Das „antizionistische“ Dreamteam Jebsen & Lejeune (Teil 1)

Nach dem Auswurf der letzten Woche lädt der ‚Möchtegernpolitische-Reporter‘ Ken Jebsen, einer der Protagonisten der ‚Friedensbewegung 2014‘, den sogenannten Pressesprecher der Hamas, Martin Lejeune, ein (1). Ein viel versprechendes Gespräch. Es wird
direkt am Anfang klar: ‚Israelkritik‚ ist mal wieder ein Thema, sowie die immer wieder kritisierte Haltung der beiden von Deutschland zu Israel. Zum Beispiel die Lieferung eines bösen U-Bootes, die Ken Jebsen um den Schlaf zu bringen scheint. Die von Jebsen vorgetragene Vita des Gastes soll dem begeisterten Publikum zeigen: Einer wie Ken, einer der die ‚Wahrheit‘ sagt. Dass der „Wahrheits“-Begriff religiösen Ursprungs ist, wird an der fundamental-obsessiven Art deutlich, wie diese beiden um Aufmerksamkeit bemühten, ihrer vermeintlichen Häresie gegen den Einfluss der üblen Keulenschwinger -natürlich nur aufgrund der Komplizenschaft zu Israel so handelnd- fröhnen. Bei 14:20 kommt es zur „Klo-Affäre“. Lejeune wird hier von Jebsen zum vorbildhaften Reporter salbadert, der da war wo ARD und ZDF nicht waren. Auch das ist bei Jebsen und seinem Gast obsessiv – der immer wieder durchdringende, schlecht hinter ‚Kritik‘ vertünchte Hass auf einen ehemaligen Auftraggeber. Lejeune wird weiterhin mit Karin Leukefeld verglichen, der ehemalige Auftraggeber von Lejeune, der Tagesspiegel, wird im selben Atemzug zum „Hetzblatt“ erklärt. Als Lejeune dort noch arbeiten durfte (als Auftragsschreiber, soviel ich verstehe), war ihm die „Hetze“ wohl egal, solange er nur selbst hetzen durfte.

Das, womit Lejeune schon während des Augusts glänzte, darf er natürlich alles bei Jebsen ablassen. Warum die Hamas eine „Widerstandsgruppe“ ist. Warum Israel ein „zionistisches“, „neokoloniales Besatzungskonstrukt“ ist. Warum die Revolutionsgerichte die Kollaborateure liquidieren durften. Und warum dies gut für deren Familien sei. Hier wird Lejeune auch dem Familienbild aus der Steinzeit gerecht, welches die Hamas pflegt, wenn er vom Mann als dem ‚Ernährer‘ spricht.

Vor allem aber geht es im Interview darum, dass die beiden modisch-bewussten fliegenden Reporter ungerecht behandelt würden. Der böse Mainstream. Der böse Gysi. Die aufrechte Märchenfan-Truppe um Groth und Hänsel. Die beiden „freien Reporter“, die wohl einzig sich so nennen, weil niemand mehr sie noch beschäftigen mag, haben offensichtlich großen Bedarf, sich über ihren so empfundenen, ungerechten Verstoß auszuheulen.

Bei Minute 28:00 wird einmal wieder das Gerücht großen israelischen Einflusses auf die deutsche Medienlandschaft ausgeworfen. Dann kommt auch die Stelle, wo eine schlecht geschauspielerte „kritische Frage“ von Jebsen gestellt wird – das ganze wirkt so offensichtlich geskriptet, dass es einfach nur peinlich ist: Jebsen sagt, dass Lejeune doch auch Verständnis für Israel haben müsse. Hat Lejeune nicht, wunderbar, dann kann man sich bei Minute 31:00 wieder zum Opfer der „Antisemitismuskeule“ reden, die Jebsen, der mit dem Gespräch ja offensichtlich seine Reinwaschung verfolgt, natürlich als Bröckchen hinwirft. Einschüchterung, Restriktion, Willkürherrschaft. Und die deutschen Verstrickungen. Gäääähn. Israel fuße auf Rassismus, Gaza würde kolonialisiert. Der „Widerstand“ der Hamas sei gerechtfertigt. Der große Teil der deutschen Presse „traut“ sich nichts – aufgrund der (natürlich) existierenden „Komplizenschaft“ mit Israel. Jebsen vergleicht dann mal wieder, wie schon im letzten Interview mit Ramsis Kilani (2) geschehen, Israel mit der südafrikanischen Apartheid. Lejeune sondert noch ab, dass er ein Feind der rechtsradikalen israelischen Regierung sei, aber ein Freund von Gaza und Hamas. Kolonialisten und Kriegstreiber (Völkermord) kann er nicht leiden- aber die Hamas ist sein „Freund“.

Und was machen Qualitätsjournalisten?
Sie interviewen Ihre Freunde.

Israel „will“die Palästinenser „ausrotten, vertreiben, vernichten“. Sagt Lejeune bei Minute 43:30.

Bevor es in dem bald fertigen Zweiten Teil dieses Textes etwas tiefgehender wird, möchte ich noch auf den Umstand verweisen, dass diese beiden journalistischen Schiessbudenfiguren auch schon beim Propagandasender ‚rtdeutsch‘ saßen (3), der offensichtlich der Desinformation dienen soll. Lauter exzentrische Menschen reden dort, die alle die ‚Wahrheit‘ kennen. Und natürlich alle vom Mainstream boykottiert würden. Die ‚Wahrheit‘ nicht sagen dürfen. Mal mehr oder weniger auch optisch pomadierte und schlüpfrige Zeitgenossen, so wie diese beiden, die beharrlich sagen, sie seien keine Antisemiten. Aber -bestimmt nicht nur aus meiner Sichtweise- verbal am laufenden Band Antisemitismen absondern…

(1) http://www.youtube.com/watch?v=U0vasaxSano

(2) nazienkel.wordpress.com/2014/11/23/jebsen-rockt-mal-wieder/

(3) https://nazienkel.wordpress.com/2014/11/19/querfrontsender-rt-buhne-frei-fur-holocaustleugner-antisemiten-revisionisten/

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5 Gedanken zu „Das „antizionistische“ Dreamteam Jebsen & Lejeune (Teil 1)

    1. Nazienkel Autor

      Nun ja – für die Folgen müssen die Anständigen Sorgen. In diesem Fall habe ich kein Problem damit, deren Kritikern dieses Etikett anzuhängen. Die beiden sind unanständig, verwechseln ihre Unsäglichkeiten mit nötigen Tabubrüchen.

      Ich frage mich allerdings auch, ob da nicht justiziable Volksverhetzung enthalten ist. Aber wahrscheinlich nicht justiziabel – der Jebsen wird sich einen Anwalt halten. Antisemitismus sollte auch VOR Volksverhetzung strafbar sein. Meine Meinung!

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  1. Peter Pan

    Ich bin soeben auf diesen Blog gestoßen. Finde hier aber leider kein Impressum. Gilt hier nicht auch die Impressumspflicht? Ich würde gerne mehr über den Autor erfahren.

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    1. Nazienkel Autor

      Der Autor heißt ‚Nazienkel‘ und ist Geisteswissenschaftler. Hier gilt keine Impressumspflicht!

      Reicht das?
      Mehr Informationen sind in der Zeit der Onlinepranger leider zunächst nicht gewünscht.

      Der Text zählt.

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  2. Pingback: Udo Ulfkotte bei KenFM: ‘Wir sind eine Kolonie der Amerikaner’ | Erinnerung! – Gegen politische Verwahrlosung

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