Neues von der Querfront

Eine sich zusammenfindende Querfront wird breiter, es bilden sich sozusagen neue Frontverläufe. Was sich beim Spiegelfechter und den Nachdenkseiten schon längere Zeit ankündigte, ist nun zur Gewissheit geworden. Immer mehr ‚Journalisten‘ und Blogger der vielbeschworenen ‚Alternativen Medien‘ arbeiten aktiv mit Querfrontlern wie Ken Jebsen zusammen. Oder eben mit Autoren vom Kopp- oder Schild-Verlag. Nun in dieser Woche definitv hinzugekommen: Albrecht Müller, Jens Berger, Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf.

Die neueste Stilblüte ist nun ein Interview mit einem Vertreter für Gold, das beim Spiegelfechter zum Thema FED erschien, Eigentlich ja auch keine große Sache, würden Werke dieses Herrn nicht beim Schild-Verlag veröffentlicht, der ansonsten mit braunesoterischen Werken glänzt, sozusagen ein kleinerer Kopp-Verlag.

So kritisch einige (leider nur einige) Kommentatoren auf dem Blog und bei Facebook sich geben, so mimöschenhaft anmutende fallen die Reaktionen der BLogbetreiber aus. Wie genova68 an diesem eskalativen Tag auf seinem Blog (http://exportabel.wordpress.com/2014/11/13/albrecht-muller-vom-querdenker-zum-querfrontler) berichtet, äußerte sich Jens Berger in einer email ursprünglich kritisch gegenüber der Vorgehensweise des NDS-Machers (und Chefs?) – um so auffälliger ist der jetzige Turn.

Während Jens Berger in den letzten Monaten mehrmals eine gewisse Abwehrhaltung gegenüber Jebsenpress beim Spiegelfechter an den Tag legte, schaufelte er in den bei den NDS erscheinenden Videohinweisen gleich mehrere Jebsen-Verlinkungen ein. Herr Karl berichtete ausführlich auf seinem Blog (http://herrkarlsblog.blogspot.de/)

Und als dann am 14.11.2014 besagtes Interview, mit dem Autor Lars Schall geführt, veröffentlicht wurde (der bei solch illustren Magazinen der Youtube-Akademie wie „alpenparlament-tv“ glänzte), scheint es so, als hätten die Herren Wellbrock und Berger sämtliche Berührungsängste, so wie Albrecht Müller, verloren.

„Es gibt Tage, da fühlt man sich als Blog-Co-Betreiber eher so, als betreibe man einen Kindergarten für Verhaltensgestörte. Der heutige Tag zählt dazu. Da gibt sich mein Kompagnon Tom die Mühe und führt mit dem Finanzjournalisten Lars Schall ein längeres Interview und wie reagiert das Publikum? Mit einer infantilen Beschimpfung des Spiegelfechter-Teams…Weil der “böse” Lars Schall sich auch mit 9/11 beschäftigt und das Leitthema des Interviews die FED ist. Und die FED ist(…) ein Thema, mit dem sich nur böse Verschwörungstheoretiker und Querfrontler beschäftigten. Ja habt Ihr sie noch alle?(…)die ersten Schmähkritiken kamen schon wenige Minuten, nachdem das Video online gestellt wurde…Da verwundert es auch nicht, dass die Qualität der Kritik sich auf Kindergartenniveau befindet. Ihr sprecht mit dem bösen Lars, dann lese ich Euch nicht mehr … Von derart ignoranten und intoleranten Lesern möchte zumindest ich nicht gelesen werden(…)Nur kein Widerspruch! Nur keine Debatte! Nur nicht Nachdenken! Und dann immer schön ad personam. Was der Interviewte sagt, wird nicht nicht einmal zur Kenntnis genommen, wenn er in Verdacht steht, mit den Falschen im Bund zu stehen. Nicht Diskutieren, sondern Diskreditieren lautet das Motto. Das ist sowas von arm. Niemand ist gezwungen, das Angebot wahrzunehmen, das wir Euch regelmäßig vorsetzen. Wer es mit seinem “Gewissen” nicht vereinbaren kann, Meinungen und Positionen zu tolerieren, die von der eigenen Position abweichen, der findet im großen Internet doch sicherlich auch Seiten, die besser zu ihm passen. Adieu! Wer es für unmöglich hält, dass man sich Journalisten unterhält, die auch für Medien arbeiten, die man selbst nicht zu seinen Favourites zählt, der soll dann auch bei seinen Favourites bleiben … der Spiegelfechter will nicht dazu zählen. Wir wollen die Debatte! Die Debatte um Themen! Jeder, der hier über Themen debattieren will, ist herzlich willkommen. Der Rest soll bitte schweigen.

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/130955/zwischenruf

Wo zum Beispiel der Blogger genova68, einer der ersten kritischen Kommentare dort stammen von ihm, eine „ad hominem“ – Beleidigung oder einen Vorwurf vom stapel gelassen hätte, das schreibt Jens Berger in dem Anfall von Rabula Rasa leider nicht.

Sein Kompagnon Tom W. Wolf lässt dafür dann bei der Seite Friedensdemowatch (https://www.facebook.com/friedensdemowatch/posts/753210161399909r) seinen Gefühlen freien Lauf: “ Es ist wirklich schön mit anzusehen, wie ihr langsam das Interesse der User verliert („2 Personen gefällt das“). Mittlerweile seid ihr – und das hätte ich vor ein paar Monaten sicher nicht gesagt – die größten Verschwörungstheoretiker im Netz. Und ich tippe mal, dass Ihr Eure Zeit vornehmlich mit Kommentaren und uns bös gesinnten Blogs wie dem guten alten Herrn Karl verbracht habt, statt das Interview zu hören. Ich fühle mich sehr gut damit, mich von Euch distanziert zu haben. Aus Eurer guten Idee ist oberflächliches Gebrabbel geworden.
Herr Karl, du einsamer Mann, hier hast Du mal wieder etwas, das Du zitieren und mit den Deinen kommentieren kannst.Lars Schall würde sagen: Glück auf!Und ich schließe mich dem an.

Ich finde die Reaktionen, die Handlungsweisen der Spiegelfechter und NDS-Autoren verwerflich. Politisch verwerflich, moralisch verwerflich, gemäß der Ihnen zukommenden Verantwortung verwerflich. Es ist ein brandgefährliches Tun, die Querfront aktiv mitzuschmieden, neue Querfronten zu bilden.

Auch wenn sich beim Spiegelfechter in der Kommentarspalte schon länger ein Mob austoben darf – die neuen Ereignisse bilden einen neuen, traurigen Höhepunkt, was die Akzeptanz der Galionsfiguren der Querfront angeht. Auf Einwände mit einem Abwürgen der Diskussion zu reagieren, hierfür aber ‚Diskussion‘ zu verlangen – das sollte jedem auffallen, ist ungehörig.

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8 Gedanken zu „Neues von der Querfront

  1. Kraut

    Das ist primitive Wortklauberei und Kampf um Deutungshoheit die hier im Blogg anzutreffen ist.
    Wenn andere in den Dialog treten wird daraus eine „Querfront“. Dieses seitenlange Geschreibsel ohne einen konkreten Vorwurf ist auch symptomatisch für ….

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  2. genova68

    Ich glaube, du musst irgendwo gegen Ende die Kursivschrift beenden 😉

    Ergänzen könnte man, dass Wellbrock kurz darauf mir komplett zustimmte in Bezug auf Lars Schall und den Verlag, dann aber klar log, indem er behauptete, Schall habe von der Problematik Vogts erst erfahren, als die Zusammenarbeit beendet war.

    Das eigentliche Problem beim SF, das hier zum Vorschein kam, ist nicht einfach der Rechtsrutsch, sondern die Dummheit der beiden: Möchtegern coole Typen, die mit Kritik nicht umgehen können und Kritiker diffamieren. Es sind mit typische Querfrontler, auch soziologisch, insofern ist alles paletti.

    Ich kritisiere mich nur dafür, dass ich solange brauchte, um das zu merken.

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    1. Nazienkel Autor

      Besser spät als nie – und die SF’ler versuchen ja auch ganz gut darüber hinwegzuheucheln. So richtig deutlich wurde es wohl vor allem dieses Jahr. Außer man las z.B. jeden ‚israelkritischen‘ Artikel.

      Danke des Hinweises bzgl. Kursiv – da ist ne Klammer verrutscht 😉

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  3. Konrad Meier

    Ich wüsste wirklich gerne,

    a) was Sie/Ihr unter Querfront versteht
    b) was es bedeuten soll, dass andere Menschen diese vorantreiben
    c) welche Belege ausser der eigenen Interpretation der kritisierten Quellen es gibt?

    Würde mich über eine Antwort sehr freuen!
    Beste Grüße
    Konrad

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    1. Nazienkel Autor

      a) Überschneidungen zwischen links und rechts, welche mitunter bewusst, zum Beispiel zur Bildung einer ‚Volksfront‘ gegen ‚die da oben‘, gesetzt werden.
      b) problematische Einstellungspotenziale, zB beim Lesepublikum, werden so verstärkt und unterfüttert, mehr Menschen verfolgen so gefährliche Denkweisen.
      c) stöber mal in ein paar anderen Artikeln: Diether Dehm oder Wolfgang Gehrcke sind ein gutes Beispiel.
      Gruß

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