Biologismen, Rassismen, NS-Relativierungen – Völkerkunde bei KenFM

„Macht wird nie errungen, um sie wieder abzugeben. Jedenfalls nichts freiwillig. Der Macht ist ist jedes Mittel recht. Auch Begriffe wie Ethik oder Moral dienen der US-Macht in Wahrheit nur dazu, den Gegner, die Konkurrenz, den NICHT-US-Amerikaner zu täuschen und wo immer es sich anbietet, zu übervorteilen…

Ob sich Jebsen denkt, dass Hetze gegen die Bevölkerung des von ihm so empfundenen Imperiums nicht schlimm ist, da er hier in seiner Denke ’nur‘ gegen die USA hetzt?

Die Biologismen, die Jebsen in dem rassistischen, antiamerikanistischen -und auch antiisraelisch-antisemitischem Pamphlet ‚Die DNA der USA‚ anbringt, sind für seine Verhältnisse nichts neues, man muss nicht wirklich überrascht sein. Nicht überrascht darüber, dass Jebsen offenbar -wenn überhaupt, nur in einem eng gesteckten Rahmen lernfähig ist. Dass er, der sich beständig als Keulenopfer finsterer Intrigen und bezahlter Hetze von NATO-Agenten darstellt, nicht in der Lage sein soll, die hundertfach an seinen Hasstiraden angebrachte Kritik inhaltlich zu erfassen.

Seine Ergüsse müssen, bei aller Fülle des schon verhetzten, nicht gänzliche Analyse erfahren – Jebsen arbeitet sprachlich solcherart mit Biologismen, Rassismen und in diesem Zusammenhang vorgebrachten Vergleichen mit Menschen und Staaten, dass schon einige Wortfetzen von ihm zu seiner Disqualifikation gereich(t)en. Ken Jebsen weiß dies bestimmt – und zu deutlich wird sich die Begeisterung der im Ressentiment sich nur allzu gern bestätigen lassenden Krautcrowd in seinem Geldbeutel ausdrücken.

Beides, das vorgebrachte mangelnde Unverständnis, Kritikpunkte in seinem offenbar von Kaffee(?) vernebelten Geist aufzunehmen und zu verstehen, als auch seine unablässige Hetze, verbunden mit (den ja eigentlich von ihm gegeißelten) kapitalistischen Methoden zur Erhöhung des Spendenaufkommens, lassen ihn und seine Community -und vor allem deren Äußerungen-,immer wahnhafter und auch w erscheinen. Sollte der Verfassungsschutz und die Staatsanwaltschaft, z.B. aufgrund von Volksverhetzung tatsächlich ein Auge auf diesen Kanal haben, dann wohlverdient und berechtigt, und es würde endlich einmal wichtige Arbeit erledigt.

„Das westliche Denken, das Denken des weißen, des europäischen und später amerikanischen Siedlers ist bis heute mehr oder weniger vom Ansatz her rassistisch. Siedlerkolonialismus, wie wir ihn heute vor allem in Israel erleben, wurde aus Europa exportiert und schöpft seine Kraft aus der Überzeugung der Siedler, einer Herrenrasse anzugehören. Einer Herrenrasse, die über denen steht, auf die man dort dann trifft.“

Fast keinText, in dem das Objekt der Obsession nicht wenigstens touchiert -und auch mit NS-vergleichender Sprache überzogen- wird. Jebsen fühlt sich anscheinend sicher im Sattel, und so bringt er in diesem Text noch weitere durch die verwendete Sprache transportierte Antisemitismen, NS-relativierender Art an, wenn er gefolgt auf ‚Herrenrasse‚ und noch in direktem Israelbezug von ‚Volk ohne Raum‚ spricht, er also irgendwie rumhitlert. Was er gewiß originell findet. Es ist davon auszugehen, dass Jebsen weiß, was er seinen Fans (dabei ist er das Heißluftgebläse!) schuldig ist:

„Generell gilt: Wenn ein Volk ohne Raum auf einen Raum mit Volk trifft, wird das Volk, auf das der Aggressor stößt, erstmal entmenschlicht. Es wird ihm hinter vorgehaltener Hand abgesprochen, der selben Spezies anzugehören. Unterschiedliche Gesellschaften, die dieses rassistisches Denken verinnerlicht haben, haben einen wesentlichen gemeinsamen Nenner, der sie über sehr viel Gezänk oder Intrigen untereinander hinwegsehen lässt. Mann gehört dem selben Club von Herrenrasse-Ideologen an.“

Die Form von rassistischem Antiamerikanismus und Biologismus, die Jebsen hier mit einer Mischung aus klassischem, sekundären und NS-vergleichenden Antisemitismus anrührt, unter Verwendung von Nazideutschland und den Holocaust relativierender Sprache, ist im wahrsten Sinne des Wortes geschmacklos. Und sie scheint Hass zu beflügeln, wie Kommentare der Fans immer wieder aufs neue zeigen. Wenigstens kann er bei dieser Fülle an wissenschaftlich festzumachenden Ausfälligkeiten nach meinem Dafürhalten getrost als NS- Holocaustrelativierer bezeichnet werden. Die Auszeichnung Antisemit hat er sich schon lange verdient. Und er verteidigt den Titel. Das folgende Zitat stammt aus einem Text von Ende 2013 mit dem Titel „American Gestapo“

„Die sogenannte NSA-Affäre birgt, gerade da Deutschland massiv von ihr betroffen ist und dieses Abhören von Hitler bis Obama reicht, DIE Chance für einen echten CHANGE. In Deutschland(…)Spätestens jetzt, wo sonnenklar geworden ist, dass es echte Freundschaft zwischen einer Supermacht, den USA — die parallel immer noch nach den Regeln einer Siegermacht agiert — und einem Land, das seinerzeit besiegt wurde, der BRD, nicht geben kann, muss die Bundesrepublik aufhören, sich vor der Realität, den Fakten zu drücken.“

Wer seit Jahren, trotz aller Kritik, die wohl erst Recht ihn für die Fangemeinde zum Opfer und Märtyrer werden lässt, solche Sprüche reißt, der hat wohl eine gute, spendenbasierte Einnahmequelle gefunden. Bei den Ausprägungen, die Antisemitismus und Antiamerikanismus in der deutschen Gesellschaft haben, wird Kennie sich wohl noch viele Motoräder und Autos kaufen können, die er sammelt. Er, der ein Leben ohne Überfluss predigt. Jebsen hat das spendenbasierte Geschäftsmodell US-amerikanischer Erweckungsprediger perfekt auf deutsche Verhältnisse übertragen. Der revanchistische und antisemitische Gehalt solcher und ähnlicher Aussagen, die es von ihm wie Sand am Meer gibt, bescheren ihm bestimmt viele deutschsprachige Fans.

Die schon dutzendfach, von Todenhöfer bis rtdeutsch, vorgebrachten grundfalschen Ausführungen zu dem Commission-Bericht des DIA, werden in diesem Rahmen ebenfalls wieder vorgebracht. Ein Armutszeugnis für jemanden, der vorgibt unabhängiger Journalist zu sein, und der doch nur nachplappert:

„Genau genommen sind islamische Terroristen, die sich selber in die Luft sprengen, um den Feind auszuschalten nur Menschen, die nicht genug Asche haben, um eigene Drohnen zu entwickeln. Hätte der IS, der ganz nebenbei eine US-Erfindung ist, Drohnen zur Verfügung, würde man diese den Job machen lassen“

Eine von dem nationalen Erweckungsprediger vorgenommene Gleichsetzung von Whistleblower Snowden mit den Geschwister Scholl ist eine weitere Scheußlichkeit von ihm. Nun, da das ZPS nichts mit ihm zu tun haben will, gibt Jebsen sich ungebrochen widerlich.

„Aus damaliger Sicht waren die Geschwister Scholl wehrkraftzersetzende Volksverräter, und die Attentäter vom 20. Juli 1944 feige Terrorristen, die dem Feind in die Hände spielten, als sie den Führer per Bombe ermorden wollten. Dass wir diese Personen heute als Helden feiern, während wir Whistleblower der Gegenwart, Zeugen von menschenverachtenden Taten jagen wie Hunde, beweist, was die meisten von uns aus dem Zweiten Weltkrieg gelernt haben. Wenig bis nichts.“

Immer wieder die gleichen Provokationen, immer wieder das Bedienen am Vokabular aus der NS-Mottenkiste. Immer wieder das Ins-Spiel-bringen von Israel, selbst bei einem „Die DNA der USA“übertitelten Text. Dieses Verhalten zeugt zum einen von einer latenten Obsession. Zum anderen stehen diese Äußerungen Jebsens exemplarisch für die tiefsitzenden Zusammenhänge zwischen Antiamerikanismus und Antisemitismus, die in der Dämonisierung Amerikas und Israels zum Ausdruck kommen.

„Wir wissen von dem Dauerterror gegen das palästinensische Volk durch unsere Freunde in Jerusalem.“

Statt „Freunde in Jerusalem„, dass zudem nicht die politische Hauptstadt Israels ist, hätte Jebsen auch von ‚jüdischen Freunden‚ sprechen können. Unter Einbeziehung der Tatsache, dass Jebsen hier Palästinenser als Volk bezeichnet, den „Freunden in Jerusalem“ keine Nation, kein ‚Volk‘, aber die biblische Stadt Jerusalem zuordnet, schwingt in dieser Aussage vieles mit, was Jebsen unausgesprochen lassen kann. Die Volte gegen ‚die Juden‚ ist implizit und wird wahrscheinlich viele Fans zufriedenstellen. Die werden schon wissen, wer und was gemeint ist. Durch die offene Formulierung, die revanchistischen und die rassistischen Implizierungen tat Jebsen sich, seinen Fans -und bestimmt seinem Geldbeutel– einen weiteren Gefallen -Ken Jebsen macht mit pathologischem Wahn gut Kasse.

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5 Gedanken zu „Biologismen, Rassismen, NS-Relativierungen – Völkerkunde bei KenFM

    1. Nazienkel Autor

      Einfach gut zugehört. In einem Interview mit Thilo Jung (Jung und naiv‘) sagt er dass er Autos sammle. In der Talkrunde ‚Positionen‘ sagt Ganser ganz smalltalkmäßig, dass Jebsen Motoräder sammle. (Wegen der Zeitmarke kann ich nicht weiterhelfen, da müssen Sie selbst durch;)
      Besten Gruß

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  1. Pingback: Ken in der Karnickelgrube – ‘Geistiger Dünnschiss eines Antisemiten’ Vol. 2 | Erinnerung! – Gegen politische Verwahrlosung

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