Ken Jebsens Leichenfledderei (Teil 2)

charlie

Der große Wegrelativierer möchte auch auf den Rücken der Toten aus Paris die Antisemitismusvorwürfe gegenüber ihm entkräften – Ken Jebsen twitterte heute einen CharlieHebdoStripe, der sich mit Kritik von Muslimen und Juden beschäftigt. Unter ‚Satire darf alles – wirklich, Charlie Hebdo?‘ baut Jebsen einen impliziten Vergleich mit seiner Causa (also berechtigte Vorwürfe wegen antisemitischer Texte) auf, der Anständigen die Kotze in den Mund treiben muss.

Anschließend twitterte er diesen verschwörungstheoretischen Blödsinn: So..die MUTMAßLICHEN #CharlieHebdo-Attentäter wurden soeben erschossen. Damit können sie nicht mehr befragt werden. Wie praktisch.

Hiermit schafft er erneut eine Analogie zu 911, die er schon in einem –ebenfalls auf den Nachdenkseiten um Albrecht Müller verlinktemText und Video aufstellte. Ken Jebsen trampelt hierdurch offensichtlich auf dem Rücken jedes Toten herum. In gewisser Weise inszeniert er sich hier als Opfer, wie so oft. Er muss es furchtbar nötig haben, so reflexhaft zu handeln, sich mal wieder als ein Opfer zu präsenttieren. Ebenso wie Albrecht Müller und seine Nachdenkseiten-Cheerleader um Jens Berger, wo einmal wieder Jebsens Ergüsse weiterverbreitet, an eine ressentimentgeladene ‚Gegenöffentlichkeit‘ weitergereicht werden – soviel zu Profiteuren des Terrors, es gibt sie wirklich. Apropos, es gibt nun auch eine Spiegelfechter- und Nachdenkseiten-Watchsite. Nötig ist es!

Nachtrag: Auch wenn ‚Leichenfledderei‘ hart klingt, so ist dies ein emotionaler Ausdruck, der diesem unmoralischen und widerwärtigen Verhalten im übertragenen Sinne wohl am nächsten kommt. Wer eine so furchtbare Tragödie für seine egomanischen Spinnereien benutzt, hat bestimmt gehörig einen an der Waffel.

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9 Gedanken zu „Ken Jebsens Leichenfledderei (Teil 2)

  1. Irrelevant

    Von Jebsen nichts neues. Er ist ein Hetzer und begnadeter Verschwörungstheoretiker. Was mir Hoffnung macht: Trotz des unermüdlichen Eifers von Jebsen aka Kashefi wird er wenig ausrichten können.
    Charlie Hebdo hat alle Religionen, Staaten, Politiker usw. aufs Korn genommen. Auch Juden und Israel. Ein Beispiel, für weitere einfach eine Suchmaschine fragen.

    Kashefi hätte statt seiner VTs. auch erwähnen können, dass der Zentralrat der Juden in Deutschland sich gegen Pegida und gegen eine unzulässige Verurteilung aller Muslime klar Stellung bezogen hat.
    Jebsen aka Kashefi hätte auch erwähnen können, dass ein Israelischstämmiger in Berlin Opfer von Antisemitismus wurde, er sich aber klar für Toleranz und Verständnis auch gegenüber Muslimen ausgesprochen hat.
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/jude-in-berlin-angegriffen-jetzt-spricht-das-opfer-a-1011570.html

    Aber Kashefi will nicht versöhnen, er will hetzen und spalten!

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  2. genova68

    „gehörig einen an der Waffel“: das kann man wohl so ausdrücken und es kommt dem Phänomen Jebsen näher als rein rationale Argumentation, denke ich. Jebsen ist vermutlich Narzisst und skruppellos. Den wird man nicht mehr ändern. Aber solche Leute gibt es in allen Gesellschaften. Die Frage ist immer die, wie viele Leute solchen Typen hinterherrennen. Elsässer ist ähnlich drauf.

    Man könnte an diesen beiden Phänomenen auch die neuen Technologien diskutieren. Früher konnten sich solche Leute nicht in Szene setzen, weil ihnen das Medium fehlte. Heute braucht es nur ausgeprägter demagogischer Qualitäten, und schon hast du deinen youtube-Kanal voll. Früher oder später wird diese Diskussion einsetzen, denke ich. Auch schon deswegen, weil beispielsweise der IS ohne das Internet kaum existierte.

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      1. Irrelevant

        Ja, so ist das. Gilt leider für alle „ideologisch Gefestigten“, unabhängig von ihrer jeweiligen Ideologie. Vollkommen aussichtslos ist die Aufklärungsarbeit aber auch wieder nicht, es gibt sowohl bei Rechtsextremisten als auch bei Islamisten oder auch anderen sektenartigen Gruppierungen Aussteiger bzw. solche die irgendwann erkennen dass sie sich geirrt haben.

        P.S. Interessant ist das Jebsen und Elsässer zwar in Bezug auf Juden und Israel „ähnlich drauf sind“, aber aktuell auseinanderdriften. Elsässer hat keine Probleme auch gegen Muslime zu hetzen, Jebsen aka Kashefi dagegen aus verständlichen Gründen schon.

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