches. Ja, wir brauchen mehr revolutionäres, ja, wir brauchen mehr mutige Menschen, die einem Trend der unheilvoll ist sich entgegenstellen ohne Rücksicht auf ihre spätere Karriere. Der Kapitalismus hat uns niiicht viel anzubieten außer Flachbildschirme und GEbrauchtbenz. [27:06] Das rock tmich nicht. Tut mir lelid. Und das große Problem was diese Gesellschaft hat ist das diese Gesellschaft gedrillt ist von Anfang an wir haben uns ja im Vorfeld auch drüber unterhalten ääh wie die Frau benutzt wird, wie die Kids benutzt werden, diese Gesellschaft funktionert in allen Bereichen als Pyramidensystem und mit Feindbild. Mit Feindbild. Sie können nicht sagen ich bin Freund vom vom ääh VFB hier ääh Stuttgart, ja -sie- wenn Sie gegen Bayern München spiele dann spiele sie gegen [betont] Bayern München. Sie sind vielleicht für Fußball das funktioniert nicht. Sie sind gegen Bayern, sie spielen gegen Bayern München, wenn sie sich einen Mercedes kaufen dann fahren sie dann sind sie nicht besser, Sie sind gegen BMW. Wenn Sie in Ihrem Job irgendwie erfolgreich sind müssen Sie besser sein, es kann oben an der Spitze nur enen geben. Und das ist das wa sich gelernt habe, ja, ähmm, wir sind, äh wir komen als emphatische Menschen auf die Welt, und as erste was wir erleben ist, dass unsere Mutter der wir gerade irgendwie ziemliche Schmerzen bereitet haben, dass die uns in die Armee schließt, uns an die Brust setzt, und erstmal sagt ‚Schwamm drüber‘, Du bist mein Kind, das ist Empathie. Das ist Empathie, ja, sogar Frauen die vergewaltigt wurden, lieben ihr Kind, das ist ein natürlicher Reflex [Mal abgesehen favon, dass er hier frauenfeindlichen, verallgemeinernden Bullshit verzapft: Jebsen scheint auf der Waldorfschulenicht den Utnerschied zwischen Reflex und Handlung, zwischen Reaktion und Verhalten, gelernt zu haben] und auf dem Weg durch die Instituionen lernen wir öähm uns gegenseitig zu bewilligen, dabei ist der Mensch ein soziales Wesen [28:19] aber Du musst besser sein, deswegen kriegst Du auch Noten, da kannst Du sehen, Du hast ne sechs oder Du hast ne zwei und Du hast ne zwei – und wenn ich die Zahlen anguck‘ dann weiß ich alles über dich. Du bist ne Zwei. Verstehst Du? [Applaus]. Und das ganze brech ich noch runter. Du bist null ,dein Volk ist eins mein Freund – ja, das ist der Neanderdigitaler und da hast Du gefälligst mitzugehen. Warum? Weil wir sind die meisten, wir sind schon vor dir da gewesen und die meisten haben immer Recht, das ist doch völllig klar. Der zweite Weltkrieg war deswegen so erfolgreich weil die meisten dabei waren [Bullshit – merkt er, was er für einen schwachsinn verzapft. ‚Der Weltjkrieg ewar erfolgreich‘] Die die Masse sagt, wenn das ganz viele Leute sagen dann ist das richtig, das ist das Amazon-Prinzip, Leute die das gekauft haben, haben auch das gekauft. Ja, aber vielleicht war das scheisse. Okay? Leute die das behauptet haben, haben auch das behauptet, dabei stimmt das ga rnicht. Aber wir sind die meisten. Okay? Als Albert Einstein, kein Waldorfschüler muss man sagen. Da gabs wenig später einen Brief unterschrieben von hundert Physikern, und da stand drüber ‚Der Scharlatan‘. Einstein wird heute gefeiert, aber direkt danbach nach seiner Relativitätstheorie wo der Raum und die Zeit angeblich gekrümmt sein soll hallo wo gehts noch, da haben hundert Profis gesagt das ist ein chharlatan. Ich meine, da kommt der Einstein einfach daher und sagt alles was die vorer bahaupteten das stimmt gar nicht? Der ist doch ein Verschwörungstheoretiker. Wir können daran erkennen, das die Wahrheit offensichtlich variiert. War das damals wahr oder ist das heute wahr. Oder – was ist Wahrheit, ist das mein Zustand zu dem was ich akzeptiere? ISt es das? [29:55] Die Erde war lange Zeit eine Escheibe obwohl sie keine war, aber wenn Du gesagt hast sie ist keine Scheibe warst du natürlich ein Verschwörungstheoretiker. Verschwörungstheoretiker hießen früher einfach Ketzer, okay? Und früher hat man sie auf den Scheiterhaufen gepackt, heute steckt man sie in den modernen Scheiterhaufen. Und macht sie dort fertig weil das netz ja nichts vergisst der Artikel von Kollegen xy beibt ja immer im Netz. [Was soll das Netz nicht vergessen? Die Dinge, die Jebsen nie sagte? Bullshit!] 30:17] Und wir müssen uns die Frage stellen weil wir es mit Technologie zu tun haben die sich verselbständigt, was passiert eigentlich mit einer Gesellschaft, die nichts vergißt? Elementare Fragen. Wenn jemand jemanden umgebracht hat, ja fahrlässige Tötung oder vorsätzlich, und der geht ins Gefängnis und der kommt raus nach fünfzehn Jahren zum Beispiel ja , dann kann der bei Null anfangen. Das heisst nicht, dass das vergessen ist, dass heisst nicht, dass das verziehen ist, aber er hat seine Strafe abgesessen, sie ist nicht zurück- rückgängnig gemacht, aber er hat die Chance und das Recht ein neues Leben anzufangen. Geht das noch, wenn Google sich immer erinnert?  Geht das noch? Wenn irgendjemand irgendeine Grütze diffamierend über jemanden ins Netz stellt, wenn jemand behauptet, vielleicht ist das in fünf Jahren im Weg, wenn der sich irgendfwann mal bei Daimler bewerben will. SIe haben da mal mit diesem Verrückten. Wie gehen wire damit um. Welche Macht hat so ein Journalist, wenn der so etwas macht. das muss man zuende denken. Dass trotzdem soviele hier sind, dass hat was damit zu tun dass es das Internet gibt, Angela Merkel spricht von Neuland. Und – der Unterschied zwischen der Utnschied und was viele nicht verstanden haben womit wir es wirklich zu tun haben, dabei steht es schon in den Büchern von Marshall McLuhan schon in den fünfziger sechziger Jahren, das Informationsmonopol der Medien ist gefallen, das heisst, auch wenn es nicht in der Süddeutschen steht, nicht in der Zeit, steht, nicht in der Welt steht, nicht in den üblichen Verlagen drin steht, kannst Du dich schlau machen. Wir haben in Deutshcland zwischen drei und dreihundertfünfzig vierhundert Zeitungen in der Hand von nur drei, wir haben in den Vereinigten Staaten sieben Medienkonzerne die von sechs kleineren Familien beherrscht werden. Eine Firma wie zum Beispiel NBC der zweitggrößte Medienkonzern der Welt ist gleichzeitig derselbe Laden wie General Electrics, der zweitgrößte Rüstungskonzernkonzern der Welt. Schreibt darüber die Südwestprese mal was? Ich finde es wichtig. Hat eine Firma wie NBC Interesse darin kritisch über Produkte von General Electric zu berichten? [32:06] Auch wenn dieses Unternehmen defizitär ist: Wie funktioniert es? Es funktioniert indem es zum Beispiel wenn in der Politik ein Kreig angeschoben wird, der dann von General Electrics-Waffen ermöglicht wird, immer wohlwollend oder alternativlos dorthinschreibt. Und das ist so ähnlich wie, ja die Technik ist so ähnlich, wir nennen das Framing, wenn Sie – wenn Apple ein neues Spitzenprodukt, ja, Think different, ja, lass andere irgendwo sich totschuften aber zeig es nicht, ja. Also wenn Apple irgendein neues Produkt an den Markt bringen will, das Iphone7 z.B. ja, wie machen die das? Die entwickeln dieses Produkt das ist klar, aber dann machen die was anderes. Dann buchen sie weltweit riesige Plakatwände damit auch jeder davon erfährt, dass es dieses neue Produkt gibt. Solange diese neuen Plakatwände aufgehängt werden, werden Millionen verbraten für Werbung, und das rentiert sich erst, wenn das Produkt dann auch kommt. Das Produkt muss kommen damit die Werbung die vorfinanziert wurde wieder eingespielt wird und die Gewinne gemacht werden. [33:06] Und es ist nicht so, dass in Deutschland die Menschen für  auf die Straße gehen würden für was wo sie sich einsetzen, es ist immer noch so dass die Menschen bereit sind vor den Apple-Shops zu campieren wenn es um eirklich wichtige Dinge geht. Und dann nehmen sie sich so ein Iphone werfen es hoch und werden von allen fotografiert und machen Selfies und sind der Held für einen Tag. Aber so funktioniert das Prinzip. Sie machen Werbung, wenn SIe das Produkt in der Hinterhand haben und erst dann rechent sich das. Sie müssen auch Befdarf schaffen ja für den Krieg, und das ist das was wir im Moment erleben, im Moment wird in Europa zum Beispiel Bedarf geschaffen für einen Krieg mit Russland, das sagt gar nicht ich, das sagt George Friedman von Stratfor. Ob darüber irgend jemand spricht? Ich habe es nicht gehört bei Klaus Kleber, Anne Will oder wer auch immer. Ich hab davon nichts gehört, obwohl er einen langen Vortrag gehalten hat, wir haben den verlinkt. Er hat gesagt wir haben von Anfang an als Amerikaner ein Auge darauf und zwar schon seit 18-x, dass Deutschland und Russland sich nicht zu gut versteht, warum ist das so? Weil wenn deutsche Technologie und russiche Rohstoffe zusammen kommen, dann fehlt etwas, ein Feind. Wir brauchen einen Feidn. Wenn die sich verstehen und Geschöfte miteinander machen wo bin ich dann als Amerikaner mit einem Bru- mit einem Bruttoinlandsprodukt von 40% aus der Rüstungsindustrie. Und Willy Wimmer von dem ich hier schön grüßen soll hat es mir noch einmal gesagt, das ist sein Satz: Die vereinigten Staaten könne mit einer friedlichen Welt überhaupt nicht umgehen. Fier brauchen den Krieg damit ihre Maschine überhaupt funktioniert [Applaus]. So – und wenn jetzt jemand zu mir sagt das sei antiamerikanisch, dann muss ich sagen eben nicht. Das ist proamerikanisch ich spreche im Sinne der amerikansichen Gründerväter, die damals das alles schon  gesagt haaben die vor stehenden Heeren gewarnt haben. Es ist ja gar nicht im Sinne der Amerikaner, dass amerikanische GIs -die letzten Schweine- in irgendwelchen Krisenherden verheizt werden, damit tut man denen ja gar keinen  Gefallen. Deswegen sage ich, holt auch die GIs aus den Krisengebieten, ja. Holt auch die deutschen Soldaten aus den  Krisengebieten, die können sich ja gar nicht für die Länder einsetzen wie das THW, die haben ime rnur eine Hand frei, in der anderen ist ja eine Waffe. Und das dümmste was man überhaupt tun kann, ist ein Land erst einmal von Gesandten besuchen lassen der eine Uniform trägt. Das hatten wir allen schon in Deutschland. Und im Moment ist es so, auch wenn es nirgendwo steht, wir sind im Moment mit deutschen Soldaten in mehr Ländern als Adolf Hitler das überhautp geschaft hat. Wir sind in Afghanistan länger als der erste und zweite Weltkrieg andauert. Warum lese ich nichts drüber? Das ist im Westen nichts neues. Wir beteiligen uns an diesen Kriegen, es waren die Grünen, es war die SPD die uns in den Jugoslawienkieg geführt hat, es war Joschka Fischer der sich jetzt in dem Spiegel ausdrückt Angela Merkel möge sich doch für die Dienste aussprechen, also für die Totalüberwachung. Wir sind alle potentielle Terroristen [verhaltener Applaus] okay – und dagegen wehre ich mich. Okay? Weil ich bin kein Terrorist. Aber wenn ich überlege wenn die Attentäter vom 11. September irgendwas gewollt hätten, nämlich dass die Amerikaner uns uns sich komplett überewachen, eine total perverse Gesellschaft schaffen, wo jeder überwacht werden kann, wo Du mit Drohnen jederzeit Leute umbringen kannst und zwar dreitausend allein im JAhr 2011 durch einen Friedensnobelpreisträger, dann haben sie ihr Ziel erreicht. Das ist diese Gesellschaft, von der die angeblich geträumt haben. Aber vielleicht haben die gar nicht von dieser Gesellschaft geträumt. Vielleicht hat eine Elite von dieser Gesellschaft geträumt, weil wir sind ja das Problem der Elite [36:22] , nicht die Taliban oder IS ist das Problem der Elite. Die Wahrscheinlichkeit in diesem land von der IS umgenietet zu werden ist sehr gering, da werde ich eher von einer pinken[?] S-Klasse überfahren. Was soll die ganze Panikmache? Die ganz e Pnaikmache seit dem 11. September bezüglich des Moslems. Das ist gruppenbezogenee Menschen- Menschenfeindlihckeit. Und ich kanns immer noch sagen: ich habe Defizite. Ich persönlich kenne nicht jeden der 1,7 Milliarden Moslems persönlich. Ich kenn‘ die nicht. Und ich bin auch nicht bereit, die zu bombardieren. Ich bin nicht bereit, von einem cleansauberen Krieg zu sprechen, wo Barack Obama jeden Mittwoch die Killlist unterschreibt, Drohnen runterschickt und pro Zielperson pro Target werden achtundzwanzig Zivilisten umgebracht. Aus der Friedensforschung wissen wir, dass wir das umdrehen müssen. [37:08] Wie lange könnte Göppingen damit leben können, wenn die Taliban die Drohnen hätten, und jetzt sagen würden: wir nehmen uns mal einen Waldorflehrer vor und wer im Schulklassenzimmer sitzt hat einfach Pech gehabt. Achtundzwanzig tote Kids. Und es würde regelmäßig sein. Das ist regelmäig so. Und da sagen wir nichts dazu. Da hör ich von unserer Regierung n ichts dazu. Weil wir mit zweierlei Maß messen. Wir paktieren mit Golfstaaten wie Saudi-Arabien, bei denen es Gesetz ist, Menschen die HAnd abzuhacken. Oder aber, den Kopf abzuuhacken. Wenn wir darauf aber hinweisen, dann ist das Tradition. Tradition – da mischen wir uns n icht ein. Ja, da dürfen Frauen nicht mal alleine Fahrrad fahren, und das sind unsere Werte ja, unsere Golfwerte sind das. Und wenn der  IS, und das sind ja nichts anderes als die Sturmtruppen der CIA. Und ich kann das beweisen, Ich habe mit der CIA gesprochen und die haben das bestätigt. Ja? Wenn die dasselbe tun, dann ist das barbarisch und das ist unsere Sprachregelung. Wenn ein schwäbsicher Vater in einem –  im Affekt seine Frau erschiessen sollte und die Kinder [In welchem Affekt – etwa, weil die mit Messern auf ihn zustrümen und ihn schon gepikst haben? Jebsen weiß offensichtlich nicht über die Bedeutung der Wörter mit denen er hantiert] ist es natürlihc ja, eine Familientragödie. Wenn es ein Türke das macht, dann ist ein Ehrenmord. Und daran erkennen sie schon, wie die SPrache uns in  Ecken treibt, Wir führen in Deutschland keine Kriege mehr, das ind friedenssichernde Maßnahmen, das sind Peacekeepingoperatios. Und es stört mich wenn die deutsche Bundeswehr an Schulen geht und Werbung für den Krieg macht. Ich weiß nicht ob sie schon auf der Waldorfschule war, aber würde man das durchgehen lassen weil ich hab ja gehört dass die Göppinger Waldorfschule eh schon so einen komischen Ruf hat. Ich habe auch gehört dass Göpping die unbeliebteste Stadt in Baden-Würtemberg ist und dass sich jedes Jahr hier dreiviertausen Neonazis treffen, da habe ich nochts drüber gelsen in der SWP, soll ich das machen. Soll ich mal mit nem Team kommen und mal die Ku-Klux-Klanmitglieder aus Stuttgart ablichten? Das ist doch Quatsch was hier passiert. Und um zurückzukommen, sie hgaben heute die Möglichkeit mit einem Smartphone das eine Waffe ist eine Situation dazustellen und ins Netz zu stellen. Und das kriegen sie nicht mehr gedeckelt. Und das is tein Riesenproblem für die Elite. Globale Eliten. Ja. Geldelite. Hat mir Kryszmanski der Elitenforscher seit dreissig Jahren hat das mir bestätigt. Lesen sie einfach seine Bücher, ja? Krysmanski – Elitenforschung das ist ein Dreiteiler aber lesens sie es eingfach. Das sind Profis die haben an der Hochschule Hamburg lange gelehrt.Profis –  warum sehe ich so etwas nicht eigentlich mal zur Primetime? Und das was ich hier heut esage das hätten sie schon 1968 hören können von Rudi Dutschke, wenn Sie den vielleicht kennen. Ja? Das was Herr Dutschke damals zu Herrn Gaus gesagt hat wo es noch Sendungen gab wo jemand vielleicht mal eine dreiviertelstunde durchreden durfte, das gibts ja heut enicht mehr, heute gibts ja Krawallshows, der hat ja damals schon gesagt, wir kommen ins Schlamassel rein wenn wir nicht aus der NATO rauskommen und dann haben wir die Probleme in Griechenland. Hää, worüber redet der? Der redet über den Putsch der da gerade stattgefunden hat. Es ist immer dieselbe Kacke. Es ist immer dasselbe. Und die Gefahr in der wir uns heute bedinden und ich glaube das hat mir Wimmer nochmal bestätigt [er glaubt dass? lustig], wir stehen vor einem großen Krieg der gewünscht ist, der angeschoben werden solldeswegen die Russenehetze. Die Gefahr ist dass wir es jetzt mit einer Generation zu tun hat für die ist Krieg abstarkt. Für die ist Krieg ein Vedeospiel. Die kennen das nicht. das ist irgendwie lustig. Das ist Berg- oder ein Beachtyp? Und man muss sich die Frage stellen. Wer es verhindert hat dass wir in einen Krieg gekommen sind es war auch die Regierung Helmut Kohl auf die ich damals als Juhendlicher nicht so stand, aber Helmut Kohl hat als Junge einen KRieg verloren, er war kein Fan von Krieg. Und die die uns in den Rieg geführt haben, wie z.B. Schröder und Fischer, die haben Krieg nie erlebt. Das ist diese 68-Generation, für die das abstrakt ist. Und ihr und ich – wir kennen Krieg nur aus dem Videopspiel. Und wenn etwas abstarkt ist, dann glaube ich das man diese Infaromation nicht transferrieren kann und daliegt die ganz große Gefahr. Wir leben in einer Gesellschaft in der wir von angang an darauf gedrilldt werden, da kann man zum Beispiel auch Arno Gruen lesen, ich weiß nicht ob ihr das Buch kennt, wider den Gehorsam, oder der Fremde in mir, ja, worauf worauf wir gedrillt werden um uns zu Konkurrenten zu machen. Undas ist meiner Meinung nach der absolut falsche Weg, wenn wir es nicht lernen auf diesem Planeten zu kooperieren, haben wir keine Chance. Und was wir lernen müssen, ja und da bekomm eich ungewöhnlich schnell zum Schluss zum Endes dieses Vortrags, weil ich bin offen für Fragen, wir müssen lernen als Spezies zu denken, nicht als Grieche, schwabe, Flüchtlicn, mit oder ohne Auto, wir müssen als Spezies denken und das haben wir nie getan, wir haben ein Entweder oder Denken und das funktioniert nicht, und wir sind auf diesem Planeten atomar bewaffnet bis an die Zähne und es ist nur eine Frage der Zeit wann es knallt wenn man sich mal mit dem Rainer Rupp auseinandersezt, der ja damals als Spion Topas einen Atomkrieg um Milisekunden verhindert hat, weil er bei der Übung AbleArcher 83 kurz angerufen hat bei der HVA hat er gesagt ‚Du das ist nur ne Übung‘, und da haben sie die Atombomben ienfach wieder von den Jets runtergenommen,w eil die waren schon in Ostberlin auf der Strecke. Unsere Gesellschaft usnere Führungen haben diese nukleare Hochrüstung genauswenig im Griff wie Tschernobyl und Fukushima. Überhaupt nicht. Und  – wir werden nie erfahren wer wann wo welche Bombe ausgeklinkt hat [42:02] . Und eswegen ist mein Appell n diese Gesellschaft. Wenn wir sehen, dass wir ein Regierungssystem eine Prameidengesellschaft geschaffen ; wo auch die Menschen ganz oben komplett überfordert sind, weil Angela MErkel kann es gar nicht reißen. Dann müssen wir dieses System ändern. Wir brauchen kleinere Kreise und nicht eine Pyramide von oben wo von oben eine kleine Spitze runter korrumpiert, das funktioniert überhaupt nicht. Denn- ich habe mal Spitzenpolitiker ähhm begleitet, wenn man sich deren Tagesablauf anguckt wieviel die um die Ohren haben diekönnen sich gar nicht damit auskennen, das funktioniert nicht, aber und das ist genau das wo ich seage wer ist den nschuld an der ganzen Misere. Na, ich. Ich bin schuld. Weil ich habe es zu gelassen, ich weiß das schon sehr lange, aber ich war nie zustädnig. Ich habe es zugelasen. [42:40] Warum? Weil eine Angela Merkel oder ein Wolfgang Schäuble ode rein Steinmeier oder wenn Du auch imme rnimmst, die habe ja ne Funktion,  die funktion dieser Leute überall wie EZB die Weltbank wenn Du Mario Draghi deren Funktio nist es das wir sagen die sind schuld. Und solange die Schuld sind, könne nwir ja unschuldig bleibe, das ist die Funktion. Weil wir glänzen durch Unterlassung, das ist es was wir tun. Und ich bin nicht mehr bereit zu unterlassen, das lerne ich aus der Geschcihte. Ich habe mich für die Werte der Demokratie und für Dinge die in diesem Land und in anderen Kändern stimmen weil sie die Ethik und die Moral mit Füßen treten, ich habe mich für zustädnig erklärt und ich habe mich aufgemacht das zu ändern. Und wenn man dafür angegriffen wird, dann sei es drum. Und deswegen vielen Dank fürs Erscheinen, ich stehe für Einzelgespräche wirklich zur Verfügung. Aber ich habe ja mit dem einen oder anderen Vater schon gesprochen, und auch mit Euch ja gesprochen, und das was ich hier sage das iwisst ihr ja im Bauch, deswegen seid ihr hier, ich muss Euch gar nicht belerhen. Ich habe gerade als ich in Athen war in einem Statement gesagt: Man sagt ja immer ähh die Jugend folgt uns. Gottseidank ist das nicht so. Die Jugend geht voran. Es ist Euer Planet. Okay. Und das was ihr macht ist ein guter Job. Ihrmüsst oihn auch zu Ende bringen. Okay? Und wir, die ähh Eltern und Großeletern die euch diesen Planeten in diesem Zustand überlassen haben wie er ist und er ist wirklich reparaturbedürftig, ihr dürft nicht und as überlassen. Ja?, weil man kann ein Problem ja nicht mit denselben Regeln lösen, wohin es geführt hat, und dass ich angegriffen werde, da hat schon Tucholsky einen schönen Spruch gehabt, und zwar dass diejenigen die auf den Schmutz hinweisen – ja- als gefährlicher eingestuft werden als die, die den Schmutz verursacht haben. Ja? Ich bedanke mich [Applaus – und Beginn der Fragerudne] [ Ende Vortrag: 44:33]

[47:33] Und deswegen – ich glaube, dass wir eben icht in einer demokratischen Gesellschaft ähh ähh ähh leben, solange zum Beispiel ähhm das Schöpfen von Geld in den Händen von einigen privaten Banken ist. Dann ist es keine Demokratie. Wenn der Staat, wenn wir uns von privaten Banken Geld leihen müssen, was wir verzinst zurückgeben müssen, dann ist das fremdbestimmt. Der Staat sollte sein Geld selber drucken und es gab auch möglichkeiten dass Geld zum b Eispiel wie bei Silvio Gesell gerostet hat in Wörgel, aber dieses Experiment das sehr erfolgreich lief in den dreißiger vierziger Jahren wurde dann durch die Zenralbank aufgelöst. Warum? Wel die Zentralbank davon nichts hatte. Nur darfst Du natürlich nicht sagen, weil das ist dann verkürzte Kapitalismuskritik und man zeigt auf irgendjemanden der so was ähnliches vielleicht auch schon gesagt hat. [48:13] [Die gute alte strukturell antisemitische Zinskritik und der Held der Zinsgegner Silvio Gesell – Jebsen kann zurecht als der Führer der Wahnmacher bezeichnet werden.

 58:30: Frager: „Sie oder Du haben vorhin den islamischen Staat als ähh Sturmfront der CIA betitelt. Das hätte ich gern ein bißchen begründet.“ Jebsen: „Okay, ähhm die Frage ist, ich habe d-d-den IS als Sturmtrupp der CIA betitelt und das hättest Du gerne begründet. Ähhm, gut. Was ist der IS? Der Islamische Staat, was ist das, es ist vor ein paar Tagen ein Papier von amerikanischen Geheimdiensten aufgetaucht, duchgesickert, dass der die Amerikaner vom Entstehen des islamischen Staates seit mindestens 2012 wissen, und äähhm, die Chancen so drückten sie sich aus darin erkannt haben was man damit anfangen könnte. Warum? Weil Terror ist ein Tool, man nennt das Terrormanagement. Wie geht das. Wenn wir uns die SItuation im Orient angucken es ist ziemlich komplex aber man kann zwei große Strömungen feststellen, wir haben auf der einen Seite eben die Sunniten, das sind die Golfstaaten, das ist der die Mehrheit des Islam, und wir haben die Schiiten, da haben wir als drittgrößten Staat den Iran, wir  haben rain, wir haen Teile von Syrien. So – und die können nicht so richtig gut miteinander. So wie lange das zwischen Protestanten und a auch so war, und wenn ich da an einem Hebel ansetze, dass die sich gegenseitig bekriegen, hat man das Prinzip wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte. Warum sollten wir da Geld investieren? Na – weil wir ein Problem haben. Milliarden Barrel von Erdöl, amerikanischem Erdöl befinden sich unter arabischem Sand. und das kann ja wohl nicht sein. Und deswegen brauchen die den Fuss in der Tür und deswegen wird Terrorismus imme reider beuntzt, inzenierter Terrorismus untereinander, damit die gegenseitig miteiander beschäftigt sind. Das ist keine neue Taktik. Ihr erinnert Euch vielleicht noch in den achtiger Jahren an die Iran-Contra-Affäre,  das hat man auch zugegeben, ja, das hat ja Breszinski der Präsidentenberater zugegeben, dass wäre nicht in Ordnung gewesen aber es wäre effektiv gewesen. Man hat erst den Irak ermuntert den Iran anzugreifen, ja, ,also ein sunnitisches schiitisches ääh äähhm  Land haben sie angegriffen und parallel dazu hat man den Iran mit Wafen beliefert, warum? Damit der Krieg andauert. Denn Krieg soll andauern, damit die miteinander beschäftigt sind, denn ein paar amerikansiche Soldaten sind zu wenige, um so ein Land zu beherrschen. Ich ääähmm, hatte einmal mit Roth ein Interview gemacht, ein Offizier der bundeswehr, der da nicht mehr ist. Und der hat mir mal den Fünferkreis des Militärs bei der Kriegsführung beschrieben. Und ich dachte immer ääh so naiv wie ich war, obwohl ich selbst bei der Bundeswehr war, also naja wenn ich ein Land kaputt machen will dass über Waffen verfügt was mache ich als erstes, ich greife natürlich deren Waffen an, damit die keine Waffen mehr haben. Erstmal völlig naiv gedacht, natürlich nicht. Die Waffen und deren – die Art sich zu wehren, das nehme ich ganz zum Schluss. Zuerst zerschlage ich die Infrastruktur. Dann sch- bombardier ich ziviler Ziele. Dann bombardiere ich Krankenhäuser. Dann bombe ich die Indurstrie. Und ganz zum Schluss bombardier ich die Waffenindustrie, damit die sich wehren können, und warum, damit möglichst viel kaputt ist, was ich später auch aufbauen kann. Und so läuft Krieg. Krieg läuft im Jugoslawienkrieg zum Beispiel so. Da treffen sich die kriegsführenden Parteien, also die eben Krieg führen wollen, bevor der Krieg angeschoben wird mit Fakebildern, treffen sich in den ensprechenden Ministerien die Großen und sagen ‚Hör zu, Du bombardierst diesen Teil und Du bombardierst diesen Teil, und dann baust Du diesen Teil auf, und ich bau diesen Tiel wieder auf‘. Und die Amerikaner und die NATO zusammen, Deutschland war ja dabei, habe im Jugoslawienkrieg vier Milliarden in Bombardements investiert. Und dann sechzig Milliarden AUfbauprogramme, die natürlich bei uns für Traffic gesorgt habe,. Dann ist da s jat total pervers. Ja, das ist das. Das ist das. Und was heute der IS ist, was ja radikale Suniten sind, das hieß vor wenigen Tagen noch die Freie Syrische Armee, und davor hieß es die Al-Nusra-Front, und davo rhieß es Muschaheddin, und dann war es Al-Quida. Bin Laden ist ein ehemaliger CIA-Agent, ja. Und er hat mit denen zusammen gerabrietet. Es gibt Bilder,, wo Bin-LAden un d Berzinbksi auf einem Foto sind und er dem anderen zeigt, ähh, wie eine moderne Eaffe funktioniert, und dann hat er die Datenbank gegründet, und alle Kämpfer die eingesickert sind unter einem Namen verbucht, damit man weiß wenn man da hat, und das ist Datenbank und das steht arabisch Al-Quida. Das ist das was wir tun. Und das sage nicht ich, das sagen CIA-Analysten, man muss da einfach Norman McCoy lesen, ja? Heroin und CIA, inszenierter Terror, das sind CIA-Analysten die keinen Bock mehr drauf haben, die schreiben das. Ein Ray McGovern. Googelt was Ray McGovern in Berlin gesagt hat, das ist so. Ja? Und das ist genau der Punkt. Hier in diesem Terror ist ja nicht, er ist ja nicht dafür da um dort irgendwas anzurichten. Oder die größte Gefahr vom IS-Terror, die betrifft ja die Moslems selber, die kommen ja um, aber uns will man dazu bringen dass wir sagen, naja, da müssten wir unseren Rüstungsetat doch mal ein bißchen ähhm ausnahmsweise müssen wir den hochfahren. Und das machen wir ja auch, ja. Wir sollen ja unsere Ruüstungsetats um zwei Prozent hochfahren,  ja,wären für Deutschland ein paar Milliarden mehr, wir brauchen noch mehr Flugzeuge, noch mehr Panzer, noch mehr TransAll-Ersatz uns so weiter. Ja – und ähhm dann gibts ein Land was dem Schon Vorschub geleistet hat was das schon vorbildlich getan hat, was den größten Rüstungsetet am eigenen BIP schon gemacht hat und sogar über 2% des BIP 2,8% und das ist? Griechenland – die größte PAnzerarmee und man hat extra geagt bei der Troika hört zu Jungs, Ihr könnt sparen überall, aberIhr spart nicht bei der Rüstung. Es ist ein Geschäft, und für dieses Geschäft brauchst Du ein Feindbild. Und ich möchte an dieser Stelle auch mal auf einen Vortrag hinweisen den ich an der Uni Tübingen gefilmt und ins Netz gestellt habe, ja , mit Professor Rothfuss, ja, als auch Ganser in Tübingen war, und der beschäftigt sich schon sehr lange mit Feindbildgenese. Wir sind arauf gedrillt dass man uns oin Angst und Schrecken versetzt, dann man Hysterie bei uns erzeugt, dass ich in dem IS da ’ne Gefahr erkenne. Nuur – ich habe gerade mit Rainer Rupp gesprochen, und Rainer Rupp hat mir npch mal bestätit aus iraelischen zietungen abgelsene, dass IS-Kämpfer, aso radikale Sunniten die wir angeblich bombardieren ja, dass die wenn sie in Srien sind, da werden sie unterstützt weil der Assad kommt ja da weg obwohl das ein säkularer STaat ist und wenn verletzte IS-Kämpfer auf dem Feld liegen bleiben dann hiolt sie ISrael und schickt sie in isrlaerische KRankenhäuser und schickt sie wieder zurpck. Es gibt gut und schlechte Terroristen. Gute Terroristen sind sie wenn sie nach unserer Pfeife tanzen, und schlechte Terroristen sidn sie wenn sie dagen Game over und einfach weitermachen, da pdfeifen wir drauf, Und das ist der Punkt, ja und das müssen wir verstehen. Wer schlachtet sich da eigentlich  ab? Das sind junge Männer ohne Zukunft, und das ist Krieg. Was ist Krieg, ganz komliziert, es gibt ein Buch aus den siebziger Jahren ‚Kinder morden aus Staatsräson‘, die werden in Länder, die über eine hohe Population ääähhh verfügen und wo es totalitätre System ääh gibt, wie werden die den ndiese Bevölkerung los, na durch Kriege. Die werden in die Kriege geschickt. Die schicken Maschinen, die schicken Kriege. Ja, die zetteln Kriege an. Und Krieg ist ganz simpel, ich habe keine Ahnung, aber es ist ganz simpel ,Krieg bedeutet wenn ganz wenige reiche alte Männer ganz viele arme Junge Männer dazu bringen sich gegneseitig umzubringen, das ist Krieg, sonst nichts. Und ich kann nur sagen schiessen Sie niemals auf jemanden den sie nicht kennen. Und jemanden den sie nicht kennen, und jemanden den sie kennen, auf den brauchen sie gar nicht schießen. Ja? Schießen sie nicht auf irgendwelche, gehen Sie nicht in den Irak, gehen Sie nicht in ääähnah äähhh in irgendwelche Länder, oder lassen Sie sich erzählen, sie würde dort für die Freiheit oder die Demokratie känpfen, das tun sie nicht. Sagt Egon Bahr. Der Architekt der Friedensverträge mit Russland. der sagt, in einer Schule, auch ein Verschwörungstheortiker mit eine rkomsichen Erfahrung, der Mann war dabei, also ist der wahrscehlnlich voreingenommen. Der sagt, vergessen Sie was man Ihnen in der Schule erzählt, ja, bei Kriegen und Konflikten und in der Politik geht es nie um Demokratie ja und Menschenleben, es geht um Interessen und Geschäfte. Sagt Egon Bahr. Ich hab Egon Bahr zugehört. Ich glaube Egon Bahr. Weil Egon Bahr war -anders als ich- Egon Bahr war da. Ich hab auch Scholl-Latour gesporochen, Scholl-Latoru hatte die Leute dort verstanden. Der kannte den Unteschied zwischen Suniten, Wahabiten, Paschuten. Nicht von einem Flugzeugträger aus gesagt, ‚ich glaub so müsste  es sein‘. Und das ist das, was wir auch heute erleben, da will ich nochmal zu meinen Freunden von den GEZ-BEhörden kommen. Ein Reporter ist jemand, den man inn ein Krisengbeitschickt, und der reportiert von dort. Heute ist es so, dass diese Reporter rnicht mehr bezahlt werden könnten weil das ist zu teuer. Also greifen wir auf eine Person zurück, die irgendwo auf einem Flugzeugträger sitzt oder irgendwo im weißen Haus und die erklärt uns dann die Lage im Nahen osten und das sollten wir nicht tun. WIr sollen uns die Fage stellen wo unsere 8 Milliarden eigentlich hingehen, das wir uns flächendeckend keine eigenen Reporter leisten können, sondern die Nachrichten von Reuters und CO. übernehmen müssen. Ich halte das für eine gefährliche Politik, wenn wir auf Einzelquellen zurückgreifen und das sagt Reuters ja von sich selber: Before it’s news, it’s Reuters. Und das wird dann abgschrieben. Ungeprüft abgeschrieben. [1:06:55]

[1:29:20] Unbekannter Lehrer der Waldorfschule: „Also es stimmt ja schon, ähh was man so sagtgestatte mir den Ausdruck Du bist ein rhetorisches Maschinengewehr. Ähhhm bitte verzeih den Ausdruck, ich bin Pazifist. Von Anfang an. Ähhhm wenn ich jetzt die vielen jungen Menschen hier seheund mir überlege was bleibt in ihren Köpfen jetzt von dem was Du gesagt hast, Du hast eine Unmenge an Fakten, Informationen gegeben. Ich sage es ist eine Unmenge von Fakten und Informationen auf Euch hereingebrochen. Ähhm was bleibt übrig? Bleibt übrig, der Wunsch zu revoltieren? Den Du sehr stark durch deine Art, durch deine Präsenz, auch körperliche Präsenz rüberbringst. Oder was was belibt von jedem einz- was hat jeder einzelne mit- das müsste er eigentlich es jetzt zu Papier bringen. Er m üsste sich hinsetzen, einen Zettel nehmen und den wichtigen Gedanken der da ist für sich aufschreiben. Und ich fange einfach mal mit mir an: Was nehme ich mit von Dir? Einen unwahrscheinlich engagierten MEnschen, was ähhh die Zeitgeschichte betrifft, was die Beobachtung der politischen der ökonomsichen Welt betrifft. Ähhh. Was ich aber ganz besonders mitnehme, das ist das was Du gesagt hast über die kleine Gruppe. Über die Familie. Wo fängt denn der Firedenzwischen uns zwei an. Wenn ich den Gegner bin und Du meiner, dann kann es auch im großen keinen Frieden geben. Und das ist eigentlich das was ich den jungen Menschen sagen möchte. Beginnt bei Euch in der kleinen Gruppe, und überlegt Euch, wo bin ich denn jemand. Warum ist mir der unsympathisch und der andere sympathisch. Hat mir vielleicht der unsympathsiche was zu sagen? Ja – jeder muss das für sich heraussuchen. Was Du jetzt in einer unwahrscheinlichen Fülle dargeboten hast. Denn das kann kein Mansch sich merken. Ich ja auch nicht. Und ich hoffe, dass es wenigstens ein Impuks ist mal anders zu denken. Ja – nicht imme rnur dem Mainstream mitzugehen. Ja, sondern da ist jemand der denkt anders. Und ich probiers auch mal. Und dann fang ich an in meiner Klasse, in meiner Familie mit meinen Geschwistern ich fange in der Schule an und später im Betrieb. Ja – das wäre mein Wunsch ja. Das wir nicht einerlei werden, sondern das jeder für sich ein freier Mensch wird. Und ich hoffe dass Du ein bißchen dazu beigetragen hast. Jetzt, ich muss unwahrscheinlich rauchen, ich geh jetzt einfach raus.“

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KenFMs Traumschiff: Völkerfest und ‚Inshallah‘

Lejeune:  „…wir sind auf hoher See in internationalen Gewässern und wir lassen uns von keiner Seeeblockade aufhalten, im übrigen haben wir, als wir internationales Gewässer ereichten, die griechische Fahne eingerollt, und eine palästinensische Fahne gehisst, die -äähh- Juliano II. segelt unter palästinensischer Flagge nach Gaza, das ist ein ganz starkes Symbol für den Freiheitskampf des palästinensischen Volkes, den wir -ääh- unterstützen, und unsere Solidarität gilt allen unterdrückten Völkern…“ [ca. 13:40 – 13:50]

Ein neuer Tag für die Mitreisenden des Segeltörns – und ein neuer Tag für Abenteuerspiele. Martin Lejeune meldet sich von Bord des ‚Friedensschiffes‘ Juliano II., um Ken Jebsen ein Interview „live von der Gaza-Hilfsflotte 2015“ zu geben. Eine neue Möglichkeit für Ken Jebsen, die sinkenden Zugriffszahlen für seinen Wutkanal durch neues -und exklusives- Futter für das augenscheinlich offen antisemitisch durchsetzte Fanforum zu steigern.

Jebsen:Herr Lejeune, kann man sagen, wenn Sie nach Gaza fahren, dann besuchen Sie im Grunde ein Freiluftgefängnis?“ Lejeune: „Es ist ein Freiluftgefängnis, es ist das größte Gefängnis der Welt, mit zwei Millionen Insassen die nah vor dem Verhungern sind, und es ist eine humanitäre Katastrophe und die Menschen sind verzweifelt, und wenn die Menschen aus Gaza Raketen auf Israel schicken, dann tun sie das aus Verzweiflung, und nicht weil sie Juden hassen.“ [ca. Minute 9:40]

Arme, unterdrückte Menschen, die sich einzig aus Verzweiflung wehren würden – dies ist wohl das richtige Thema für das friedensbewegte, ‚israelkritische‚ Publikum von KenFM. Natürlich würde nicht aus Hass gebombt, nicht aus Hass würden Raketen ungezielt abgefeuert und Menschen massakriert, einzig aus Verzweiflung. Wer unter den Fans mag dem Pressesprecher der Hamas dies nicht glauben?  Ken Jebsen, der sich stets als Opfer darstellt, das angeblich wegen unliebsamer Berichterstattung und ‚Aufklärung‘ abgesägt wurde -eigentlich waren es ressentimentgeladene, antiermikanische und antisemitische Inhalte, unpassend für eine Jugendradiosendung- hat mit Martin Lejeune jemanden gefunden, der sich ebenso wie er als widerständiges Opfer gibt. Martin Lejeune sagt, er würde seine Berichte nicht mehr in der deutschen Presse veröffentlichen wollen, weil sie dort verzerrt würden. Dass niemand seine Berichte noch drucken möchte, die ohnehin sehr rar gesät waren – das erwähnt er natürlich nicht.

Jebsen:Hhhhmmm,  Herr Lejeune, es ist interessant, dass -äähhh- die deutschen Medien sich zu dieser dritten Gazaflotille tatsächlich ausschweigen das wirft noch einmal ein klares Blick darauf, dass diese Medien nicht wirklich unabhängig sind, denn ich kann mir nicht vorstellen dass sie alle es durch die Bank verpasst haben, alle Fernsehsender alle Radiosender -ääähhhhmm- alle Zeitungen sondern da muss es dann auch irgendwie Druck von Aussen geben, ich glaube da lehnt man sich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn man das sagt gerade beim deutsch-israelischem Verhältnis wird wenn es um Menschenreche geht bezüglich Palästine mit zweierlei Maß gemessen und das sind meiner Meinung nach nicht die richtigen Lehren aus dem zweiten Weltkrieg. [9:40 – 10:08]

Einen widerlichen Vergleich bringt Jebsen hier einmal wieder, wenn er meint, dass die „Lehren aus dem zweiten Weltkrieg“ andere sein müssten. Bei jemandem, der auch schon von „radikalen Zionisten mit US-Pass“ und „Nazionalzionisten“ schwadronierte, ist in solcherlei Folgesätzen so einiges implizit. Während Lejeune im vorigen Interview noch mutmaßte, dass die israelischen Streitkräfte die angebliche Friedensflotilla passieren lassen würde, greift in diesem Gespräch wieder die Dämonisierung: Israel wird bestimmt eingreifen, so Lejeune. Und es, so die Tagesschau von heute morgen, wurde auch schon eines der Schiffe aufgehalten – wohl zum Entsetzen der Mitreisenden ohne Blutvergießen und Bilder, die sich zur Hetze gegen Israel eignen.

Jebsen: „Herr Lejeune, wann werden Sie in Gaza ankommen, und wie wird der Empfang sein, gibt es da bereits gewisse Pläne. Die sie verraten können. Lejeune: „Ähhh, wir werdenInshalla– in drei Tagen in Gaza ankommen,wir werden erwartet werden von ganz vielen Leuten, es wird vielleicht in die zehn- oder hundertausende gehen, die die Strände dann von Gaza bevölkern werden… [13:50 – 14:35]

Lustig ist es, wenn Lejeune, der sich in einem vorigen Interview nicht an das Wort für das Fastenbrechen zum Ende des Ramadan, das Zuckerfest, erinnern kann, nun den Muslim raushängen lässt und in seine Antwort die islamische Phrase inshalla einflechtet. Allhamdula. Lejeune zeigt sich einmal mehr einer, der einem leid tun kann, der durch pseudo-ethischen Betroffenheitsjournalismus, chamäleonhaftes Verhalten und seichtes Getue auf sich aufermksam machen möchte. Er ist einer von denen, die wohl in ihrer Jugend nicht am Chillum ziehen konnten, ohne Boom Shankar zu sagen und den Guru raushängen zu lässen. Andere Zeit, anderer Brauch. Was gestern Indien, ist heute wohl Palästina, Syrien und die Krim.

Lejeune sagt in diesem Interview alles, warum diese Flotte -zur Not auch mit Gewalt- gestoppt werden muss(te). Sie möchten eine angeblich humintäre Aktion machen und reden von einer Befreiung des Volks der Palästinenser, von einer ungerechtfertigten Blockade und angeblichen Besatzung durch Israel. Warum gibt es überhaupt eine Blockade? Weil in Gaza eine Partei an der Macht ist, die das eigene Volk unterdrückt und die Existenz Israels nicht anerkennt. Eine Regierung, die nichts für die eigene Bevölkerung macht – dafür aber alle Gelder, die für den Aufbau Gazas genutzt werden könnten, fröhlich weiter in Tunnel, Waffen und Propaganda investiert. Eine ‚Regierung‘, die angeblich nicht weiß, was der bewaffnete Arm macht,  Eine Regierung, die keine Kontrolle über die bewaffneten Teile hat, die nicht fähig ist, Raketenbeschuss zu stoppen. Die gegen sexuelle Selbstbestimmung ist, gegen individuelle Entwicklung. Wer zehn Minuten über die unfaire Behandlung von Palästinensern schwadronieren kann, ohne die Worte religiöse Verwirrung, Hamas und Unterdrückung einmal in den Mund zu nehmen, der ist nicht glaubwürdig und tritt nach wie vor als Kombattant auf. Zumal, wenn er sich wie ein Märtyrer in die palästinensische Flagge kleidet.

Lejeune: „…warum eigentlich Juliano? Dieses Schiff auf dem wir segeln ist benannt nach Juliano Mer-Khamis, der in Djenin erschossen wurde, der dort ein Theaterprojekt hatte, der dort mit palästnensichen Jugendlichen ganz tolle wertvolle Kulturarbeit geleistet hat, und sein Leben hat er der Freiheit der Palästiensner gewidmet, bis zu seiner hinterhältigen Erschiessung, einem Attentat in Djenin, und ihm widmen wir unsere Reise und nach ihm benennen wir unser Boot.“ [11:35 -12:18]

Diese Stelle wäre wohl geeignet gewesen, um darauf einzugehen, dass es palästinensiche Feinde einer palästinenschen Freiheit gibt, von der hier schwadroniert wird: Die Hamas, Fanatismus, religiöser Hass. Der hier so als Märtyrer umrissene Tote Juliano Mer-Khamis, wurde selbst nach palästinensischen Ermittlungen wahlweise von einem Hamas-, oder Fatah- Mitglied umgebracht, abwechselnd wurde der festgenommene Täter diesen Organisationen zugeordnet. Es war also bestimmt nicht die israelische ‚Besatzungsmacht‘, außer in den Köpfen von Verschwörungsideologen. Dass als gedankliche Vertreter der Hamas auftretende Journalisten das nicht gesondert erwähnen, ist einleuchtend.

Frühlingsgefühle – Nachdenkseiten denKEN nach

Die ‚Nachdenkseiten‘ schossen mit der Veröffentlichung einer kleinen Textsammlung zum Friedenswinter‘, die anlässlich der Aktionskonferenz des Friedenswinters in Frankfurt entstand, wieder einmal den Vogel ab: Albrecht Müller schrieb für die paranoide Textsammlung (Rainer Braun, Wolfgang Bittner, Wiltrud Rösch-Metzler (‚paxchristi‘ – ansonsten mit Israelvoykott beschäftigt) und Andreas Grünwald ließen sich hier aus), wie üblich im haarsträubenden Telegraphenstil, eine zum nachdenKEN bewegen sollende Einleitung, die den problematischen Querfront-Kurs der Nachdenkseiten und das Verkommen zu einer proputinschen Propagandaschleuder einmal wieder deutlich macht. Um es kurz zu machen – Antisemitismusvorwürfe sind bääh, der Westen ist pfui, ‚westliche Medien‘ betreiben Propaganda, und Ken Jebsen und Lars Mährholz sind verhetzte, falsch verstandene Leute. Ach ja – Putin wird dämonisiert und Russland mit Zwang zum Waffengang getrieben. Also alles wie üblich im offenbar gerontokratischem NachdenKEN-Land.

Aber von vorne: Albrecht Müller richtet die (bei den NDS) verlinkten Texte mit einem Wortsalat an, der mal wieder tief blicken lässt. Hinter der Kritik an den vereinigten Friedensquerfrontlern vermutet Müller ‚Methode‚ – und spricht, man kennt es schon, von einer ‚Kampagne‚. Das Etikett Antisemit sieht Müller bezogen auf die Protagonisten der Mahnwachen und des Friedenswinters nicht als das an, was es ist, nämlich hart erarbeitet.

Nein. Für Müller ist’s natürlich eine gern von Wichteln so genannte Keule , die ‚delegitimieren‚ soll – und die so bezeichneten kehrt er (der es ja auch nicht so genau nimmt) einmal wieder als Opfer heraus.

Der von ihm paranoid als Teil der herbeiphantasierten ‚neuen Kampagne‚ gegen den Friedenswinter genannte ‚Geschäftsführer der DFG-VK (Monty Schädel) wird von Müller nicht einmal mit Namen genannt, so interessiert ist das ‚alternative Medium‘ NDS also daran, die ‚Gegenöffentlichkeit‚ mit den Fakten zu versorgen. Müller ist aufgebracht darüber, dass Schädel den Friedenswinter ‚pauschal in die rechte Ecke‘ gestellt habe. Dies hat Schädel nicht getan, er ging im Gegenteil zur Kritik vieler sogar auf diese Querfrontler zu. Aber mit Bedingungen – und zuvor schon geäußerten Bedenken. Das schmeckt Müller nicht, der weniger Berührungsängste vor fragwürdigen Medienkontakten und Interviewpartnern hat. Und so schreibt er es auch der von ihm eingebildeten ‚Kampagne‘ zu, dass die Aktionskonferenz des Friedenswinters in Frankfurt kein Erfolg gewesen ist. Dass es keine ‚breite Friedensbewegung gäbe, sei nicht Ursache einer dahinter vermuteten Querfront, sondern liege an der ‚damit operierenden Propaganda‘, die die Friedensbewegung durch Beschäftigung mit ‚Abgrenzungsbeschlüssen‚ zerrieben habe. Na also – haben die ‚Kampagnenpropagandisten‘ doch was geschafft. Bravo.

Nun zu dem verlinkten Text:
Rainer Braun freut sich zu Anfang in diesem Text über ‚Friedenswinteraktionen‘ im „hessischem und südthüringischem“ und vermutet hinter der ‚Hetze‘ auf den Friedenswinter ‚die Elite‘, die eine breite Friedensbewegung (also mir kommt sie breit vor – breit wie naturstoned) verhindern wolle. Rainer Braun bemerkt zwar eine übertriebene Präsenz des Friedenswinters in „allen Medien“ und schreibt ihm die Auslösung einer „intensiven gesellschaftlichen Debatte“ zu. Die böse Elite mit ihrer Hetze, ohne die alles viel bunter und schöner gewesen wäre, darf aber natürlich nicht fehlen.

Ganz die Querfront, die keine Querfront sein möchte

Braun bringt den Narzissmus der Friedenstäubchen auf den Punkt und fabuliert von der Massenbewegung, die die jetzt sich noch im Winter Wähnenden sein wollten, und dass sie „kein Nischendasein in einer spätbürgerlichen Gesellschaft führen wollen“. Aha. Es ist also der Anspruch der verhinderten Revolutionäre auf was ganz großes – zumindest einen Ausbruch aus der eigenen Bedeutungslosigkeit. Ein letztes Aufbäumen vor der Ruhe. Und hierfür führt Brauni-Friedenstäubchen als Kronzeugen Willy Wimmer ins Feld, der ansonsten auch mal Verständnis und Sympathie für PEGIDA äußerte.

Als nächstes käut Wolfgang Bittner Kremlpropaganda wieder: Wolfgang Bittner weint über „Verschleierung, Lügen und Gemeinheiten“ ebenso, wie über „Netzwerke und korrumpierte Journalisten“. Als Beleg dafür, dass „NATO-Kritik keinen Platz“ habe „in den Massenmedien der NATO-Länder“ führt er den von ihm so genannten „Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser“ an. Dieser weinte nämlich in diversen KenFM-Sendungen über seine Eigenschaft als Paria – und Wolfgang Bittner griff dies wohl gern auf. Ansonsten kommt von Bittner neben der Gansererwähnung der übliche Sermon, mit dem durchschnittliche Wahnwichtel und KenFM-Fans so um sich werfen: Zbigniew Brezinski darf nicht fehlen, Atlantikbrückenverweise und Auslassungen über die „Weltmacht Nr. 1“ natürlich ebenfalls nicht. Dafür beschwert sich Bittner über die Dämonisierung Putins – es dürfen eben nur die USA dämonisiert werden. Ziel des Westens sei es, „Russland durch Wirtschaftssanktionen, Beeinflussung der Kapital- und Energiemärkte“ und durch die aufgezwungenen „Aufwendungen für Nachrüstung“ in den Ruin zu treiben. Na also. Putin ist der arme, in die Enge getriebene und eingekreiste. Wolfgang Bittner, der auch mal für rtdeutsch Interviews gibt, spricht über „westliche Medien“ von dem Betreiben von „Regierungspropaganda“ und „Kriegshetze„. Kritiker dessen würden Opfer von „Gegenpropaganda“ und seien von „Existenzentziehung“ bedroht. Er, für den die USA offensichtlich der Hort allen Übels sind, gibt sich also, wie Albrecht Müller auch, gewohnt einseitig.

Wen er von „Existenzentziehung‚ bedroht sieht, das führt Bittner allerdings nicht weiter aus. Ist es Ganser, der sich immer wieder zum märtyrerhaften und rechtschaffenen Forscher stilisiert, dem nur an der Wahrheit gelegen sei? Ebenso sagt Bittner nicht, was denn die ‚Gegenpropaganda‘ sei. Etwa die Antwort auf putinsche Propaganda, die von Bittner, der sich von ebensolcher vor den Karren spannen lässt, gern übersehen wird?

Die ‚Journalistin‘ Christiane Reymann lässt sich anschließend über die „Anwürfe“ der Medien aus, sie beschwert sich vor allem über die in ihren Augen unfaire Diffamierung von Jebsen und Mährholz. Die keine Antisemiten seien. Ihr Text läuft unter ‚Keulen, diverse‚, mehr ist zu dem Geheule über die herbeigesponnene unfaire Behandlung der Mahnwachenprotagonisten nicht zu sagen, dass angestimmt wird.

Es ist eine verzerrte Sichtweise, die sich da äußert, in der Verleugnung tatsächlichen Aussagen zugrundeliegenden Attribuierungen ihrer Helden. Erinnert sei: Verrückte merken nicht, dass sie verrückt sind.

Andreas Grünwald, der gern von Querfront und einem Fallenlassen politischer Trennschärfe träumt, durfte sich ebenfalls in diesem merkwürdigem Schriftstück auslassen. Sein Text steckt voller Angriffe auf einen taz-Artikel über die ‚Friedenswinterkonferenz‘ und Monty Schädel, über den auch Müller schon in der Einleitung bei den NDS Gift und Galle spuckte. Dass Monty Schädel eine Rede von Kathrin Dorn (‚Kathrin McClean‘) verhinderte, wurmt Grünwald.

Das war es auch schon.

Diese Träumer des Friedenswinters und ihre Sympathisanten von den ‚alternativen Medien‘ machen deutlich, dass sich wohl tatsächlich alles alleine um deren eigene Bedeutungslosigkeit und einen kurzfristigen Ausbruch hieraus dreht. Auf den tatsächlich immer wieder sich äußernden Antisemitismus von Friedenswinter und Mahnwachen wird in diesem Schriftstück überhaupt nicht eingegangen. Die zahlreich von Jebsen und Mährholz belegten Antisemitismen sind in der einseitigen Welt der Friedensfrierer nur Hetze. Dafür beklagen die Autoren immer wieder die Einordnung von Friedenswinter und Wahnmachen als Querfront und neurechts.

Dass dies alles Albrecht Müller gehaltreich, wichtig und fördernswert vorkommt, verwundert bei dem offenbar von den (ehemals spießig verpoften) Nachdenkseiten eingeschlagenem Querfrontkurs nicht mehr.

Und am nächsten Tag schon kam bei den NDS als neuer Hit fürs wohl zahlreiche VT’ler-Klientel dann das:

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Opfer und Keule – Querfrontaufguss 2015

Im Jahr 2015 bleibt festzustellen, dass die Machtübernahmepläne der ‚Friedensbewegung 2014‘ (‚ Marsch auf Berlin ‚) und ihrer traurigen Führer, neben dem üblichen Querfrontgetöse, fast versandet sind. Allzu deutlich war, dass ein Zusammenschluss wirrer Zeitgenossen zwar laut sein kann, aber deren Pegel durch mediale Aufmerksamkeit auch zum Schmelzen gebracht wurde, ging es doch vor allem um Aufmerksamkeit für die im Rampenlicht gern stehenden Reizfiguren. Nach wie vor aber fühlt es sich immer wieder so an, als wuchsen die Wahnwichtel wie Pilze. Es wurden schon fleißig neue Veranstaltungen angekündigt – und Jebsen und die vereinigten Dummschwätzer zeigten sich bezüglich des Massakers bei Charlie Hebdo von ihrer unmoralischsten Seite, was das Fleddern anbelangt.

Auch der Hype um die als rechte Auskopplung der Friedenswahnwichtel rüberkommende HoGeSa, Endgame PEGIDA-AbküNazi-Bewegung, zwar größere Wellen schlagend als die Wichtelzusammenkünfte – aber Fremdenhass ist in Deutschland eben eine Tugend, scheint langsam abzuebben (auch wenn man in der digitalen Welt, gerade bei facebook, auf immer wieder neue PEGIDA -Werber trifft. An den unerwartetsten Stellen. Ich schwörs). Beide ‚Bewegungen‘ des Jahres 2014 legen hohes Empörungs- und Frustpotential offen, beide ‚Bewegungen‘ (ich bin nicht der Meinung, dass diese Zusammenkünfte irrlichternder Zeitgenossen wirklich als Bewegung bezeichnet werden können, da sie eher ein Konglomerat verschiedener Zusammenhänge darstellten) zeigen, dass bei den mobilisierten Meschenmassen es vor allem um Ängste, Unsicherheit, Unwissen und lautstarkes Ausleben des hierüber aufgestauten Frusts ging – und hierbei dann eben das spießig-christliche, mit permanenten Weltuntergangsängsten ausgestattete Lieschen Müller auf den überzeugten Reichsbürger, der verrückte Chemtrail-Öko auf den antiamerikanischen ‚Antizionisten‘, und der ‚Nationalsozialist‘ auf den DDR-Nostalgiker und den gemeinen Vulgärmarxisten traf. Alle vereint, um sich gegen den Krieg zu engagieren, denn der Westen in der Ukraine anzettele, um ihn Putin in die Schuhe zu schieben. Darüber schweigend, dass von russischen Soldaten auf Urlaub ein Krieg in der Ostukraine von Zaun gebrochen wurde. Und darüber, dass es zynisch ist, wenn in Europa Krieg herrscht, von Frieden zu reden, Krieg zu verleugnen und beständig dem ideologischem Gegner Kriegsgelüste zu unterstellen.

Zu PEGIDA, Hogesa, Endgame etc. ist nochmals anzumerken, dass ein deutliches Zeichen für den querfrontigen, ressentimentgeladenen Lechts-Rinks-Schnitt bei Montagswahnwichteln und PEGIDA von zum Beispiel Jebsen selbst genannt wurde. Im ersten seiner Logorrhoe-haften Videos, in welchen er Stellung zu PEGIDA bezog, wird er selbst auf den Umstand hin, dass sich unter seinen ‚FB-Freunden‚ viele PEGIDISTEN tummelten. Es ist in diesen Ergüssen lustig anzuschauen, wie Jebsen zwischen eigentlich erniedrigend gemeinten, humorlosen und unendlich narzisstischen Sprüchen (~ich meine ich versuche die letzten drei Jahre halbjntellektuell zu arbeiten und ich glaube auch wie ich rede wie ich spreche das kann der einfache Bürger nicht unbedingt verstehen und diese Diana [eine Person aus einem vorgetragenen Leserbrief] macht auf mich jetzt nen sehr einfachen Eindruck…~) und geheucheltem Verständnis switcht. Letzten Endes wiederholt er in diesem Erguss ebenfalls sinngemäß das Statement von Wisnewski „was wir die letzte Zeit gar nicht mehr haben wollten in der kritischen Bürgerbewegung, nämlich eine Europäische Identität an erster Stelle, wir wollten eigentlich wieder eher eine deutsche Identität haben, nun wird uns hier also plötzlich eine europäische Identität verkauft”. Diesem Statement stimmte er an anderer Stelle in einem seiner Interviews, einem mit Gerhard Wisnewski, zu. Gerhard Wisnewski verteidigte PEGIDA – ebenso wie Udo Ulfkotte, mit dem Jebsen auch ein Interview führte – und der sogar mehrfach bei PEGIDA als Redner auftrat.

Auch Willy Wimmer (Querfront-Willy), der von Jebsen letztes Jahr gleich mehrmals interviewt wurde -und der auch bei den Querfrontseiten immer wieder gern verlinkt wird, auch mit Albrecht Müller, der ihn offensichtlich hoch schätzt und verehrt, auf Symposien gemeinsam auftritt, ließ in Jebsens Jahresrückblick den PEGIDA-Versteher, der er wohl bis ins Mark ist (neben Putinversteher selbstverständlich) raushängen: …denen kommt man mit dem verbalen Gummiknüppel und knüppelt sie moralisch nieder…das was die artikulieren ist a priori rechts….

Viele (alle?) der in diesem Text genannten Namen verkörpern antiamerikanische und antisemitische Ressentiments. Und, ganz aktuell / es wird gegen Europa und den Westen per se gesprochen.

Überall also, wo man nur hinguckt, lauern kriegslüsterne ‚Keulenschwinger‘.

Dumme deutsche, Antisemiten, Rechtsextreme: Sie alle haben ihren Hass, ihre Ressentiments, ihren Stolz – und ihre Opferkeule. Dieser abgewandelte Walserismus ist wohl das heimlich Unwort 2014.

Wenn man der vereinigten Wahnwichtelbewegung , ihrem Empörungsrahmen, ihrer Deutung als Opfer und ihren ‚linken‘ Protagonisten etwas gutes abgewinnen kann, so ist dies der Umstand, dass, wie Jutta Ditfurth sagte, Spreu und Weizen sich im vergangenem Jahr trennten.

Auf dem Weg zum Jahresende 2014 wurde von der vereinigten sich pro-Putin und ‚russlandverstehend‘ positionierten Querfront bloß noch der Partei ‚die Linke‘ der Rest gegeben, und deren stalinistische und ‚israelkritische‘ Elite zum ‚Friedenswinter‘ geladen. Die ließen sich dann nicht lange bitten, wenn sie nicht sowieso schon gegen Beschlüsse ihrer Partei sich hinwegsetzend, den antiamerikanischen, in weiten Teilen antisemitischen, und die aggressive Politik Putins schönredenden, Ringelpitz unterstützten. Es folgte erschreckenderweise ‚Linke.SDS‘, der im Februar 2015 mit einem Pro-Statement nachzog.

Ohnehin schon fragwürdige Personen machten deutlich, wie weit es mit Ihrer Denke gekommen ist – oder vielmehr, was da wohl schon lange geschlummert hat. Anrüchige, ‚alternative Medien‘ wurden noch anrüchiger – und es kamen neue hinzu. Innerhalb von ein paar Monaten in krisenhaften Zeiten -die für manche Deutsche stets schlimmer anmuten, als für die wirklich betroffenen- wuchs die sich bildende Querfront an. Der Höhenrausch aber, den die mediale Aufmerksamkeit bei einigen Akteuren auslöste, stand der sinkenden Zahl Demonstrationswilliger gegenüber. Flugs wurde ein neues Wort gebastelt, Friedenswinter. Und über dieses neue Wort gelangten dann auch diejenigen der Partei ‚Linke‚ zu den antisemitisch codierten Wutbürgerdemos, die ohnehin nichts auf Parteibeschlüsse geben. Die, die sich als ‚Antizionisten‚ ausgeben, Kritik an Antisemitismus als Rufmord bezeichnen – und die ein schlechtes Aushängeschild für die Vernünftigen in der Partei abgeben. Dieter Dehm, Andreij Hunko, Wolfgang Gehrcke, Sevim Dagdelen, Sahra Wagenknecht – um nur einige zu nennen. Dieter Dehm, der immer wieder geschmackloseste Statements abgibt ( á la ~die antideutschen saugen der Linken das Blut aus den bleichen Wangen~) und Gehrcke (neues Buch: ‚Rufmord’^^) liefen dann auch beim Friedenswinter mit.

In Gehrckes neuesten Buch Rufmord zelebriert er den antisemitischen Opferritus bestimmt perfekt – ‚Rufmord‘ soll sich damit befassen, wie Linke systematisch mit dem Vorwurf antisemitischer Umtriebe konfrontiert würden. Nein, Wolfgang mit dem roten Schal, höre: Die so bezeichneten sollten sich eher mal überlegen, ob da nicht was dran ist. Aber so ist das mit der verzerrten Wahrnehmung. Hoffentlich erscheint das Buch -schön antikapitalistisch- zum freien Download. Aber wohl eher nicht. Denn mit politischen Wirrköpfen Können politische Wirrköpfe Geld verdienen.

Ach ja – Gehrcke und Hunko sorgten bei ihrer ‚Novorossjia‘-Reise und Kuschelstunden mit den Separatisten natürlich auch für einen Skandal. Aber was machen sie nicht alles gegen den bösen imerialistischen Westen, gegen die verschwulten Seemächte. Bei der jungen Welt wird sich natürlich schon hierüber empört

Was thematisch weiterführt: Rtdeutsch darf nicht vergessen werden, das profihaft designte, und trotzdem amateurhaft daherkommende Youtube-Kanälchen, wo alle Stränge politischer Zerwirrung neuerdings zusammenlaufen. Kein anderer sich so bezeichnender Sender bringt der heterogenen Zielgruppe aufgebrachter Nichtsraller und ihren Anführern, die an Multikausalität verzweifeln, so viel Beachtung entgegen. Allen. Ob PEGIDISTEN, wirren Reichsbürgern – oder den Montagswichteln eben.

Einen solchen Sender, bei dem in munterer Reihenfolge Holocaustleugner und Revisionisten, bekannte Antisemiten, Profilneurotiker und Rechtsextreme, ‚911- und Friedensforscher‘, Möchtegernwissenschaftler, eitle Altpolitiker und geldgeile Goldhändler sich die Klinke in die Hand geben – und das einzige Konzept im Programm der politischen Desinformation liegt – hat es im deutschsprachigen Raum bis dahin nicht gegeben. Es mutet an wie eine Steigerung des Tagesschauplagiats von ‚Kopp-TV‘, mit mehr Geld im Hintergrund und größerer Zielgruppe. Auch Eva Herman, spricht dort hin und wieder, auch im Duo mit dem politisch offenbar verwirrtem Popp.

Erschreckend sollte es für manches Linken-Mitglied gewesen sein, unter anderem eben benannten Wolfgang Gehrcke bei rtdeutsch plappern sehen zu können. Und wen das nicht erschreckte, den erschreckte auch nicht die Tatsache, dass Wolfgang Gehrcke sich und sein Engagement beim Friedenswinter von KenFM featuren ließ; Ken Jebsen natürlich durfte ebenfalls selbstverliebt bei rtdeutsch reden. Wie auch sein alter Buddy Elsässer. Und viele andere Wirrköpfe. Auch Evelyn Hecht-Galinski durfte bei den Wichtelzusammenkünften des Sommers reden, ebenso wie Jürgen Elsässer (Jürgen Elsässer und Ken Jebsen haben übrigens die gleiche Definition von antideutschen Antifaschisten, die sie als ‚Neocons‘ bezeichnen). Oder Heiko Schrang, Jo Conrad und Oliver Janich. Oder Jürgen Popp, der bei rtdeutsch mit Eva Herman im Duo zu sehen ist. Auch Hecht-Galinski fühlt sich immer wieder zu Unrecht angegangen. Vor zwei Wochen erschien ihr Artikel ‚Wen die Antisemitismuskeule schlägt‚. Es ist müßig, sich mit dem Inhalt zu beschäftigen, in dem auch fundamentalislamische Antisemiten verteidigt werden. Standard. Aber ein lustiger Titel, der diese Opferhaltung überdramatisiert. Opferpossen!

Hat Evelyn HechtGalinski eigentlich schon einen Mitgliedsantrag bei der Linken eingereicht?

Wird Daniele Ganser („Terroristen sind wie Skirennfahrer – Sie haben viele Reisverschlüsse!“) bei den Zusammenkünften (gleich, welcher Medaillenseite) auch reden?

Dieter Dehm wiederum lief mit dem Profilneurotiker Jebsen bei dem furiosen Friedensfrieren in erster Reihe, wo der alternde Dr. Seltsam dem armen, einsilbigem und scheinbar notorisch lügendem Keulenopfer Jebsen bei einem arglistigen Übergriff von SpiegelTV beherzt zur Seite stand. Ach ja – Ken Jebsen brüsteste sich an anderer Stelle, den Chefredakteur von rt gut zu kennen. Und so schließt sich gewissermaßen der Kreis

Alle diese Personen eint das Gerede von ‚Totschlagargumenten‘ und ‚Keulen‘ – sie reden alle gern von der ‚Lügenpresse‘ (in Variationen) und bedienen eifrig das Klischee der aufrechten und Unterdrückten. Dabei geben Sie nach meiner Meinung gute Exempel für die schon mehrfach genannte Opferhaltung ab. Hierbei wird dann auch mal, um Spender einzufangen, zum guten drin gehört, flugs Verständnis für die Wirren von Pegida geäußert – sind ja auch nur alles arme Mitläufer, Opfer. Ob durch ‚den Westen‘, Homolobby, Tel Aviv – oder Washington.

Für das Jahr 2015 wird die vereinte Querfront wieder einmal zu einer Riesendemo nach Berlin laden. Mal schauen, wer da so kommt. Die Organisationsfähigkeit (und das Spendenvolumen) der vereinten Friedenskasper (alle anderen wollen Krieg^^) ist bestimmt gestiegen, seit auch die querfrontelnden Nachdenkseiten fest mit im Spiel sind. Deren ‚Macher‘, das SPD-Urgestein Albrecht Müller, genoss sichtlich ebenfalls die Aufmerksamkeit von rtdeutsch, dessen Publikum er durch ein Interview per Videotelefonat beglückte – nachdem er sich von Jebsen (auf dessen Kanal von dort schon seit Jahren fleißig verlinkt wird) für ein zweiteiliges Interview zuhause besuchen ließ.

Evelyn Hecht-Galinski oder Ken – wer pflegt seine antisemitischen Ressentiments besser?

Wieder einmal ist die Frau bei KenFM im Interview, die wohl ebenfalls gerne Tote fleddert. Und die ohne ihren toten Vater, der glücklicherweise nichts von den Taten seiner Tochter mitbekommt, wohl gar keine Grundlagen für irgendwas hätte: Evelyn Hecht-Galinski. Es geht in diesem Interview um das übliche: Selbstbestätigung. Es werden in diesem Interview alle möglichen Ressentiments von Jebsen und Hecht-Galinski durch sie selbst aufgedeckt, vor allem aber wird sich gegenseitig in dem wohl wirklich geglaubten Nichtexistieren des vorhandenen antisemitischen Potentials gestützt. Es werden die Feierlichkeiten der Befreiung von Auschwitz als Aufhänger benutzt, um sich zu der Frage entlangzuhangeln, warum die bösen jüdischen Verbände Putin kritisieren, aber nicht Israel. Dies ist natürlich eine antisemitisch-separatistische Phrase, aber dies würden  Ken Jebsen und Evelyn Hecht- Galinski in ihrer verzerrten Wahrnehmung gewiss auch dann nicht verstehen, wenn es ihnen immer und immer wieder eingeflüstert würde. Aber sie wehren sich und wehren sich – aber die böse ‚Auschwitzmetapher‘, die ‚instrumentalisiert‘ würde, sei stärker. Nun, das einzige was beständig inflationär gebraucht wird, sind Vergleiche von Gaza mit einem Ghetto, einem Freiluftgefängnis oder einem KZ. Auch das Massaker in Paris wird thematisiert, natürlich bezüglich der ‚cui bono‘-Frage


Jebsen: „Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Seither wird dieser Tag als ein Schlüsseldatum der Menschheit gewürdigt und gefeiert.  2015 allerdings auf eine etwas andere Art denn die Befreier von damals sind aktuell nicht wirklich eingeladen, konkret, die Gedenkfeier findet dieses Jahr ohne Russlands Präsident Putin statt. Wie kann das sein und was wird hier gespielt, das fragen wir jetzt Evelyn Hecht-Galinski. Frau Hecht-Galinski, bevor wir darüber sprechen, sie haben ja auch sc hon einen Kommentar auf ihrer Seite verfasst. Sie haben ja zu Auschwitz ein, ja will sagen, persönliches Verhältnis bezüglich ihres Vaters, der ja dieses Lager überlebt hat und sich danach ein ganz besonderes Lebensmotto vorgenommen hat und das auch gelebt hat, können Sie das mal nennen? Evelyn Hecht-Galinski:“Ja, ‚Ich habe Auschwitz nicht überlebt um zu neuem Unrecht zu schweigen‘ – und das habe ich mir auch als Motto gemacht, um eben nicht zu schweigen, wenn Unrecht begangen wird, und besonders Unrecht, das mich in Anführungsstrichen betrifft, wenn es sich um Unrecht des jüdischen Staates gegenüber dem palästinensischem Volk handelt.“  Jebsen: „Ähem. Wir werden darüber auch noch reden, wir reden auch noch über Paris dort kann es ja womöglich sein oder ist es wahrscheinlich schon so, dass dieses Massaker, dass da statgefunden hat -von radikalen Moslems was man so liest- dass das politisch benutzt werden könnte, die Frage ist eben auch wie und von wem. Aber lassen Sie uns erstmal zurückkehren zum Anfang dieses Gespräches. Der 27. Januar 45 das war der Tag an dem die rote Armee eben Auschwitz befreit hat, da könnte man davon ausgehen, dass egal wie man jetzt zu Russland im Moment steht -ähm- man -äh- das dieses Datum jetzt nicht mit aktueller Tagespolitik vermischt. Es scheint ja nicht so zu sein. wo soll denn die Gedenkfeier statfinden und wer nimmt denn dann da teil. Also es kommen ja schon Russen aber Putin eben nicht?“ Evelyn Hecht-Galinski: „Ja, es finden ja mehrere Gedenkfeiern statt, es wird in Auschwitz natürlich gedacht, das ist auch sehr richtig, aber ich speziell habe  mich mit der Gedenkfeier in Prag beschäftigt, da soll zur gleichen Zeit auch noch ein Forum stattfinden, und zwar ein Forum, das -äh- wie soll ich sagen, Antiputinhetzer und Ukraineliebhaber vereint, das ist also einmal, ich weiß nicht ob Ihnen das was sagt, der Historiker Timothy Snyder und der -äh-  B. H. L., also Berhard Henry Levy, der Kriegsphilospoh und Kriegseinflüsterer aus Frankreich, die dort wahrscheinlich ihren unguten Anti- Putingefühlen wieder freien Lauf lassen können und damit diese Auschwitz-Gedenkfeier, das Forum instrumentalisieren können für diese schlimme Sache.“ Jebsen: „Hat es das denn schonmal gegeben, weil Auschwitz ist nun mal etwas, das sollte man nicht mischen?“ Evelyn Hecht-Galinski: „Natürlich sollte man das nicht mischen aber inzwischen ist ja auch von von von vielen -äh-  israelischen Politikern also Politikern äh jüdischen Staat Auschwitz -ä- zur  -äh- Instrumentalisierung geworden, das heisst nie wieder Auschwitz, es wird gewarnt, es wird der Iran mit quasi mit Auschwitz mit Holocaust verglichen, es wird diese Auschwitzmetapher quasi nur noch zur Instrumentalisierung benutzt. Und dagegen habe ich mich gewehrt und wehre ich mich und habe mir die ganzen sachen einmal für meinen Artikel zusammengeholt die mich so störe, und das ist dieses Jahr für mich einmalig, klar, siebzig Jahre Gedenken ist natürlich ein besonderes Datum“ Jebsen: „Weil Sie von Auschwitz gesprochen haben als Metapher, also dass das ständig quasi inflationär benutzt wird, erinnnere ich mich spontan ’99 daran, wie Joschka Fischer das gesagt hat, dass das eben in Jugoslawien entsteht, also da ist es ja auch schon mal passiert.“ Evelyn Hecht-Galinski: „Wurde ja öfter auch schon von deutschen Politikern in unschöner Weise benutzt.“ Jebsen: „Lassen Sie uns über diese Gedenkfeier in Prag sprechen, die Ihrer  Meinung nach eben dann auch benutzt wird, um andere Dinge zu verkaufen. Dort sind ja sogenannte niedrige Vertreter der Russen, das ganze ja nach dem Motto ‚Let my people live‘, was sind das für Vertreter, also Putin ist ja nicht dabei?“ Evelyn Hecht-Galinski: „Nein, Putin wird natürlich nicht dabei sein, auch wenn er eingeladen worden ist von Präsident Zeman, natürlich nicht, weil, ich nehme mal an, weil er kann sich ja nicht erlauben, als Staatschef als Präsident unter niedrigen Chargen als einziger dazustehen, wo alle anderen von Obama, Merkel, äh, alle anderen abgesagt haben, das wird er sich sicher nicht antun, und das ist ja auch gewollt, und wenn ich dann natürlich den Vorsitzenden des jüdischen Gemeindeverbands Papousek höre, der sagt, Putins Erscheinen könnte das Gedenken überschatten, Proteste auch hervorrugen und andere Staatsmänner von der Teilnahme abhalten.“ Jebsen: „Ähm. Das sagt er ja weil er der russischen Führung vorwirft sie würden eben ja Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen, sie würden -ää- Dinge tun, die gegen das Völkerrecht verstoßen, wie kann denn das eigentlich jemand in Prag sagen, ähh, jüdischen Glaubens, und dabei Palästina vollständig ausblenden?Evelyn Hecht-Galinski: “ Das ist ja das Problem, dass ich  mit den jüdischen Funktionären habe, dass sie das israelische Regime immer verteidigen, sich immer solidarisieren das haben wir ja auch in Deutschland dieses Phänomen, egal welches Kriegsverbrechen sie begehen, egal welche Besatzung sie begehen, egal welchen Krieg und welchen Völkermord sie anzetteln, alles was der jüdische Staat macht ist also im Interesse der Juden in Anführungsstrichen und ist im Interesse der Sicherheit des jüdischen Staates und das ist ja ein Riesenproblem und das wird ja unterstützt auch besonders durch unsere Bundeskanzlerin Merkel, die ich ja immer als christliche Zionistin betrachte, genau wie Bundespräsident Gauck, der ja eigentlich eine Vergangenheit hat, die wahrscheinlich ihn dazu gemacht hat dass er heute auch diese jüdisch-israelische Politik auch immerverteidigt, das kann ja alles gar nicht sein.“ Jebsen: „‚Ähäm. Sie nennen ja im letzten Artikel auf ihrer Seite die Zahl 2000, also allein seit dem Jahr 2000 ermordete der jüdische Staat, ich zitiere Sie, 11.644 Palästinenser, es werden vielleicht noch mehr sein, dass kann man ja alles gar nicht so genau beziffern, wenn man sich anschaut ähm Gaza da weiß man ja gar nicht konkret wie viele Menschen am Ende umgekommen sind, viele sind ja verschüttet, können ja gar nicht geborgen werden oder sind als Menschen gar nicht mehr zu erkennen. Warum messen wir hier ständig mit Doppelstandards, wie kann es sein, dass man eben sagt, ja, man will Putin eigentlich nicht bei den Gedenkfeiern in Auschwitz dabeihaben weil was er sich im Moment in Russland oder der Ukraine leistet, was immer das sein soll, parallel dazu ermordet man selber im großen Stil, hat man gerade 2014 gemacht und das spielt keine Rolle?“


Israelbezogener und separatistischer Antisemitismus par excellence! Juden dürfen also russisches Vorgehen nicht kritisieren, da in Israel und Gaza Krieg herrscht? Wie vermessen kann man sein? Peinlicher wird es, wenn dann tatsächlich noch von ‚Doppelstandards‘ gesprochen wird.


Evelyn Hecht-Galinski: “ Ja das ist jetzt eben das Problem dieser Doppekstandard, es ist ein Problem inzwischen der sogenannten Wertegemeinschaft geworden, der christlich-jüdischen, dass diese sich zusammengefunden hat im Kampf und da sind wir beim neuen Phänomen, im Kampf gegen in Anführungsstrichen Islamismus, aber was heisst das, Islamismus, wir sollten dann  vielleicht dann auch mal den jüdischen Jihadismus also den Judaismus ansprechen, der ja weitaus schlimmere Sachen macht oder genauso schlimme Sachen macht, ich will jetzt hier nicht anfacngen aufzurechnen, aber das Phänomen des jüdischen Jihadismus und Judiaimus das exisitert ja schon sehr lange.“ Jebsen: „Ähäm. Ich glaube das wir das zahlenmäßig nicht vergleichen können, denn wenn wir anschauen was der IS macht, da werden wir ziemlich schnell auf Zahlen kommen die mit den Israelis gleichziehen aber-„ Evelyn Hecht-Galinski: “ Darf ich sie unterbechen, was ist IS, da wird uns etwas ein Phänomen erzählt – IS- erst wars Alquaida, jetzt ists IS, mal sehen was demnächst kommt.“ Jebsen: „Ähäm, da werden wir auch noch gleich drüber rede, worauf ich hinaus möchte ist eine Frage, sehen Sie das ingesamt Religion radikal benutzt wird um da unter dieser Flagge Krieg zu führen, sehen SIie dass das insgesamt zunimmt, nicht nur -ähmmähmm- bei den Moslems sondern auch beid en Juden bei den Christen?“ Evelyn Hecht-Galinski: „Ja, natürlich ist das so, einmal diese radikalen jüdischen Siedler, diese radikale Regierung in Israel, die ja gnadenlos die Religion für ihre Zwecke instrumentalisiert,  ich habe einmal geschrieben,  ’sie laufen also mit der Thora durch das Land und sagen also das ist ihnen von Gott gegeben, und deswegen haben sie ein Anrecht dort zu bleiben, deswegen werden sie auch nie das Land verlassen, deswegen wird Jerusalem auf immer ungeteilt bleiben‘, das sind natürlich alles Sätze, die die Politik und die Religion vermischt, so dass die Instrumentalisierung ja einen ganz schrecklichen Anfang  im Judentum angefangen hat und das ist für mich also schon ein schrechliches Phänomen.“ Jebsen: „Beobachten Sie sowas auch bei Christen, gibts das auch?“ Evelyn Hecht-Galinski: „Ja sicher, wir haben ja die christlichen Evangelikalen und die christlichen Zionisten, die sich ja auch immer mit dem jüdischen Staat verbunden fühlen, und die ja auch diese Politik gnadenlos unterstützen, das Phänomen haben wir selbstverständlich, und die verbindet ja immer eins, und zwar da haben wirs wieder: Kampf gegen Muslime. Kampf gegen den Islam.“


Nach diesen Sätzen haben Jebsen und Hecht-Galinski erst richtig aufgedreht – da man ja schon das Massaker bei Charlie Hebdo in Paris anschnitt, kann nun auch das ‚Lügenpresse‘-Vokabular aus der Mottenkiste geholt werden. ‚Jüdischer Jihadismus‚ wird da herbeiphantasiert und als Judaismus bezeichnet.


Jebsen: „Lassen sie uns nochmal zurück nach Auschwitz, Auschwitz wurde von der Roten Armee befreit, man vergißt immer, dass ingesamt 27000000 Russen im zweiten Weltkrieg getötet werden, sehr viele Zivilisten, viele Soldaten, warum ist das so und gibt, also dass wir das vergessen, und gibt es Reaktionen aus Russland selber vielleicht von russichen Juden, die da sich empören darüber dass man  sie nicht einlädt indem man Putin nicht einlädt?“ Evelyn Hecht-Galinski: “ Ich gehe mal davon aus, ich habe jetzt keinen Kontakt zu russischen Juden, aber bestimmt wird die Empörung groß sein. Wissen Sie, vergessen wir doch nicht, allein 600.000 russiche Soldaten, 600.000 russiche Soldaten allein verloren ihr Leben in diesem Kampf der Befreiung, diese 27000000 KRiegstoten nim zweiten Weltkrieg die Russland zu beklagen hat, die werden doch ga rnichts mehr wert sein, Putin wird quasi als Aussätziger behandelt, der wird dämoniniert, wenn ich die ganzen Zeitungen lese die jetzt gegen PEGIDA schreiben und gegen andere, die haben ja quasi diese Islamophobie, die haben diese Russenhetze ja begonnen, wer hat denn von anfang an seit Jahren schon Titelbilder immer mit Putin als Dämon mit Putin als Teufel- Jebsen: “ Wiedergänger Hitlers und so weiter, da gibts viele Cover, ja das stimmt-“ Evelyn Hecht-Galinski: „Das waren die ganzen Illustrierten die ganzen Zeitungen die heute diese andere Kampgane fahren, und die verlogenste Kampagne ist dann wieder meine Lieblingspresse mal wieder, also die springernde Presse, der dann immer die Prominenten folgen, also wir hatten ja einmal diese Antijudenhass-Kampagne, jetzt haben wir diese Kampagne gegen PEGIDA mal sehen was Springer sich demnächst einfallen lässt, dass die ganze Repubkik dann wieder folgt, die Prominenten. Und wissen sie wenn ich jetzt diese Fotos dann sehe, da trifft sich ja dann alles von Frau Knobloch, also der Ex-Präsidentin des Zentralrats, dann ist Heino dabei, also es gibt ja kaum einen der nicht dabei ist.(11:00)


Hecht-Galinski muss es bei Minute 12:38 mal wieder in die Welt schreien: Israel sei ein Beatzerstaat, kontrolliere jede Bewegung der Bewohner Palästinas – es ist interessant, wie Palästina in der Vorstellung dieser weltfremden, verbittert wirkenden Frau auf den Gazastreifen zusammenschrumpft. Die ist ein klassischer antisemitischer Topos, Israel/die Juden, dass seine Gegner kontrolliert und lenkt, autochthone Entwicklung unmöglich macht.


Hecht-Galinski:Also, es gibt überhaupt nichts unabhängiges, was Palästinenser im besetzten Palästina haben, es gibt nur eine Besatzer -äh- Regierung, einen Besatzerstaat, der alles kontrolliert, der aber auch jede Handlung kontrolliert die ein Palästinenser dort macht…ein Staat der auf Kriegsverbrechen, auf ethnischer Säuberung aufgebaut ist…


Antiisraelisch und antiamerikanisch wird es dann bei Minute 13:51 mit einem Beispiel von Jebsen, bei dem wieder einmal seine Rasseformel DNA herhalten muss, in Verbindung mit einem Cowboy und Indianer-Vergleich. Wenn Jebsen völkisches meint, so verwendet er stets die Vokabeln ‚DNA‘ oder ‚roots‘ – in dieser Frage will er also auf völkische Gemeinsamkeiten hinaus, auf ehtnische Säuberungen an einer Urbevölkerung (was die Palästinenser nicht darstellen), ausgeführt durch blutrünstige, technisch überlegene und unmoralisch handelnde Siedler. Dieser Möchtegern-Allrounder, der sich wohl alles zutraut, ist sogar unfähig zu erkennen, dass die US-Amerikaner, denen er eine spezifisch völkermordende DNA zuschreibt (Rassismus), wohl alles darstellen, aber bestimmt keine homogene Gruppe gleicher Herkunft. Jebsen beachtet nicht, dass die Vereinigten Staaten von Amerika von vielen Menschen aus ganz Europa besiedelt wurden, die rassistische These also plumper Humbug ist. Trotzdem führte er mit diesem schönen Beispiel ebenfalls antisemitische Topoi auf, die immer wieder auf Israel un die Juden angewandt werden: Zum einen der Umstand, dass Israel am amerikanischen Tropf hänge, zum anderen das verromantisierte Bild des Edlen Wilden, der von einer überlegenen Kultur, die als fremde Lebensform agiert, blutrünstig überfallen, und ausgelöscht würde.


Jebsen: „…also, Israel wäre ja auch ohne die vereinigten Staaten so nicht denkbar, wenn man sich die Grenzanlagen anguckt, das wird ja auch durch den amerikanischen Steuerzahler bezahlt, und äh die israelischen Hightech-Waffen kommen ja auch zum größten Teil auch aus den vereinigten Staaten, aber mir ist halt auffgefallen oder weil ich mir Gedanken gemacht habe warum die sie so unterstützens hat vielleicht auch mit der DNA der zwei Länder zu tun, die Amerikaner haben ja ihr Land auch besiedelt,  indem sie ethnische Säuberungen an den Indianern vorgenommen haben, das erkennen sie jetzt  in Israel von daher ist so ein bißchen so die Cowboys hier in Palästina und das erinnert sie so ein bißchen an die eigene Geschichte. Sehen Sie es ähnlich?“


Hecht-Galinski geht hierauf natürlich ein, bestätigt das antisemitische und antiamerikanische Zerrbild, das Jebsen hier entwirft. ‚Die Juden‘ hätten die Palästinenser von Anfang an ihres Landes beraubt. Dass der Anfang zionistischer Siedler in Palästina gänzlich anders aussah, und Grundstücke legal erworben wurden, hierauf geht Hecht-Galinksi natürlich nicht ein. Es ist ekelhaft. In ihrer Rede mutiert Israel zu einem Verbrecherstaat. Zudem setzt sie immer wieder über das Interview hinweg Juden und Israelis gleich. Auch Hecht-Galinski kocht anschließend die Mär von (zu) einflußreichen jüdischen Lobbyorganisationen hoch, die auch Amerika ökonomisch aussaugten.


Evelyn Hecht-Galinksi: „Ja, natürlich, es ist klar, es ist beides auf dieser Urfassung aufgebaut, also es ähneln sich absolut  die Bilder, weil die USA haben ja die Indianer kolonialsiert und entrechtet und die Juden haben die Palästinenser von Anfang an entrechtet und ihres LAndes beraubt das sind ganz ähnliche Punkte und es ist ja klar das mian sich auf der Basis recht gut versteht. Aber das ist ja Ursprung, heute haben wirs ja vielmehr, dass wirklich in den USA die IPAC die jüdische Lobbyoirganisation eine Macht  hat, die ja auch im Kongress sich wiederspiegelt die auch im Senat sich wiederspiegelt und die auch in den Parteien sich wiederspiegelt und das ist ja überhaupt ein Problem… [ca.15:00]


Mit der üblichen Opferhaltung geht es weiter. Adorno hatt eben Recht, der Antisemit fühlt sich beständig verfolgt, immer glaubt er sich als Opfer finsterer, mächtiger Intrigen…


22:40: Jebsen: „Ich glaube auch das dieser eine Staat die letzte Möglicheit ist, denn selbst wenn Barack OBama sagen würde ‚ja wir wollen eine zweistaatenlösung und wir wollen die Grenzen von ’67‘, ich glaube dass das einen radikalen Siedler überhaupt nicht interessiert, was ein amerikanischer Prsident dann sagt, der ist dann wahrscheinlich sofort ein schwarzer Antisemit, da kann man nur abwarten. Ich möchte jetzt aber an dieser Stelle mal einen Sprung nach Paris machen,  die Täter sind offiziell bekannt, wir wissen nicht wirklich etwas genaues, die Täter sollen radikale Moslems sein mit französischem Pass allerdings, wie wird Ihrer Meinung nach das Ganze in der Presse dargestellt?“ Evelyn Hecht-Galinski: „Natürlich war es ein barbarischer Akt, ganz klar, abe rich frage mich,es sind ja im Moment so viele Akte von Staatsterrorismus in der Luft, das heisst Drohnenangriffe, tausende Drohnenangriffe, wir hören nicht wie viele Tote es gibt, also es liegt soviel barbarisches, dass  sich dann natürlich auch mal Hass aufstaut, schreccklicher Hass, ähmm, was in Paris vorgegangen ist,  diese beiden Brüder die es da angebllilch gewesen sein sollen, nachdem der eine ja seinen Personalausweis im Auto wohl vergessen oder verloren hatte, ist man Ihnen ja auf die Spur gekommen, aber da muss ich jetzt mal ganz sarkastisch fragen, warum sollen sich die ganzen Muslime oder muslimischen Verbände für diesen Mord entschuldigen, Herr Jebsen? Hat schon einmal jemand die jüdischen Verbände aufgefordert, sich von den jüdischen Kriegsverbrechen in Israel zu distanzieren oder sich zu entschuldigen, die sie so vehement unterstützen und sich so lidarisieren?“ Jebsen:“ Nein, das haben wir noch nicht erlebt, aber vielleicht mal auch auf die digitale  Mechanik…sehen Sie auch dass die Medien hier benutzt werden, und eine Hysterie, äh, eine islamophobe Hysterie prouzieren?“ [24:30]


Schon lustig, was? Da fordern diese zwei beständig die Distanzierung jüdischer verbände von dem angeblich kriminellen und völkermordenden Handeln Israels – aber es wird dargestellt, als wäre dies verboten. Die beiden zelebrieren sich als Opfer, denen man den Mund verbietet. Nun, auch Hecht-Galinski muss Antisemiten nun wohl als Opfer stilisieren, same procedure as every day. Auch Sie fleddert die Toten von Charlie Hebdo, wenn sie unwahre Sachen über diese Satirezeitung verbeitet, zum Beispiel, dass dort vorwiegend sich über den Islam lustig gemacht worden sei, was nicht stimmt, dort wurde in alle Richtungen geschlagen. Und dass diese Eigenschaft europäischer Karikaturen solchen Hass hervorriefe. Sie bezieht sich dann allen Ernstes auf antisemitische Karikaturen von Natenjahu, die in der badischen Zeitung veröffentlich wurden. Jüdische Vereine, die hiergegen protestierten, werden als ‚jüdische Funktionäre‘ beschrieben, es wird die Badische Zeitung in die Opferrolle gerückt, sie spricht allen Ernstes davon, dass glücklicherweise kein Mord passiert sei, es sei ein ‚medialer Mord‚, der durch die Kritik an der antisemitischen Karikatur begangen worden sei. Wer ist ermordet oder mundtot gemacht worden? Eine antisemitische Karikatur? Ein antisemitischer Karikaturist? Antisemitische Leser? Auch in diesem Fall ist wieder klar, jeder möchte Charlie sein, auch die Gegner der Aufklärung, die Feinde einer offenen Gesellschaft. Diejenigen, die den ‚Lügenpresse‘-Mythos fleißig am Laufen halten.


25:45: „…also diese satirezeitschrift -ähh ähh- die jetzt angegriffen wurde, das ist ganz schrecklich, ich bin auch immer für Karikaturen und sie können gar nicht scharf genug sein, aber wenn schon dann sollte man doch bitte alles karikieren und nicht immer nur besonders immer auf Mohammed besonders immer auf den Islam gehen…ich möchte Sie erinnern,  ich lebe ja hier im Südbadischen, die Badische Zeitung wurde auch angegriffen mit einer Karikatur, da war Netanjahu, das war eine ganz harmlose Karikatur, da gab es sofort die Attacken der jüdischen Iquisitoren, da habe ich noch nen Artikel drüber geschrieben, da war die badische Zeitung auf einmal auch antisemitisch, das haben wir auch hmit der süddeutschen gehabt, da war auch eine Karikatur, das ging es um einen Artikel von Heiko Flottau, und da war eine Karikatur dabei, da kamen auch sofort die -äh- die jüdischen Funktionäre und gingen sogar vor den deutschen Presserat, es ist also nicht zum Mord gekommen glücklicherweise, aber es war schon mal ein medialer Mord. Und das was jetzt diese Charlie Hebdo da an Karikaturen veröffentlicht, das ist ja schon sehr geschmacklos und grenzwertig. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich diesen Mord nicht barbarisch finde, aber diese zwei Brüder die das wahrscheinlich gemacht haben, erstmal wissen wir noch gar nicht haben sie Hintermänner, haben sie keine, wer hat sie gesteuert, haben sie es wirklich allein gemacht, aber das hier eine Stimmung erzeugt wird die dazu führt, das ist schon eine Katastrophe. Und warum, da bin ich wieder beim Thema, warum wird zum Beispiel im Deutschlandfunk eine Frau Lustiger aus Paris die Tochter von dem Arno Lustiger gehört, die mit dem Islam ein Problem hat, wenn ich dieses Interview höre, warum wird nicht mal ein anderer geholt, der sich ganz anders damit auseinandersetzt…“ [27:52]


Hecht-Galinski hätte also gerne mehr ‚antizionistische‘ Stimmen im Radio. Jebsen bemängelt, ebenso wie sie, die fehlende Gangbarkeit antisemitscher Karikaturen. Natürlich auch hier wieder Opferprojektion.


28:27: Jebsen: „Frau Hecht-Galinski, ich glaube für jeden der sich jetzt mit Karikaturen nicht so auseinandersetzt gesetzt hat, kann man vielleicht folgenden Rat geben, er möge sich doch einfach mal die Karikaturen die hier in westlichen Medien über den Islam stattfinden, er möge die einfach mal umdenken und versuchen, einfach mal dieselbe Schärfe mit der ähm mit der jüdischen Religion mit jüdischen Rabis das dort ähnlich satirisch vorgegangen würde, was dann passieren würde, man würde ihm sofort sagen das erinnert mich aber extrem stark an Hetze aus dem dritten Reich,  das ist antisemitisch, ich glaube wir messen mit zweierlei  Maß.“ Evelyn Hecht-Galinski: „Ja das meine ich (…) das meine ich, das wäre einfach unmöglich, überhaupt über Juden Witze, Karikaturen, also denken Sie bitte an Dieter Nuhr…wenn er sich das über Juden und über Judentum leisten würde, ja er wär längst Antisemit, er wär längst vor Gericht,  er wär längst out, inzwischen ist er auf den großen Plakaten(…)“


Alles klar? Dieter Nuhr (den man nicht toll finden muss) ist nur deswegen auf großen Plakaten, weil er staatsgenehm gegen Muslime hetzt…die einfache Welt der Evelyn Hecht-Galinski…

Von der ‚Gleichschaltung‘ und dem ‚Totschlagargument‘

In diesem längeren Text soll aus gegebenem Anlass nochmals auf die schon länger laufenden thematischen Verquickungen und die gefährlich geistige Nähe von den Nachdenkseiten und Kanälen wie KenFM von Ken Jebsen hingewiesen werden.

Albrecht Müller ist offensichtlich der Meinung, dass Personen wie Jürgen Elsässer, Ken Jebsen oder Lars Mährholz keine(!) Antisemiten seien. Zu einem Gastbeitrag von Konstantin Wecker, der am 24. April 2014 bei den Nachdenkseiten erschien, fügte Müller einen kleinen Beisatz an, ganz am Ende des Textes: „Anzumerken bleibt, dass ich die Rolle von Jutta Ditfurth etwas kritischer sehe. Sie unterstellt manchen zu Recht und manchen zu Unrecht Antisemitismus, ohne Belege zu nennen, wie zum Beispiel hier“. Und unter Müllers „hier“ ist das 3SAT-Interview verlinkt, welches mit Jutta Ditfurth geführt wurde. Drei Namen nennt sie dort: Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und Lars Mährholz. Allen diesen Personen ist Antisemitismus in Wort und Schrift nachweisbar. Auch wenn es bei einem von Ihnen laut einer Münchner Richerin nicht für das Prädikat ‚glühend‘ reichen soll, ist auf Erkenntnisse der Antisemitismusforschung bezogen, die Sache eindeutig. Aus diesem Grund allein löschte wohl Jebsen, der nun ebenso wie Elsässer verschiedene Menschen vor den Kadi ziehen will, sein offen antisemitisches Video „Zionistischer Rassismus“. Vielleicht eine Grundbedingung dafür, dass der Friedenswinter von Personen wie Sahra Wagenknecht aus der Parteikasse bezahlt wurde? Aber Herr Jebsen ist offensichtlich nicht in der Lage, den Begriff Antisemitismus in seinen verschiedenen Ausprägungen und der Bedeutung zu erfassen: Fast in jedem seiner allein dieses Jahr erschienenen Videos, in welchen er vor allem seiner Profilneurose freien Lauf zu lassen scheint, bringt Jebsen verschiedene Antisemitismen an. Sekundärer, israelbezogener, separatistischer: Überall ist etwas dabei. Daher ist der Einsatz von Müller für Jebsen bemerkenswert. Dass Müller in den hier genannten Texten keine wirklichen Zweifel daran lässt, dass er Antisemitismus einzig als Angriff und Totschlagargument begreift, anstatt sich über die Ursache dieser Etikettierung und womöglich eigene Unzulänglichkeiten des Denkens Gedanken zu machen, ist offenbar. Für Müller scheint alles Teil einer großen Verschwörung zu sein, die ihre Ursprünge, wie sollte es anders sein, in US-Amerika hat. Müller führt nicht weiter aus, wem Jutta Ditfurthzu Recht“ und zu „Unrecht“ Antisemitismus vorwarf. Da er aber nun inzwischen mit Jebsen an einem Tisch sitzt, sich über zwei Stunden interviewen ließ und die Montagsdemos/Friedenswinter schön schreibt und bewirbt -wie auch sein Mitarbeiter Jens Berger bei den Nachdenkseiten und dem Spiegelfechter, kann man sich wohl denken, wen Albrecht Müller als zu Unrecht Beschuldigten meint.

Auch Müllers Mitarbeiter Jens Berger scheint eine angeblich gewünschte Distanz zu Jebsen nur dem Schein nach aufrechterhalten zu wollen, verlinkte er doch schon öfters in diesem Jahr, auch nachdem sein Kompagnon Jörg Wellbrock zum Start der Montagsdemos zunächst einen kritischen Artikel verfaßte, zu dem Youtube-Kanal ‚KenFM‚ von Ken Jebsen. Es ist bemerkenswert – da streitet Müller nicht nur Antisemitismusvorwürfe gegenüber Jebsen, sondern zum Beispiel auch zu Werner Rügemer stets ab mit der Begründung, es seien Mechanismen der ‚Gleichschaltung‘. Natürlich eine von außen gesteuerte Gleichschaltung, die durch US-Amerika erfolgen soll, und Angriffe, die der Mundtotmachung dienen sollen. Mit dem Video von Ken Jebsen „Zionistischer Rassismus“, das bis zu dessen Löschen der ‚Dauerkracher“ bei KenFM war, hat sich niemand der ‚Analysten‘ von Spiegelfechter und Nachdenkseiten bisher beschäftigt. Berger thematisierte dies in seinen Verlinkungen zu Jebsen nie. Dafür ist man stets bemüht, das Problem des erstarkenden Antisemitismus kleinzureden, es als Abwehrmaßnahme des bösen Systems zu bezeichnen.

Angesichts des Laissez-faire-Verhaltens gegenüber solcher Figuren wie Jebsen, die keine Berührungspunkte zu antimuslimischen und antisemitsch auffälligen Hardcore-VT’lern wie Udo Ulfkotte haben, wirkt es auch nicht verwunderlich, dass sich Albrecht Müller mit Artikeln wie „Einige interessante Dokumente zum Kolonie-Status Europas“ beständig hervortut und deutlich als  Antiamerikanist auftritt. Obwohl all dies in den letzten Jahren unter Einbezug einer nicht kleinen ‚Gegenöffentlichkeit‘ geschah, welche Müller mit seinen medialen Erzeugnissen zusammenführen und stärken möchte, fielen diese antiamerikanischen und den Antisemitismus kleinredenden, müllerschen Eskapaden leider nur wenigen Menschen auf. Dies führte dazu, dass Albrecht Müllers Nachdenkseiten sich als musterlinke Aufklärungsseite verkaufen möchte, die mit diesem Status auch die Querfrontveranstaltungen rund um Montagswahnmacher und Friedenswinterfrierer, vor allem aber deren Hauptinterpreten wie Jebsen, Shahyar, Elsässer, und wie sie alle heißen mögen, gesellschaftlich ‚legalisieren‘ möchte. Gerade bei älterem ‚alternativen‘ Publikum sind die Nachdenkseiten bekannt. Für diejenigen Denkbefreiten, die hinter angeblichen linken Gallionsfiguren, Helden und Führern wie Dehm, Hunko, Wagenknecht und Gehrcke herlaufen möchten, hört sich dies bestimmt auch toll an: Wenn die Linke dabei ist, kann da ja nichts antisemitisches oder nationalistisches und verstörendes dahinterstecken, sonst hätte ja die NPD mobilisiert und nicht die Linke, so redet man dort. Und so verwundert es nicht, dass diejenigen, welche sich noch zu Anfang des Jahres als „nicht links, nicht rechts, sondern vorne“ verkaufen wollten, nun auf einmal ihre linken Wurzen finden, sich als Hippies bezeichnen und auf die Antifa und ‚die Antideutschen‘ schimpfen, weil diese ja gar nicht begriffen hätten, was es bedeute, links zu sein. Die Leute um Wagenknecht, Gehrcke, Hunko, Dehm -und wie die anderen geistigen Leichtgewichte heißen mögen-, die solcherart Hardcore-Antisemiten salonfähig machen, und hierbei selbst als solche schon länger als in dieser Beziehung ’schwierig‘ oder als ‚Antizionisten‘ gelten, verstehen die Problematik ihres Handelns ganz offensichtlich nicht.  Dieser Satz, den Gehrcke schrieb, muss sich für wirklich gegen Antisemitismus einsetzende Menschen, die auch geistig fassen können, was es mit Antisemitismus auf sich hat und diesen erkennen, wie Hohn anhören:

„Unsere Demonstration ist anti-faschistisch; ohne Wenn und Aber. Wir stehen in der Tradition des Schwurs von Buchenwald: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg. Wir lehnen jede Form des Rechtsradikalismus ab, wir arbeiten mit Rechtsradikalen nicht zusammen(…)wir leisten Widerstand! Lasst es mich noch einmal ganz deutlich sagen: Wir sagen Nein zu Antisemitismus, neuen Rechten, Reichsbürgern, Rassismus, Nationalismus und Faschismus(…)diesem Credo, vorgetragen auf der Berliner Demonstration am 13. Dezember, bin ich verpflichtet, diesem Credo ist Diether Dehm verpflichtet, Reiner Braun ebenso und auch Ken Jebsen und Lars Mährholz haben diesem Text zugestimmt “.

So sieht also das ’nein‘ zu Antisemitismus aus: Man läßt sich von deutschlandweit bekannten, antisemitisch ruchbaren ‚Persönlichkeiten‘ interviewen und nutzt ihre Onlinepräsenz für das Zelebrieren des eigenen fehlverstandenen Dissidententums. Andere Aufrufende, wie Albrecht Müller, ein Gründer und Betreiber der Nachdenkseiten, bezeichnen berechtigte Antisemitismusvorwürfe gegen Einzelpersonen schon seit Jahren als Gleichschaltung‘, und gehen mit dem Wortgebrauch auch nicht sparsam um, die Suchfunktion bei den Nachdenkseiten ergibt einhundertdreißig(!) Treffer für Gleichschaltung; während seine Mitarbeiter in den Videohinweisen der Nachdenkseiten Links zu Kanälen von antisemitisch Auffälligen setzen. So läßt sich an der ‚politischen Intelligenz‚ dieser Personen aus meiner Sicht gehörig zweifeln, vor allem an ihrer Beurteilungsfähigkeit für Dinge wie Antisemitismus, von der sie selbst keine Ahnung zu haben scheinen, außer eben, das sie keine Antisemiten sein möchten und die nicht verstandenen Kategorisierungen ablehnen. Die heutige Verlinkung von Jens Berger zu Dieter Dehms Stellungnahme macht das deutlich. Für Dieter Dehm fängt Antisemitismus wohl erst bei dem Geruch nach Menschenfleisch an, er sagt „Antisemitismus ist dem Massenmord vorbehalten und muß dem Massenmord vorbehalten bleiben. Wer nach einem Jahr der youtube-Berieselung durch Ken Jebsen noch nicht die Problematik seiner Aussagen verstanden hat, und sogar ihm Interviews gibt oder Demoaufrufe über seinen Kanal produzieren lässt, der hat den Schuss nicht gehört und ist wohl taub ‚auf diesem Ohr‘.

Ken Jebsen, der diesem Beschluss zugestimmt haben soll, handelt entsprechend: Er verleugnet, seine Aussagen je getätigt zu haben, die aber in Form seines viralen und erst kürzlich von seinem Kanal gelöschten Videos wie in Stein gemeißelt sind. Er will von so etwas nie gewusst haben und stellt sich blöd.

Gehrcke sollte, wie die anderen ‚Friedenswinterdissidenten‘, sein Parteibuch abgeben und die ‚rostbraune Partei‘ Deutschlands gründen, die ein echter Wahlerfolg werden könnte. All diese, die nun in einen Jesuskomplex verfallen und eine Opferhaltung an den Tag legen, wie Antisemiten es gerne tun, sollten ihr eigenes Ding aufmachen. Sie könnte sich auch die ‚Opferpartei Deutschlands‘ nennen. Ihre angebeteten Führer wie z.B. Jebsen und Shahyar könnten in dieser dann die Stellung einnehmen, die ihnen laut derer Aussage wohl von der bösen Gesellschaft, die unter der medialen Gleichschaltung leide, schon lange verwehrt würde. Es ist ein Drama, dass diese ‚problematischen’Personen, von denen sich einige schon in den Debatten um die ‚Toilettenaffäre‚ so unrühmlich hervorbrachten und durch den angekündigten Boykott frisch gefällter Beschlüsse auffielen, nun weiterhin die Partei zugrunde richten. Und weiterhin, so wie schon die ganze letzte Zeit, auch die neuesten Beschlüsse zu der Thematik als nichtig für sie erachten.

Herr Karl kommentierte eine heute von Jens Berger, der auch den problematischen Spiegelfechter betreibt, vorgenommene Verlinkung und Veröffentlichung eines dehmlichen Statements bei den Nachdenkseiten folgendermaßen: ‚Und wenn man denkt, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann: Die NachDenkSeiten veröffentlichen allen Ernstes Diether Dehms bescheuerten Text „Vorsicht Faschist!“. Diesmal ohne Anmerkungen‘.

Für Albrecht Müller und rund um die NDS schien die medial-politischeThematisierung von Antisemitismus schon immer eine Bedrohung darzustellen, nicht die Existenz desselben. „Der Antisemitismus wird zur gesellschaftspolitischen Gleichschaltung benutzt“ – dies fantasierte Müller schon im Jahr 2011, die Kritik an Augstein für dessen Verteidigung von Günther Grass, und dem Umgang mit der Thematik an sich, wurde von ihm als ‚Hatz‘ beschrieben. „Kritik an Israels Regierung = Antisemitismus“, dies schmierte Müller in seine Website wie an eine Toilettenwand. Es ist überhaupt bemerkbar – Müller verwendet gern diesen Telegraphenstil, in dem er seine Schlussfolgerungen auf das wesentliche verkürzt präsentiert, so als seien es naturwissenschaftliche Merksätze.

Die Interpretationen, welche die genannten und ungenannten Abweichler, Antiamerikaner, ‚Antizionisten‘ und Antisemiten gegenüber Ihren Kritikern in Medien, Politik und Gesellschaft anbringen, sind indes leicht erklärbar. Um es kurz zu fassen – die Kritik sprengt offenbar den Rahmen ihres Verständnisses, die einen wirken intellektuell traurigerweise nicht hierzu in der Lage, die anderen haben offensichtlich einen ideologisch versperrten Deutungsrahmen. Allen gemein ist, dass sie aufgrund dessen ihre Kritiker einzig einer fremden Macht zuordnen können. Das, was sie nicht verstehen können, ordnen sie demnach einer Verbiegung der ihnen anders geläufigen Begriffe zu. Ihr Opfergestus ist zu einem Ritus verkommen, einer gesellschaftlichen Angelegenheit für alle sich als Opfer und Verfolgte fühlenden. Ein Opferritus wird zelebriert.

Zum einen spielen hierbei die Antiamerikanismen ein, welche man als deutscher wohl leider ‚mit der Muttermilch‘ einsaugt (vom verrufenen RockandRoll und Bubblegum, über die die Kinder und Jugendlichen bedrohenden Comics bis zu den so gewerteten Unkulturen unserer Tage. Die Entstehung all dieser Dinge wurde allzu gern den ‚doofen Amis‘, oder dem dekadenten Westen, angelastet), der durch psychologische Mechanismen erklärbare sekundäre und israelbezogene Antisemitismus nun ebenso. Die Kritik an diesen ‚Sichtweisen‘ und Erklärungsmodellen wird von den Kritisierten offenbar nicht verstanden, und so wird sie umgedeutet in feindliche Angriffe auf die „vernünftige“ Erklärung des Zustands der Welt. Sie fühlen sich angegriffen, mundtot gemacht – und fürchten die Isolation als Spinner.

Wobei zwischen denen, die sich anschließen – und denen, die diese Veranstaltungen losbrachen und hypten, ein Unterschied besteht. Die einen fühlen sich als ‚linke‘, die anderen verkündeten aus Werbezwecken, sie wollten eben dieses nicht sein. Als dann die sich als links Empfindenden sich nur unter der Prämisse dem Ringelpiez mit Anfassen anschließen wollten, wenn sich zu ‚Antifaschismus‘ bekannt würde, wurden eigene ‚Modelle von Antifaschismus‘ ersonnen. Es gab wohl einige hohle Lippenbekenntisse – und für die Antizionsiten der Linkspartei scheint der Käse gegessen.

“Vieles spricht dafür, dass der Antisemitismus-Vorwurf – neben anderem – dazu benutzt wird, jegliche politische Alternative zur herrschenden Ideologie und Politik auszuschalten.“ Diesen Satz warf Albrecht Müller schon im Jahr 2011 der damaligen Vizevorsitzenden der Linkspartei, Halina Wawzyniak , vor. Halina Wawzyniak kritisierte schon damals zuvor den Text von Müller. Und am 10. November erschien auf den Nachdenkseiten ein Beitrag für den Albrecht Müller verantwortlich zeichnet. Er trägt den Titel: ‚Besorgte Reflexion über die Grenzen dessen, was Bürger noch öffentlich mitteilen dürfen‚. In diesem geht es um die Erfahrungen einer Leserin mit der ‚Zensur‘ in den Foren von SPON, FAZ und ‚ähnlichen Medien‘, angesichts der Tatsache, dass Meinungen zur MH17 und anderen Dingen bezüglich Themen, die Russland betreffen, zensiert würden. Angemerkt werden muß, dass Albrecht Müller Monate zuvor seine Leserschaft zu einem Shitstorm auf die ‚Mainstreammedien‚ (MSM) aufforderte, der merklich wurde. Hierzu riefen nicht nur die NDS auf, sondern auch die Montagswahnmacher und Nazi-Anonymous von Mario Rönsch.Garniert werden diese Unterstellungen mit der Frage, ob, wenn „solche Lapsen, Dramatisierungen, Dämonisierungen & manichäisch strukturierten Beschuldigungen..in deutschen Medien hinsichtlich der israelischen Regierung und Bevölkerung laufen“ würden – ob dann nicht „auf ein entsprechendes internationales Echo hin die Staatsanwaltschaft aktiv“ würde und auf den „Straftatbestand der Volksverhetzung wegen Antisemitismus“ ermitteln würde. Es gibt sie immer wieder, unangemessene Vergleiche, Opferstilisierung und -Rhetorik und ‚verschwörungstheoretische‘ Unterstellungen. Mit Antisemitismus möchte man sich nicht beschäftigen, es sei denn, man kann ungebührliche Vergleiche absetzen.

Nun stehen die Nachdenkseiten in Bezug auf Seriösität auf einer Stufe mit ‚Propagandaschau‘, ‚Weltnetz“ – hinter dem Portal ‚Weltnetz‚ stehen wahrscheinlich, Verlinkungen und Themata lassen hierauf schließen, maßgeblich die gleichen bis ‚ähnlichen‘ Verantwortlichen wie hinter den Nachdenkseiten-, KenFM und vielen anderen. Und sogar mit Reichsbürgern hat Albrecht Müller die geäußerte Phrase gemein, dass Deutschland nicht souverän sei, welche aber auch zu gut in die Thematik von ‚Gleichschaltung‘ und ‚mundtotmachen‘ passt. KenFM übernimmt inzwischen auch ‚Gastbeiträge‘ seiner Verteidiger und Fürsprecher mit ins Programm auf, so dass Albrecht Müllers neuerlicher Auswurf über die ‚Geichschaltung‘ -und im vorhinein durch SIE manipulierte Berichte- über einem Beitrag der Frau erscheint, die Henryk M. Broder gerichtsfest als Antisemitin bezeichnen darf.

Ach ja, und bei rtdeutsch, dem Haus- und Hofkanal der VT’ler, Wahnmacher und vereinigten Aluhüte, wurde diese Woche Eva Hermann interviewt. Thema: Rufmord. Widerlich!

Die üblichen Unsagbarkeiten

Das folgende wurde geäußert im -angesichts solchen Ausfalls unbestrittenem- Forum der Denkbefreiten, da wo scheinbar Raum für jede Unsagbarkeit ist. Und ich rede gar nicht von ‚pi‚: Schade das er nicht ein paar Jahrzehnte früher geboren wurde, dann wäre mit etwas Glück sein Platz in Dachau oder Buchenwald gewesen. Das ist meine humanistische Meinung, denn so wären viele Menschen die er ermorden ließ, heute noch am leben!Die Rede ist hier übrigens von Chodorkowski.

spiegelfechter antisemitismus

Wenn -gleich, in welchem Zusammenhang- so etwas gesagt werden kann, ohne dass jemand widerspricht, dann ist es ein Indikator, dass es kälter wird…der Zusammenhang, in dem es geäußert wurde lässt auf, zum Friedenswinter passendes, Blitzeis schließen. Nur mal so nebenbei – in Elsässers Blog gibt es übrigens auch einen Forenten namens Wahrsager. Der lässt auch ziemlich ähnliche Sachen vom Stapel…aber dass so etwas dort akzeptiert wird, ist weniger verwunderlich als das hier aufgeführte Beispiel aus verlinkter Quelle.

Nachtrag: Bei den Nachdenkseiten wiederum ist man heute bemüht, einen ausgewählten Leserbrief zu präsentieren, der sich mit Antisemitismusvorwürfen als Konstruktion befaßt. Natürlich wird konstatiert, dass Antisemitismusvorwürfe aufgebauscht würden, um Menschen zu schaden. Wer hätte das gedacht? Über H. M. Broder wird dort gesagt, er habe sich dieses Verhalten „zum Brotberuf erkoren“. Traurig, so etwas – stehen doch in einem Blog eines Mitarbeiters von Albrecht Müller, wie oben gezeigt, traurige Beispiele für Antisemitismus. Und – Henryk M. Broder machte die Antisemitismen des Interviewpartners von Albrecht Müller öffentlich. Aber nein – es muß beständig die Seite des armen, von Antisemitismusvorwürfen geschundenen, Opfers herausgekehrt werden. Eines Opfers, so wie Jebsen eines sein soll.

Zu Verschwörungsphantasien gehören Vernichtungsphantasien rapt die Antilopengang…