Schlagwort-Archive: Nationalismus

Es wird angerichtet: Hühnerbrust an Gewimmer von Migrationswaffen

Da ist diese Vulgärseite namens Nachdenkseiten. Sie wollen ‚links‘ sein. Sie boten und bieten so ziemlich jedem querfrontigen Ansatz eine Bühne – und von Lügenpresse wird allein aus Gründen vorgeblicher PC nicht gesprochen. Dort findet jemand freudige Erwähnung und wird publiziert, der munter gegen ‚Migrationswaffen‘ („Europa und Deutschland gegen „Migrationswaffe“ machtlos?„) hetzt oder mit solchen, die hobbymäßig gegen ‚Frühsexualisierung‘ wettern, das gleiche Mikrofon benutzt. Wie Superkremlin Willy Wimmer, der Pegida progressiv findet und ausgiebig seinem wahnhaften Antisemitismus frönt. Willy Wimmer darf bei den Nachdenkseiten auch Viktor Orban über den Klee loben. In Bautzen verteidigt er die armen Freitaler Nazis, die doch glatt vom bösen SEK überfallen wurden. Den ‚Linken‘ von den Nachdenkseiten und ihrem offenbar senilen Obervorsitzenden ist es schnuppe, ob, wo und wie Pegida-Willy spricht.

Dann gibt da diesen weinerlichen, unfreiwilligen Nazi-Hanswurst namens Hagen Grell aus der tiefbraunen, dunkeldeutschen Provinz, der wegen der Klicks von rassistischen Pegida-Affen als Neonaziyoutuber Bezeichnung finden  kann. Ein aluhuttragender, pseudopatriotischer ‚Männerrechtler‘, der seine offensichtlichen Komplexe abarbeitet. Er ist vielleicht dem einen oder anderen bekannt, weil von ihm (unter anderem) das lustige Video existiert, in welchem er ‚deutsche Männer‘ dazu aufruft, ‚ihre‘ Frauen zu verteidigen – das ganze im Feinripp-Unterhemd vor einem Alibert gefilmt.

Und dann – dann steht da dieser Auftritt an, bei dem der Feinripp-Hanswurst und Willy Wimmer zusammen aufreten. Selbstverständlich werden die Hoschis von den Nachdenkseiten in Zukunft weiterhin was von McCarthy und Zensur blubbern – und sich ansonsten über die Reichweite der NDS hinein ins rechtsextreme Milieu freuen. Vielleicht macht Hagen Grell mit seinen Kameraden ja auch bei Stopp Ramstein mit (über Nazis hat man sich dort stets gefreut) – vielleicht findet der Nachdenkseitenmitarbeiter  Jörg Wellbrock aber auch zusätzliches Einkommen durch das Vertonen patriotischer Hörbucheditionen? Seien wir gespannt – bei den Nachdenkseiten weiß man dann, wie immer, von nichts.

Wimmer Grell.png

Advertisements

Die völkische Denke des Ken Jebsen

Die Ergüsse Jebsens zum Putsch in der Türkei bieten das übliche Feuerwerk des schlechten Geschmacks. Blut- und Bodenmentalität dringt ebenso aus seinen Ausführungen, wie auch Autoritarismus und völkischer Rassismus durchblitzen. Flüchtlinge erklärt Jebsen zu ausdrücklichen Waffen, neben der schon bekannten Migrationswaffe, wie auch zu potentiellen Terroristen. Und spricht ihnen so jedweden Individualismus ab; erkennbar nicht nur am  sie gänzlich zum Objekt redenden Sprachgewand.

„Die Türkei ist(…) eines der wichtigsten Werkzeuge bei der Destabilisierung Syriens, einem Land in dem aktuell ein Stellvertreterkrieg diverser politischer Player gekämpft wird. Da haben wir unter anderem die NATO, die Russische Föderation, Sunniten, Schiiten, Kurden, Zionisten, und eine Handvoll privater Terrororganisatione(…)Die Türkei ist ein Pufferstaat wenn es darum geht, syrische Flüchtlinge zwischenzulagern um sie zum Beispiel als Waffe weiterzuverwenden, auch in in Europa.“ [Interview Jebsen mit Willy Wimmer, circa 0:00:30]

Das unterträgliche Geraune des Jebsen, ganz nah an der AfD bedient er rassistische Klischees und Ängste. Flüchtlinge sind danach für ihn in erster Linie keine Menschen, sie stellen taktische Einheiten dar, die das Imperium nach Herzenslust verschieben könne. So, wie die ganze Welt durch das ‚Imperium USA‘ in Gänze kontrolliert würde.  Wer syrische Flüchtlinge zwischenlagern möchte, um sie als ‚Waffe weiterzuverwenden‚, das sagt Jebsen natürlich nicht. Es wird schon irgendwas mit ‚dem Imperium‘ zu tun haben und mit den Zionisten, die sind immer mitgedacht. Machen wir uns zu dieser Gelegenheit gefasst auf Jebsens unerträgliche Leichenfledderei der Anschläge in Deutschland. Was wird er nur diesmal von vergessenen Ausweisen schwadronieren? Was werden die abgehalfterten Inteviewpartner, die Jebsen seine Weisheiten aussprechen lässt, in diversen Youtube-Videos zum Besten geben?

„…irgendjemand wollte vielleicht dass es aussieht wie ein Putsch, es aber kein Putsch ist, um dann Erdogan zu einer Überreaktion zu zwingen…Fakt ist aber, dass die Türkei, wenn es um so entscheidende Fagen in der Geopolitik geht, ja immer auch ein Spielball des Imperiums war…haben die USA ihre Vulkanraketen in der Türkei aufgestellt…die Türkei wurde da nicht gefragt, das wurde einfach gemacht, und was wir im Moment sehen ist ja, dass die Türkei auch ein sehr wichtiger Player ist in der ganzen Geschichte, ähh Russland zerschlagen und mittlerer Naher Osten, das hat Erdogan natürlich erkannt…als ein sehr selbstbewusster Präsident, dass die Türkei ständig benutzt wird in geopolitischen Fragen. Er träumt von einem wieder selbständigeren -ich würde nicht sagen Osmanischen Reich, aber von einem Land, was sich nicht hin- und herschubsen lassen muss. Und so verstehe ich auch stark den Nationalstolz der Türken [1:09:05 – 1:09:27]

So der notorische Dummschwätzer Jebsen mal wieder. Erdogan wollte sich einfach nicht mehr durch das Imperium benutzt fühlen. Alles klar – da entlässt man schon mal zehntausende, und steckt ebenso viele ins Gefängnis. Jebsen hat das volle Verständnis. Mit Volk und Stolz und so – da kennt er sich offenbar aus, mit rumschubsen lassen ja sowieso, das selbsternannte Opfer. Vielleicht möchte Jebsen ja in die AfD Baden-Würtemberg eintreten, die suchen bestimmt noch einen Ersatz für Gedeon.

…wenn man sich die Türkei anguckt, und wenn man sich die Turksprache anguckt ist das ein riesiger Sprachraum, und die fühlen sich einfach rumgeschubst und schauen sich auch mal andere Länder an, wie Saudi-Arabien an, die viel kleiner sind , die viel mehr machen können was sie wollen. Und da entde- da erwacht ein neues Selbsbewusstsein, und damit arbeitet natürlich auch das Imperium.“ [mmm25, circa 1:16:00]

Aber natürlich, es ist nur der antiimperiale Kampf gegen die bösen Unterdrücker USA. Kennt man ja aus anderen Sprachräumen. Die wahnhaften Züge derjenigen, die nationalistischen Verschwörungsideologien anhängen und ein rassistisches Weltbild pflegen, zeigen sich besonders gut, wenn Tätigkeit für das Imperium USA unterstellt wird, ob hüben oder drüben:

Interessant ist, wer sich auf diesen Fall stürzt und plötzlich für mehr Demokratie ist, das sind Türken in deutschland, die aber mehr amerikanische Thinktank-Mitarbeiter sind, wie zum Beispiel Cem Özdemir von den Grünen. [mmm25, circa 1:11:47]

Cem Özdemir sei also Türke, weil der Ort seiner Geburt, Bad Urach, ach so türkisch istDie zusätzliche, behauptete Reduzierung, dass er amerikanischer Thinktank-Mitarbeiter sei, soll die mit ‚dem Feind verbandelten‘ abwerten. Sie, die weder zu Deuzschland, noch zu der Türkei, etwas sagen dürften.Ken Jebsen – das ewig schwitzende Maskottchen der völkischen Querfront, wie es leibt und lebt.

Die rasche Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei, nachdem Erdogan für sich ein neues Amt ersann, und die Inhaftierung oppositioneller Kräfte, ist dem Wanderprediger Jebsen keine Erwähnung wert. Wohl aber seine verschwörungsideologischen Äußerungen, nach denen die USA selbstverständlich auch die Türkei gängelten und unter Druck setzten, wogegen diese sich nun endlich wehren könnten. Realiter möchte Jebsen dem antisemitischen Mob von Erdogan-Fanboys gefallen, die kein kritisches Wort über  Erdogans Türkei bei KenFM möchten. Überhaupt kann Jebsen so nicht nur seine Antiamerikanismen verbreiten, sondern auch den alles katalysierenden  antisemitischen Antizionismus, immer wieder merklich an Jebsens Sprachgebrauch. Er reduziert die Türkei auf die Rolle einer geopolitischen Schachfigur, die einzig als ‚NATO-Vasall‘ agiert habe. Und so ist es auch kein Wunder, dass er simplifizierend Flüchtlinge zu potentiellen Terroristen erklärt.

„…eines ist auch mal klar, die Türkei wird nicht mehr das sein, was sie für viele von uns die letzten Jahre war, ein Staat, von wo wir Gastarbeiter beziehen,..Das ist nicht mehr so, es gab einmal ein osmanisches Reich das hat deutlich länger ääähhh existiert als viele andere Reiche in der Region, und dieses Land kommt zu einem neuen Selbstbewusstsein. Und wenn wir wollen, dass wir mit einem Erdogan und der Bevölkerung auf Augenhöhe reden können, dann sollten wir aufhören abkanzelnd und so herablassend mit ihnen zu reden…meine Empfehung an alle ähh Atlantiker und europäischen Politiker.“ [‚mmm25‘, circa 01:16:35]

Apologien auf Diktatoren ist man von ihm ja ebenso gewohnt, wie das Ansprechen nationalistischer Themata. Blut und Boden trieft hier ebenso aus Jebsens Worten, wie Faszination für einen aufgehetzten Mob. Jebsen und der völkische Nationalismus – ein Land, ein Führer, ein Selbstbewusstsein. Tote, Massenverhaftungen, Umbesetzung des gesamten Justiz- und Bildungsapparates. Für den gedanklich widerwärtigen Jebsen ist das alles keine Silbe wert, Jebsen riecht durch den Blutgeruch hindurch nur ein ’neues Selbstbewusstsein‘. Für starke Herrscher, für die hat Jebsen Verständnis und Symphatie, nicht für deren Opfer.

„…wie man mit der Türkei umgehen kann, denn was ich ständig spüre, äähm wenn – wenn wir auch auf unserem Portal über die Türkei sprechen, äähhm, irgendwas haben wir getan, wir diese Resteuropäer, wie die auch mit den Russen umgehen, wir beleidigen die dauernd, die sind beleidigt, wir…halten das dann für überzogen oder Machotum, ist es aber alles nicht, wir beleidigen diese Völker und andere Völker, und da ist die Türkei ein typisches Beispiel, andere Völker lassen sich das einfach nicht mehr gefallen“. [01:17:05] 

Die Türkei ist ein Volk. Sososo. Und sie hat nach Jebsens Einschätzung keine Lust mehr. Sie sei also beleidigt – und will nicht mehr mitmachen, Russland zu zerschlagen. Das ganze ‚Volk‘. Nein – der Teil, der nicht eingeknastet ist und sich auf eine gute finanzielle Zukunft freuen kann, bgeistert Allahu-Akbar rufend. Der politisch-vulgäre Schwachmat Jebsen, in Gedanken wohl ständig in Vorfreude auf das Heranziehen der Völkerbefreiung aus der anglozionistischen Zinsknechtschaft des Imperiums (oder so ähnlich) hoffend, er wiederholt die gleichen Phrasen, wie sie aus der türkischen Regierung -und von den Erdowahn-Fans aus seiner antisemitischen Klatschspalte- kommen: Nur islamistische Erdowahnfans, die sich zu widerlichsten Gewalttaten gegen eingeschüchterte Wehrdienstleistende mobilisieren lassen, seien ‚das Volk‘. Und das dürfe sich wehren. Bedrohungen werden als von außerhalb kommend skiziert – und damit auch Menschen als gewissermaßen für vogelfrei erklärt. Jebsen und Konsorten machen vor, wie nationalistisch-völkische Verschwörungsideologien funktionieren – und und wer ihnen anhängt. Apropos nationalistisch:

„Und dann sagen wir, das ist Nationalismus…wenn es darum geht die Türkei zu beleidigen, ja, dann ist das so, die sollen sich nicht so haben die sollen erstmal werden wie wir. Das müssen die nicht, das müssen die nicht. Und die türkische Kultur ist eine sehr alte Kultur, und das weiß ich – ich trinke türkischen Kaffee.“ [01:17:35]

Klar. Alles kein Nationalismus, nur der Schrei nach Befreiung einer sehr alten Kultur, eines sehr alten Reiches, eines sehr alten (!) Volkes. Jebsen hat keine Ahnung von der Türkei, das wird aus seinem widerlichen Gerede deutlich, dafür denkt Jebsen sehr deutsch, so deutsch wie Opi, offenbare Rottenmentalität. Wer sonst noch kann sich Jebsen eigentlich mit Koppelschloss und Knobelbechern vorstellen?Da schwadronieren dieser Fatzke und seine Mitstreiter von der völkisch-antisemitischen Querfront beständig von ‚Gleichschaltung‚ durch die ‚Transatlantiker‚, womit dann meist so gefährliche Sachen wie Demokratie und Wahrung von Menschenrechte gemeint sind. Wenn ein Vorgang der Gleichschaltung in Realität ein ganzes Land bedroht, dann sieht der autoritäre völkische Fetischist darin einen Befreiungsschlag. Nationalistisch und protoantisemitisch motivierte Gewaltexzesse werden zum erblühendem ‚Selbstbewusstsein‚ -natürlich von einer ganzen, einer starken Nation, eines Reiches, eines Volkes– umgedeutet. Starke Männer mit Schnauzbärten – und Universitäten ohne amerikanische Thinktanks Zionisten. Und natürlich ohne transatlantische Thinktanks. Das macht ihn wohl ganz nass.




Auch Jebsens Mitstreiter, gedanklich ähnlich gepolt, raunen von „Fremdbestimmung“. Albrecht Müller von den Nachdenkseiten macht dies aktuell an der Kritik fest, die Sahra Wagenknecht –wegen ihres Sirenengesang fürs völkische Lager– aus Teilen ihrer Partei entgegenschlägt. Antisemitismus und Antiamerikanismus wird dort in weiten Teilen gepflegt bis ausgehalten, die rassistischen Implementationen Wagenknechts werden einigen dort jetzt allerdings zu viel. Und so ist es nur logisch, dass Albrecht Müller diese, die es wagen die große Vorsitzende zu attackieren, als fremdbestimmt ansieht, als durch Milliardäre  und US-Kapital umgedreht. Fette Onkel aus Amerika mit dickem Portemoinnaie, die mit ihrer Kohle dafür sorgen, dass die Linke vom Kurs abkommt. Natürlich – wer ist eigentlich Schuld, wenn Albrecht Müller mal Verstopfung hat?

Nur wenn Sie sich in die Lage der Strategen der westlichen Hegemonie versetzen, werden Sie verstehen, was zur Zeit abläuft, um Sahra Wagenknecht fertig zu machen. Es ist naiv, anzunehmen eine solche Planung gäbe es nicht: Wenn Sie Multimilliardär in einem westlichen Land wären, dann würden Sie zusammen mit Gleichgestellten und Gleichgesinnten auch versuchen zu verhindern, dass irgendwo in der Welt fortschrittliche Kräfte an die Macht kommen“  [Albrecht Müller]

 

 

Truther unter sich: ‚Angloamerikanische Weltherrschaft‘!

I.

Ken Jebsen und sein Team sind momentan ausgesprochen produktiv, um dessen ‚alternative‘ Sicht auf die Dinge dem begeisterten Aluhutpublikum zu unterbreiten. KenFM hat diesmal wieder einen besonderen Gast – Gerhard Wisnewski. Auch Gerhard Wisnewski glänzt, wie andere Interviewgäste Jebsens, durch seine Eigenschaft als Autor des Kopp Verlags, wo er die biedere Kundschaft bestimmt hervorragend mit kruden Geschichten von Weltherrschaft unterhält. Wobei ihm der Ruf als einst seriösem Journalisten, der durch seine Aufklärungsarbeit in Ungnade fiel, beim leichtgläubigen Publikum, das sich mit dem des krautgefundetem Jebsen gewiß überschneidet, bestimmt beim Absatz seiner Bücher hilft. Und so wirkt dieses Interview dann auch wie ein Werbevideo.

Bei Jebsen wird sich, wie so oft (auch hier im Blog schon erwähnt) bestätigt in der gegenseitigen Sichtweise, dass, aufgrund der Brisanz ihrer ‚Berichte‚, diese zwei Truther ungerechtfertigt behandelt würden, weshalb es natürlich auch in diesem Interview zu Tiraden gegen die ‚Mainstreammedien‚ kommt, neben dem üblichen Verschwörungsquark. Logisch, wollen die bösen ‚MSM‚ doch von keinem der beiden mehr Material senden.

Natürlich wird alles nur ein Trick der ‚Dienste‘ sein, die ja laut Jürgen Elsässer, auch Gegendemonstranten für den Friedenswinter bezahlten, um diese hehren Menschen ‚mundtot‘ zu machen. Jürgen Elsässer trat übrigens ebenso wie Jebsen auf den Mahnwachen als Redner auf, Jebsen moderierte auch seine ‚Compact-Konferenzen‚, während Elsässer mehrmals bei KenFM interviewt wurde.

Mit diesem, für KenFM-Verhältnisse erfreudig kurzen Interview mit Gerhard Wisnewski, wurde wieder einmal ein ‚feines Häufchen‚ für die Gemeinde der antiamerikanischen Verschwörungsläubigen gesetzt: Eingeführt wird Wisnewski als aufrechter 911-Truther, der sich nichts sagen lasse. Es wird einmal wieder die Thematik der Bedrohung durch die “angloamerikanische Weltherrschaft“ aufgegriffen und vor dieser gewarnt, Erscheinungen wie PEGIDA werden als von Eliten instrumentalisiert und gesteuert bezeichnet, natürlich gerade von Jebsen, der die Wahnmacherbewegung als sabotiert auffasst und PEGIDA zu deren Gegenspieler stilisiert. Auch in einer anderen Produktion von KenFM, nämlich Pedram ShahyarsRebellunion‚, wird der Stuss verbreitet, dass PEGIDA Amerika, dem Westen und dem Kapitalismus nütze, von ‚Eliten‘ gesteuert sei – viele Wahnsinnige, eine Message. Auf wirklich bestehende Zusammenhänge, zum Beispiel zwischen dem Kreml und der Finanzierung rechtsextremer Parteien in Europa, wird natürlich nicht eingegangen.

Auch nicht darauf, dass sich die Fans dieser Wutbürgerbewegungen teils stark überschneiden, wie auch deren Sprecher. So sprach zum Beispiel Jürgen Elsässer auf den Wahnmacherveranstaltungen ‚Montagsdemos‘, eine Mitarbeiterin des Kompakt-Magazins sprach auf einer PEGIDA-Veranstaltung. Dass Ken Jebsen hier jemanden unkritisch hinterfragt sprechen lässt, der von einer ‚bunten Flüchtlingswelle‚ auch redet, oder die abzulehnende europäische Identität einer für ihn annehmbareren ‚deutschen Identität‘ gegenüberstellt, macht den ‚Kämpfer‘ gegen Fremdenfeindlickeit, der er einst gewesen sein will, mehr als unglaubwürdig. Auf den nationalsozialistischen Gehalt so mancher Mahnwachen und Organisatoren wurde natürlich nicht verwiesen bei den von Jebsen angestellten Vergleichen zwischen PEGIDA und Wahnmachern, ebensowenig auf das Werben von NPD’lern für die Wahnmacher natürlich nicht.

Am verblüffendsten erscheint in diesem, nach Jebsens Einführung thematisch vorhersehbarem Interview , wie sogar die Entstehung eines in der Wissenschaft sehr kontrovers diskutierten Buches, nämlich „The Clash of Civilization„,“ von Samuel Huntington, den Weltverschwörerern angelastet wird. Auch wenn man kein Freund der dort vertretenen Thesen ist, und den Inhalt als kritisch bewertet – die Behauptungen, die Jebsen wie Wisnewski hier ohne jeden Beleg anstellen, sind haarsträubend, absurd und wirken gefährlich paranoid. Jedes Ereignis wird sich für die wahnsinnige Weltsicht passend gemacht. So kann man bei Minute 4:50 hören, dass Wisnewski dieses Buch als Steuerungsversuch empfindet, Ken Jebsen bezeichnet es ebenfalls als Kontrollinstrument. Wer sich nicht alles erzählen lässt und zu eigener Recherche in der Lage ist, muss zu dem Schluss kommen, dass dieses Gerede ebensowenig originell ist, wie es stark paranoid und ressentimentgeladen wirkt.

Gerhard Wisnewskis Aussagen entbehren nicht nur den Tatsachen, und erweisen sich dem skeptischen Hörer, der sich nicht alles von besseren Gebrauchtwagen-Verkäufern Glauben machen lässt, als paranoides Hirngespinst – er outet sich dem aufmerksamen Hörer als Europagegner und Nationalist, wenn er sagt:

„(…) was wir die letzte Zeit gar nicht mehr haben wollten in der kritischen Bürgerbewegung, nämlich eine Europäische Identität an erster Stelle, wir wollten eigentlich wieder eher eine deutsche Identität haben, nun wird uns hier also plötzlich eine europäische Identität verkauft“.

Ken Jebsen outet sich als unfähig, ein kritisches Interview zu hören – es geht hier gut vernehmbar nur um das Bestätigen der eigenen Sichtweise. Abgesehen hiervon macht sich dieses Interview wie eine Werbeveranstaltung für wirre Bücher und krude Weltanschauung aus. Wisnewksi sieht sich also einer „kritischen Bürgerbewegung“ zugehörig, die sich auf das Wiedererlangen einer „deutschen Identität“ kaprizieren würde – für jeden klar zu vernehmen innerhalb der ersten vier Minuten des Interviews. (Dessen Transkript mit weiteren Anmerkungen unter dem nächsten Absatz, unter Punkt II.,zu finden ist.)

Im weiteren Verlauf des Interviews verstärkt sich der Eindruck des hier gesagten, wenn Wisnewski auch sein Unbehagen vor einer ‚angloamerikanischen Eroberung des Globus‘ deutlich macht,  Wisnewski eine Bedrohung der deutschen Identität wittert. Viele Autoren, die eine Bedrohung deutscher Identiät wittern, lassen sich von Jebsen interviewen, unter anderem Udo Ulfkotte oder der schon erwähnte Jürgen Elsässer. Auch Wolfgang Gehrcke, ein Mitglied der LINKE-Bundestagsfraktion, nutzte Ken Jebsens Kanal schon für einen dort produzierten Werbespot für den Friedenswinter und gab ihm ein Interview. Dieter Dehm beispielsweise lief einträchtig neben Ken Jebsen bei dem Friedenswintermarsch mit, und versuchte, ihm bei kritischen Fragen eines SPON-Teams hilfreich beizuspringen.

II.

Transkript des gesamten Interviews, weitere Anmerkungen stehen zwischen den Absätzen:

Ken Jebsen: „Unmittelbar nach dem Zusammenbruch der UDSSR und damit dem Ende des kalten Krieges, glaubten viele Menschen an einen grundlegenden Wandel, an eine bessere Welt, die die globalen Probleme gemeinsam lösen würde, an eine Welt, die auf Kooperation setzen würde und endlich Schluss machen würde mit der Konfrontation, das Ende aller Kriege. Der Wunsch nach internationaler friedlicher Zusammenarbeit hielt nicht lang, denn spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde vor allem den Bürgern des Westens ein eues Feindbild verkauft, der Islam.  Es ging bei der Jagd auf Osama Bin-Laden und die neunzehn Räuber Tage, nachdem man ihn als Hauptschuldigen willkürlich bestimmt hatte, schon lange nicht mehr darum, ob und wie es ihm gelungen war, die amerikanische Luftraumüberwachung zu überlisten, es ging nicht um das Land, aus dem er kam, Saudi-Arabien, alles drehte sich fortan um die Religion, der Osama Bin-Laden angehörte. Seit dem 11. September 2001 wird unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung eine gruppenbezogenen Menschenfeidnlichkeit verkauft, die sich auf die zweitgrößte Weltreligion, den Islam, konzentriert. Alles Zufall? Oder das bewußte Erfinden eines neuen Feindbildes? Eines Feindbildes, mit dem die letzte Supermacht, die USA, neue Ressourcenkriege rechtfertigen kann? Der Schluss liegt nahe (ach ja?), und bringt uns ganz aktuell zu einer neuen Voksbewegung in Deutschland, die für die meisten so überraschend kam wie der 11.09 für die USA…


 Dass Jebsen hier allen Ernstes in Truther-Manier einen absolut unangemessenen Vergleich bringt, zeichnet ihn aus: Alles gesteuert, alles gelenkt, Presse und Politik ferngesteuert – und freie Journalisten wie er können Ihre Meinung nicht anbringen – doofer Mainstream! Also wird hier wieder einmal ein anderer ‚gefallener‘ Journalist zur Selbstbestätigung interviewt. Auch hier soll es wohl wieder diesen ein wenig seriöser für das doofe Publikum machen, wenn man erwähnt, dass dieser einmal bei ‚den etablierten Medien‘ arbeitete.


Jebsen: Die Rede ist von PEGIDA. Was ist PEGIDA, was will diese Bewegung offiziell, und wie wird sie möglicherweise instrumentakisiert, um die Bürger zu täuschen? Und wenn ja, für welche Ziele? All diese Fragen klären wir nun mit Gerhard Wisnewski . Guten Tag nach München…Herr Wisnewski, Sie haben Jahre für die etablierten Medien gearbietet, zum Beispiel die Bildzeitung, die Abendzeitung, oder den Stern, das sind alles Printprodukte, aber Sie haben auch als Filmemacher gearbeitet, Reportagen gemacht. 2003 wurde Ihnen das zum Verhängnis, denn Sie flogen in die USA, um den  Fall 911 genauer zu untersuchen, offene Fragen zu klären. Ein Jahr vor dem Commissonreport. Dabei besuchten Sie auch Shanksville, also den Ort, wo seinerzeit eines der vier entführten Flugzeuge abgestürzt sein soll. Sie sprachen für den WDR mit dem Bürgermeister von Shanksville, und der konnt eIhenn deisen Absturz nicht wirklich bestätigen, statt dessen sagte er Ihnen gegenüber, dass ihn Shanksville in großes Loch im Boden zu sehen war, mehr nicht. Danach wurde dieser ORt abgesperrt, auch für die Presse. Ist das korrekt?“ Wisnewski: „GenauJebsen: Klassische Flugzeugabstürze sehen ja anders aus, wie wir spätestens seit dre Ukraine wissen. Sie haben diesen Bericht damals trotzdem gesendet im WDR, und wurden kurz darauf vom WDR freigestellt, ist das auch so richtig?“ Wisnewski: Ja, in etwam also ich war ja freier Mitarbeiter, und bekam dort aber keine Aufträge mehr, das heisst, man verhängte ein Beschäftigungsverbot über mich, das heisst, die Redakteure dort durften mich nicht mehr beschäftigen.“ Jebsen: „Seither gelten Sie als Journalist, mit dem man besser nicht spricht. Wir tun das dennoch und möchten an dieer Stelle auf eine Buchserie hinweisen, die Sie jedes Jahr um ein weiteres Werk ergänzen, nämlich Verheimlicht, vertuscht und vergessen‘. Das ist ein alternativer Jahresrückblick also über Dinge sprechen Sie da, die wir so in den Mainstreammedien nicht lesen. Herr Wisnewski, lassen SIe uns über PEGIDA sprechen, was hat diese Abkürzung denn überhaupt zu bedeuten?“ Wisnewski: „Ja, also, wenn ich das richtig sehe heisst das ja Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes, und da fangen für mich natürlich schon die Fragen an, denn hier sind ja zwei Begriffe drin, die man hinterfragen sollte, einmal ist da ja etwas drin, was wir die letzte Zeit gar nicht mehr haben wollten in der kritischen Bürgerbewegung, nämlich eine Europäische Identität an erster Stelle, wir wollten eigentlich wieder eher ’ne deutsche Identität haben, nun wird uns hier also plötzlich eine europäische Identität verkauft im Kampf gegen diese angebliche islamische oder islamistische Bedrohung sollen wir also Europa zum Vaterland erklären, denn ein Patriot ist ja nun mal ein Vaterlandsliebender und vor dem Hintergrund dieser bunten Flüchtlingswelle soll es also hier ausschliesslich um den Islam gehen, also patriotische Europäer gegen die  Islamisierung des Abendlandes und das kann ja so auch nicht richtig sein, denn nicht alle Flüchtlinge sind ja, gehören dieser Religion an, denn das ist ja eine bunte Mischung, und der Islam dürfte da sogar in der Minderheit sein, wenn ich das richtig sehe.“


 Aus dem Gesagten von Wisnewski kann hier ganz klar gelesen werden, dass er die Problematik von PEGIDA in ihrer angeblichen Ausrichtung vor europäischem Hintergrund sieht und weniger vor deren Rassismus und Muslimfeindlichkeit, wenn Wisnewski von einer bunten Flüchtlingswelle redet, bei dem der Islam in der Minderheit sei. Einziger Makel scheint hier der Faktor der ‚Fernlenkung‚ zu sein, wie das europäische Element. Auf Anfrage bei Wisnewski, vor allem aber Jebsen, bezüglich der problematischen Aussagen und ihrer Implikationen, würde bestimmt zornig protestiert und geleugnet! Auch darf nie vergessen werden, dass Ken Jebsen unter anderem mit Jürgen Elässer zusammenarbeitete. Ebenso,wie seine israelfeindlichen, den Nationalsozialismus verharmlosenden und nach Dafürhalten vieler teilweise offen antisemitischen Aussagen nicht vergessen werden sollten: Zum Beispiel redete er von Nationalzionisten, die Israel besetzt hätten wie ’33 die Nationalsozialisten Deutschland.


Jebsen: „Lassen Sie uns mal bei der Islamisierung anfangen, seit wann spielt Religion denn wieder eine Rolle als neues Feindbild?“ Wisnewski: „Ja, das ist ja eigentlich ganz absurd gewesen, wenn man sich an das Ende des zwanzigsten Jahrhunderts erinnert, das zwanzigste Jahrhundert war ja das Jahrhundert des großen Fortschritts, des High-Tech, des Anythinggoes in der Technik, auch der technischen Aufklärung, der wissenschaftlichen Aufklärung von vielen, vielen Fragen, und am Ende dieses Jahrhunderts kam plötzlich ein dubioser Harvard-Professor daher, names Samuel Huntington (Anmerkung: Wisnewski spricht ‚Samuel‘ deutsch aus, und ‚Huntington englisch, mögliche psychologische Bedeutung liegt implizit), und erklärte uns nach dem Fall der Sowjetunion, nachdem also das alte Feindbild weg war, erklärte er uns, es werde in Zukunft wieder zu Religionskonflikten kommen und zu Religionskriegen. Und man sah sich also verblüfft auf den Straßen um und dachte, ja wo nimmt der Mann das denn eigentlich her, denn um diese Zeit, ähh, viele werden sich gar nicht mehr daran erinnern, auch die jüngeren wissen vielleicht gar nicht, dass Ende des zwanzigsten Jahrhunderts von irgendwelchen Religionskriegen zwischen West und Islam aber auch vielen anderen Parteien überhaupt keine Rede sein konnte, das ganze war also absolut aus der Luft gegriffen. Jebsen: „Die Fage, war es aus der Luft gegriffen oder war dieser Herr Huntington nicht jemand, der im Auftrag gehandelt hat, weil sein Buch „Clash of civilizations“ wurde ja zum Weltbestseller. War das eine Prophezeiung eines wirklich genialen PRofessors oder war das eher ein Programm?“ Wisnewski:Nein, aus meiner Sicht, also die Welt hat das, und auch  die journalistische Welt als Prophezeiung gesehen und ihn als genialen Seher sozusagen, aus meiner Sicht ist das natürlich ein Programm gewesen denn hier ging es einfach um die psychologische Vorbereitung auf den nächsten großen Konflikt den man anzetteln wollte, man musste ja den alten Feind dringend ersetzen aus vielen Gründen, ersteinmal um die Rüstungsindustrie  am Laufen zu halten, um die Bevölkerung unter Spannung zu halten, aber man wollte natürlich auch mit der Eroberung des Globus weitermachen, die Sowjetunion, den Warschauer Pakt hatte man aufgelöst und man wollte jetzt den nächsten großen Brocken angehen und das ist die islamische Welt mit all diesen Ländern die vom Islam sozuagen in Anführungszeichen beherrscht werden.“ Jebsen: „Das heisst es ging es eher darum dieses Machtvakuum zu füllen, bevor der nächste große Gegner China sich da breit machen würde. Wisnewski: „Ja, das auch, aber es war ja so, also man muss ja eins sehen,  es geht nur um die Weltherrschaft, in der ganzen Geopolitik geht es nur darum, dass sich das angloamerikanische Imperium über den Globus verbreiten will, und das wurde eben übersehen nach dem Fall der Sowjetunion, als man diese Visionen hatte vom Ende der Geschichte, hat man vergessen worum es eigentlich ging, nämlich darum dass die gesamte Welt unter eine herrschaft gestellt werden soll und der nächste große Brocken auf diesem Weg ist nun einmal die islamische Welt.“ Jebsen: „Dann ist Ihrer Meinung nach dieer Kampf gegen den Terror nur ein Fake, nur vorgeschoben?“ Winsweski: Ja, absolut, der Terror wird auch zu großen Teilen künstlich konstruiert, ich habe ja schon 1992 zusammen mit zwei Kollegen ein Buch über den Terrorismus hier in Deutschland geschrieben und das haben wir genannt das „RAF-Phantom“, also wir haben eigentlich diesen Begriff kreiert des Phantom-Terrorismus, des inszenierten Terrorismus der  politisch instrumentalisiert und konstruiert wird um bestimmte Interessen zu verfolgen, und -ähhh- darum war ich auch am 11. September 2001 sozusagen wie aus dem Häuschen, weil ich nun feststellte, das gleiche spielt sich  nun auf globaler Ebene ab.Jebsen: „Viele -äh- lassen sich ja da instrumentalisieren weil man sie einschüchtert, die sagen dann, ja gut, da muss man vorrübergehend mal in den sauren Apfel beissen,  man muss erhöhten Rüstungsausgabe zustimmen, man muss erhöhter Überwachung zustimmen, weil ja der Terror von außen einen bedroht, aberwenn sie sich anschauen was nach 911 vor allem in den USA passiert ist, dann ist das ein Wegkehren von Bürgerrechten, ist den Amerikanern das klar? Wisnewski: „Ja, ich glaube, das ist tatsächlich vielen Amerikanern klar, so wie es auch in Deutschland viele kritische Bevölkerungsteile gibt, aber die bekommen einfach keine Stimme, sie machen sich Luft im Internet natürlich, da haben sie ihre Stimme, aber sie finden ja nicht statt in den Mainstreammedien, und ich kann nur sagen, der Terrorismus, oder diesen Terrorismus, der uns angeboten wird in den Medien, als echt oder als echtes Ereignis, wer den mit Gegenterror und SIcherheitsgesetzen und Aufrüstung bekämpfen möchte, der schließt einen Pakt mit dem Teufel.  Jebsen: „Die Deutschen sind ja sehr europakritisch und wollen sich nicht von Brüssen bevormunden lassen, das hat ja auch mit der Finanzkrise zu tun, und bei PEGIDA gehen ja jetzt Menschen auf die Straße, die dann unter Umständen unter diesem Europagedanken noch was ganz anderes untergeschoben bekommen. Ist diesen Menschen denn klar, dass sie hier möglicherweise über die Hintertür manipuliert werden.“ Wisnewski: „Nee, das lgaube ich nicht, dass denen das klar ist, ich glaube natürlich, dass viele Menschen die Hoffnung haben, das endlich mal was passiert, das sich endlich mal was ändert, dass endlich mal jemand auf die Straße geht, und diesem Bedürfnis wird ein Ventil verschafft, mit solchen aus meiner Sicht inszenierten Demonstrationen und diesem Bedürfnis werden neue Motive oder Implikationen aufgepfropft, da gibt es auf einmal eine europäische Identität, wir sind nicht patriotische Deutsche in diesem Fall, sondern patriotische Europäer, und plötzlich es gibt nicht einen bunten Flüchtlingshaufen, sondern den Islamismus, gegen den wir vorgehen sollen. Und das wird uns hier verkauft und da werden wir praktisch drunter versammelt unter diesem Label, man muss sich ja die Schlagzeile ansehen…und diese Schlagzeile, dieses Motto ist entscheidend, und damit marschieren diese Leute für Dinge mit, die so nicht richtig sind und die sie so auch nicht haben wollen.“ Jebsen: Das erinnert mich ganz stark an Edward Bernays und Propaganda, dass man über Bande eben Werbung macht für Dinge, die man so nicht aussprechen würde, weil da wären viele dagegen. Also, viele sind jetzt auf der Straße, die aber auch Probleme haben mit diesem starken Europa, aber sie merken es nicht, wer steht denn Ihrer Meinung nach hinter PEGIDA? Wisnewski:Ja, das ist ja das nächste Problem, wir haben nicht nur diesen Slogan mit diesen beiden Inhalten Europäisches Vaterland und gegen den Islam allein, sondern wir haben ja außerdem noch, wenn ich den Medienberichten trauen darf, einen kriminellen an der Spitze dieser Bewegung…das ist ne neue Qualität, früher ist man gesellschaftlich anerkannten hochstehenden in Anführungszeichen Personen  hinterhergelaufenbei solchen Bewegungen, wie beispielsweise Heinrich Böll oder Willy Brandt (?), und anderen und heute läuft also das Volk einem offen kriminellen hinterher…die Medien schreiben es überall, und das sollte man auch als gesellschaftliche Implikation nicht unterschätzen….


 Wisnewski erläutert nun, dass Kriminelle wie Bachmann, der Organisator von PEGIDA, sehr anfällig für Anwerbeversuche von Verfassungsschutz oder Geheimdiensten seien. Im nächsten Absatz rühmt sich Jebsen, KenFM habe Verbindungen von PEGIDA zur BILD nachgewiesen, was natürlich Blödsinn ist. Von der Tatsache, dass bei BILD auch antimuslimische Richtungen bei Autoren festzustellen sind, bis zu einem Nachweis, ist es ein weiter Weg, Jebsen möchte sich wohl wieder einmal als ‚investigativen Journalisten‘ präsentieren. Und dass ein Autor der BILD muslimfeindliche Texte verfasst, ist kein Geheimnis. Im Gegenteil, lösten doch seine Artikel schon mediale Diskussionen aus.


Jebsen: „Herr Wisnewski, KenFM konnte ja als erstes Presseerzeugnis eine Verbindung zwischen Lutz Bachmann und der Springerpresse nachweisen, denn Bachmann rühmt sich auf seiner Homepage damit, gute Kontakte zu Springer zu haben und so also auch besonders, ich zitiere jetzt mal ’schnell und flexibel auf teilweise ausgefallene Wünsche reagieren zu können‘, Ist PEGIDA ein Elitenprojekt? Wisnewski: „Ja, das sehe ich so, ich denke, wie ich schon sagte, man möchte hier den Volkszorn auffangen und in eine gewünschte Richtung lenken, man will ihm so ein bißchen einen Schubs Richtung Europa geben und einen anderen Schubs gegen den Islam, und will diese Kräfte damit erstmal lenken aber auch neutralisieren, in dem sie zum Ausdruck kommen dürfen endlich einmal auf der Straße… Jebsen: „Die Friedensbewegung wurde ja von der Presse in den letzten Wochen und Monaten sehr stark bekämpft, dann taucht PEGIDA auf und wird wohlwollend aufgenommen. Ich stelle mir die  Frage, womit das zu tun hat. also, die Friedensbewegung hat sich ganz klar gegen die NATO ausgeprochen und ein Herr Drewermann, der in -vor Schloß Bellevue- sprach, hat auch die Auflösung der NATO gefordert, bei PEGIDA sehen wir das alles noch nicht, aber glauben Sie, dass man dieser Bewegung unterschieben könnte, wenn man für sein Abendland kämpft, wenn man gegen die Islamisierung kämpft, kommt man nicht umhin, dass man die NATO auch weiterhin in den Gebieten arbeiten lässt, wo der Islam zu Hause ist? „ Wisnweski: „Ja, das glaube ich unbedingt, denn diese PEGIDA-Bewegung ist eben ein Teil dieses Kampfes der Kulturen, der schon vor zwanzig Jahren sozusagen programmiert und angekündigt wurde von Samuel  Huntington und SEINEM Establishement in den USA, die PEGIDA-Bewegung gehört in diesen Kampf der Kulturen hinein, sie ist sozusagen eine der Erfüllungen dieser Prohezeiungen, jetzt gibt es richtig Zoff auf unseren Straßen zwischen Europäern und Muslimen und es geht gegen die Muslime und die Muslime regen sich wiederüber die Europäer und den Westen auf, es geht hier um einen dialektischen Prozess der sozusagen angeschoben werden sollte, man will die beiden Seiten so aufheizen dass sich endlich gegeneinander losgehen, und allen Strategen des Kampfes der Kulturen wird diese PEGIDA-Bewegung sehr gut gefallen.“


Sehr lustig, was? Auf der einen Seite soll es sowas wie einen Kampf der Kulturen nicht geben, auf der anderen Seite betont Wisnewski im Lauf des Interviews schon einmal seine Hoffnung für den Kampf um ‚deutsche Identität‚, und dass PEGIDAS PRoblem sei, dass sich nicht gegen eine „bunte Flüchtlingswelle“ gestellt würde, auch ‚Volkszorn‘ wird betont. Nun also soll PEGIDA zur Erfüllung von Samuel Huntingtons Theorie werden, natürlich gesteuert und kontrolliert, am besten noch durch die NATO. Truther unter sich! Je paranoider die Frage, desto paranoider die Antwort. Aber so ist das eben: Beim zu schnellen Sprechen kommt hier wohl einer mit dem Denken nicht hinterher. Und bei dem Denken wurde schon lange falsch abgebogen. Im nächsten Absatz behauptet Wisnewski dann etwas sehr truthermäßiges, nämlich dass die richtigen Arten zu Denken und Analsyen anzustellen, unterdrückt würden.


Jebsen: Herr Wisnewski, final eine Frage, welche Chancen hat der Ottonormalbürger der immer noch ARD und ZDF guckt und die BILD-Zeitung liest oder die FAZ, welche Chancen hat so ein Bürger, dieses Spiel überhaupt zu enttarnen? Wisnewski: „Eigentlich überhaupt keine Chancen, weil die entscheidenenden Informationen werden dort vorenthalten und es werden auch die entscheidenden Möglichkeiten den Menschen vorenthalten, auf eine -wie sage ich das jetzt- auf eine gültige Weise zu denken und diese Informationen auf eine gültige Weise zu analysieren, dass auch wirklich etwas dabei herauskommt, denn diesen Meinungen geht es eigentlich nur darum, die Leute auch in diese Richtung zu  lenken, in die sie laufen sollen, nämlich mit voller Wucht gegen den Islam aufzutreten.“ Jebsen: „Gibt es Ihrer Meinung nach überhaupt noch so etwas wie eine linke oder rechte Presse, kann man das  überhaupt  so noch sagen? Wisnewski: „Das ist sehr schwierig, weil das eben imm erwieder wechselt von Fall zu Fall, von Thema zu Thema, die linke Presse kann auch äußerst rechte Positionen vertreten in Anführungszeichen und umgekehrt, das ist alles in Auflösung begriffen diese ganzen Strukturen und Grenzen zwischen den verschiedenen politischen Lagern, deswegen ist das also für mich nur noch sehr schwammig erfassbar. was eigentlich links und rechts sein soll.“ Jebsen: Her Wisnewski, ich bedanke mich ganz herzlich für dieses Gespräch und biete Ihnen hier nochmal die Möglichkeit auf Ihr aktuelles Buch hinzuweisen.“ Wisnewski: „Ach so, ja…“


Soso – gültige Arten zu denken und zu analysieren werden also unterdrückt. Welche Arten zu denken dies sein sollen, kann man sich, beschäftigt man sich kritisch mit diesen Personen, denken. An dieser Stelle ist das Interview vorbei – die Werbung, die Wisnewski bei KenFM für seine ‚Bücher‘ machen darf, schreit nicht nach Transkription, im Gegensatz zu den anderen Fragwürdigkeiten.

Für ergänzende Kommentare interessierter Leser wird gedankt.