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Das braune Umfeld um die Nachdenkseiten – Daniele Ganser zitiert den „verfolgten“ Alex Jones

hier sind immer mehr Menschen, die aufwachen...Alex Jones, der wird in den USA verfolgt, der hat Millionen von Followern…ich übersetze die Quellen aus Amerika und bringe sie hier nach Landau damit wir uns hineinversetzen können….Alex Jones, ein Kritiker der Oligarchie, sagt: <<<Die Bevölkerung befindet sich in einer Trance, aber viele wachen auf>>>. Das finde ich ne spannende Beschreibung, könnte durchaus stimmen, die Elite kontrolliert beide Parteien, das heißt, er hat auch diese Analyse, das ist ein Spiel in den USA: <<<Demokraten wie Republikaner, beide führen Kriege und sie machen nur ein Spektakel um das Volk zu spalten. Republikaner gegen Demokraten, linksliberal gegen konservativ, schwarz gegen weiß. Solange die Menschen gegeneinander kämpfen, können sie nicht zusammen kommen um die Diktatur der Konzerne zu beenden. Die Nation stirbt und wir das Volk müssen uns erheben…<<< [Jubel im von den Nachdenkseiten organisierten und verbreiteten Vortrag, das sich links wähnende Publikum klatscht den nationalistischen Worten eines Rassisten, Antisemiten und Demagogen zu. Ca. 01:04:00 ]

Wenn rechtsextreme und pseudolinke Obergrenzenverfechter sich zusammensetzen, so ist das verbindende Element scheinbar regelhaft die antisemitisch geprägte Weltsicht: Ob nun Querfrontwilly etwas NS-relativierendes, revisionistisches erzählt und die israelische Weltverschwörung an die Wand malt, der wirre Peter König etwas von „anglo-saxonischen Zionisten“, beziehungsweise: Illuminaten, welche die Presseanstalten in den USA kontrollieren würden – oder eben der eingangs zitierte Daniele Ganser, der Verschwörungsideologe, Truther und Pseudowissenschaftler, der mit dümmlichen Vorträgen Publikum von Möchtegernlinks bis ganz Rechts beglückt.Die Nachdenkseiten, welche den Sprung aus einem konservativ-miefigen SPD-Reformermilieu bis ganz nach vorn an die Querfront gemacht haben – zusammen mit KenFM, dem Portal von Antisemiten für Antisemiten. Figuren, wie die genannten Willy Wimmer und Daniele Ganser, sind, ebenso wie die Gastgeber Jebsen und die Nachdenkseiten, Bindeglieder zwischen lechts und rinks und links und rechts.

„…und ich kann ihnen sagen, sie werden im Fernsehen immer angelogen…“

Daniele Ganser  beispielsweise hält gestern Vorträge beim Quer.denken-Kongress des rechtsextremen Michael Vogt oder auf der AZK des nicht anders eingestellten Ivo Sassek- und morgen bei von den Nachdenkseiten mit ausgerichteten Veranstaltungen. Welche, im Gegensatz zu den erstgenannten , vor einem sich sehr links wähnenden Publikum stattfinden. In diesem Rahmen zitiert Ganser einen in den USA beim Aluhutpublikum beliebten rechtsextremen Hetzer, den wirren Alex Jones – bei dessen braunen Ausdünstungen klatscht das Publikum frenetisch. Alex Jones ist möglicherweise Ken Jebsens großes Vorbild, nicht anders als er, die Nachdenkseiten oder Daniele Ganser  beansprucht er das antisemitisch grundierte Lügenpresse-Bild. Aber auch in Krautland kommt er gut an. Bei dem Jones-Zitat, welches neben dem nationalistischen und antisemitischem Gehalt eine eindeutige,  aggressive Implikation enthält, gerät es ganz aus dem Häuschen. Nie vergessen – diese Menschen geben vor, aus sozialen Gründen die Linke zu wählen und ganz dolle für Frieden zu sein – und werden von dem Scharlatan Ganser im Vortrag auch als Friedenslämmchen angesprochen. Obwohl sie gar nicht so insgeheim von Bürgerkrieg träumen. Alex Jones – ein Verfolgter, so wie sie. Oder der arme Ganser.  Der pseudowissenschaftliche Gaukler Ganser, der zufrieden ist, wenn Sechsjährige seine Bücher verstehen können, zitiert nicht nur einen rechtsextremen Wirrkopf aus der youtube-Akademie für Aluhüte, um seinen antisemitischen Hirnfurz zu stützen: der Wissenschaftsdarsteller erfreut das sich hochintellektuell fühlende Publikum auch noch mit einem -natürlich- akademisch sauberen Quellennachweis von youtube. Ein wenig hat der Absahner aus den Alpen, der sämtliche Aluhut-Politfraktionen von links bis esoterisch rechts betourt, halt wissenschaftlich schon gelernt: die Fußnote ist korrekt angelegt.

Hier noch als Schmankerl ein typischer Kommentar bei dem FB-Auftritt der Nachdenkseiten. Man bekommt das Publikum, was man verdient.

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