Die üblichen Unsagbarkeiten

Das folgende wurde geäußert im -angesichts solchen Ausfalls unbestrittenem- Forum der Denkbefreiten, da wo scheinbar Raum für jede Unsagbarkeit ist. Und ich rede gar nicht von ‚pi‚: Schade das er nicht ein paar Jahrzehnte früher geboren wurde, dann wäre mit etwas Glück sein Platz in Dachau oder Buchenwald gewesen. Das ist meine humanistische Meinung, denn so wären viele Menschen die er ermorden ließ, heute noch am leben!Die Rede ist hier übrigens von Chodorkowski.

spiegelfechter antisemitismus

Wenn -gleich, in welchem Zusammenhang- so etwas gesagt werden kann, ohne dass jemand widerspricht, dann ist es ein Indikator, dass es kälter wird…der Zusammenhang, in dem es geäußert wurde lässt auf, zum Friedenswinter passendes, Blitzeis schließen. Nur mal so nebenbei – in Elsässers Blog gibt es übrigens auch einen Forenten namens Wahrsager. Der lässt auch ziemlich ähnliche Sachen vom Stapel…aber dass so etwas dort akzeptiert wird, ist weniger verwunderlich als das hier aufgeführte Beispiel aus verlinkter Quelle.

Nachtrag: Bei den Nachdenkseiten wiederum ist man heute bemüht, einen ausgewählten Leserbrief zu präsentieren, der sich mit Antisemitismusvorwürfen als Konstruktion befaßt. Natürlich wird konstatiert, dass Antisemitismusvorwürfe aufgebauscht würden, um Menschen zu schaden. Wer hätte das gedacht? Über H. M. Broder wird dort gesagt, er habe sich dieses Verhalten „zum Brotberuf erkoren“. Traurig, so etwas – stehen doch in einem Blog eines Mitarbeiters von Albrecht Müller, wie oben gezeigt, traurige Beispiele für Antisemitismus. Und – Henryk M. Broder machte die Antisemitismen des Interviewpartners von Albrecht Müller öffentlich. Aber nein – es muß beständig die Seite des armen, von Antisemitismusvorwürfen geschundenen, Opfers herausgekehrt werden. Eines Opfers, so wie Jebsen eines sein soll.

Zu Verschwörungsphantasien gehören Vernichtungsphantasien rapt die Antilopengang…

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5 Gedanken zu „Die üblichen Unsagbarkeiten

    1. Nazienkel Autor

      PS: Mir fiel fast das Essen aus dem Mund. Man kann ja jede Meinung haben – aber das ist krass. Da wünscht ein Deutscher einem russischem Juden (ich bin mir gar nicht sicher , ob er Jude ist – wäre ja eigentlich irrelevant), dass er mit ein paar Jahren früher noch ins KZ gekommen wäre.

      Ich mag bei so solchen Sprüchen nicht über Möglichkeiten postnataler Abtreibung nachdenken…

      …aber wie schön, dass man sich dort einig ist bezüglich ‚Kampfebegriff Antisemitismus‘. Das ist kein aufgegangenes Saatkorn mehr – das ist eine morsche deutsche Eiche kurz vorm Umfallen! Hoffentlich.

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