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Preppernazis im ZDF bei Terra X

Der Neonazi Peter Wörner bietet unter dem Namen Wolfszeit Naturkraft Seminare in Survivaltraining an, aber auch Runenschnitzen und anderer Outdoorfun für Waldnazis ist im Programm.

Peter Wörner, der in einem aktuellen Video des sich so nennenden „Volkslehrers“ Nikolai Nerling auftritt (Nerling besucht ihn auf dessen Einladung!), rühmt sich auf seiner Homepage, gleich mehrmals mit dem ZDF gearbeitet zu haben. Auf seinem Youtube-Kanal Wolfszeit Naturkraft ist auch ein Interview zu hören, welches der BR mit ihm führte.

Peter Wörner nutzt Auftritte im ÖR zur Selbstdarstellung. Das Interview mit dem Bayerischen Rundfunk hat er mit der Art von Bildern unterlegt, welche bei der anvisierten Zielgruppe Angstgefühle auslösen dürften. (Screenshots statt Verlinkungen finden sich am Ende des Artikels.) Gleichzeitig kann er mit seinen Auftritten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk werben, die ihm einen seriösen Anstrich verleihen sollen.

Alles klar beim ZDF und dem BR? Dass man es bei Wolfszeit Naturkraft mit einem speziellen Anbieter zu tun hat, dürfte den meisten nach ein paar Klicks auf seiner Seite auffallen – dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk bedauerlicherweise in mindestens zwei Fällen nicht?

Dieser Fall steht in einer Reihe mit anderen Fällen, in welchen das ZDF direkt oder über Produktionsfirmen mit Querfrontlern oder Neonazis zusammenarbeitete.

Besonders pikant: Eigenen Angaben zufolge arbeitet Wolfszeit Naturkraft auch mit der Bundeswehr und Spezialkräften der Polizei zusammen. Ob Buchungen über etwaige Kontakte in die Truppe erfolgen, über die er als ehemaliger Einzelkämpfer bestimmt verfügt? Spielen Vereine wie Uniter dabei eine Rolle?

Antifaschisten sollten ein genaues Auge auf diese sehr beunruhigenden und bestimmt nicht nur singulären Verflechtungen werfen.

Ob die Schnittlauchtruppe auch Kurse in Runenschnitzen belegte, „Sonnenräder“ baute – oder während dem Training Waffen auf Kollegen oder alte Frauen richtete?

Oder Hunde würgte?

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War die AfD-Konferenz eine Partnerbörse für Youtube-Neonazis?

Frauen sind offenkundig ein so seltenes Gut unter den Voll- und Dreiviertelnazis, dass sie unter ihren Kameraden merklich Aufmerksamkeit und Speichelfluß erregen. Sichtbar wurde dies am Wochenende: Die bei den Kameraden so genannte IB-Lisa, die sich selbst Lisa Licentia nennt, erschien zur AfD-Konferenz der freien Medien. Bekannt gemacht wurde sie durch den auf Mallorca lebenden und ironischerweise gegen Flüchtlinge hetzenden, rechtsextremen Oliver Flesch. Wodurch die Schülerin eines Abendgymnasiums, die sich sogar auf Nachfrage irreführend als „Studentin“ bezeichnet, in kurzer Zeit zu Abonnenten aus seinem Dunstkreis – und also Reichweite kam.

Martin Sellner, bekannt durch eine Geldspende vom Christchurch-Attentäter, stürzte sich natürlich ebenfalls auf sie, die erst vor drei Wochen ihren Youtube-Kanal einrichtete. Und die thematisch mit nichts hervorsticht, nichts für sie zu bieten hat, außer ihrer Weiblichkeit. Das aber reicht den Gestalten vom braunen Rand. Und wo es nicht genügend aktive Frauen gibt, kann ja vielleicht eine aufgebaut werden.

Und nun ist IB Lisa also bei der so genannten Konferenz der freien Medien der AfD im Bundestag gewesen, zu der die blaune Partei lud. Sie wurde, neben Flesch und knapp achtzig anderen, zur Konferenz der freien Medien der AfD geladen, was den am rechtsextremen Rand bestehenden Mangel an weiblichen Gesichtern deutlich macht.

Ihre Anwesenheit bei der Konferenz verdeutlicht zweierlei: Erstens, dass es der AfD offenbar an Gästen mangelte, gerade weiblichen. Zweitens, dass die AfD sich gar nicht abgrenzen kann. Angeblich hat sie ja nichts mit der Identitären Bewegung zu tun, wogegen nicht nur ihre Anwesenheit spricht. Gestern wurde Licentia noch auf dem Youtube-Kanal von Martin Sellner interviewt, der wegen Terrorgefahr nicht in die USA reisen darf, heute ist sie offiziell geladener Gast einer AfD-Konferenz im Bundestag. Eine Youtuberin, deren Kanal knapp einen Monat alt ist. Man sieht, dass weibliche Gesichter in der männlich dominierten Szene sehr rar sind, dass sie sich alle darauf stürzen.

Ihr Thema: Natürlich Flüchtlinge, wegen denen sich deutsche Frauen ja nicht mehr sicher bewegen könnten. Was lustig ist, da sie, anders kann man das nicht nennen, von Altmacker Flesch, dem sie ihre Bekanntheit verdankt, angemacht wird, bei YouTube ist ein Video zu sehen, in dem er sie unmittelbar anbaggert. Frauen, so kann man sehen, sind für ihn und seine misogynen Arschlochfreunde zunächst ein anzumachendes Stück Fleisch und Wichsvorlage – und nicht mehr, ob nun in „der Bewegung“ oder überall sonst. Zu sehen, wie vor Erregung sabbernde alte Säcke sich während einer Konferenz in den Räumen des Bundestag auf eines der seltenen weiblichen Gesichter stürzen, entbehrt nicht einer gewissen Komik – wie auch seine anderen triebhaften Ergüsse.

Die Konferenz wurde von vier Mitgliedern der AfD organisiert, Petr Bystron, Nicole Höchst, Udo Hemmelgarn und Uwe Schulz. Circa 80 Gäste wurden von ihnen geladen. Zumindest eine/r von ihnen – oder ein Mitarbeiter einer dieser Jammergestalten, lud IB-Lisa also ein. Es gibt keine Grenze zwischen der AfD und den Neonazi-Hipstern der Identitären. Die Stars und Sternchen der Nazi-Youtube-Szene konnten den verfassungsfeindlichen und volksverhetzenden Ruf nach Remigration, also Ausweisung von nach ihrer Blut und Boden-Ideologie nicht deutsch Seienden, in den Räumen des Bundestags behandeln – ein Armutszeugnis für die deutsche Demokratie.

In Vorberichten, zum Beispiel in der ZEIT wurde davon gesprochen, dass seitens der AfD „rechtskonservative Blogger“ eingeladen würden. Was für eine untertreibende Umschreibung dies für diese Blase rechtsradikaler bis rechtsextremistischer Rassisten mit Youtube-Auftritt ist, von denen es sogar finanzielle Verbindungen zu vor Gericht stehenden Terroristen gibt.

Braunglas

In Halle an der Saale hat die rechtsextreme und gewaltbereite IB Plakate angebracht – und bei diesem Vorgang offenbar Glassplitter in den Leim gemischt, weswegen Strafanzeige gestellt wurde.

Die IB agiert in Deutschland wie eine Jugendorganisation der AfD, wie in Österreich von der FPÖ.

Hipster-Neonazis, die den wahnhaft antisemitischen Mythen von einem „großen Austausch“ anhängen.

Die IB Deutschland hat ein weibliches Gesicht.

Es trägt Dirndl und Zöpflein – und ist ebenso grottendämlich, wie das braune Narzisschen Sellner es ist. Das dieses Video wahrscheinlich nur deswegen hoch lud, weil es kein braunes Prinzesschen neben ihm geben darf. Dem braunen Publikum wirds schon egal sein. Und für rtdeutsch wird es wohl reichen. Warum sollte sie auch wissen, was wage gap bedeutet.

Sellner: „wage gap?“

Lisa Licentia: mmhhhh…(längere Pause) [stöhnt] ja…(Pause) wie soll ich sagenich bin da neutral gegenüber, sagen wir es mal so.“

Sellner: „Du kannst auch passen, wenn du passen magst.“

Braunes Narzisschen mit Opferneid

„Es ist wirklich eine wahnsinnige Hexenjagd, über die erst die spätere Geschichte gerecht urteilen wird – ist mir aber auch völlig egal.“

(Neonazi Martin Sellner)

Was der irre Martin Sellner seit der letzten Hausdurchsuchung so alles ausstößt, kann amüsieren. Ob seines peinlichen Opfergetues möchte man ihm wünschen, dass der Abgang der Idiotietären sich beschleunigt. Er versprich sich, ergeht sich in narzisstischem Größenwahn und ausgeprägtem Opferneid – und hat Wikingjugend-Strache so gar nicht mehr lieb.

Da müssen sich bestimmt selbst seine Eltern schämen. Die ja bestimmt toootal liberal sind

Klebt Hakenkreuze an jüdische Einrichtungen. Kriegt Spenden von antisemitischen Massenmördern.

Bezeichnet sich als „neuen Dreyfus“.

Kannstedirnichtausdenken

Braune Kumpane

Der Wissenschaftsdarsteller Daniele Ganser, der bekanntermaßen keine Berührungsängste vor Rechsradikalen hat, verlinkt bei Facebook zur Hexenjagd auf „Feliks“ zu dem Blog Conservo, auf dem sich der rechtsextremen und antisemitische Ex-Verfassungsschützers Helmut Roewer auabreitet. (Siehe auch: Wikipedia zu Helmut Roewer.)

Vor Jahren rief er seine Fans auf, den Wikipediaeintrag über ihn umzueditieren, wobei ihm der wirre Biologielehrer Markus Fiedler, Kreationist und Impfgegner, setzt sich auch mal für den sich Volkslehrer nennenden Deppen Nikolai Nehrling ein, half. Im Kulturstudio unterhält er sich mit dem Antisemiten Michael Grawe auch mal über die NWO und den von wahnsinnigen Rechtsextremen phantasierten Bevölkerungsaustausch.

Dass sich Ganser und seine braunen Kumpanen auf ein im Kern antisemitisches Urteil stützen können, dass die Hexenjagd auf Feliks legalisiert, ist erschreckend.

Dass Ganser mit Antisemiten vom rechten Rand zusammenarbeitet, ist dagegen als gewöhnlich zu bezeichnen.

Update: Bei einem Wahnfried der Berliner Tageszeitung muss der Arsch weit offen stehen, dort wird online im eigenen Beitrag ein Prangervideo der Gruppe 42 verlinkt.

„Drecksjude“

Solchen NS-Jargon verwenden nur Antisemiten, politisch Verwahrloste, geschichtsvergessene Gestalten – und offenbar leider auch Menschen, die in einer Facebook-Gruppe mit dem Namen SPD Friedensbewegung (ja, Deppenleerzeichen) als Admins ihr Unwesen treiben (die Facebookseiten Im Klassenkampf sitzengeblieben und GenFM haben bereits darüber berichtet).

Als Beschimpfung gemeintes antisemitisches Wording bildet allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Wer sich das Geschehen dort über ein paar Wochen ansieht, der trifft auf abgründigste völkische Einstellungen, da wird der Nationalsozialismus relativiert, Hetze gegen Lügenpresse, Flüchtlinge, „Antideutsche“, gegen den „Nazistaat Israel“ betrieben, Glorifizierung von in der Ukraine kämpfenden russischen Neonazis nebst Dämonisierung von Ukrainern als Ukranazis, völkische Einstellungen im Allgemeinen und das Hochleben von PEGIDA. Da werden Ursula Haverbeck und der sich Volkslehrer nennende Nikolai Nehrling verteidigt und Angst vor der „Entstehung einer hellbraunen Rasse“ geschürt.

SPD, Deine Probleme nehmen zu, wie deine Mitglieder sich öffentlichkeitswirksam in abschreckenden Vulgarismen ergehen. Fans von aufstehen und Co., Putinisten und Antisemiten spritzen ihr undemokratisches Gift ins Netz und dominieren inoffizielle SPD-Diskussionsgruppen, derer es allein bei Facebook zugegeben viele gibt. Was bei kurzer Recherche zu finden ist, taugt gut dazu, Optimisten das Blut in den Adern gefrieren lassen. Da teilen und verteidigen SPD-Ortsvorstandsmitglieder und Frauenbauftragte, ehemalige SPD-Kleinstadtbürgermeisterkandidaten und Wahlkampfhelfer antisemitisch grundierte rassistische Hetze und glänzen mit völkischer Argumentationspraxis, verlinken rechtsradikale Medien und bezeichnen ihre Parteien, neben -natürlich- den Medien, als gesteuert. Sie treten zusammen mit fragwürdigen Vertretern der putinistischen Friedensquerfront und in deren ‚alternativen Medien‘ auf – und präsentieren in unzähligen Beiträgen, Videos und Kommentaren ihr krudes protoantisemitisches und vor allem rechtsoffenes Weltbild.

Olav Müller, ein SPD-Mitglied aus Offenbach, einst Bürgermeisterkandidat im fränkischen Miltenberg, hält sich für ein sehr wichtiges Mitglied. Und er hat mit seiner Partei ein Problem. Ein so großes, dass er sich in zahllosen Beiträgen in destruktiven Ausmaß über seine Partei ergeht. Bei aller unfreiwilligen Komik, die er aufbietet, offenbart er ein sehr problematisches Welltbild, das offen für nahezu jeden verschwörungsgläubigen Unfug ist. Es vergeht kaum ein Tag, an dem er nicht George Soros für das Übel auf der Welt verantwortlich macht – dieser stecke auch hinter dem Niedergang der SPD und sorge dafür, dass Flüchtlinge ihm den Schlaf rauben. Er bezichtigt seine Partei, sie seie unterwandert. Von wem sie unterwandert sei? In seinen zahlreichen Beiträgen sind die Bösen klar benannt: George Soros, „Antideutsche“, Transatlantiker“. Er sorgt sich um den bösen „Migrationspackt“(!) und durch von Chemtrails kontaminierten Himmel über Deutschland, kumpelt mit rechtsproblematischen, Verschwörungsunfug verbreitenden, der AfD nahestehenden Devisenhändlern rum – wenn er nicht gerade mit AfD-Anhängern öffentlichkeitswirksam essen geht und mit „Ostafrikanern“ redet. Bei den kruden Montagmahnwachen der sich selbst so nennenden Neuen Friedensbewegung war er mehrfach Redner und hätte offenbar gern eine ebenso große Rolle gespielt, wie seine Idole Ken Jebsen oder Daniele Ganser. Das Publikum, welches er mit seinem Treiben anzieht, legt in den Kommentaren seiner Facebook-Seite sein antisemitisches und rassistisches Weltbild dar. Es wird Wahlwerbung für die AfD gemacht und zu rechtsextremen Homepages verlinkt. Und selbstverständlich tritt Müller als Fan russischer Friedenspolitik und nützlicher Idiot auf. Seine Fans und Mitstreiter sitzen aber auch in der SPD-Basis.

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Wenn Olav Müller nicht auf Facebook zugange ist, tritt er als semipopulärer Mahnwachen-Vertreter auch in fragwürdigen, sich selbst so nennenden alternativen Medien wie zum Beispiel Nuoviso auf, wo er als SPD-Insider quasi als Whistleblower verkauft wird. Eine Rolle, die der völlig unbedeutende Olav Müller gern ausfüllt. Nuoviso ist etwas wie der KOPP Verlag zum Glotzen, der sich an ekelrechtes Publikum evenso wendet, wie an vugärlinkes. Ein das Publikum und die Gäste einendes Thema, das wie ein Damoklesschwert über jeder „Gesprächsrunde“ hängt, und eines der Fundamente der vertretenen Verschwörungsmythen bildet, wie auch das der Mitglieder der Facebook-Gruppe SPD Friedensbewegung, ist die protoantisemitische Sichtweise auf 9/11 (wir werden alle verarscht!!!drölf!). Bei Nuoviso war auch der den Nationalsozialismus verherrlichende „Volkslehrer“ Nikolai Nehrling schon zweimal zu Gast. Auch er hängt den wirren Verschwörungsmythen um 9/11 an – und wird, wie bereits erwähnt, in der wahnwichtelhaften FB-Gruppe SPD Friedensbewegung verteidigt. Auch er war bei den Montagsmahnwachen aktiv. Und auch er glaubt daran, dass die armen Deutschen ausgetauscht werden sollen, dass finstre Mächte dafür sorgten, dass arme Deutsche den Volkstod erleiden müssten – und Flüchtlinge als taktische Verschiebemasse diesen Job erledigten. Olav Müller, immerhin stolzes SPD-Mitglied, vertritt dieses antisemitisch-rassistische Schauermärchen offen bei Facebook – wie auch die Frauenbeauftragte Manuela Pilz-Ertl des SPD-Ortsvereins Hamburg Eppendorf und Hoheluft-Ost. Ihre Kanäle bei Facebook, auf denen sie ihr Unwesen treiben, sind neben SPD Friedensbewegung die FB-Gruppen Die 99% Bewegung und Open SPD.

Es ist gut, dass deren Treiben offen gelegt wird – Im Klassenkampf sitzengeblieben haben noch mehr Veröffentlichungen angekündigt. Ein längerer Text dazu, der mehr Erläuterungen, Screenshots und Verlinkungen enthalten wird, wird auch hier in Kürze folgen.