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Compact bei den Neulandrebellen

Jörg Wellbrock – er ist Vertoner bei den Nachdenkseiten, wo Erwachsene Journalist spielen, und Autor bei den Neulandrebellen (der Spiegelfechter heißt jetzt Neulandrebellen), hat eine grottendämliche Apologie auf Xavier Naidoo geschrieben. Er lobt Naidoo für seine tollen Texte, diese seien nämlich widerständig und kritisch, und die seichte Musik findet Wellbrock super. Im Abgang setzt er die mehr als problematischen Zeilen, welche sogar bei youtube Sperrung finden, stolz unter den Text. Dies alles nicht, ohne als, sozusagen, Beweis seiner offenbaren Totalverblödung, noch einen Vergleich mit TonSteineScherben bringend, die ja im Jahr 2017 bestimmt auch der Kampfpresse zum Opfer fallen würden.

Sie würden wohl eher den antisemitisch-rassistischen Wichteln Paroli geben.

Man kann seinen Text aber auch komplett anders interpretieren und als einen kritischen Ansatz deuten, denn vieles von dem, was er singt, ist durchaus stimmig.

Wellbrock, der die unsäglichen Artikel der Nachdenkseiten vertont, ist mit seiner manichäischen Weltsicht eben ganz nah bei Jürgen Elsässer, nah beim greisen Vorgesetzten Albrecht Müller ist er sowieso. Und in einer Parallelwelt, in der die bösen Transatlantikerin rund um PizzaGate die Macht übernehmen und einzig der Bauernfreund von Tatjana Festerling mit seiner Forke helfen kann, neben dem fundamentalverstörten Idol Naidoo natürlich. Angekommen im Pegida-Basislager. Und so apostrophiert er denn auch , als er die Berichterstattung über Naidoo beschreiben will, das Wort Berichterstattung.

Und, hey, sind wir mal ehrlich: Marionetten lassen sich im ganzen Land finden, wir sind nun einmal gesteuert (ich hab‘ das böse Wort benutzt!) und werden geführt, ob von dunklen Mächten oder hellen Köpfen, sei mal dahingestellt.

Soso, alle seien wir also gesteuert, von dunklen oder hellen Mächten.; alles nur ohnmächtige Marionetten. Das Bild, welches er mit dem Tapezierpinsel malt, ist das einer guten oder bösen Mächten willfährig ausgelieferten Bevölkerung, die Basis so ziemlich jeder Verschwörungsideologie.Anonymous.ru gefällt das. Frodo Wellbrock wähnt sich, wie auch seine Querfrontkollegen, augenscheinlich
nicht nur auf einer hellen Seite, zusammen mit den anderen Hobbits der NDS etc. fühlt er sich im Kampf gegen Mordor und pädophile Pizzaconnections; als Strohmann beschreibt -und glaubt er- an einen Kampf um Gerechtigkeit, in dem es nur gut und böse gibt. Das Idol: Ein bißchen homophober Hobbit, ein wenig antisemitischer Jedi – zum Glück aber ein Rassist ohne Ansehen der Hautfarbe.

Dem angestaubten Spiegelfechter-/Neulandrebellenpublikum gefällts – und so wird in den Kommentaren mal wieder die protoantisemitische Denkweise ausgestellt,

Nichts neues in der Kloake…

Anmerkung: Der von Naidoo zur Kennzeichnung sämtlicher Politiker verwendete Begriff Volksverräter erlebte seine Prägung zu Anfang des 19. Jahrhunderts und die später massenhafte Verwendung im Nationalsozialismus. In der NS-Zeit würde am deutschen Volksgerichtshof falsches Recht gesprochen und der Begriff zur Stigmatisierung vom tatsächlichen oder nachgesagten Feinden des NS verwendet.

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Das Evangelische Bildungswerk und der Antisemitismus: Ken Jebsen am 12.02. in Aachen

Was machen Journalisten, die ihre Truthereien und Israelobsessionen in einer Jugendsendung beim Öffentlichen Rundfunk auslebten – und wegen ihres fragwürdigen Verhaltens rausflogen? Sie dürfen in Einrichtungen der Evangelischen Kirche ihr fragwürdiges Gedankengut verbreiten und sich dort als Opfer und Lösung stilisieren…

„Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung „Demokratie oder Markt? – Was kostet uns der Casino-Kapitalismus?“ mit Ken Jebsen beginnt am 12. Februar 2016 um 18:00 Uhr im Haus der evangelischen Kirche in der Frére-Roger-Straße 8-10. Sie ist veranstaltet von der Aachener Aktionsgemeinschaft „Frieden jetzt!“ zusammen mit dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Aachen.“ (NRhZ)

Das Ganze soll stattfinden mit dem Evangelischen Bildungswerk Aachen als Mitorganisator: Für Jürgen Groneberg, den Leiter des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Aachen,hat die Veranstaltung eine wichtige Funktion, um in der derzeitigen Diskussion um Krieg, Ausbeutung und die damit zusammenhängenden Fluchtbewegungen Impulse beizusteuern. Der Leiter des Evangelischen Bildungswerkes begibt sich auf dünnes Eis, wenn er ankündigt, einen deutschlandweit bekannten Antisemiten einzuladen, der auch die Diskussion um ‚Flüchtlinge als Migrationswaffen‘ bedient, natürlich von den USA gesteuert, um Impulse zu einer Diskussion beizusteuern, die sich durch Hetze, Desinformation, Instrumentalisierung und das Verschieben von Grenzen des Sagbaren auszeichnet.

Sie wird zusammen mit der Aachener Aktionsgemeinschaft „Frieden jetzt“ durchgeführt, bei der Ansgar Klein herumspukt. Der Leiter des Evangelischen Bildungswerkes hat in seiner Eigenschaft als Organisator auch Bekanntschaft mit Ansgar Klein gemacht. Ob er sich mit dessen Aussagen wirklich eingehend beschäftigt hat? Frieden jetzt – das ist übrigens auch die Bezeichnung von dem rechtsextremen Ableger der Mahnwachen, der sich ideologisch um Jürgen Elsässer gescharrt hat. Die Stadt Aachen  kann sich also freuen, in der richtigen Gesellschaft gelandet zu sein.

Einen Eindruck davon, wie die querfrontigen Aachener Wahnmachenden im Jahr 2014 auftraten, vermittelt dieser Artikel

Ansgar  Klein: „Wir, die alte und die neue Friedensbewegung müsssen uns zusammenschließen, und wir müssen auf weitere Gruppen zugehen, auf umweltbewusste, antimilitaristische, und weitere, am Gemeinwohl interessierte Gruppierungen. Wir müssen gemeinsam eine machtvolle Bewegung entwickeln, gegen das neoliberale und militaristische System. Dieses System, das uns immer weniger Raum für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit lässt. Dass die da oben uns da unten das zutrauen, wird allein schon daran deutlich, dass einige Strippenzieher alles daransetzen, diese neue Bewegung zu diffamieren und zu diskreditieren. Mir liegt am Herzen, über diese Diffamierungen zu sprechen und sie als das zu entlarven was sie sind: Haltlose Verleumdungen. [Menge: Jubelt] Nicht nur viele Medien tun sich da hervor, leider auch immer noch viele Vertreter der alten Friedensbewegung und der linken. Selbst der  Bundesvorstand der linken hat Ende August einen Beschluss verfasst mit dem Titel: ‚Keine Unterstützung der rechtsextremen, antisemitischen und verschwörungstheoretischen Mahnwachen 2014‘.“

Ansgar Klein: „Der Begriff Verschwörungstheoretiker wird in der Regel im Zusammenhang mit den Attentaten vom 11. September 2001 auf das WTC und das Pentagon gebraucht. Diese Attentate mussten bekanntlich herhalten als Kriegsgrund für den Krieg in Afghanistan. Als Verschwörungstheoretiker werden diejenigen beschimpft, die es wagen, die offizielle Version der 9/11-Attentate anzuzweifeln. Dabei müsste jeder, der bis drei zählen kann, die offizielle Version in Frage stellen.“ [Menge: frenetischer Applaus]

Ansgar Klein: „Ich frage Euch, wieviele Hochhäuser des WTC sind nach dem Crash mit den beiden Jumbos in sich zusammengestürzt?“[Menge: „Dreeeeiiiii“] Ansgar Klein: “ Jaaaa! Ihr könnt bis drei zählen, Bravo. Es sind nicht nur die zwei Türme in sich zusammengesunken, in die je ein Jumbo geflogen ist, sondern völlig ohne äußere Einwirkung auch noch ein dritter Turm, das Hochhaus Nummer Sieben des WTC. Und das kommt in der offziellen Version mit keinem Wort vor. Und das ist nur eine der Unstimmigkeiten der offziellen Version. Wer jedoch die offizielle Version der 9/11-Attentate öffentlich anzweifelt, wird gefeuert, wie Ken Jebsen, den der RBB entlassen hat. Anderes Beispiel: Die Bandbreite, die uns mit ihren politischen Songs begeistern, die haben vor sieben Jahren mit ihrem Song ‚Selbst gemacht‘ die offizielle Version der 9/11-Attentate ebenfalls in Frage gestellt. Was ist passiert. Seitdem werden sie in die rechte Ecke gestellt und nicht mehr engagiert. Stellt Euch vor, unsere neue Bewegung würde den Zweifeln an dieser offiziellen Version zum Durchbruch verhelfen: Das darf wohl nicht geschehen. Deshalb wird die neue Bewegung diffamiert und diskreditiert.

Ansgar Klein präsentiert hier, ebenso wie es sein Schützling Ken Jebsen immer wieder macht, in einem Prozess der Selbstviktimisierung seiner Selbst und seiner Mündel, ein fabelhaft geschlossenes, strukturell antisemitisches Weltbild als Immunisierungsstrategie, nach dem jede Kritik gezielte Diffamierung durch die da oben ist. Die von ihm genannten Truther der Bandbreite, die auf keinen Fall rechtsextrem oder anschlussfähig sein sollen, traten zuletzt übrigens auf einer Pegida-Veranstaltung auf und wurden in der Vergangenheit unterstützt durch Dieter Dehm und Klaus Hartmann (LINKE./Freidenker). Es ist also ein klassischer Querfrontwust, der sich formiert hat – und sich in Aachen einfinden wird. Auch rechtsextreme Pegidisten und Endgame-Vertreter sind Ansgar Klein offensichtlich willkomen: Zum letztjährigen Hiroshimatag der Friedensinitiative Würselen war auch Frank Geppert zu Gast, der auch mit dem rechtsextremen Blood&Honour-Mitglied Sven Liebich und Kathrin Oertel verbandelt ist. Beworben wird die Veranstaltung unter anderem durch die „Würseler Initiative für den Frieden“. Einem Verein, in dem sich dubiose Gestalten der Wahnmacher-Friedensbewegung, auf deren Veranstatungen neben Jebsen auch die rechtsextremen, rassistischen, antisemitischen oft als Antisemiten bezeichneten Jürgen Elsässer (Compact-Magazin) und Christoph Hörstel (Ex ARD, Neue Mitte) auftreten konnten, sammeln. Die Personen, welche hinter der Würseler Friedensinitiative stecken, sind auch bei „Frieden jetzt“ organisiert, z.B. der eben zitierte Ansgar Klein, der die Mär von Jebsen als einem Armen, Verfolgten des Imperiums aufrechterhält.

Ken Jebsen, der Mann, der mit dem Hetzvideo Rassistischer Zionismus [siehe Beitragsbild] unter deutschen Antisemiten von links bis rechts Berühmtheit erlangte, hält also einen Vortrag im Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Aachen. Die Veranstaltung wird unter anderem in der NRhZ beworben, deren Macher auch schon mit dem Rassisten Jürgen Elsässer in den Iran fuhren – der in seinem Magazin Compact gegen Flüchtlinge und vor allem die Kanzlerin hetzt  – und nicht nur zu diesem Anlaß über die Toten der niedergeschlagenen Demokratie sich verächtlich machten: Hier wollen Discomiezen, Teheraner Drogenjunkies und die Strichjungen des Finanzkapitals eine Party feiern. Gut, dass Ahmidenedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben.“ Einer, der ebenfalls mit in den Iran fuhr, war Gerhard Wisnewski, der noch vor wenigen Wochen bei Ken Jebsen, dem Stargast vom 12.02., reden durfte, nachdem er beim Querdenken-Kongress des rechtsextremen Michael Vogt über Migranten als Waffe sprach – und der Ende Januar noch die neue Ausgabe der rechtsextremistischen, rassistischen Compact vorstellte. Ebenfalls bei der lustigen Iran-Reistruppe dabei waren Elias Davidsson, Jürgen Elsässer und Gerhard Wisnewski, alles ehemalige Interviewgäste von Ken Jebsen. Und auch Elias Davidsson ist, wie auch Ansgar Klein, mit der Aachener Mahnwache verbandelt. Elias Davidsson ist, wie Ansgar Klein, ein Truther, dessen Sendungsbewusstsein bis in ein als ‚links‘ begreifendes Milieu hineinreicht. So erscheinen seine Ergüsse zum Thema 9/11 dann auch bei Ossietzky, unter anderem herausgegeben von Eckart Spoo und Ulla Jelpke (LINKE).  Eckart Spoo macht unter anderem mit Dieter Dehm und Albrecht Müller von den Nachdenkseiten auch das kremlinhaft beeinflusste Videoportal Weltnetz. Als Mitveranstalter kommender Veranstaltungen im Bildungswerk Aachen, ebenfalls eingebettet in die ‚Friedenstage‘, wird bei der Kritischen Aachener Zeitung die Arbeiterfotografie (die identischen Kräfte, wie hinter der Neuen Rheinischen Zeitung: Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann) genannt, die ebenfalls an der Veranstaltung mit Ken Jebsen teilnehmen wollen. Auf diesem Flyer für Frieden jetzt wird sogar die Arbeiterfotografie als Mitorganisator der Veranstaltungen mit Mausfeldt und Rügemer aufgeführt.

Aachen

Das Aachener Erwachsenenbildungswerk also lässt jemanden einen Vortrag in deren Räumen abhalten, der auch mal Flüchtlinge als Migrationswaffen bezeichnet. Der ungeniert aus dem Ruf als Antisemit ein Geschäft macht. Der als nahezu steuerfreies Einkommensmodell von den Spenden der verwirrten Fans lebt. Der mit der gerichtsfest als Antisemitin bezeichenbaren Evelyn Hecht-Galinski zusammenarbeitet.

Es reicht nicht, von Erinnerung zu reden, an ein Wachhalten der Erinnerung zu gemahnen, wenn in der Alltagspraxis diese Mahnungen keinen Wert haben. Keine ethischen und moralischen Grundsätze das Handeln bestimmen. Ohne Auswirkung auf das Handeln bleibt alles Gerede von „Erinnerung“ eben nur das: Gerede. Die Aachener Kirche will also in diesen angespannten Zeiten solche Leute in ihr Haus lassen? Menschen, deren Geschäftsmodell auf Hetze und der Verdummung von  Menschen beruht. Die den Lügenpressemythos, die Dummheit und das Ressentiment bedienen. Die pauschal ‚die Eliten‘ als Schuldigen für alles und jeden bezeichnen. Die Friedensinitiative aus Würselen, welche als Veranstalter aufschlägt, besteht aus Kräften, denen friedliche Absichten fern sind. Frieden wird hier instrumentalisiert: Es werden monokausal solche benannt, die an Krieg Schuld seien. Und das ist laut diesen Leuten denkbar einfach und denkbar einseitig. Amerika, Israel, die Zionisten, der Westen, die Transatlantiker, ‚Gutmenschen‘. Was ist mit der Evangelischen Kirche Aachen, was ist mit dem evangelischen Erwachsenenbildungswerk Aachen los?

Dass die Kirche, die traditionell Themen wie Frieden, Gerechtigkeit, Abrüstung beackern möchte, sich hierfür auch mit Initiativen zusammensetzt, welche solche Ziele verfolgen, liegt auf der Hand.  Sie sollte allerdings ihre Partner mit stärkerem Bedacht wählen. Es findet keine Auseinandersetzung mit den Personen statt, welche im von den Co-Organisatoren gesteckten Rahmen referieren.  Dass die Evangelische Kirche in Deutschland, kurz nach dem Holocaustgedenktag, eine Veranstaltung mit einem der bekanntesten, das antisemitische und antiamerikansiche Ressentiment unter die Leute bringenden Verschwörungsideologen Deutschlands durchführen wird (dem auch wegen antisemitisch auffassbarer Äusserungen gekündigt wurde – und der sich seitdem als Opfer aufführt), ist starker Tobak.  Christlicher Glaube und Antisemitismus – zwei Dinge, die in Deutschland nicht durch die Institution Kirche miteinander verbunden werden sollten. Genau dies aber geschieht hier. Noch zusätzlich aufgeladen durch die mit dem Namen des Trägers zu erwartende ‚Bildung‘.

Am 12.02.2016 wird im Bildungswerk Aachen also einem eitlen Selbstdarsteller Raum geboten, jemandem, der eifrig Desinformation betreibt – und sich mit seinen antisemitischen und antiamerikanischen Denkfiguren gezielt an Kinder und Jugendliche wendet. Diese Veranstaltung soll der Auftakt zu einer ganzen Serie werden. Wenn solchen Figuren eine Bühne im so genannten Erwachsenenbildungswerk geboten wird, so wird nicht nur der Zweck eines der größten Bildungsträger in Deutschland ad Absurdum geführt. Jebsen und den anderen, fragwürdigen Gestalten, wird so der Anspruch eingeräumt, dass sie Bildung vermitteln könnten. Dass dort etwas zu lernen sei. Dass sie, wie von Jürgen Ronneberg zu dem Jebsen-Vortrag angekündigt, „wichtige Impulse“ zu aktuellen Diskussion setzen könnten. Das Gegenteil aber ist der Fall: Jebsen pauschalisiert und vereinfacht, ist antisemitischen Deutungsmustern verfallen und grenzt sich nicht von Rechtsextremen und Rassisten ab; so trat er unter anderem bei der PEGIDA-ähnlichen Veranstaltung „Wir sind Deutschland“ auf. Sein einziger Beitrag zur Flüchtlingsdebatte ist mit dem Wort Migrationswaffe und den Rassisten, welche in seinem Format sprechen dürfen , (zum Beispiel Gerhard Wisnewski) ein Benzinkanister. Sein Programm besteht aus einer Aneinanderreihung wirrer Phrasen und unrichtigen, von ihm so genannten Fakten. Wahres und Falsches in Kette gereiht. Er bedient den Lügenpressemythos.

Die Aachener Antifa thematisierte den geplanten Vortrag bereits am 01.02.2016.  Auch Otmar Steinbicker und Jutta Ditfurth haben schon hierüber informiert. Involvierte Kirchenvertreter, bzw. Vertreter/Veranstalter des Evangelischen Bildungswerkes Aachen wissen Bescheid, können sich also nicht durch Unwissenheit herausreden. Dass diese Veranstaltung dennoch weiterhin stattfinden soll, sollte unglaublich sein. Ist es aber nicht. Das Evangelische Bildungswerk Aachen ist weiterhin interessiert an der Veranstaltung und bezieht sich auf ‚Meinungsfreiheit‘ und die Möglichkeit der Information. Dies bezieht sie auch auf die kommenden, ebenfalls im Rahmen einer Kooperation mit den Wahnmachern aus Aachen von „Frieden jetzt“ stattfindenden Veranstaltungen mit Werner Rügemer und Rainer Mausfeldt.

Herrscher und Vasallen
8. April 2016, 19 Uhr
Aachen, Haus der evangelischen Kirche
Hören Sie den Vortrag von Dr. Werner Rügemer, Publizist und Referent aus Köln, über die schrittweise Eroberung Europas seit dem ersten Weltkrieg.

Der zu Hetzartikeln gegen Amerika und Israel neigende Werner Rügemer (~die USA sind der Kettenhund Israels~ so sagt er) darf dann zwei Monate später am selben Ort eine Veranstaltung mit dem Titel ‚Herrscher und Vasallen‘ führen. Wer die Ergüsse von Rügemer, die NRhZ und die Arbeiterfotografie kennt, der weiß, wer für die Clique dort Herrscher, und wer Vasall, ist. Das arme, besiegte, besetzte Deutschland – und die bösen, finsteren, imperialistischen USA. Eingebettet in den Rahmen, dass es seit dem ersten Weltkrieg nur um das Darniederhalten Deutschlands ging, darf Rügemer also in kirchlichem Umfeld die Mär vom Opferdeutschland und dem bösen Westen, also den ‚imperialistischen USA‘ spinnen. Und vom bösen Israel natürlich: „“So bedeutet die Anerkennung des Existenzrechts Israels die Anerkennung eines zusätzlich gefährlichen Vasallenstaates, der als Kettenhund der westlichen Mächte noch eigene und unkontrollierbare Strategien verfolgt“ (Rügemer). Werner Rügemer steht wie die anderen hier genannten Personen ebenfalls zu KenFM in Beziehung.

Das Treiben des Evangelischen Bildungswerks zu Aachen bedeutet vor dem aktuellen sozialpolitischem Hintergrund nichts anderes, als das Spielen mit Feuer an einer Zündschnur. Ob auch die Kirche mit Hilfe Ken Jebsens ihre ‚Klickraten‘ vergrößern möchte? Anzapfen können die vulgären Antisemiten rund um Ken Jebsen, Werner Rügemer und die NRhZ jedenfalls neues Publikum. Publikum, welches durch den seriös daherkommenden Austragungsrahmen in kirchlichem Umfeld eventuell darüber weggetäuscht wird, dass hier die Crème de la Crème der selbsternannten Antizionisten und völkischen Antikapitalisten auftreten wird. So wird diesen Gestalten, die ihr Dasein unter anderem durch Spenden und die politische Unaufgeklärtheit ihrer Opfer fristen, neues Publikum vermittelt. Das Evangelische Bildungswerk Aachen macht damit einem anderen Glauben als den, der in  Kirchen eigentlich Raum haben sollte, Platz, nämlich dem an die böse Elite, des einen alles unterjochenden Prozents. Es öffnet sich wirren Verschwörungsideologen und Verschwörungsgläubigen, Antiamerikanisten und Antisemiten. Geschäftemachern, die es sich von den Ängsten und Ressentiments ihres Publikums gut gehen lassen. Und dies alles im Rahmen von Veranstaltungen, die angeblich dem Frieden dienlich sein sollen.

Aachener, evangelikale Christen – Menschen überhaupt – sollten sich fremdschämen!

Jutta Ditfurth: „Das illustriert die „Luther-Dekade“, in der keine Auseinandersetzung von Seiten der Evangelische Kirche mit dem glühenden, mörderischen Judenhass ihres Kirchengründers Martin Luther zu vernehmen war. Er hatte in seinen Werken zu Pogromen, zum Niederbrennen von Synagogen, zum Aufschlitzen der Kehlen jüdischer Gelehrter (seiner Konkurrenz) aufgerufen.

Truther unter sich: ‚Angloamerikanische Weltherrschaft‘!

I.

Ken Jebsen und sein Team sind momentan ausgesprochen produktiv, um dessen ‚alternative‘ Sicht auf die Dinge dem begeisterten Aluhutpublikum zu unterbreiten. KenFM hat diesmal wieder einen besonderen Gast – Gerhard Wisnewski. Auch Gerhard Wisnewski glänzt, wie andere Interviewgäste Jebsens, durch seine Eigenschaft als Autor des Kopp Verlags, wo er die biedere Kundschaft bestimmt hervorragend mit kruden Geschichten von Weltherrschaft unterhält. Wobei ihm der Ruf als einst seriösem Journalisten, der durch seine Aufklärungsarbeit in Ungnade fiel, beim leichtgläubigen Publikum, das sich mit dem des krautgefundetem Jebsen gewiß überschneidet, bestimmt beim Absatz seiner Bücher hilft. Und so wirkt dieses Interview dann auch wie ein Werbevideo.

Bei Jebsen wird sich, wie so oft (auch hier im Blog schon erwähnt) bestätigt in der gegenseitigen Sichtweise, dass, aufgrund der Brisanz ihrer ‚Berichte‚, diese zwei Truther ungerechtfertigt behandelt würden, weshalb es natürlich auch in diesem Interview zu Tiraden gegen die ‚Mainstreammedien‚ kommt, neben dem üblichen Verschwörungsquark. Logisch, wollen die bösen ‚MSM‚ doch von keinem der beiden mehr Material senden.

Natürlich wird alles nur ein Trick der ‚Dienste‘ sein, die ja laut Jürgen Elsässer, auch Gegendemonstranten für den Friedenswinter bezahlten, um diese hehren Menschen ‚mundtot‘ zu machen. Jürgen Elsässer trat übrigens ebenso wie Jebsen auf den Mahnwachen als Redner auf, Jebsen moderierte auch seine ‚Compact-Konferenzen‚, während Elsässer mehrmals bei KenFM interviewt wurde.

Mit diesem, für KenFM-Verhältnisse erfreudig kurzen Interview mit Gerhard Wisnewski, wurde wieder einmal ein ‚feines Häufchen‚ für die Gemeinde der antiamerikanischen Verschwörungsläubigen gesetzt: Eingeführt wird Wisnewski als aufrechter 911-Truther, der sich nichts sagen lasse. Es wird einmal wieder die Thematik der Bedrohung durch die “angloamerikanische Weltherrschaft“ aufgegriffen und vor dieser gewarnt, Erscheinungen wie PEGIDA werden als von Eliten instrumentalisiert und gesteuert bezeichnet, natürlich gerade von Jebsen, der die Wahnmacherbewegung als sabotiert auffasst und PEGIDA zu deren Gegenspieler stilisiert. Auch in einer anderen Produktion von KenFM, nämlich Pedram ShahyarsRebellunion‚, wird der Stuss verbreitet, dass PEGIDA Amerika, dem Westen und dem Kapitalismus nütze, von ‚Eliten‘ gesteuert sei – viele Wahnsinnige, eine Message. Auf wirklich bestehende Zusammenhänge, zum Beispiel zwischen dem Kreml und der Finanzierung rechtsextremer Parteien in Europa, wird natürlich nicht eingegangen.

Auch nicht darauf, dass sich die Fans dieser Wutbürgerbewegungen teils stark überschneiden, wie auch deren Sprecher. So sprach zum Beispiel Jürgen Elsässer auf den Wahnmacherveranstaltungen ‚Montagsdemos‘, eine Mitarbeiterin des Kompakt-Magazins sprach auf einer PEGIDA-Veranstaltung. Dass Ken Jebsen hier jemanden unkritisch hinterfragt sprechen lässt, der von einer ‚bunten Flüchtlingswelle‚ auch redet, oder die abzulehnende europäische Identität einer für ihn annehmbareren ‚deutschen Identität‘ gegenüberstellt, macht den ‚Kämpfer‘ gegen Fremdenfeindlickeit, der er einst gewesen sein will, mehr als unglaubwürdig. Auf den nationalsozialistischen Gehalt so mancher Mahnwachen und Organisatoren wurde natürlich nicht verwiesen bei den von Jebsen angestellten Vergleichen zwischen PEGIDA und Wahnmachern, ebensowenig auf das Werben von NPD’lern für die Wahnmacher natürlich nicht.

Am verblüffendsten erscheint in diesem, nach Jebsens Einführung thematisch vorhersehbarem Interview , wie sogar die Entstehung eines in der Wissenschaft sehr kontrovers diskutierten Buches, nämlich „The Clash of Civilization„,“ von Samuel Huntington, den Weltverschwörerern angelastet wird. Auch wenn man kein Freund der dort vertretenen Thesen ist, und den Inhalt als kritisch bewertet – die Behauptungen, die Jebsen wie Wisnewski hier ohne jeden Beleg anstellen, sind haarsträubend, absurd und wirken gefährlich paranoid. Jedes Ereignis wird sich für die wahnsinnige Weltsicht passend gemacht. So kann man bei Minute 4:50 hören, dass Wisnewski dieses Buch als Steuerungsversuch empfindet, Ken Jebsen bezeichnet es ebenfalls als Kontrollinstrument. Wer sich nicht alles erzählen lässt und zu eigener Recherche in der Lage ist, muss zu dem Schluss kommen, dass dieses Gerede ebensowenig originell ist, wie es stark paranoid und ressentimentgeladen wirkt.

Gerhard Wisnewskis Aussagen entbehren nicht nur den Tatsachen, und erweisen sich dem skeptischen Hörer, der sich nicht alles von besseren Gebrauchtwagen-Verkäufern Glauben machen lässt, als paranoides Hirngespinst – er outet sich dem aufmerksamen Hörer als Europagegner und Nationalist, wenn er sagt:

„(…) was wir die letzte Zeit gar nicht mehr haben wollten in der kritischen Bürgerbewegung, nämlich eine Europäische Identität an erster Stelle, wir wollten eigentlich wieder eher eine deutsche Identität haben, nun wird uns hier also plötzlich eine europäische Identität verkauft“.

Ken Jebsen outet sich als unfähig, ein kritisches Interview zu hören – es geht hier gut vernehmbar nur um das Bestätigen der eigenen Sichtweise. Abgesehen hiervon macht sich dieses Interview wie eine Werbeveranstaltung für wirre Bücher und krude Weltanschauung aus. Wisnewksi sieht sich also einer „kritischen Bürgerbewegung“ zugehörig, die sich auf das Wiedererlangen einer „deutschen Identität“ kaprizieren würde – für jeden klar zu vernehmen innerhalb der ersten vier Minuten des Interviews. (Dessen Transkript mit weiteren Anmerkungen unter dem nächsten Absatz, unter Punkt II.,zu finden ist.)

Im weiteren Verlauf des Interviews verstärkt sich der Eindruck des hier gesagten, wenn Wisnewski auch sein Unbehagen vor einer ‚angloamerikanischen Eroberung des Globus‘ deutlich macht,  Wisnewski eine Bedrohung der deutschen Identität wittert. Viele Autoren, die eine Bedrohung deutscher Identiät wittern, lassen sich von Jebsen interviewen, unter anderem Udo Ulfkotte oder der schon erwähnte Jürgen Elsässer. Auch Wolfgang Gehrcke, ein Mitglied der LINKE-Bundestagsfraktion, nutzte Ken Jebsens Kanal schon für einen dort produzierten Werbespot für den Friedenswinter und gab ihm ein Interview. Dieter Dehm beispielsweise lief einträchtig neben Ken Jebsen bei dem Friedenswintermarsch mit, und versuchte, ihm bei kritischen Fragen eines SPON-Teams hilfreich beizuspringen.

II.

Transkript des gesamten Interviews, weitere Anmerkungen stehen zwischen den Absätzen:

Ken Jebsen: „Unmittelbar nach dem Zusammenbruch der UDSSR und damit dem Ende des kalten Krieges, glaubten viele Menschen an einen grundlegenden Wandel, an eine bessere Welt, die die globalen Probleme gemeinsam lösen würde, an eine Welt, die auf Kooperation setzen würde und endlich Schluss machen würde mit der Konfrontation, das Ende aller Kriege. Der Wunsch nach internationaler friedlicher Zusammenarbeit hielt nicht lang, denn spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde vor allem den Bürgern des Westens ein eues Feindbild verkauft, der Islam.  Es ging bei der Jagd auf Osama Bin-Laden und die neunzehn Räuber Tage, nachdem man ihn als Hauptschuldigen willkürlich bestimmt hatte, schon lange nicht mehr darum, ob und wie es ihm gelungen war, die amerikanische Luftraumüberwachung zu überlisten, es ging nicht um das Land, aus dem er kam, Saudi-Arabien, alles drehte sich fortan um die Religion, der Osama Bin-Laden angehörte. Seit dem 11. September 2001 wird unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung eine gruppenbezogenen Menschenfeidnlichkeit verkauft, die sich auf die zweitgrößte Weltreligion, den Islam, konzentriert. Alles Zufall? Oder das bewußte Erfinden eines neuen Feindbildes? Eines Feindbildes, mit dem die letzte Supermacht, die USA, neue Ressourcenkriege rechtfertigen kann? Der Schluss liegt nahe (ach ja?), und bringt uns ganz aktuell zu einer neuen Voksbewegung in Deutschland, die für die meisten so überraschend kam wie der 11.09 für die USA…


 Dass Jebsen hier allen Ernstes in Truther-Manier einen absolut unangemessenen Vergleich bringt, zeichnet ihn aus: Alles gesteuert, alles gelenkt, Presse und Politik ferngesteuert – und freie Journalisten wie er können Ihre Meinung nicht anbringen – doofer Mainstream! Also wird hier wieder einmal ein anderer ‚gefallener‘ Journalist zur Selbstbestätigung interviewt. Auch hier soll es wohl wieder diesen ein wenig seriöser für das doofe Publikum machen, wenn man erwähnt, dass dieser einmal bei ‚den etablierten Medien‘ arbeitete.


Jebsen: Die Rede ist von PEGIDA. Was ist PEGIDA, was will diese Bewegung offiziell, und wie wird sie möglicherweise instrumentakisiert, um die Bürger zu täuschen? Und wenn ja, für welche Ziele? All diese Fragen klären wir nun mit Gerhard Wisnewski . Guten Tag nach München…Herr Wisnewski, Sie haben Jahre für die etablierten Medien gearbietet, zum Beispiel die Bildzeitung, die Abendzeitung, oder den Stern, das sind alles Printprodukte, aber Sie haben auch als Filmemacher gearbeitet, Reportagen gemacht. 2003 wurde Ihnen das zum Verhängnis, denn Sie flogen in die USA, um den  Fall 911 genauer zu untersuchen, offene Fragen zu klären. Ein Jahr vor dem Commissonreport. Dabei besuchten Sie auch Shanksville, also den Ort, wo seinerzeit eines der vier entführten Flugzeuge abgestürzt sein soll. Sie sprachen für den WDR mit dem Bürgermeister von Shanksville, und der konnt eIhenn deisen Absturz nicht wirklich bestätigen, statt dessen sagte er Ihnen gegenüber, dass ihn Shanksville in großes Loch im Boden zu sehen war, mehr nicht. Danach wurde dieser ORt abgesperrt, auch für die Presse. Ist das korrekt?“ Wisnewski: „GenauJebsen: Klassische Flugzeugabstürze sehen ja anders aus, wie wir spätestens seit dre Ukraine wissen. Sie haben diesen Bericht damals trotzdem gesendet im WDR, und wurden kurz darauf vom WDR freigestellt, ist das auch so richtig?“ Wisnewski: Ja, in etwam also ich war ja freier Mitarbeiter, und bekam dort aber keine Aufträge mehr, das heisst, man verhängte ein Beschäftigungsverbot über mich, das heisst, die Redakteure dort durften mich nicht mehr beschäftigen.“ Jebsen: „Seither gelten Sie als Journalist, mit dem man besser nicht spricht. Wir tun das dennoch und möchten an dieer Stelle auf eine Buchserie hinweisen, die Sie jedes Jahr um ein weiteres Werk ergänzen, nämlich Verheimlicht, vertuscht und vergessen‘. Das ist ein alternativer Jahresrückblick also über Dinge sprechen Sie da, die wir so in den Mainstreammedien nicht lesen. Herr Wisnewski, lassen SIe uns über PEGIDA sprechen, was hat diese Abkürzung denn überhaupt zu bedeuten?“ Wisnewski: „Ja, also, wenn ich das richtig sehe heisst das ja Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes, und da fangen für mich natürlich schon die Fragen an, denn hier sind ja zwei Begriffe drin, die man hinterfragen sollte, einmal ist da ja etwas drin, was wir die letzte Zeit gar nicht mehr haben wollten in der kritischen Bürgerbewegung, nämlich eine Europäische Identität an erster Stelle, wir wollten eigentlich wieder eher ’ne deutsche Identität haben, nun wird uns hier also plötzlich eine europäische Identität verkauft im Kampf gegen diese angebliche islamische oder islamistische Bedrohung sollen wir also Europa zum Vaterland erklären, denn ein Patriot ist ja nun mal ein Vaterlandsliebender und vor dem Hintergrund dieser bunten Flüchtlingswelle soll es also hier ausschliesslich um den Islam gehen, also patriotische Europäer gegen die  Islamisierung des Abendlandes und das kann ja so auch nicht richtig sein, denn nicht alle Flüchtlinge sind ja, gehören dieser Religion an, denn das ist ja eine bunte Mischung, und der Islam dürfte da sogar in der Minderheit sein, wenn ich das richtig sehe.“


 Aus dem Gesagten von Wisnewski kann hier ganz klar gelesen werden, dass er die Problematik von PEGIDA in ihrer angeblichen Ausrichtung vor europäischem Hintergrund sieht und weniger vor deren Rassismus und Muslimfeindlichkeit, wenn Wisnewski von einer bunten Flüchtlingswelle redet, bei dem der Islam in der Minderheit sei. Einziger Makel scheint hier der Faktor der ‚Fernlenkung‚ zu sein, wie das europäische Element. Auf Anfrage bei Wisnewski, vor allem aber Jebsen, bezüglich der problematischen Aussagen und ihrer Implikationen, würde bestimmt zornig protestiert und geleugnet! Auch darf nie vergessen werden, dass Ken Jebsen unter anderem mit Jürgen Elässer zusammenarbeitete. Ebenso,wie seine israelfeindlichen, den Nationalsozialismus verharmlosenden und nach Dafürhalten vieler teilweise offen antisemitischen Aussagen nicht vergessen werden sollten: Zum Beispiel redete er von Nationalzionisten, die Israel besetzt hätten wie ’33 die Nationalsozialisten Deutschland.


Jebsen: „Lassen Sie uns mal bei der Islamisierung anfangen, seit wann spielt Religion denn wieder eine Rolle als neues Feindbild?“ Wisnewski: „Ja, das ist ja eigentlich ganz absurd gewesen, wenn man sich an das Ende des zwanzigsten Jahrhunderts erinnert, das zwanzigste Jahrhundert war ja das Jahrhundert des großen Fortschritts, des High-Tech, des Anythinggoes in der Technik, auch der technischen Aufklärung, der wissenschaftlichen Aufklärung von vielen, vielen Fragen, und am Ende dieses Jahrhunderts kam plötzlich ein dubioser Harvard-Professor daher, names Samuel Huntington (Anmerkung: Wisnewski spricht ‚Samuel‘ deutsch aus, und ‚Huntington englisch, mögliche psychologische Bedeutung liegt implizit), und erklärte uns nach dem Fall der Sowjetunion, nachdem also das alte Feindbild weg war, erklärte er uns, es werde in Zukunft wieder zu Religionskonflikten kommen und zu Religionskriegen. Und man sah sich also verblüfft auf den Straßen um und dachte, ja wo nimmt der Mann das denn eigentlich her, denn um diese Zeit, ähh, viele werden sich gar nicht mehr daran erinnern, auch die jüngeren wissen vielleicht gar nicht, dass Ende des zwanzigsten Jahrhunderts von irgendwelchen Religionskriegen zwischen West und Islam aber auch vielen anderen Parteien überhaupt keine Rede sein konnte, das ganze war also absolut aus der Luft gegriffen. Jebsen: „Die Fage, war es aus der Luft gegriffen oder war dieser Herr Huntington nicht jemand, der im Auftrag gehandelt hat, weil sein Buch „Clash of civilizations“ wurde ja zum Weltbestseller. War das eine Prophezeiung eines wirklich genialen PRofessors oder war das eher ein Programm?“ Wisnewski:Nein, aus meiner Sicht, also die Welt hat das, und auch  die journalistische Welt als Prophezeiung gesehen und ihn als genialen Seher sozusagen, aus meiner Sicht ist das natürlich ein Programm gewesen denn hier ging es einfach um die psychologische Vorbereitung auf den nächsten großen Konflikt den man anzetteln wollte, man musste ja den alten Feind dringend ersetzen aus vielen Gründen, ersteinmal um die Rüstungsindustrie  am Laufen zu halten, um die Bevölkerung unter Spannung zu halten, aber man wollte natürlich auch mit der Eroberung des Globus weitermachen, die Sowjetunion, den Warschauer Pakt hatte man aufgelöst und man wollte jetzt den nächsten großen Brocken angehen und das ist die islamische Welt mit all diesen Ländern die vom Islam sozuagen in Anführungszeichen beherrscht werden.“ Jebsen: „Das heisst es ging es eher darum dieses Machtvakuum zu füllen, bevor der nächste große Gegner China sich da breit machen würde. Wisnewski: „Ja, das auch, aber es war ja so, also man muss ja eins sehen,  es geht nur um die Weltherrschaft, in der ganzen Geopolitik geht es nur darum, dass sich das angloamerikanische Imperium über den Globus verbreiten will, und das wurde eben übersehen nach dem Fall der Sowjetunion, als man diese Visionen hatte vom Ende der Geschichte, hat man vergessen worum es eigentlich ging, nämlich darum dass die gesamte Welt unter eine herrschaft gestellt werden soll und der nächste große Brocken auf diesem Weg ist nun einmal die islamische Welt.“ Jebsen: „Dann ist Ihrer Meinung nach dieer Kampf gegen den Terror nur ein Fake, nur vorgeschoben?“ Winsweski: Ja, absolut, der Terror wird auch zu großen Teilen künstlich konstruiert, ich habe ja schon 1992 zusammen mit zwei Kollegen ein Buch über den Terrorismus hier in Deutschland geschrieben und das haben wir genannt das „RAF-Phantom“, also wir haben eigentlich diesen Begriff kreiert des Phantom-Terrorismus, des inszenierten Terrorismus der  politisch instrumentalisiert und konstruiert wird um bestimmte Interessen zu verfolgen, und -ähhh- darum war ich auch am 11. September 2001 sozusagen wie aus dem Häuschen, weil ich nun feststellte, das gleiche spielt sich  nun auf globaler Ebene ab.Jebsen: „Viele -äh- lassen sich ja da instrumentalisieren weil man sie einschüchtert, die sagen dann, ja gut, da muss man vorrübergehend mal in den sauren Apfel beissen,  man muss erhöhten Rüstungsausgabe zustimmen, man muss erhöhter Überwachung zustimmen, weil ja der Terror von außen einen bedroht, aberwenn sie sich anschauen was nach 911 vor allem in den USA passiert ist, dann ist das ein Wegkehren von Bürgerrechten, ist den Amerikanern das klar? Wisnewski: „Ja, ich glaube, das ist tatsächlich vielen Amerikanern klar, so wie es auch in Deutschland viele kritische Bevölkerungsteile gibt, aber die bekommen einfach keine Stimme, sie machen sich Luft im Internet natürlich, da haben sie ihre Stimme, aber sie finden ja nicht statt in den Mainstreammedien, und ich kann nur sagen, der Terrorismus, oder diesen Terrorismus, der uns angeboten wird in den Medien, als echt oder als echtes Ereignis, wer den mit Gegenterror und SIcherheitsgesetzen und Aufrüstung bekämpfen möchte, der schließt einen Pakt mit dem Teufel.  Jebsen: „Die Deutschen sind ja sehr europakritisch und wollen sich nicht von Brüssen bevormunden lassen, das hat ja auch mit der Finanzkrise zu tun, und bei PEGIDA gehen ja jetzt Menschen auf die Straße, die dann unter Umständen unter diesem Europagedanken noch was ganz anderes untergeschoben bekommen. Ist diesen Menschen denn klar, dass sie hier möglicherweise über die Hintertür manipuliert werden.“ Wisnewski: „Nee, das lgaube ich nicht, dass denen das klar ist, ich glaube natürlich, dass viele Menschen die Hoffnung haben, das endlich mal was passiert, das sich endlich mal was ändert, dass endlich mal jemand auf die Straße geht, und diesem Bedürfnis wird ein Ventil verschafft, mit solchen aus meiner Sicht inszenierten Demonstrationen und diesem Bedürfnis werden neue Motive oder Implikationen aufgepfropft, da gibt es auf einmal eine europäische Identität, wir sind nicht patriotische Deutsche in diesem Fall, sondern patriotische Europäer, und plötzlich es gibt nicht einen bunten Flüchtlingshaufen, sondern den Islamismus, gegen den wir vorgehen sollen. Und das wird uns hier verkauft und da werden wir praktisch drunter versammelt unter diesem Label, man muss sich ja die Schlagzeile ansehen…und diese Schlagzeile, dieses Motto ist entscheidend, und damit marschieren diese Leute für Dinge mit, die so nicht richtig sind und die sie so auch nicht haben wollen.“ Jebsen: Das erinnert mich ganz stark an Edward Bernays und Propaganda, dass man über Bande eben Werbung macht für Dinge, die man so nicht aussprechen würde, weil da wären viele dagegen. Also, viele sind jetzt auf der Straße, die aber auch Probleme haben mit diesem starken Europa, aber sie merken es nicht, wer steht denn Ihrer Meinung nach hinter PEGIDA? Wisnewski:Ja, das ist ja das nächste Problem, wir haben nicht nur diesen Slogan mit diesen beiden Inhalten Europäisches Vaterland und gegen den Islam allein, sondern wir haben ja außerdem noch, wenn ich den Medienberichten trauen darf, einen kriminellen an der Spitze dieser Bewegung…das ist ne neue Qualität, früher ist man gesellschaftlich anerkannten hochstehenden in Anführungszeichen Personen  hinterhergelaufenbei solchen Bewegungen, wie beispielsweise Heinrich Böll oder Willy Brandt (?), und anderen und heute läuft also das Volk einem offen kriminellen hinterher…die Medien schreiben es überall, und das sollte man auch als gesellschaftliche Implikation nicht unterschätzen….


 Wisnewski erläutert nun, dass Kriminelle wie Bachmann, der Organisator von PEGIDA, sehr anfällig für Anwerbeversuche von Verfassungsschutz oder Geheimdiensten seien. Im nächsten Absatz rühmt sich Jebsen, KenFM habe Verbindungen von PEGIDA zur BILD nachgewiesen, was natürlich Blödsinn ist. Von der Tatsache, dass bei BILD auch antimuslimische Richtungen bei Autoren festzustellen sind, bis zu einem Nachweis, ist es ein weiter Weg, Jebsen möchte sich wohl wieder einmal als ‚investigativen Journalisten‘ präsentieren. Und dass ein Autor der BILD muslimfeindliche Texte verfasst, ist kein Geheimnis. Im Gegenteil, lösten doch seine Artikel schon mediale Diskussionen aus.


Jebsen: „Herr Wisnewski, KenFM konnte ja als erstes Presseerzeugnis eine Verbindung zwischen Lutz Bachmann und der Springerpresse nachweisen, denn Bachmann rühmt sich auf seiner Homepage damit, gute Kontakte zu Springer zu haben und so also auch besonders, ich zitiere jetzt mal ’schnell und flexibel auf teilweise ausgefallene Wünsche reagieren zu können‘, Ist PEGIDA ein Elitenprojekt? Wisnewski: „Ja, das sehe ich so, ich denke, wie ich schon sagte, man möchte hier den Volkszorn auffangen und in eine gewünschte Richtung lenken, man will ihm so ein bißchen einen Schubs Richtung Europa geben und einen anderen Schubs gegen den Islam, und will diese Kräfte damit erstmal lenken aber auch neutralisieren, in dem sie zum Ausdruck kommen dürfen endlich einmal auf der Straße… Jebsen: „Die Friedensbewegung wurde ja von der Presse in den letzten Wochen und Monaten sehr stark bekämpft, dann taucht PEGIDA auf und wird wohlwollend aufgenommen. Ich stelle mir die  Frage, womit das zu tun hat. also, die Friedensbewegung hat sich ganz klar gegen die NATO ausgeprochen und ein Herr Drewermann, der in -vor Schloß Bellevue- sprach, hat auch die Auflösung der NATO gefordert, bei PEGIDA sehen wir das alles noch nicht, aber glauben Sie, dass man dieser Bewegung unterschieben könnte, wenn man für sein Abendland kämpft, wenn man gegen die Islamisierung kämpft, kommt man nicht umhin, dass man die NATO auch weiterhin in den Gebieten arbeiten lässt, wo der Islam zu Hause ist? „ Wisnweski: „Ja, das glaube ich unbedingt, denn diese PEGIDA-Bewegung ist eben ein Teil dieses Kampfes der Kulturen, der schon vor zwanzig Jahren sozusagen programmiert und angekündigt wurde von Samuel  Huntington und SEINEM Establishement in den USA, die PEGIDA-Bewegung gehört in diesen Kampf der Kulturen hinein, sie ist sozusagen eine der Erfüllungen dieser Prohezeiungen, jetzt gibt es richtig Zoff auf unseren Straßen zwischen Europäern und Muslimen und es geht gegen die Muslime und die Muslime regen sich wiederüber die Europäer und den Westen auf, es geht hier um einen dialektischen Prozess der sozusagen angeschoben werden sollte, man will die beiden Seiten so aufheizen dass sich endlich gegeneinander losgehen, und allen Strategen des Kampfes der Kulturen wird diese PEGIDA-Bewegung sehr gut gefallen.“


Sehr lustig, was? Auf der einen Seite soll es sowas wie einen Kampf der Kulturen nicht geben, auf der anderen Seite betont Wisnewski im Lauf des Interviews schon einmal seine Hoffnung für den Kampf um ‚deutsche Identität‚, und dass PEGIDAS PRoblem sei, dass sich nicht gegen eine „bunte Flüchtlingswelle“ gestellt würde, auch ‚Volkszorn‘ wird betont. Nun also soll PEGIDA zur Erfüllung von Samuel Huntingtons Theorie werden, natürlich gesteuert und kontrolliert, am besten noch durch die NATO. Truther unter sich! Je paranoider die Frage, desto paranoider die Antwort. Aber so ist das eben: Beim zu schnellen Sprechen kommt hier wohl einer mit dem Denken nicht hinterher. Und bei dem Denken wurde schon lange falsch abgebogen. Im nächsten Absatz behauptet Wisnewski dann etwas sehr truthermäßiges, nämlich dass die richtigen Arten zu Denken und Analsyen anzustellen, unterdrückt würden.


Jebsen: Herr Wisnewski, final eine Frage, welche Chancen hat der Ottonormalbürger der immer noch ARD und ZDF guckt und die BILD-Zeitung liest oder die FAZ, welche Chancen hat so ein Bürger, dieses Spiel überhaupt zu enttarnen? Wisnewski: „Eigentlich überhaupt keine Chancen, weil die entscheidenenden Informationen werden dort vorenthalten und es werden auch die entscheidenden Möglichkeiten den Menschen vorenthalten, auf eine -wie sage ich das jetzt- auf eine gültige Weise zu denken und diese Informationen auf eine gültige Weise zu analysieren, dass auch wirklich etwas dabei herauskommt, denn diesen Meinungen geht es eigentlich nur darum, die Leute auch in diese Richtung zu  lenken, in die sie laufen sollen, nämlich mit voller Wucht gegen den Islam aufzutreten.“ Jebsen: „Gibt es Ihrer Meinung nach überhaupt noch so etwas wie eine linke oder rechte Presse, kann man das  überhaupt  so noch sagen? Wisnewski: „Das ist sehr schwierig, weil das eben imm erwieder wechselt von Fall zu Fall, von Thema zu Thema, die linke Presse kann auch äußerst rechte Positionen vertreten in Anführungszeichen und umgekehrt, das ist alles in Auflösung begriffen diese ganzen Strukturen und Grenzen zwischen den verschiedenen politischen Lagern, deswegen ist das also für mich nur noch sehr schwammig erfassbar. was eigentlich links und rechts sein soll.“ Jebsen: Her Wisnewski, ich bedanke mich ganz herzlich für dieses Gespräch und biete Ihnen hier nochmal die Möglichkeit auf Ihr aktuelles Buch hinzuweisen.“ Wisnewski: „Ach so, ja…“


Soso – gültige Arten zu denken und zu analysieren werden also unterdrückt. Welche Arten zu denken dies sein sollen, kann man sich, beschäftigt man sich kritisch mit diesen Personen, denken. An dieser Stelle ist das Interview vorbei – die Werbung, die Wisnewski bei KenFM für seine ‚Bücher‘ machen darf, schreit nicht nach Transkription, im Gegensatz zu den anderen Fragwürdigkeiten.

Für ergänzende Kommentare interessierter Leser wird gedankt.

Von der ‚Gleichschaltung‘ und dem ‚Totschlagargument‘

In diesem längeren Text soll aus gegebenem Anlass nochmals auf die schon länger laufenden thematischen Verquickungen und die gefährlich geistige Nähe von den Nachdenkseiten und Kanälen wie KenFM von Ken Jebsen hingewiesen werden.

Albrecht Müller ist offensichtlich der Meinung, dass Personen wie Jürgen Elsässer, Ken Jebsen oder Lars Mährholz keine(!) Antisemiten seien. Zu einem Gastbeitrag von Konstantin Wecker, der am 24. April 2014 bei den Nachdenkseiten erschien, fügte Müller einen kleinen Beisatz an, ganz am Ende des Textes: „Anzumerken bleibt, dass ich die Rolle von Jutta Ditfurth etwas kritischer sehe. Sie unterstellt manchen zu Recht und manchen zu Unrecht Antisemitismus, ohne Belege zu nennen, wie zum Beispiel hier“. Und unter Müllers „hier“ ist das 3SAT-Interview verlinkt, welches mit Jutta Ditfurth geführt wurde. Drei Namen nennt sie dort: Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und Lars Mährholz. Allen diesen Personen ist Antisemitismus in Wort und Schrift nachweisbar. Auch wenn es bei einem von Ihnen laut einer Münchner Richerin nicht für das Prädikat ‚glühend‘ reichen soll, ist auf Erkenntnisse der Antisemitismusforschung bezogen, die Sache eindeutig. Aus diesem Grund allein löschte wohl Jebsen, der nun ebenso wie Elsässer verschiedene Menschen vor den Kadi ziehen will, sein offen antisemitisches Video „Zionistischer Rassismus“. Vielleicht eine Grundbedingung dafür, dass der Friedenswinter von Personen wie Sahra Wagenknecht aus der Parteikasse bezahlt wurde? Aber Herr Jebsen ist offensichtlich nicht in der Lage, den Begriff Antisemitismus in seinen verschiedenen Ausprägungen und der Bedeutung zu erfassen: Fast in jedem seiner allein dieses Jahr erschienenen Videos, in welchen er vor allem seiner Profilneurose freien Lauf zu lassen scheint, bringt Jebsen verschiedene Antisemitismen an. Sekundärer, israelbezogener, separatistischer: Überall ist etwas dabei. Daher ist der Einsatz von Müller für Jebsen bemerkenswert. Dass Müller in den hier genannten Texten keine wirklichen Zweifel daran lässt, dass er Antisemitismus einzig als Angriff und Totschlagargument begreift, anstatt sich über die Ursache dieser Etikettierung und womöglich eigene Unzulänglichkeiten des Denkens Gedanken zu machen, ist offenbar. Für Müller scheint alles Teil einer großen Verschwörung zu sein, die ihre Ursprünge, wie sollte es anders sein, in US-Amerika hat. Müller führt nicht weiter aus, wem Jutta Ditfurthzu Recht“ und zu „Unrecht“ Antisemitismus vorwarf. Da er aber nun inzwischen mit Jebsen an einem Tisch sitzt, sich über zwei Stunden interviewen ließ und die Montagsdemos/Friedenswinter schön schreibt und bewirbt -wie auch sein Mitarbeiter Jens Berger bei den Nachdenkseiten und dem Spiegelfechter, kann man sich wohl denken, wen Albrecht Müller als zu Unrecht Beschuldigten meint.

Auch Müllers Mitarbeiter Jens Berger scheint eine angeblich gewünschte Distanz zu Jebsen nur dem Schein nach aufrechterhalten zu wollen, verlinkte er doch schon öfters in diesem Jahr, auch nachdem sein Kompagnon Jörg Wellbrock zum Start der Montagsdemos zunächst einen kritischen Artikel verfaßte, zu dem Youtube-Kanal ‚KenFM‚ von Ken Jebsen. Es ist bemerkenswert – da streitet Müller nicht nur Antisemitismusvorwürfe gegenüber Jebsen, sondern zum Beispiel auch zu Werner Rügemer stets ab mit der Begründung, es seien Mechanismen der ‚Gleichschaltung‘. Natürlich eine von außen gesteuerte Gleichschaltung, die durch US-Amerika erfolgen soll, und Angriffe, die der Mundtotmachung dienen sollen. Mit dem Video von Ken Jebsen „Zionistischer Rassismus“, das bis zu dessen Löschen der ‚Dauerkracher“ bei KenFM war, hat sich niemand der ‚Analysten‘ von Spiegelfechter und Nachdenkseiten bisher beschäftigt. Berger thematisierte dies in seinen Verlinkungen zu Jebsen nie. Dafür ist man stets bemüht, das Problem des erstarkenden Antisemitismus kleinzureden, es als Abwehrmaßnahme des bösen Systems zu bezeichnen.

Angesichts des Laissez-faire-Verhaltens gegenüber solcher Figuren wie Jebsen, die keine Berührungspunkte zu antimuslimischen und antisemitsch auffälligen Hardcore-VT’lern wie Udo Ulfkotte haben, wirkt es auch nicht verwunderlich, dass sich Albrecht Müller mit Artikeln wie „Einige interessante Dokumente zum Kolonie-Status Europas“ beständig hervortut und deutlich als  Antiamerikanist auftritt. Obwohl all dies in den letzten Jahren unter Einbezug einer nicht kleinen ‚Gegenöffentlichkeit‘ geschah, welche Müller mit seinen medialen Erzeugnissen zusammenführen und stärken möchte, fielen diese antiamerikanischen und den Antisemitismus kleinredenden, müllerschen Eskapaden leider nur wenigen Menschen auf. Dies führte dazu, dass Albrecht Müllers Nachdenkseiten sich als musterlinke Aufklärungsseite verkaufen möchte, die mit diesem Status auch die Querfrontveranstaltungen rund um Montagswahnmacher und Friedenswinterfrierer, vor allem aber deren Hauptinterpreten wie Jebsen, Shahyar, Elsässer, und wie sie alle heißen mögen, gesellschaftlich ‚legalisieren‘ möchte. Gerade bei älterem ‚alternativen‘ Publikum sind die Nachdenkseiten bekannt. Für diejenigen Denkbefreiten, die hinter angeblichen linken Gallionsfiguren, Helden und Führern wie Dehm, Hunko, Wagenknecht und Gehrcke herlaufen möchten, hört sich dies bestimmt auch toll an: Wenn die Linke dabei ist, kann da ja nichts antisemitisches oder nationalistisches und verstörendes dahinterstecken, sonst hätte ja die NPD mobilisiert und nicht die Linke, so redet man dort. Und so verwundert es nicht, dass diejenigen, welche sich noch zu Anfang des Jahres als „nicht links, nicht rechts, sondern vorne“ verkaufen wollten, nun auf einmal ihre linken Wurzen finden, sich als Hippies bezeichnen und auf die Antifa und ‚die Antideutschen‘ schimpfen, weil diese ja gar nicht begriffen hätten, was es bedeute, links zu sein. Die Leute um Wagenknecht, Gehrcke, Hunko, Dehm -und wie die anderen geistigen Leichtgewichte heißen mögen-, die solcherart Hardcore-Antisemiten salonfähig machen, und hierbei selbst als solche schon länger als in dieser Beziehung ’schwierig‘ oder als ‚Antizionisten‘ gelten, verstehen die Problematik ihres Handelns ganz offensichtlich nicht.  Dieser Satz, den Gehrcke schrieb, muss sich für wirklich gegen Antisemitismus einsetzende Menschen, die auch geistig fassen können, was es mit Antisemitismus auf sich hat und diesen erkennen, wie Hohn anhören:

„Unsere Demonstration ist anti-faschistisch; ohne Wenn und Aber. Wir stehen in der Tradition des Schwurs von Buchenwald: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg. Wir lehnen jede Form des Rechtsradikalismus ab, wir arbeiten mit Rechtsradikalen nicht zusammen(…)wir leisten Widerstand! Lasst es mich noch einmal ganz deutlich sagen: Wir sagen Nein zu Antisemitismus, neuen Rechten, Reichsbürgern, Rassismus, Nationalismus und Faschismus(…)diesem Credo, vorgetragen auf der Berliner Demonstration am 13. Dezember, bin ich verpflichtet, diesem Credo ist Diether Dehm verpflichtet, Reiner Braun ebenso und auch Ken Jebsen und Lars Mährholz haben diesem Text zugestimmt “.

So sieht also das ’nein‘ zu Antisemitismus aus: Man läßt sich von deutschlandweit bekannten, antisemitisch ruchbaren ‚Persönlichkeiten‘ interviewen und nutzt ihre Onlinepräsenz für das Zelebrieren des eigenen fehlverstandenen Dissidententums. Andere Aufrufende, wie Albrecht Müller, ein Gründer und Betreiber der Nachdenkseiten, bezeichnen berechtigte Antisemitismusvorwürfe gegen Einzelpersonen schon seit Jahren als Gleichschaltung‘, und gehen mit dem Wortgebrauch auch nicht sparsam um, die Suchfunktion bei den Nachdenkseiten ergibt einhundertdreißig(!) Treffer für Gleichschaltung; während seine Mitarbeiter in den Videohinweisen der Nachdenkseiten Links zu Kanälen von antisemitisch Auffälligen setzen. So läßt sich an der ‚politischen Intelligenz‚ dieser Personen aus meiner Sicht gehörig zweifeln, vor allem an ihrer Beurteilungsfähigkeit für Dinge wie Antisemitismus, von der sie selbst keine Ahnung zu haben scheinen, außer eben, das sie keine Antisemiten sein möchten und die nicht verstandenen Kategorisierungen ablehnen. Die heutige Verlinkung von Jens Berger zu Dieter Dehms Stellungnahme macht das deutlich. Für Dieter Dehm fängt Antisemitismus wohl erst bei dem Geruch nach Menschenfleisch an, er sagt „Antisemitismus ist dem Massenmord vorbehalten und muß dem Massenmord vorbehalten bleiben. Wer nach einem Jahr der youtube-Berieselung durch Ken Jebsen noch nicht die Problematik seiner Aussagen verstanden hat, und sogar ihm Interviews gibt oder Demoaufrufe über seinen Kanal produzieren lässt, der hat den Schuss nicht gehört und ist wohl taub ‚auf diesem Ohr‘.

Ken Jebsen, der diesem Beschluss zugestimmt haben soll, handelt entsprechend: Er verleugnet, seine Aussagen je getätigt zu haben, die aber in Form seines viralen und erst kürzlich von seinem Kanal gelöschten Videos wie in Stein gemeißelt sind. Er will von so etwas nie gewusst haben und stellt sich blöd.

Gehrcke sollte, wie die anderen ‚Friedenswinterdissidenten‘, sein Parteibuch abgeben und die ‚rostbraune Partei‘ Deutschlands gründen, die ein echter Wahlerfolg werden könnte. All diese, die nun in einen Jesuskomplex verfallen und eine Opferhaltung an den Tag legen, wie Antisemiten es gerne tun, sollten ihr eigenes Ding aufmachen. Sie könnte sich auch die ‚Opferpartei Deutschlands‘ nennen. Ihre angebeteten Führer wie z.B. Jebsen und Shahyar könnten in dieser dann die Stellung einnehmen, die ihnen laut derer Aussage wohl von der bösen Gesellschaft, die unter der medialen Gleichschaltung leide, schon lange verwehrt würde. Es ist ein Drama, dass diese ‚problematischen’Personen, von denen sich einige schon in den Debatten um die ‚Toilettenaffäre‚ so unrühmlich hervorbrachten und durch den angekündigten Boykott frisch gefällter Beschlüsse auffielen, nun weiterhin die Partei zugrunde richten. Und weiterhin, so wie schon die ganze letzte Zeit, auch die neuesten Beschlüsse zu der Thematik als nichtig für sie erachten.

Herr Karl kommentierte eine heute von Jens Berger, der auch den problematischen Spiegelfechter betreibt, vorgenommene Verlinkung und Veröffentlichung eines dehmlichen Statements bei den Nachdenkseiten folgendermaßen: ‚Und wenn man denkt, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann: Die NachDenkSeiten veröffentlichen allen Ernstes Diether Dehms bescheuerten Text „Vorsicht Faschist!“. Diesmal ohne Anmerkungen‘.

Für Albrecht Müller und rund um die NDS schien die medial-politischeThematisierung von Antisemitismus schon immer eine Bedrohung darzustellen, nicht die Existenz desselben. „Der Antisemitismus wird zur gesellschaftspolitischen Gleichschaltung benutzt“ – dies fantasierte Müller schon im Jahr 2011, die Kritik an Augstein für dessen Verteidigung von Günther Grass, und dem Umgang mit der Thematik an sich, wurde von ihm als ‚Hatz‘ beschrieben. „Kritik an Israels Regierung = Antisemitismus“, dies schmierte Müller in seine Website wie an eine Toilettenwand. Es ist überhaupt bemerkbar – Müller verwendet gern diesen Telegraphenstil, in dem er seine Schlussfolgerungen auf das wesentliche verkürzt präsentiert, so als seien es naturwissenschaftliche Merksätze.

Die Interpretationen, welche die genannten und ungenannten Abweichler, Antiamerikaner, ‚Antizionisten‘ und Antisemiten gegenüber Ihren Kritikern in Medien, Politik und Gesellschaft anbringen, sind indes leicht erklärbar. Um es kurz zu fassen – die Kritik sprengt offenbar den Rahmen ihres Verständnisses, die einen wirken intellektuell traurigerweise nicht hierzu in der Lage, die anderen haben offensichtlich einen ideologisch versperrten Deutungsrahmen. Allen gemein ist, dass sie aufgrund dessen ihre Kritiker einzig einer fremden Macht zuordnen können. Das, was sie nicht verstehen können, ordnen sie demnach einer Verbiegung der ihnen anders geläufigen Begriffe zu. Ihr Opfergestus ist zu einem Ritus verkommen, einer gesellschaftlichen Angelegenheit für alle sich als Opfer und Verfolgte fühlenden. Ein Opferritus wird zelebriert.

Zum einen spielen hierbei die Antiamerikanismen ein, welche man als deutscher wohl leider ‚mit der Muttermilch‘ einsaugt (vom verrufenen RockandRoll und Bubblegum, über die die Kinder und Jugendlichen bedrohenden Comics bis zu den so gewerteten Unkulturen unserer Tage. Die Entstehung all dieser Dinge wurde allzu gern den ‚doofen Amis‘, oder dem dekadenten Westen, angelastet), der durch psychologische Mechanismen erklärbare sekundäre und israelbezogene Antisemitismus nun ebenso. Die Kritik an diesen ‚Sichtweisen‘ und Erklärungsmodellen wird von den Kritisierten offenbar nicht verstanden, und so wird sie umgedeutet in feindliche Angriffe auf die „vernünftige“ Erklärung des Zustands der Welt. Sie fühlen sich angegriffen, mundtot gemacht – und fürchten die Isolation als Spinner.

Wobei zwischen denen, die sich anschließen – und denen, die diese Veranstaltungen losbrachen und hypten, ein Unterschied besteht. Die einen fühlen sich als ‚linke‘, die anderen verkündeten aus Werbezwecken, sie wollten eben dieses nicht sein. Als dann die sich als links Empfindenden sich nur unter der Prämisse dem Ringelpiez mit Anfassen anschließen wollten, wenn sich zu ‚Antifaschismus‘ bekannt würde, wurden eigene ‚Modelle von Antifaschismus‘ ersonnen. Es gab wohl einige hohle Lippenbekenntisse – und für die Antizionsiten der Linkspartei scheint der Käse gegessen.

“Vieles spricht dafür, dass der Antisemitismus-Vorwurf – neben anderem – dazu benutzt wird, jegliche politische Alternative zur herrschenden Ideologie und Politik auszuschalten.“ Diesen Satz warf Albrecht Müller schon im Jahr 2011 der damaligen Vizevorsitzenden der Linkspartei, Halina Wawzyniak , vor. Halina Wawzyniak kritisierte schon damals zuvor den Text von Müller. Und am 10. November erschien auf den Nachdenkseiten ein Beitrag für den Albrecht Müller verantwortlich zeichnet. Er trägt den Titel: ‚Besorgte Reflexion über die Grenzen dessen, was Bürger noch öffentlich mitteilen dürfen‚. In diesem geht es um die Erfahrungen einer Leserin mit der ‚Zensur‘ in den Foren von SPON, FAZ und ‚ähnlichen Medien‘, angesichts der Tatsache, dass Meinungen zur MH17 und anderen Dingen bezüglich Themen, die Russland betreffen, zensiert würden. Angemerkt werden muß, dass Albrecht Müller Monate zuvor seine Leserschaft zu einem Shitstorm auf die ‚Mainstreammedien‚ (MSM) aufforderte, der merklich wurde. Hierzu riefen nicht nur die NDS auf, sondern auch die Montagswahnmacher und Nazi-Anonymous von Mario Rönsch.Garniert werden diese Unterstellungen mit der Frage, ob, wenn „solche Lapsen, Dramatisierungen, Dämonisierungen & manichäisch strukturierten Beschuldigungen..in deutschen Medien hinsichtlich der israelischen Regierung und Bevölkerung laufen“ würden – ob dann nicht „auf ein entsprechendes internationales Echo hin die Staatsanwaltschaft aktiv“ würde und auf den „Straftatbestand der Volksverhetzung wegen Antisemitismus“ ermitteln würde. Es gibt sie immer wieder, unangemessene Vergleiche, Opferstilisierung und -Rhetorik und ‚verschwörungstheoretische‘ Unterstellungen. Mit Antisemitismus möchte man sich nicht beschäftigen, es sei denn, man kann ungebührliche Vergleiche absetzen.

Nun stehen die Nachdenkseiten in Bezug auf Seriösität auf einer Stufe mit ‚Propagandaschau‘, ‚Weltnetz“ – hinter dem Portal ‚Weltnetz‚ stehen wahrscheinlich, Verlinkungen und Themata lassen hierauf schließen, maßgeblich die gleichen bis ‚ähnlichen‘ Verantwortlichen wie hinter den Nachdenkseiten-, KenFM und vielen anderen. Und sogar mit Reichsbürgern hat Albrecht Müller die geäußerte Phrase gemein, dass Deutschland nicht souverän sei, welche aber auch zu gut in die Thematik von ‚Gleichschaltung‘ und ‚mundtotmachen‘ passt. KenFM übernimmt inzwischen auch ‚Gastbeiträge‘ seiner Verteidiger und Fürsprecher mit ins Programm auf, so dass Albrecht Müllers neuerlicher Auswurf über die ‚Geichschaltung‘ -und im vorhinein durch SIE manipulierte Berichte- über einem Beitrag der Frau erscheint, die Henryk M. Broder gerichtsfest als Antisemitin bezeichnen darf.

Ach ja, und bei rtdeutsch, dem Haus- und Hofkanal der VT’ler, Wahnmacher und vereinigten Aluhüte, wurde diese Woche Eva Hermann interviewt. Thema: Rufmord. Widerlich!

Die üblichen Unsagbarkeiten

Das folgende wurde geäußert im -angesichts solchen Ausfalls unbestrittenem- Forum der Denkbefreiten, da wo scheinbar Raum für jede Unsagbarkeit ist. Und ich rede gar nicht von ‚pi‚: Schade das er nicht ein paar Jahrzehnte früher geboren wurde, dann wäre mit etwas Glück sein Platz in Dachau oder Buchenwald gewesen. Das ist meine humanistische Meinung, denn so wären viele Menschen die er ermorden ließ, heute noch am leben!Die Rede ist hier übrigens von Chodorkowski.

spiegelfechter antisemitismus

Wenn -gleich, in welchem Zusammenhang- so etwas gesagt werden kann, ohne dass jemand widerspricht, dann ist es ein Indikator, dass es kälter wird…der Zusammenhang, in dem es geäußert wurde lässt auf, zum Friedenswinter passendes, Blitzeis schließen. Nur mal so nebenbei – in Elsässers Blog gibt es übrigens auch einen Forenten namens Wahrsager. Der lässt auch ziemlich ähnliche Sachen vom Stapel…aber dass so etwas dort akzeptiert wird, ist weniger verwunderlich als das hier aufgeführte Beispiel aus verlinkter Quelle.

Nachtrag: Bei den Nachdenkseiten wiederum ist man heute bemüht, einen ausgewählten Leserbrief zu präsentieren, der sich mit Antisemitismusvorwürfen als Konstruktion befaßt. Natürlich wird konstatiert, dass Antisemitismusvorwürfe aufgebauscht würden, um Menschen zu schaden. Wer hätte das gedacht? Über H. M. Broder wird dort gesagt, er habe sich dieses Verhalten „zum Brotberuf erkoren“. Traurig, so etwas – stehen doch in einem Blog eines Mitarbeiters von Albrecht Müller, wie oben gezeigt, traurige Beispiele für Antisemitismus. Und – Henryk M. Broder machte die Antisemitismen des Interviewpartners von Albrecht Müller öffentlich. Aber nein – es muß beständig die Seite des armen, von Antisemitismusvorwürfen geschundenen, Opfers herausgekehrt werden. Eines Opfers, so wie Jebsen eines sein soll.

Zu Verschwörungsphantasien gehören Vernichtungsphantasien rapt die Antilopengang…

Von fehlendem Beurteilungsvermögen und dem Plastikwort ‚links‘ – ‚Elsässern‘ ist nicht

Über das Beurteilungsvermögen der sich dem Friedenswinter anschließenden Persönlichkeiten und deren Apologeten lässt sich -aus meiner Sicht- nicht mehr streiten. Da ist wohl einiges im Argen. Nun sprechen es viele an, unter anderem Frank Happel sagt es direkt zu Berger, worauf mich Herr Karl dankenswerterweise hinwies. Dieser Dialog ist wirklich lustig anzuschauen, wie man dort ja auch sehen kann. Auch Klaus Jarchow lacht hierüber. Die Kritik von Happel teile ich, das möchte ich etwas näher ausführen:

Happel weist auf die Querfrontkompatibilität Müllers hin, und auf den Umstand, dass ihm seine Mitarbeiter, wie ja hier schon einmal bezüglich JB und JW thematisiert, offensichtlich kritiklos folgen. JW beteiligt sich übrigens mit Dirk Müller, der ganz bestimmt nicht ‚links‘ einzuordnen ist, an einem neuen krautgefundeten Bezahlprojekt, was ja bei den Fans alternativer Medien, vor allem bei denen ‚nicht-embeddeter‚, schwer in Mode ist, so eine Art NDS-Videoplattform. Für Leute, die zum Lachen in den Keller gehen. Und für Leute, die sich gegen Geld nach Art einer Parallelgesellschaft unterhalten sehen wollen. Christoph Sieber, der auch inzwischen offensichtlich Aluhut trägt, worauf Friedensdemowatch hinweist, ist ebenfalls mit dabei. Natürlich krautgefundet. Natürlich, da wollen ja Märkte erschlossen werden. So eine Art Knaxclub für Spiegelfechterleser soll das dann sein, mit Clubtreffen und so. Nur zum bezahlen eben. Ein Schelm, wer da so etwas wie ‚Linke Konsumisten“ anzapfen darunter verstünde.

Jens Berger beweist durch das Handeln auf seinem Blog aus meiner Sicht immer wieder autoritären  Charakter, beim Umgang mit Müller wird das sehr deutlich. Auf Kritik geht er nach nicht nur nach meinen Erfahrungen nicht ein, wer stört wird gesperrt.

In seinem neuesten Erguss (den der Leser einfach unter den tags Spiegelfechter und Pedram Shayhyar  googeln kann) regt er sich über einen FAZ-Artikel auf, der die Wahnmacher behandelt. Das findet Berger nicht gut, er bezeichnet diese daher als links – begründet aber nicht, wieso. Dies ist ein Kritikpunkt von Happel. Und da hat er Recht. Deswegen ist Berger auch so kurzsilbig, er argumentiert nicht gegen, kann er wohl nicht. Er hat wohl keine wirklichen. Außer, dass er Happel Konformismus mit der Mehrheitsmeinung vorwirft, er unterstellt alle

Ernstes, dass Happel damit quasi einen Mitläufer darstellt. Sehr schwach. Er begründet dies nicht nur nicht, er bezeichnet auch Pedram Shahyar als links. Shayhar, der auch mal auf Israelflaggen spuckt, Lügen über deutsche Kriegsbeteiligungen in der Ukraine in die Welt setzt, oder sich an ‚Xavier-Deutschland-ist-ein-besetztes-Land-Naidoo‘ ranschmeißt. Nun sagt Berger tatsächlich, dass der jetzige Zustand in Deutschland an die McCarthy-Ära erinnerte. Und dass die Mahnwachen ‚links‘ seien. An die McCarthy-Ära erinnert mich höchstens das Maß an desinformativer Propaganda, wie sie von rtdeutsch wohl tausende denkbefreiter  Wahnmacher beglückt. Lustig, die Wahnmacher sind also nicht nur links, sie sind dann wohl auch aus seiner Sicht alles Kommunisten? Und der einigende Putin dann wohl auch? Und alle, die gegenargumentieren, wären dann nach dieser Diktion ‚Antikommunisten‘. Süß.

Der Bestsellerautor, der Kritik und mißliebige Meinungen gerne sperrt, regt sich über Ausgrenzung auf. Jemand, der antisemitisch auffällige Beschimpfungen und mehr in der Kommentarspalte seines Blogs nicht rügte und sich dort einen Mob austoben zu lassen scheint, maßt sich das Beurteilungsvermögen an, eine heterogene, einzig in Ausfälligkeiten, Antisemitismen, Antiamerikanismen und ‚Unbehagen‘, scheinbar einige Gruppe als homogen links zu klassifizieren, ja, zu adeln! Er haut wohl nicht nur aus meiner Sicht hiermit krasseste Behauptungen raus. Ob Berger noch eine Begründung anbringt? Wir dürfen gespannt sein. Berger sollte sich auf weniger kapriziöse wirtschaftliche Analysen zurückziehen, etwas, wovon er vielleicht mehr Ahnung hat? Aber die kommen wohl bei der Masse an Vulgärmarxisten und Wahnmachern, die erschlossen werden können, nicht so gut an, ist ja eher trocken das Thema. Also sich lieber dem Friedensfrieren anschließen, wie ich dort lese. Weil das ‚links‘ sei. Angeblich. Ohne Begründung. Weil Frieden natürlich immer links ist? Da hat er womöglich naive Erklärungsmuster von Jebsen übernommen, den er in der Kommentarspalte des Artikels schwammig kritisiert, und trotzdem immer wieder in der Vergangenheit bei den Videohinweisen der NachDenkSeiten auf ihn verlinkt. Auch Verlinkungen hierzu in seinem Blog wurden nicht kommentiert – wo selbst der ‚Moderator‘ fragwürdige Links setzt. Ob dies Anweisungen des alternden und durch seltsame Handlungen auffälligen NDS-Chefs Müller sind, die Berger lieber befolgt? Wer weiß – cui bono, wie manche sagen…

Zeigt dies alles also vielleicht auf, dass Berger eventuell ein autoritärer -und damit auch autoritaristischer- Charakter durch und durch ist? Neben der so zum Ausdruck gebrachten Opportunität, die er aus meiner Sicht beweist. Und der offensichtlichen Unfähigkeit, Gesagtes zu begründen. Ob Frank Happel beim Spiegelfechter eigentlich auch gesperrt‘ wurde?

Frank Happel fasst die Vorgänge, sehr lustig, wie ich finde, zusammen: „ich sags mal so …seit sich der albrecht müller in seiner alterseitelkeit von jebsen und rt bauchpinseln lässt, den friedenswinter einheizt und ganz und gar trotzig seine „neue machtfülle“ lebt … seitdem geschehen merkwürdige dinge. merkwürdige dinge mit personen in seinem umfeld. da verrückt sich was. es mag ja nützen. nur wem?

Ja – wem nützt das eigentlich? Einer sich aufklärenden, emanzipierten Linken nützt es gewiß nicht. Wer profitiert von der Destabilisierung Europas? Albrecht Müller sagt, den USA nützt es…ist Albrecht Müller also einer der eingeschleusten Spalter, von denen Jebsen berichtet?

Hihihi – ob das Altersstarrsinn, oder Wahn, ist? Zur Belustigung möchte ich „derintellektuelle“ (Blogspot) empfehlen, den verlinke ich aber nicht, um die dort offenbar grassierende Selbstüberschätzung nicht zu verstärken. Dunning-Kruger lässt grüßen. Da schreibt doch wirklich so eine Type davon, wegen dem FAZ-Artikel von Prizkau bei ~einer großen Zeitung~ angerufen zu haben, um dort zu fragen „warum dieser Hass auf Verschwörungstheorien?“. Ja, warum eigentlich. Und warum finden eigentlich alle viele zuwenige Antisemiten blöd – diese Frage hätte er der Frau vom Callcenter (!) ja auch stellen können, da hätte sie bestimmt im Namen ihres Auftraggebers sehr kompetetent antworten können. Hiermit mein Beileid an alle Callcenter-MiarbeiterInnen im Verlagsmarketing – Ihr habt mein Mitgefühl, wenn die Wahnmacher Euch nerven! Mal ehrlich: Daran, dass er bei einem mit Befugnis rauskommen zu meint, bei einem Anruf bei „einer unserer großen Zeitungen“ – das beweist Weltfremdheit. (Der Autor kommentiert wohl auch beim SF). Dies tun bestimmt viele Leute, die gern alles glauben, die wohl auch glauben, alles zu wissen. Oder ihren Blog und Verbalauswurf eben auch mal, überhaupt nicht anmaßend, als intellektuell bezeichnen. Süß!

Statt zu erkennen, dass ‚die Linken‘, welche sich am Friedensbibbern beteiligen,einen Fehler begehen, sich auf ‚persona -non-gratas‘ und deren Fehlschlüsse einzulassen, wird blind in den Untergang gerannt. Und Albrecht Müller macht es vor. Es wird rabuliert. Was das Zeug hält. Zum Beispiel, wenn Albrecht Müller darauf hinweist, dass Homosexualität in den 60’er Jahren in Deutschland noch strafbar war, ‚Deutschland also andere Länder nicht mit Steinen‘ bewerfen sollte. Dies ist wahr, also, dass Homosexualität auch hier lange Zeit strafbar war. Und natürlich auch, dass die Gleichberechtigung homosexueller  Lebensgemeinschaften noch lange nicht erreicht ist. Nur eben ist der beschriebene Fall schon fünfzig Jahre alt und es hat sich viel verändert. Frauen dürfen arbeiten gehen und ohne Einverständnis des Mannes Kontos gründen. Männer dürfen mit Männern in der Öffentlichkeit anbandeln -, und auch vögeln. Verkupplungsparagraph ist nicht mehr. Pornos sind nicht mehr verboten – und auch Schwulenpornos sind erlaubt. Dieser Verweis auf in der Vergangenheit liegende Ungerechtigkeiten ist eine hohle Argumentation. Homosexualität wird, wie der Artikel ja selbst schreibt, schon länger nicht mehr als Sittenverbrechen verfolgt. In Russland hingegen neuerdings wieder schon. Daher wird ja auch so ein Maßstab angelegt. Die NDS-Schreiber hätten aber vielleicht lieber ‚russische‘ Maßstäbe? Warum sollte ein ursprünglich um Aufklärung bemühtes Medium einer regressiven Politik das Wort reden? Es wird sich so also in dem üblichen hilflosem whataboutism ergangen, da echte Argumente offensichtlich fehlen. Da Albrecht Müller Müller aber auch so gern von der Dämonisierung spricht: Wie erging es Schwulen eigentlich zu dieser Zeit in der DDR? Hierauf mag Müller oder Weiß natürlich nicht eingehen. Sonst rabulisierte er wohl auch nicht so schön.Wer keine Argumemte hat, der sucht sich eben welche. Lustig, wenn solche hilflosen Aussagen dann mit Artikeln über diesen ‚Umstand‘ aus dem Focus, also einem bösen, einzig dem ‚System‘ zuarbeitenden ‚MSM‘, einem (oft kritikwürdigen, neoliberal besetztem) ‚Mainstreammassenmedium‘ stammt. Aber so ist das eben mit der hilflosen, argumentbefreiten Rabulistik – zur Not wird sich der Thematik eines ‚MSM‘ angenommen und dabei aufklärerisch heischend getan.

Nicht behandelt wird bei den Nachdenkseiten zum Beispiel der unsägliche Prozess Elsässer gegen Ditfurth und das ahistorische und brisante Urteil einer, offensichtlich was das Thema Antisemitismus angeht, unbeleckten Richterin. Dafür aber wird die Clique um Jebsen hochgeschrieben, eine bedenkliche Bewegung als ‚links‚ reingewaschen. Der Einsatz von AM zu diesem Thema geht in diese Richtung. An dem Aufbau welcher Gegenöffentlichkeit sind die Nachdenkseiten eigentlich dran? Ist es die gleiche Gegenöffentlichkeit, welche rtdeutsch berieseln möchte. Diejenigen, die für einen ‚Frieden‘ schreien, den es ohnehin in Europa nicht gibt? Wer soll eigentlich noch alles links dann sein? Elsässer, Jebsen, Popp? Der aggressive Schrei nach ‚Frieden‘ (auch so ein Plastikwort) ist problematisch.   Jutta Ditfurth verweist in dem Zusammenhang in einem Artikel bei publikative.org, in dem sie sehr gut ausführt, warum die Richterin mit ihrem Urteil gefährlich falsch liegt, auf das BVG-Urteil zum Thema Schmähkritik. Dies macht deutlich, wie weit entfernt das Urteil der Richterin von der dort gemachten Aussage ist:

“Wegen seines die Meinungsfreiheit verdrängenden Effekts hat das Bundesverfassungsgericht den in der Fachgerichtsbarkeit entwickelten Begriff der Schmähkritik eng definiert. Danach macht auch eine überzogene oder ausfällige Kritik eine Äußerung für sich genommen noch nicht zur Schmähung. Hinzutreten muss vielmehr, dass bei der Äußerung nicht mehr die Auseinandersetzung in der Sache, sondern die Diffamierung der Person im Vordergrund steht. Sie muss jenseits auch polemischer und überspitzter Kritik in der persönlichen Herabsetzung bestehen. Wesentliches Merkmal der Schmähung ist mithin eine das sachliche Anliegen völlig in den Hintergrund drängende persönliche Kränkung. Nur dann kann im Sinne einer Regelvermutung ausnahmsweise auf eine Abwägung unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls verzichtet werden. Aus diesem Grund wird Schmähkritik bei Äußerungen in einer die Öffentlichkeit wesentlich berührenden Frage nur ausnahmsweise vorliegen und im Übrigen eher auf die sogenannte Privatfehde beschränkt bleiben”.

Dies als Hinweis für solche, die Else vielleicht mit dem Hinzuziehen von Gerichtsbarkeit nacheifern wollen. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen: Elsässern ist nicht! Und, soviel nur zu dem Geheule über „McCarthy„. Die von Frank Happel aufgeworfene Frage, wem diese Verwerfungen innerhalb der Linken (in  Partei und Gesellschaft) nützen können, ist eine interessante Frage. Aber keine, der man wirklich obsessiv mit irrigsten Unterstellungen nachgehen muss. Das unterscheidet die Wahnmacher von ihren Kritikern. Traurig allerdings, dass für die Urheber der merkwürdigen Handlungen es unfraglich ist, wer hier wen segregiert – und wer fragwürdig handelt.

Musiktipp: Flagge ertränken (FSK)

Querfrontsender rt – Bühne frei für Holocaustleugner, Antisemiten, Revisionisten

Der russische Spaß-Agitpropsender, welcher letzte Woche auf Sendung ging (vorerst nur im Internet), beweist bis jetzt bei der Auswahl an Interviewgästen ein provokantes Händchen: Unter anderem Christop Hörstel, Ken Jebsen, Martin Lejeune, Max Blumenthal -der mit dem eingesteckte Kavallierstuch- wurden bis jetzt von der naiv wirkenden Moderatorin Jasmin Kosubek, gerne im Minirock gefilmt, mal mehr mal weniger aufgeregt und hastig, interviewt. Meist zur bösen westlichen Propaganda gegen Russland, auch mal zum Antisemitismusvorfall im Bundestag – welcher natürlich herunter gespielt wird, und einem antisemitisch Auffälligen die Bühne geboten wird. Udo Ulfkotte war auch schon bei rt auf Sendung und konnte unkritisch hinterfragt seinen Sermon ablassen, aber noch vor Gründung von ‚rtdeutsch‘ bei ‚rt-International‘.

Diese Auswahl an Personen, welche da in gerade einmal einer Woche zusammgekommen sind, wirkt mehr als polarisierend. Alles zusammen stellt eine Kampfansage für Demokraten und emanzipierte Linke dar – für alle, die gegen anschwellende  Querfrontallüren und hiermit verbundene einfachste Antworten auf schwierige Fragen sind. Das Ziel des Senders scheint langfristig die Zersetzung  progressiver ethisch-moralischer Werte zu sein, neben der medialen Verunsicherung, die falsche und übertriebene Informationen stiften können. Nach bisherigem Anschein kann dies der einzige Grund sein, warum dermaßen schlecht zusammengezimmerte ‚News‘ in staatlichem Auftrag gesendet werden. Ob mit der Auswahl der Gäste bewusst provoziert werden soll? Interessant an dieser bisherigen Zusammenstellung ist die  Tatsache, dass all diese Personen auch bisher ‚lose zusammenhängend‘ in dem/den weit verzweigten Mahnwacher- und Querfrontnetzwerk(en) verknüpft sind, letztendliche gemeinsame Verknüpfung dieser Personen stellt das Interesse von ‚rt‘ an ihnen dar. ‚rt‘ berichtete im übrigen bisher auch in sehr langen livestreams von den Friedensmahnwachen ebenso, wie von der Reichsbürgerdemo vor dem Bundeskanzleramt, an der auch Xavier Naidoo trällernd teilnahm. Die losen Verknüpfungen gestalteten sich bisher wie folgt (Verbesserungen werden gerne angenommen): Ulfkotte wird von Jebsen in Gesprächen mit seinem Buch genannt, ebenso wie Hörstel. Alle machen sie Angst vor Demokratie, EU, Wirtschaftskrise – und hetzen vor allem gegen die ‚Atlantiker‘ und deren Beeinflussung. Jebsen kommt in seinen Gesprächen auch gerne auf Martin Lejeune zurück, der zusammen mit Blumenthal und David Sheen Gregory Gysi im Bundestag rabiat bis aufs Klo verfolgte, das ganze filmte und hinterher bei youtube einstellte. Bei der Sendung ‚Der fehlende  Part‘ von rt, welche von Jasmin Kobusek moderiert wird, wurde dieses Filmchen unter dem Titel ‚Gysi-Jagd durch die Augen des Jägers‘ gezeigt, was mehr über die Macher verrät, und die Leute die es gut finden, als dieses Video an Informationen bieten kann. rt möchte wohl einzig polarisieren – und dazu gehört es eben auch, geltende ethisch-moralische Standards nicht nur zu hinterfragen, sondern anzugreifen.

Wahrscheinlich ist es bis jetzt kein Wunder, dass kein schwul/lesbischer Moderator oder Gast in Erscheinung dort trat. Und da dies ja auch eine Sache des konterkarierten Westens sein soll, ist dies wohl auch für die Zukunft mehr als fraglich, Auch die Moderatoren sind scheinbar nach ähnlichem Muster zusammengestellt. Neben der naiven Moderatorin, die scheinbar vor allem ihrem Aussehen wegen den Job bekam, und bei Sätzen mit schwierigem Satzbau nicht richtig vom Teleprompter ablesen kann, hüpft noch die -ebenfalls aus Querfrontzusammenhängen- bekannte Lea Guilieta Frings als ‚Straßenreporterin‘ vor der Linse herum, die -seien wir ehrlich- kaum einen geraden Satz ohne zu übertriebenes und ‚Kind-spielt-Reporter‘-artiges Überbetonen aus dem Mund pressen kann. Und mit ihren szenigen Dreadlocks wahrscheinlich schon ein zu großes Zugeständnis an westlichen Lifestyle ist. Sie ist bekannt von den ‚Friedensmahnwachen‘ in Köln, wo sie auch schon mit sinnbefreiten Sprüchen glänzte. Als bei einer überregionalen Mahnwache in Berlin das SUV eines Co-Veranstalters abbrannt, wurde sie nicht müde zu betonen, dass hieran die Antifa schuld sei, von welcher sie sich natürlich auch flugs distanzierte. Nicht ohne zu betonen, dass sie dort ihr halbes Leben, oder so ähnlich, mitgemacht habe. Auch forderte sie schon Aufklärung für die ominösen chemtrails, von denen sinnbefreite Menschen des öfteren schwadronieren. Bedrohlich an dieser Figur ist, dass sie bisher auch bei der LINKEN aktiv ist – einer Partei, die wirklich mal klar Schiff machen sollte, damit sie wählbar ist. Übrigens bezweifelt sie, dass Ulfkotte, welcher ja gerne die Angst vor Einwanderern schürt, in irgendeiner Weise rechts sei.

Während falsche, bzw. abgefälschte Horrormeldungen zu verkommenen westlichen Werten und westlicher Hetzpropaganda gegen Russland verbreitet werden, betont Kobusek in einer Sendung den für die Behandlung eines Staatsmanns wie Putin nötigen und wichtigen Respekt. Man muss kein ‚Systembüttel‘ oder russophob sein, um die bisherigen Abläufe um diesen Sender fragwürdig zu finden. Bedenkt man, dass rt ein Propagandasender ist, der ‚das angelsächsische Pressemonopol‘, O-Ton Putin, brechen soll, ist höchst fraglich, ob dieses Ziel mit der bisherigen, wirklich augenfällig dämlichen Schiene erreichbar ist. Einer Sache kann man sich aber sicher sein, dieser Sender stiftet Zwist und Verwirrung. Wo keine Aufklärung stattfindet, wird auf jeden Fall Misstrauen und Zweifel gesät, insofern dürfte sich die Abteilung für Agitprop freuen. Auch wenn diese Samen nur auf dem Boden merkbefreiter, ab- und entpolitisierter, und wohl nicht der hellsten Leute gedeihen wird, die sich von der allzu auffälligen, fragwürdigen, alles in Frage stellenden Information mit Matrix-Effekt einlullen lassen. Seien wir gespannt auf die Figuren, welche in der Zukunft noch dort vor die Kamera dort treten werden, um die Querfront-Gegenöffentlichkeit zu beglücken. Wer einen Tipp abgeben möchte, ist zum kommentieren selbstverständlich eingeladen. Ich fange schon mal an: Ich tippe für die nächste Zeit auf Jürgen Elsässer. Vielleicht kommen ja auch noch Willy Wimmer, oder Albrecht Müller von den Nachdenkseiten hinzu, auf jeden Fall der ein, oder andere Protagonist der Mahnwachen. Eventuell musizieren ja auch Konstantin Wecker und Reinhard Mey zusammen auf der Harfe aus dem Bernsteinzimmer.

Wahrscheinlich liegen bei einigen Politikern schon Anfragen auf dem Tisch, mal schauen, wann rt-Interviews den sozialen Frieden so manch einer Partei stören. Bis dahin erfreuen sich allzu Begeisterungswillige und leicht Beeinflussbare an fluffiger Post-Sowjet-Prädiktatur-Propaganda, die die Toleranz stark in Anspruch nimmt. Ich werde bei sowas intolerant. Keine Chance für Querfront-TV!