Gewohntes von Evelyn Hecht-Galinski

Evelyn Hecht-Galinski kommt heute auf ihrem Blog (Sicht-vom-Hochblauen.de) einem für sie ‚leidigen‚ Thema nach, sie beschäftigt sich (wie immer) damit, warum sie -und ihre Pro-Palästina-Hood – kategorisiert werden, wie sie es in ihrer Ausdrucksstärke und ihrem ‚Wirken‘ kategorisch nahelegen.

Das Pamphlet erscheint ebenfalls bei der (wie sollte es anders sein) schon längere Zeit antisemitisch auffälligen und sich im Nachglühen von Karl Marx sonnen wollenden „Neuen Rheinischen Zeitung“ (NRhZ), die (wie sollte es anders sein) auch beim Blog Spiegelfechter, der im Friedenswinter mitgefroren hat, in der Blogroll steht. Evelyn Hecht-Galinski kasperte bei den Wahnmachern am Rednerpult mit – Ken Jebsen, bei dem der Text auch als Gastbeitrag erscheint, ist ihr Dauerinterviewpartner. Auch er punktet bei der Wahnmacherszene mit markigen Sprüchen gegen Israel und versucht, Antisemitismus zu relativieren – Antisemitismen blitzen bei ihm immer wieder durch.

Auf der Suche nach dem Antisemitismus“ ist der pathetisch und widerwärtig leugnerisch klingende Titel – unter dem es, so will es zumindest Hecht-Galinski, ans Eingemachte geht. In Wirklichkeit offenbart sie hiermit nur eine unappetitliche Schau.

Medienpropaganda“ (wie gut, dass es keine ‚Ikeamöbel-, oder Stöckelschuhpropaganda ist) treibe sie zum Schreiben, sie könne dem „leidigen Thema„, natürlich „dem fiktiven“ (denn Antisemitismus gäbe es ja nicht, nur ‚üble Pro-Israelpropaganda‘) „nicht entfliehen„, zimmert sie zusammen.

Einzig die „Antiputin-“ und „Antirussland“ – Wellen seien größer gewesen (sind Wellen nicht eigentlich höher) als die (jüdische?) „Propagandawelle“, über die sie sich so sehr aufregt, dass der Satzbau (nicht zu sprechen von der Syntax) auch mal verloren geht.

Über die Vorgaben für Mitarbeiter des diplomatischen Dienstes des Auswärtigen Amts bezüglich Aussagen über die Ukrainepolitik echauffiert sie sich. Hier vermutet sie -es ist grotesk- dass „da wohl die ‚jüdischen (!) Hasbara‘ Freunde geholfen haben„.

Es ist nicht wundernswert, wie viele dieser Pro-Palästina-Schreihälse auch für Putin das Maul aufreißen. Ebenso wenig verwundern kann hier noch die paranoide „Hasbara“-Hysterie, hat Evelyn Hecht-Galinski doch bisher schon viele antisemitische Spitzen hingelegt.

Die -in Europa nicht undiskutiert gebliebenen- Aufforderungen des israelischen Staatspräsidenten an jüdische Europäer, wegen blutrünstiger werdender antisemitischer Übergriffe, nach Israel auszuwandern, pervertiert sie mit der Bemerkung Netanjahu wolle „heim ins ‚jüdische Reich’…locken„.

Hecht-Galinski spart in diesem Ergebnis eines Anfalls von Logorrhoe wie immer nicht mit Ausrufezeichen – fast alles ist wichtig, alles wird förmlich geschrieen.

Ein Meister sei er, der „jüdische Staat“, mit der „Ablenkungstaktik„, im „ablenken von“ Affären; Israel ist bei ihr tatsächlich der Jude unter den Staaten, der von Hecht-Galinski immer wieder mit menschlichen Fähigkeiten ausgestattet erscheint als kinderfressender Moloch, der das „Konzentrationslager Gaza“ anlegt – und so manch andere Schweinerei, weil er nicht anders will, veranstaltet.

Hecht-Galinski liefert also wieder Spitzenanschauungsmaterial ab, eine hervorragende antisemitische Präsentation. Ihr Vater, ein Überlebender nicht nur eines grausamen Anschlags, windet sich gewiß in seinem Grab, dass sie, die Alibijüdin deutscher Antisemiten, einmal im Jahr mit Blumen palästinensischer Couleur und einem Besuch von Ken Jebsen vergewaltigt.

Israel sei (ebenfalls, wohl Mehrfachausbildung) ein Meister „juristischer Kriegsführung„, der „nicht-staatliche Akteure immer [!] als Terroristen“ ‚brandmarken‘ würde. Neben der „Judaisierung Jerusalems“ und dem phantasierten Krieg gegen Palästinenser, den Israel ja aus dieser verschrobenen (aber leider verbreiteten) Sichtweise führe, würde so abgelenkt von „Verbrechen“ um den „Zionismus und seine wirklichen Bestrebungen (welche Bestrebungen -Weltherrschaft oder Ganja für alle?) zu „verschleiern“.

Damit ist das Ziel der Ablenkungspropaganda erreicht, alle Welt beschäftigt sich nur noch mit dem Antisemitismus und der Gefahr, der jüdische Bürger in der Welt ausgesetzt sind!

Hecht-Galinski spricht beständig,
nicht nur in diesem Text, nicht von „angeblichen Verbrechen“ des israelischen Staates, sondern eines apostrophierten jüdischen Staates. Und so sind es auch keine ‚Demonstrationen gegen israelische Kriegsverbrechen‚, von denen sie schreibt – sondern „Demonstrationen gegen jüdische Kriegsverbrechen„.

Es ist selbstverständlich auch der von ihr verhasste Staat Israel, der aus ihrer verschrumpelten Sichtweise heraus „jüdische Bürger zu Hassobjekten werden“ lässt – wenn er nicht gerade damit beschäftigt ist, „hauptsächlich arabischstämmige Juden, religiös und zionistisch geprägt“ als „Propagandaeinwanderer“ in „illegalen Siedlungen“ einzuquartieren.

Macht er, der wohl pöhseste Staat dies nicht immer? Nein – in diesem Fall spricht Hecht-Galinski von „jüdischen Israelis„, die in Berlin „einquartiert“ würden. Also, liebe Kreuzberger, passt gut auf illegale Siedlungen auf.

Palästinenser, die letzten Opfer des Holocaust, werden 67 Jahre nach der Staatsgründung Israels immer noch als Nebensache der deutschen Außenpolitik gesehen.

Hecht-Galinski negiert Antisemitismus in Deutschland, einzig „jüdisch-amerikanische“ Organisationen, massenhaft in Berlin residierend, würden ihn riechen. Den „berüchtigten“ Botschafter Israels habe sie sich aufgrund seines Ausdrucks ‚Welle des Antisemitismus‘ „schon einmal gesondert vorgenommen„, wogt Hecht-Galinski empört weiter (und gibt hiermit einen guten Eindruck ihrer Ideenlosigkeit – und wie es zu ihrer dramatischen Artikelüberschrift kam). Dem Botschafter liege daran, „Antisemitismus hoch zuspielen“, da nur wenige jüdische Deutsche nach Israel wollten. Dass es niemals seit der NS-Zeit so viele Juden waren, die Europa aus Sorge verlassen, verschweigt sie; Antisemitismus würde „hervorgehoben, ohne real existent zu sein. Tatsächlich aber ist die Bedrohungslage auch in der BRD groß.

Nicht die Muslime importieren den Antisemitismus nach Deutschland, wie Jens Spahn, einer der besonders eifrigen “Israel-Versteher” der CDU meint, sondern es ist der ungelöste Palästina Konflikt, der Grund allen Übels.

Der von Hecht-Galinski als Ursache für europäischen Antisemitismus genannte Grund sei also einzig und allein der Gaza-Konflikt. Immerhin – sie drückt in ihren Windungen hiermit auch aus, dass Antisemitismus bei durch den Gaza-Konflikt ‚berührten‘ existiert. Ob sie das wollte? Wohl eher nicht. Also gut: Europäischer Antisemitismus: Nein, Israelbezogener Antisemitismus: Ja. Man wird sie wohl hieran erinnern müssen

Auch über den ‚Friedensring‚ von Oslo empört sie sich – wann hätten denn „jüdische Bürger“ ihre Solidarität mit „von Soldaten ermordeten Palästinensern“ gezeigt, sie klagt über die ‚besondere Hervorhebung‘ jüdischer Opfer von Terroranschlägen.

Alles in allem separatistische Antisemitismen satt, die Hecht-Galinski darbietet.

Hecht-Galinskk wirft deutschen und europäischen Politikern, vor allem aber Merkel, immer wieder vor, Palästina zu vernachlässigen – deswegen ruft sie zu „Wahlenthaltung“ auf: Gegen „Anti-Russland-Gesetze“ und ‚aufgezwungene‘ „Palästinapolitik„.

Zur Wahlenthaltung rufen ja auch die anderen Pro-Putinkasper auf, z.B. Hecht-Galinskis Dauer – Interviewpartner, Ken Jebsen.

In einer weiteren widerlichen Wendung gegen Schluss des Machwerks schließt Hecht-Galinski, aus „gemeinsame(r) Verantwortung aus unserer Geschichte heraus, gegen dieses himmelschreiende Unrecht zu protestieren und unsere Solidarität mit den Besetzten und Verfolgten in Palästina zu beweisen.

Abgesehen von den am laufenden Band abgesonderten Antisemitismen sind es gerade sprachlichen Grobheieb, wegen denen man Hecht-Galinski antisemitische Aggression nachsagen kann. Hecht-Galinski sollte zum Examinationssubjekt sich freiwillig erklären, zum Wohle der Wissenschaft – so weltfremd und leugnerisch sind ihre Behauptungen, so absurd ihre Wendungen und Schlussfolgerungen.

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8 Gedanken zu „Gewohntes von Evelyn Hecht-Galinski

  1. Irrelevant

    „Ob da wohl die “jüdischen Hasbara” Freunde geholfen haben?“
    Ja ne ist klar, das deutsche Außenministerium wurde von jüdischen Hasbara-Freunden gekapert. Es lebe die jüdische Weltverschwörung! Der pro-Putinismus der Antisemiten lässt sich ganz simpel erklären. Putin teilt rhetorisch gegen die USA aus, USA= „von jüdischen Zionisten beherrscht“ daher Feind. Somit ist der erklärte Feind (Putin) meines Feindes (jüdisch-zionistische USA) mein Freund sofern ich ein Antisemit bin.

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      1. Irrelevant

        So, jetzt wurde ich beim Spiegelfechter gesperrt. Der Antisemit JoWI darft dort aber weiterhin seinen Antisemitismus ausleben.

        http://vineyardsaker.de/category/saker-auf-deutsch/

        Zitat:
        „Wir alle kennen die Reaktion der AngloZionisten und ihrer Propagandamaschine. “

        Von Anglo-Zionisten sabbert der Saker andauernd, als ich darauf hingewiesen habe und darauf gebeten wurde nicht auf diese dubiose Quelle zu verlinken wurde ich beschimpft.

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      2. Nazienkel Autor

        Der Typ hat dort nicht nur einmal widerlichste Kommentare abgegeben. Und erschreckend selten setzt seinen Antisemitismen, oder den von schwitzig, etwas entgegen.

        Der Mod sperrt gern Kritiker von Antisemitismus. Löscht auch mal seine eigenen Kommentare – verwischt sozusagen Spuren.

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    1. Nazienkel Autor

      Warum sie ihn dann aber diesen Job machen lassen (der verlinkt auch mal zu Jebsen, oder Videos der ‚Wahrheitsbewegung‘)? Kann mir es auch nicht vorstellen, verstehe aber dann nicht diese Duldung der widerwärtigsten Kommentare.

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  2. Pingback: Das Evangelische Bildungswerk und der Antisemitismus: Ken Jebsen am 12.02. in Aachen | Erinnerung! – Gegen politische Verwahrlosung

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