Macht durch Wissen 2.0

Diese leicht überarbeitete Version eines ‚Vorgängers‘ soll auf beunruhigende Entwicklungen aufmerksam machen.

Im Vorfeld, und nun auch  im Umfeld, des ‚Friedenswinters‘, ging offensichtlich einigen Personen die Nerven durch. Jens Berger, Buchautor des Bestsellers ‚Wem gehört Deutschland‘, Mitherausgeber des einst angesehenen Spiegelfechters, und Autor der Nachdenkseiten unter Albrecht Müller, gehört hierzu. Er hat ein Problem damit, dass er aus verschiedenen Gründen kritisiert wird. Und das schmeckte und schmeckt ihm nicht. Also nutzte er die Daten, die ihm als Blogger durch die von kommentierenden Foristen hinterlassenen Emailddys vorliegen: Viele Leute sind mit Fakemailadressen im Netz unterwegs, viele Leute geben aber auch ihre mit Klarnamen angelegte Emailadresse an. Und das ist ja auch kein Problem, da nicht mit abgründigen Handlungen gerechnet wird, außerdem wird so ein Dialog möglich gemacht. Normalerweise. Es steht ja auch neben dem Eingabefeld, dass die angegebene Emailadresse ’nicht veröffentlicht‘ wird. Also zum Beispiel nicht automatisch durch das Blogsystem WordPress. Aber dafür im Affekt,  wie nun durch Jens Berger, der sich durch Kritik auf den Schlips getreten fühlt. Oder er nutzte die an ihn gerichteten und niemals beantworteteten Fragemails, in welchen Foristen ihm, oder seinem Kollegen Jörg Wellbrock, ihren Nick und den Klarnamen mitteilten. Oder, noch perfider, griff er womöglich auf die bei ihm wegen privaten Buchbestellungen hinterlassenen Adressen zurück. Dies macht jemand, der sich lächerlicherweise in einem hiernach veröffentlichten Artikel über angeblichen McCarthyismus echauffiert, in welchem er die ‚These‘ Pedram Shahyars vertritt, dass Kritik an den Aufrufen die Folge von McCarthy – Mechanismen sei. Dies begründet Berger mit dem nicht weiter ausgeführten Scheinargument, dass die Friedensbewegung ‚links‘ sei. McCarthy, der neben Edgar Hoover assoziativ für die Jagd auf Kommunisten in den USA zur Hochphase des kalten Krieges steht, nach ihm wird diese Ära benannt. Auch in Deutschland gab es Gefängnisstrafen und Berufsverbote für kommunistisch agitierende und solcher ‚Umtriebigkeiten‘ verfolgte. Insofern ist der Bezug zu McCarthy interessant, impliziert er doch, dass die phantasierte unfaire Ungleichbehandlung der Wahnmacher durch die verhassten ‚MSM‘ (Wichtelsprache für MainStreamMedien) Folge amerikanischer Dominanz sein können. Angesichts der Antiamerikanismen von Pedram Shayhar ist dies implizit. Nun – die Mahnwichtel neigen gerne zu Übertreibungen – und Pedram Shahyar besonders; er phantasiert auch schon mal von Hunderten von Bundeswehrsoldaten, die in der Ukraine im geheimen Einsatz seien.

Dass diese intellektuelle Versteigung Jens Bergers, der sich wohl als Experte für alles empfindet, so lächerlich wie interessant ist, verdeutlicht die bereits geschilderte Veröffentlichung der Klarnamen von Personen, die ihm oder den Vorgängen auf seinem Blog in der jüngeren Vergangenheit deutlicher werdende Kritik entgegenbrachten. Vor allem kritisierten genova68, Herr Karl und Nazienkel unabhängig voneinander antisemitische Auffälligkeiten und Querfrontattitüden. Zum Beispiel, dass auf dem Blog Spiegelfechter ein oft antisemitisch und vulgär antiamerikanischer Mob im Kommentarbereich agieren darf, wie er möchte. Oder unappettitliche Verharmlosungen der NS-Zeit immer mal wieder vorkommen, auch thematisch bei den Nachdenkseiten zu finden. Auch die Vorgänge auf den Nachdenkseiten, mit denen Jens Berger und Jörg Wellbrock verbandelt sind, wurden von den mit Klarnamen der Öffentlichkeit vorgestellten Bloggern kritisiert. Kritik, auch Schmähkritik, war immer sachlich orientiert, nicht ‚ad hominem‘ gerichtet, wie der Aufschneider gerne sagt. Nun, man kann sich mit sachlicher Kritik auseinandersetzen, oder es lassen. Wenn aber offenbar, dies kann die einzige Erklärung sein, kognitive Dissonanzen der Grund des Unvermögens zum Verstehen sind, so ist wohl jeder Erklärungsversuch umsonst – und Duning-Kruger läßt schön grüßen. Die Kritiker, welche -es ist aber auch schlimm mit den anderen Bloggern- ihre Kritik auf anderen Kanälen äußerten, wurden von Jens Berger, da alle feindlich, in einer Gruppe ‚üblicher Verdächtiger‘ zusammengefasst und mit Veröffentlichung der Klarnamen möglichen Bedrohungen ausgesetzt. Es ist ganz primitiv, ein einfach zu erklärender sozialpsychologischer Vorgang. Ebenso, wie die sich daran anschließende Verbrüderung mit den Stammtischlern im Kommentarbereich, mit denen zusammen derBeta-BloggerJens Berger Bezeichnungen als Insekt und Vergleiche mit österreichischen Inzest-Schwermehrfachstraftätern anstellt. Unter anderem wurde das Bild einer unbeteiligten Person gepostet und der Häme ausgesetzt. Bedrohlicher ist der nach Adressveröffentlichung mitschwingende Hinweis, dass man vorbeifahren könne, da ‚um die Ecke‘, da man ’schon immer nach‘ Buxtehude wollte.

Kritik kann er, wie solche Vorgänge zeigen, gar nicht ab, ist er doch selbst schwer damit beschäftigt, mit seinem großen Nachdenkseiten-Vorsitzendem, Albrecht Müller, eine ‚kritische Gegenöffentlichkeit‘ herzustellen. Und kritisch – dies heißt bei ihm wohl, dass andere seine Kritik -und die seines greisen NDS-Chefs- zu übernehmen haben. Aber um Gottes Willen keine Kritik üben. Dann wird er nämlich sauer. Und da er wohl der Meinung ist, dass er das darf, veröffentlicht er fluchs einmal (und ohne Not) die Klarnamen von Personen, deren Kritik ihm aufstößt. Dass hierunter auch welche sind, die ihn neben der angebrachten Kritik tatsächlich für einem guten Journalisten und Blogger halten, geschenkt. Hätten sie ihn halt nicht kritisieren dürfen – er ist es dem Eindruck nach eher gewöhnt, in seinem Forum eine Schleimspur zu sehen.

Wenn bei dem Spiegelfechter im Kommetarbereich geschichtsklitternde Aussagen getätigt werden, passiert und passierte aus Erfahrung leider nichts. Auch nicht, wie vor einigen Tagen geschehen, wenn Russen vermeintlich jüdischer Abstammung rückwirkend der Tod im KZ gewünscht wird. Und wird ein Forist als ‚Jude‘ mit antisemitischen Unterstellungen beschimpft, so ist ihm dies, wird er per Mail darauf hingewiesen, keine Antwort wert. Dafür aber nutzt er, wie geschildert, ‚gewonnene‘ Daten, um kritische Personen ‚mundtot‘ zu machen. Lustigerweise ein Vorwurf, den er selbst gern äußert, z.B. in seinem ‚Zwischenruf‚, indem er sich und andere unfair als „Schmuddelkind“ behandelt darstellt. Übrigens: Dieses Bild stammt  aus einem circa sieben Jahre altem Text Jens Bergers mit dem Namen „Das hässliche Gesicht Israels“. Entdeckt wurde dieser Text erst gestern. Er verdeutlicht eine Sichtweise Jens Bergers, die gewitzte Zeitgenossen wahrscheinlich mit ‚antizionistisch‘ umschreiben würden. Dieses ’nette‘ Bild, welches diesen Artikel hier ‚ziert‘, prangte auch im problematischen Bergertext (der nur einer von mehreren bereits gelöschten zu dieser Thematik war), und ist trotz dessen Löschung noch dort zu finden.

Die Selbstwahrnehmung als ‚Opfer‘ scheint überhaupt eine Grundbedingung für die, auch ideologische, Teilnahme am Friedenswinter zu sein. Opfer sein ist nicht so leicht. Da muss man auch mal zur Tat schreiten, so wie ‚McCarthy-Berger‘. Opfer dürfen ja bekanntlich alles. Und so lästert dann ein Spiegel-Bestseller-Autor mit vermutlich arbeitslosen und gescheiterten Randexistenzen, die sich seine Stammforisten nennen und gerne dabei sind, sich als „mit gelbem Stern“ versehene ’neue Juden‘ zu präsentieren. Aber wenn ein womöglicher ‚Nazi‘ getroffen werden kann, so beteiligen sie sich.

Auch der Moderator des Spiegelfechters glänzte schon durch Mutmaßungen und ‚Untersuchungen‘ zu ebenfalls durch Namen und Emailadddys hinterlegten persönlichen Daten. Und hat er dann Kenntnis über Arbeitgeber und Arbeitsplatz gewonnen, so erbricht er seine paranoiden ‚cui-bono‘-Unterstellungen bezüglich eines gelenkten Kampfes, gegen den Spiegelfechter und die Friendenslämmchen überhaupt, von Seiten EU-finanzierter Projekte, in den Blog seines Arbeitgebers. Fehler wurden übernommen:„…sobald die selbe E-Mail Adresse verwendet wird die auch auf einer Webseite zu finden ist deren Projekte im Widerspruch zu den unter dieser E-Mail Addy abgesonderten Kommentaren steht, deren destruktive Ausrichtung in den Kommentaren für jeden Ersichtlich wurde und diese Organisation deswegen evt. auch noch Fördergelder aus der EU bzw. Bundesregierung erhält, sind die Arten dieser Blog-Aktivität als “Meinungsindustrie” doch noch genauer zu hinterfragen? Wenn es dann auf Stänkerei ausläuft als Erklärung haben wir zumindest einen Anhaltspunkt der dazu dient uns diese Verlogene und angeblich Politisch motivierte Fraktion nicht nur vom Hals zu halten, sondern diese durch und mit deren Ausfällen auch Punktgenau zu benennen und damit zu verhindern, es handelt sich also nicht um Dummschwätzer sondern um bezahlte Statisten.“ Der Moderator dort glänzte auch schon durch das Verlinken von antisemitischen Videos der Wahrheitsbewegung, rtdeutsch-Verlinkungen oder solchen zu Ken Jebsen. Dass souveräner Umgang mit Kritik wohl nicht jedes Ding ist, das ist hieran mehr als deutlich. Auch, dass einige Zeitgenossen unter paranoidem Verschwörungswahn leiden, muss nicht genauer erläutert werden. Dies aber ist ein Beispiel für ein klinisches Stadium. Warum sollen der autoritär und anmaßend auftretende Jens Berger -nur echt mit nachdenklichem Griff ans Kinn- oder der Moderator des Spiegelfechters, auf diesem Blog ‚gewonnenene‘ Daten nicht nutzen? Selber Schuld, so denkt man wohl, wenn die Kritiker so doof sind, und ihre Klarnamen nutzen. Müssen sie ja nicht. Und wahrscheinlich sind ja sowieso alles Auftragschreiber der Kriegshetzer. Wer hochtrabende McCarthy-Vergleiche bezüglich des medialen Umgangs mit dem ‚Friedenswinter‘ anstellt, macht sich mit solch einem Onlinepranger lächerlich. Man könnte auch meinen, da habe jemand von der Stasi seinen Schliff bekommen…aus meiner Sicht offenbart sich hier der autoritäre Charakter.

Vielleicht fährt ja jemand bei diesen lästigen Gestalten vorbei, oder sie fühlen sich eingeschüchtert? Ob er so dachte? Oder ob er denkbefreit in dieser Situation agierte, nur einem Beissreflex nachging? Und – da der Name ja vielleicht nicht reicht, kann er ja von besonders ihn störenden Menschen auch ein Bild hochladen. Da weiß man, auf wen man es abgesehen hat. Lädt auch zum Spott ein – also spottet man mit den ‚Stammforisten‘ am digitalen Stammtisch. Gauck findet er übrigens nicht gut: Die Akten. Das Amt. Die ‚Kriegshetze‘. Aber das ist ja auch ein anderer. Jens Berger kann es besser.  Wären doch alle wie er, oder seine Foristen, die Welt wäre für ihn ein besserer Ort.

Rusting Shells In Our Time (Nocturnal Emissions)   

Songs of Love and Revolution (Nocturnal Emissions)

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2 Gedanken zu „Macht durch Wissen 2.0

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