Antisemitische Schmiererei am Bahnhof der Universitätsstadt Gießen

Der Bahnhof der hessischen Universitätsstadt Gießen, einst ein wichtiges Drehkreuz für Deportationen. Dieser Brunnen, der dort an einem Seiteneingang steht, wurde damals  bestimmt ähnlich verziert. Tausende Leute laufen an solch einer Scheiße vorbei – und niemand meldet sie? Die verdammte Bundespolizei hat ihre Wache direkt 15m nebenan. Und die Leute von der Deutschen Bundesbahn muss man mit der Nase in die Scheisse tunken. mit der Es ist zum Kotzenfrosch-giesen

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(aus: Tierphilosophie und Ökologie, Bernd Hüppauf)

Die völkische Denke des Ken Jebsen

Die Ergüsse Jebsens zum Putsch in der Türkei bieten das übliche Feuerwerk des schlechten Geschmacks. Blut- und Bodenmentalität dringt ebenso aus seinen Ausführungen, wie auch Autoritarismus und völkischer Rassismus durchblitzen. Flüchtlinge erklärt Jebsen zu ausdrücklichen Waffen, neben der schon bekannten Migrationswaffe, wie auch zu potentiellen Terroristen. Und spricht ihnen so jedweden Individualismus ab; erkennbar nicht nur am  sie gänzlich zum Objekt redenden Sprachgewand.

„Die Türkei ist(…) eines der wichtigsten Werkzeuge bei der Destabilisierung Syriens, einem Land in dem aktuell ein Stellvertreterkrieg diverser politischer Player gekämpft wird. Da haben wir unter anderem die NATO, die Russische Föderation, Sunniten, Schiiten, Kurden, Zionisten, und eine Handvoll privater Terrororganisatione(…)Die Türkei ist ein Pufferstaat wenn es darum geht, syrische Flüchtlinge zwischenzulagern um sie zum Beispiel als Waffe weiterzuverwenden, auch in in Europa.“ [Interview Jebsen mit Willy Wimmer, circa 0:00:30]

Das unterträgliche Geraune des Jebsen, ganz nah an der AfD bedient er rassistische Klischees und Ängste. Flüchtlinge sind danach für ihn in erster Linie keine Menschen, sie stellen taktische Einheiten dar, die das Imperium nach Herzenslust verschieben könne. So, wie die ganze Welt durch das ‚Imperium USA‘ in Gänze kontrolliert würde.  Wer syrische Flüchtlinge zwischenlagern möchte, um sie als ‚Waffe weiterzuverwenden‚, das sagt Jebsen natürlich nicht. Es wird schon irgendwas mit ‚dem Imperium‘ zu tun haben und mit den Zionisten, die sind immer mitgedacht. Machen wir uns zu dieser Gelegenheit gefasst auf Jebsens unerträgliche Leichenfledderei der Anschläge in Deutschland. Was wird er nur diesmal von vergessenen Ausweisen schwadronieren? Was werden die abgehalfterten Inteviewpartner, die Jebsen seine Weisheiten aussprechen lässt, in diversen Youtube-Videos zum Besten geben?

„…irgendjemand wollte vielleicht dass es aussieht wie ein Putsch, es aber kein Putsch ist, um dann Erdogan zu einer Überreaktion zu zwingen…Fakt ist aber, dass die Türkei, wenn es um so entscheidende Fagen in der Geopolitik geht, ja immer auch ein Spielball des Imperiums war…haben die USA ihre Vulkanraketen in der Türkei aufgestellt…die Türkei wurde da nicht gefragt, das wurde einfach gemacht, und was wir im Moment sehen ist ja, dass die Türkei auch ein sehr wichtiger Player ist in der ganzen Geschichte, ähh Russland zerschlagen und mittlerer Naher Osten, das hat Erdogan natürlich erkannt…als ein sehr selbstbewusster Präsident, dass die Türkei ständig benutzt wird in geopolitischen Fragen. Er träumt von einem wieder selbständigeren -ich würde nicht sagen Osmanischen Reich, aber von einem Land, was sich nicht hin- und herschubsen lassen muss. Und so verstehe ich auch stark den Nationalstolz der Türken [1:09:05 – 1:09:27]

So der notorische Dummschwätzer Jebsen mal wieder. Erdogan wollte sich einfach nicht mehr durch das Imperium benutzt fühlen. Alles klar – da entlässt man schon mal zehntausende, und steckt ebenso viele ins Gefängnis. Jebsen hat das volle Verständnis. Mit Volk und Stolz und so – da kennt er sich offenbar aus, mit rumschubsen lassen ja sowieso, das selbsternannte Opfer. Vielleicht möchte Jebsen ja in die AfD Baden-Würtemberg eintreten, die suchen bestimmt noch einen Ersatz für Gedeon.

…wenn man sich die Türkei anguckt, und wenn man sich die Turksprache anguckt ist das ein riesiger Sprachraum, und die fühlen sich einfach rumgeschubst und schauen sich auch mal andere Länder an, wie Saudi-Arabien an, die viel kleiner sind , die viel mehr machen können was sie wollen. Und da entde- da erwacht ein neues Selbsbewusstsein, und damit arbeitet natürlich auch das Imperium.“ [mmm25, circa 1:16:00]

Aber natürlich, es ist nur der antiimperiale Kampf gegen die bösen Unterdrücker USA. Kennt man ja aus anderen Sprachräumen. Die wahnhaften Züge derjenigen, die nationalistischen Verschwörungsideologien anhängen und ein rassistisches Weltbild pflegen, zeigen sich besonders gut, wenn Tätigkeit für das Imperium USA unterstellt wird, ob hüben oder drüben:

Interessant ist, wer sich auf diesen Fall stürzt und plötzlich für mehr Demokratie ist, das sind Türken in deutschland, die aber mehr amerikanische Thinktank-Mitarbeiter sind, wie zum Beispiel Cem Özdemir von den Grünen. [mmm25, circa 1:11:47]

Cem Özdemir sei also Türke, weil der Ort seiner Geburt, Bad Urach, ach so türkisch istDie zusätzliche, behauptete Reduzierung, dass er amerikanischer Thinktank-Mitarbeiter sei, soll die mit ‚dem Feind verbandelten‘ abwerten. Sie, die weder zu Deuzschland, noch zu der Türkei, etwas sagen dürften.Ken Jebsen – das ewig schwitzende Maskottchen der völkischen Querfront, wie es leibt und lebt.

Die rasche Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei, nachdem Erdogan für sich ein neues Amt ersann, und die Inhaftierung oppositioneller Kräfte, ist dem Wanderprediger Jebsen keine Erwähnung wert. Wohl aber seine verschwörungsideologischen Äußerungen, nach denen die USA selbstverständlich auch die Türkei gängelten und unter Druck setzten, wogegen diese sich nun endlich wehren könnten. Realiter möchte Jebsen dem antisemitischen Mob von Erdogan-Fanboys gefallen, die kein kritisches Wort über  Erdogans Türkei bei KenFM möchten. Überhaupt kann Jebsen so nicht nur seine Antiamerikanismen verbreiten, sondern auch den alles katalysierenden  antisemitischen Antizionismus, immer wieder merklich an Jebsens Sprachgebrauch. Er reduziert die Türkei auf die Rolle einer geopolitischen Schachfigur, die einzig als ‚NATO-Vasall‘ agiert habe. Und so ist es auch kein Wunder, dass er simplifizierend Flüchtlinge zu potentiellen Terroristen erklärt.

„…eines ist auch mal klar, die Türkei wird nicht mehr das sein, was sie für viele von uns die letzten Jahre war, ein Staat, von wo wir Gastarbeiter beziehen,..Das ist nicht mehr so, es gab einmal ein osmanisches Reich das hat deutlich länger ääähhh existiert als viele andere Reiche in der Region, und dieses Land kommt zu einem neuen Selbstbewusstsein. Und wenn wir wollen, dass wir mit einem Erdogan und der Bevölkerung auf Augenhöhe reden können, dann sollten wir aufhören abkanzelnd und so herablassend mit ihnen zu reden…meine Empfehung an alle ähh Atlantiker und europäischen Politiker.“ [‚mmm25‘, circa 01:16:35]

Apologien auf Diktatoren ist man von ihm ja ebenso gewohnt, wie das Ansprechen nationalistischer Themata. Blut und Boden trieft hier ebenso aus Jebsens Worten, wie Faszination für einen aufgehetzten Mob. Jebsen und der völkische Nationalismus – ein Land, ein Führer, ein Selbstbewusstsein. Tote, Massenverhaftungen, Umbesetzung des gesamten Justiz- und Bildungsapparates. Für den gedanklich widerwärtigen Jebsen ist das alles keine Silbe wert, Jebsen riecht durch den Blutgeruch hindurch nur ein ’neues Selbstbewusstsein‘. Für starke Herrscher, für die hat Jebsen Verständnis und Symphatie, nicht für deren Opfer.

„…wie man mit der Türkei umgehen kann, denn was ich ständig spüre, äähm wenn – wenn wir auch auf unserem Portal über die Türkei sprechen, äähhm, irgendwas haben wir getan, wir diese Resteuropäer, wie die auch mit den Russen umgehen, wir beleidigen die dauernd, die sind beleidigt, wir…halten das dann für überzogen oder Machotum, ist es aber alles nicht, wir beleidigen diese Völker und andere Völker, und da ist die Türkei ein typisches Beispiel, andere Völker lassen sich das einfach nicht mehr gefallen“. [01:17:05] 

Die Türkei ist ein Volk. Sososo. Und sie hat nach Jebsens Einschätzung keine Lust mehr. Sie sei also beleidigt – und will nicht mehr mitmachen, Russland zu zerschlagen. Das ganze ‚Volk‘. Nein – der Teil, der nicht eingeknastet ist und sich auf eine gute finanzielle Zukunft freuen kann, bgeistert Allahu-Akbar rufend. Der politisch-vulgäre Schwachmat Jebsen, in Gedanken wohl ständig in Vorfreude auf das Heranziehen der Völkerbefreiung aus der anglozionistischen Zinsknechtschaft des Imperiums (oder so ähnlich) hoffend, er wiederholt die gleichen Phrasen, wie sie aus der türkischen Regierung -und von den Erdowahn-Fans aus seiner antisemitischen Klatschspalte- kommen: Nur islamistische Erdowahnfans, die sich zu widerlichsten Gewalttaten gegen eingeschüchterte Wehrdienstleistende mobilisieren lassen, seien ‚das Volk‘. Und das dürfe sich wehren. Bedrohungen werden als von außerhalb kommend skiziert – und damit auch Menschen als gewissermaßen für vogelfrei erklärt. Jebsen und Konsorten machen vor, wie nationalistisch-völkische Verschwörungsideologien funktionieren – und und wer ihnen anhängt. Apropos nationalistisch:

„Und dann sagen wir, das ist Nationalismus…wenn es darum geht die Türkei zu beleidigen, ja, dann ist das so, die sollen sich nicht so haben die sollen erstmal werden wie wir. Das müssen die nicht, das müssen die nicht. Und die türkische Kultur ist eine sehr alte Kultur, und das weiß ich – ich trinke türkischen Kaffee.“ [01:17:35]

Klar. Alles kein Nationalismus, nur der Schrei nach Befreiung einer sehr alten Kultur, eines sehr alten Reiches, eines sehr alten (!) Volkes. Jebsen hat keine Ahnung von der Türkei, das wird aus seinem widerlichen Gerede deutlich, dafür denkt Jebsen sehr deutsch, so deutsch wie Opi, offenbare Rottenmentalität. Wer sonst noch kann sich Jebsen eigentlich mit Koppelschloss und Knobelbechern vorstellen?Da schwadronieren dieser Fatzke und seine Mitstreiter von der völkisch-antisemitischen Querfront beständig von ‚Gleichschaltung‚ durch die ‚Transatlantiker‚, womit dann meist so gefährliche Sachen wie Demokratie und Wahrung von Menschenrechte gemeint sind. Wenn ein Vorgang der Gleichschaltung in Realität ein ganzes Land bedroht, dann sieht der autoritäre völkische Fetischist darin einen Befreiungsschlag. Nationalistisch und protoantisemitisch motivierte Gewaltexzesse werden zum erblühendem ‚Selbstbewusstsein‚ -natürlich von einer ganzen, einer starken Nation, eines Reiches, eines Volkes– umgedeutet. Starke Männer mit Schnauzbärten – und Universitäten ohne amerikanische Thinktanks Zionisten. Und natürlich ohne transatlantische Thinktanks. Das macht ihn wohl ganz nass.




Auch Jebsens Mitstreiter, gedanklich ähnlich gepolt, raunen von „Fremdbestimmung“. Albrecht Müller von den Nachdenkseiten macht dies aktuell an der Kritik fest, die Sahra Wagenknecht –wegen ihres Sirenengesang fürs völkische Lager– aus Teilen ihrer Partei entgegenschlägt. Antisemitismus und Antiamerikanismus wird dort in weiten Teilen gepflegt bis ausgehalten, die rassistischen Implementationen Wagenknechts werden einigen dort jetzt allerdings zu viel. Und so ist es nur logisch, dass Albrecht Müller diese, die es wagen die große Vorsitzende zu attackieren, als fremdbestimmt ansieht, als durch Milliardäre  und US-Kapital umgedreht. Fette Onkel aus Amerika mit dickem Portemoinnaie, die mit ihrer Kohle dafür sorgen, dass die Linke vom Kurs abkommt. Natürlich – wer ist eigentlich Schuld, wenn Albrecht Müller mal Verstopfung hat?

Nur wenn Sie sich in die Lage der Strategen der westlichen Hegemonie versetzen, werden Sie verstehen, was zur Zeit abläuft, um Sahra Wagenknecht fertig zu machen. Es ist naiv, anzunehmen eine solche Planung gäbe es nicht: Wenn Sie Multimilliardär in einem westlichen Land wären, dann würden Sie zusammen mit Gleichgestellten und Gleichgesinnten auch versuchen zu verhindern, dass irgendwo in der Welt fortschrittliche Kräfte an die Macht kommen“  [Albrecht Müller]

 

 

Das Querfrontnetzwerk um die Nachdenkseiten

Es existiert ein Querfrontnetzwerk, bestehend aus mehr oder weniger losen und verbandelten medialen Knotenpunkten. ‚Alternative Medien‚, die sich unabhängig nennen, aber nicht nur inhaltliche, sondern auch personelle Überschneidungen aufweisen, und weit weniger unabhängig agieren, als sie den Eindruck machen. Und wenn man nicht verbandelt ist – so wird zusammen aufgetreten, oder auch nacheinander, in Kampagnen wie ‚Stopp Ramstein‘ zusammengearbeitet, und so Desinformation betrieben und agitiert. Die Verbindungen zwischen alternativen Querfrontmedien, Medien mit starkem ideologischen und inhaltlichen Überschneidungen zwischen als links verstandenen Themen mit solchen vom rechtsextremen Rand, reichen von Personen wie Oskar Lafontaine, Willy Wimmer, Diether Dehm, Daniele Ganser, Reiner Braun, über KenFM und rtdeutsch, bis zu dem rechtsextremen Kopp-Verlag und Jürgen Elsässers Compact, Querdenken.TV von Michael Vogt, Nuoviso, Wissensmanufaktur und der Propagandaschau.

Die Nachdenkseiten, deren Macher sich in diesem eher braunem als rotem Sumpf offenbar wohlfühlen, und deren Ziel die politische Verrohung der Leserschaft sein muss, wähnte man vor Jahren schon immer wieder als ganz unten angekommen. Es wird aber immer wieder aufs Neue bewiesen, zu welchen Geschmacklosigkeiten man dort in der Lage ist. Sie, deren Macher sich aufs heftigste, und vor allem mit einer Hetze gegen ‚transatlantisch‘ gesteuerte ‚Antideutsche‚, gegen angebliche Rufmordkampagnen und Totschlagargumente zur Wehr setzen, bilden mit ihrem Personal ein trauriges Beispiel für gefährlich politische Verwahrlosung , miese journalistische Arbeit – und verschleierte Interessenslagen. Was seit der Ukrainekrise, der Krimannexion und den Kämpfen in der Ostukraine, Standard bei den Nachdenkseiten geworden ist, nämlich das apologetisieren der diktatorischen und aggressiven Politik Putins, wie auch paranoides, verschwörungswahnhafte Gerede von ‚transatlantischem Einfluss‘ und  ‚Antideutschen‘, ist bei den als Partner der Nachdenkseiten bezeichenbaren kleinen und größeren Knötchem im Querfrontnetzwerk, wie Gansers Siper, Sabine Schiffers Institut für Medienverantwortung, Ken Jebsens KenFM, WeltnetzTV von Diether Dehm, Eckart Spoo und Albrecht Müller, oder Putins rtdeutsch, gang und gäbe. -oder es stellt kein Problem dar. Gerade rtdeutsch als Haus- und Hofsender der russsichen Regierung, der vor allem Rechtsextremen und stalinistischen Aluhüten mit protoantisemitischer  Gedankenwelt ein Zuhause bietet und der Desinformation dient, ist hierbei besonders aggressiv. Und dort kommen die Stars der Querfront zusammen. Ob Müller, Ganser, Diether Dehm – all diese Konsorten dürfen bei rtdeutsch, neben Reichsbürgern, AfD’lern und Stalinisten (und oft einem bunten Mix aus den Genannten), ihren Brei absondern. Auch der Nachdenkseitenmitarbeiter Jens Berger lässt sich, wie auch der Chef es tut, gern für rtdeutsch interviewen. Wie auch der Mitarbeiter Paul Schreyer, der auch schon für Compact arbeitete und auf der Bühne stand. Die Aggressivität des Propagandasenders rtdeutsch wird seitens der Nachdenkseiten, zuförderst dem greisen großen Vorsitzendem Albrecht Müller – und folglich auch von den dort ebenfalls erscheinend Adepten Jens Berger und Jens Wernicke mehrmals mit dümmlichem whataboutism und Beschönigungen bestritten. Schenkt rtdeutsch ihnen doch Aufmerksamkeit in ihrem Kampf gegen die Demokratie.

Daniele Ganser, der gern als Verstärker für antiamerikanisches Geraune im Milieu der Gläubigen als Märchenerzähler gebucht wird, und eine bei den Nachdenkseiten oft interviewte Person ist, zu dessen Vorträgen dort verlinkt wird, darf mit Fug und Recht nicht nur als Verschwörungstheoretiker, sondern auch als Querfrontler bezeichnet werden. Als jemand, der nicht wählerisch ist, vor wem er spricht – oder so wählerisch, dass er ein aluhütiges Publikum, das ihm sein Leben finanziert, bevorzugt. Egal von welchem politischen Ufer – und egal, was sein sprachlicher Ausfluss für Folgen beim leicht beeinflussbarem Auditorium haben könnte. Sein Gerede kommt nicht nur bei wichteligen sich Links wähnenden, Stalinisten und Rechtsextremen gut an: er stylt seine Reden auch für diese, bespricht das pseudolinke Stopp-Rammstein-Publikum ebenso, wie zum Beispiel am 17.06.2016 das Publikum der als als Esoterik-Halbnazis bezeichenbaren Vorarlbergern, einem gedanklichen Wissensmanufaktur-Ableger eines Fans von Andreas Popp. Nach Michael Vogt, der als Rassist über das Thema ‚Stabilisierung durch Migrationswaffen‘ referierte, hielt der Truther Daniele Ganser, welcher in der anschließenden Podiumsdisksussion vom Moderator gedutzt wurde, seinen Vortrag ‚Verdeckte Kriegsführung‘ mit anschließender Diskussion mit Michael Vogt von QuerdenkenTV, Rico Albrecht von der Wissensmanufaktur, und Marcel Wojnarowicz von die Bandbreite, der auch mal bei Pegida auftritt. Ob sein Mitarbeiter Jens Wernicke mit am Start war?


Exkurs – Jens Wernicke, kleines Querfrontlicht

Der beim „Friedensinstitut“ Siper als freier Mitarbeiter genannte Jens Wernicke interviewt den Verschwörungsgeschichtlein unter die Bevölkerung streuenden Chef-Esoteriker von Siper, Daniele Ganser. Den der Interviewer auf seiner privaten Facebookhomepage übrigens auch mal als Freund bezeichnet. Und im Interview -bis zu einem Nachtrag des Chefadepten von  Müller, Jens Berger-  sein Mitarbeiterverhältnis verschweigt. Gewiss nicht ungewöhnlich für die Nachdenkseiten, erscheint dort doch auch mal ein Interview mit dem Chef Albrecht Müller, geführt von dem Mitarbeiter Jens Wernicke. Natürlich alles andere als ein kritisches Interview. Und natürlich ebenso kritisch, wie das mit dem anderen Chef. Wernicke hat noch ein paar andere Eisen im Feuer. Während er seine Stipendiatsstelle der Rosa-Luxemburg-Stiftung räumen musste, angeblich aufgrund konträrer Position zur Ukrainekrise und seiner obsessiven Israelkritik – ist er neben der freien Mitarbeit beim als Wissenschaftsclown auftretendem Daniele Ganser zusätzlich als freier Mitarbeiter bei Sabine Schiffers Institut für Medienverantwortung – einem ebenfalls dem Querfrontnetzwerk der Nachdenkseiten zurechenbarem Laden, und einem ähnlich serösem Institut, wie dem von Daniele Ganser. Naürlich führt Jens Wernicke auch mit dieser Chefin Interviews für die Nachdenkseiten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.  Auch für Tommy Hansens free 21 arbeitet wernicke – und für rtdeutsch. Wer nur ein bisschen stochert, der findet den aufstrebenden und gewiss total unabhängigen Journalisten Jens Wernicke auch noch andernorts. So zum Beispiel in einer Publikation, welche Daniele Ganser auf seiner Homepage verlinkt – ist drinnen doch ein mit ihm geführtes Interview. Auch dieses Interview wurde von Jens Wernicke geführt, die Zeitschrift heisst Zeitpunkt. Und auch hier steht Jens Wernicke gelistet, aufgeführt im Impressum, noch mit keiner ‚Firmeneemail‘, sondern mit dem privaten GMX-Account. Die Zusammenarbeit scheint also noch jung zu sein. Ein Mitarbeiter von Zeitpunkt interviewt also jemandem, bei dem er nebenbei auch noch arbeitet. Ganz, wie es der bei Facebookum Spenden bittende journalistische Gigant von seiner Arbeit bei den Nachdenkseiten gewohnt ist.


Das über die im Artikel genannten Figuren und Sachzusammenhänge sich ergebende lose Netzwerk argumentiert vor allem antiamerikanisch, antisemitisch und antieuropäisch. Rassismen, die eher der Rechten zuzuordnen sind, wie zum Beispiel das rassistische Ängste bedienende Gerede von Migrationswaffen, wird auf ähnliche Art ebenso von ‚Linken‘ geäussert und von ‚Linken‘ gefeiert. Dass der ideologische Kitt der Querfront Verschwörungsglauben ist, wird beispielsweise an dem Gerede über ‚Migrationswaffen‘ deutlich, wie es zum Beispiel Willy Wimmer bei Compact betreibt, aber auch Albrecht Müller zieht nach. Cui bono, rufen linke und rechte Querfrontler zusammen, denn jemand muss traurigerweise im Denken solcher Gläubigen davon profitieren, dass Menschen auf der Flucht sind. Ob da vom großen transatlantischen Partner aus Europa geschwächt werden soll – oder wie es die Querfrontpartner vom rechten Ufer erzählen, Europas Bevölkerung ausgetauscht, umvolkt werden soll, wie es besonders wirre Zeitgenossen nennen: Linke, wie auch rechte Querfrontler, suchen den Sündenbock besonders gern bei Amerika, Israel – und deren eingebildeten Verbündeten. Besonders prägnant wird die Kittwirkung ‚Antiamerikanismus und Antisemitismus‘ bei den von Querfrontlern in der Breite vertretenen Ansichten zu 9/11, die einen katalytischen Effekt haben, bei dem sich linke, wie rechte Querfrontler, in der Vorstellung eines von den USA absichtlich herbeigeführtem Unglücks zusammenfinden. Diese Vorstellung bildet für vieleVerschwörungsgläubige, welche genannte problematische Medien konsumieren, die Rahmung, innerhalb der sich das paranoide und protoantisemittische Denken über geopolitische Zusammenhänge abspielt, befeuert durch ‚alternative Medien‚ der Querfront. Warum die Nachdenkseiten als Knotenpunkt im Querfrontnetzwerk, trotz aller dort vertetenen Absurditäten und Hetze, nicht außer Acht gelassen und deren Bedeutung nicht unterschätzt werden sollte, liegt auch in dem Umstand begründet, dass über den netzwerkenden Macher zum Beispiel auch im Jahr 2015 die jetzige Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu den von den NDS ausgestatteten Pleisweiler Gesprächen als Rednerin erschien.

 

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Burghard Bangert alias Burgos von Buchonia vs. Endgame, Pegida & Wjatscheslaw Seewald

Der hier im Text behandelte „Druide“ dürfte der Polizei bereits kein Unbekannter sein. Volksverhetzung und Mordaufrufe sind keine Kleinigkeiten, ob auf Facebook oder VK. Damit solche Figuren ihre wirren Hassbotschaften nicht weiter verbreiten können, sollten sich alle Engagierten bemühen, den Plastikdruiden Burghard Bangert dahin zu bringen, wo er hingehört: In den Knast. Soll er sich dort sein braunes Süppchen kochen! Der verlinkte Blogeintrag bietet genug Informationen für jede Polizeidienststelle – ob online oder offline, eine Anzeige ist schnell gestellt.

Ein Kommentar zur „Schande von Clausnitz“ – aus der Sicht eines Clausnitzers

Diese Gedanken eines Ex-Clausnitzers reblogge ich hier aufgrund der Aktualität. Die Clausnitzer, welche mit dem Mob nichts zu tun haben wollen, dürfen ihn nicht gewähren lassen.

Es ist traurig, dass es an diesen Orten nur vernetzte Nazis gibt. Keine vernetzten Antifaschisten und so verlachten ‚Gutmenschen‘, die sich dem braunen Pöbel entgegensetzen.
Support your local Antifa!

Mein Kommentar zu Clausnitz

– Eine Wahrheit, die viele nicht hören wollen –

Vier Tage sind es jetzt seit den Vorfällen von Clausnitz vergangen. Seitdem gab es unzählige Berichte, landesweit. In sozialen Medien hagelt es an Kommentaren. Ich lese von Empörung und Unverständlichkeit bei nationalen und sächsischen Politikern, bei Menschen in sozialen Medien, ich sehe Anfeindungen gegenüber den Clausnitzer Bürgern, ich sehe Solidaritätsbekundungen verschiedener Seiten, mit Flüchtlingen sowie dem Mob. Ich lese von Freunden, wie sehr sie das Geschehene verabscheuen. Und ich habe das Gefühl, es ist jetzt an der Zeit, etwas zu sagen, das schon lange gesagt werden sollte.
Ich selbst lebe nicht mehr in Clausnitz, aber ich bin noch regelmäßig da und ich habe das Gefühl, es geht auch mich etwas an. Es fällt mir nicht ganz leicht, die folgenden Worte zu formulieren. Sie sind eine unbequeme Wahrheit. Eine, mit der ich und viele andere aufgewachsen sind. Eine, die viele sicherlich nicht…

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Aachen

Das Evangelische Bildungswerk und der Antisemitismus: Ken Jebsen am 12.02. in Aachen

Was machen Journalisten, die ihre Truthereien und Israelobsessionen in einer Jugendsendung beim Öffentlichen Rundfunk auslebten – und wegen ihres fragwürdigen Verhaltens rausflogen? Sie dürfen in Einrichtungen der Evangelischen Kirche ihr fragwürdiges Gedankengut verbreiten und sich dort als Opfer und Lösung stilisieren…

„Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung „Demokratie oder Markt? – Was kostet uns der Casino-Kapitalismus?“ mit Ken Jebsen beginnt am 12. Februar 2016 um 18:00 Uhr im Haus der evangelischen Kirche in der Frére-Roger-Straße 8-10. Sie ist veranstaltet von der Aachener Aktionsgemeinschaft „Frieden jetzt!“ zusammen mit dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Aachen.“ (NRhZ)

Das Ganze soll stattfinden mit dem Evangelischen Bildungswerk Aachen als Mitorganisator: Für Jürgen Groneberg, den Leiter des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Aachen,hat die Veranstaltung eine wichtige Funktion, um in der derzeitigen Diskussion um Krieg, Ausbeutung und die damit zusammenhängenden Fluchtbewegungen Impulse beizusteuern. Der Leiter des Evangelischen Bildungswerkes begibt sich auf dünnes Eis, wenn er ankündigt, einen deutschlandweit bekannten Antisemiten einzuladen, der auch die Diskussion um ‚Flüchtlinge als Migrationswaffen‘ bedient, natürlich von den USA gesteuert, um Impulse zu einer Diskussion beizusteuern, die sich durch Hetze, Desinformation, Instrumentalisierung und das Verschieben von Grenzen des Sagbaren auszeichnet.

Sie wird zusammen mit der Aachener Aktionsgemeinschaft „Frieden jetzt“ durchgeführt, bei der Ansgar Klein herumspukt. Der Leiter des Evangelischen Bildungswerkes hat in seiner Eigenschaft als Organisator auch Bekanntschaft mit Ansgar Klein gemacht. Ob er sich mit dessen Aussagen wirklich eingehend beschäftigt hat? Frieden jetzt – das ist übrigens auch die Bezeichnung von dem rechtsextremen Ableger der Mahnwachen, der sich ideologisch um Jürgen Elsässer gescharrt hat. Die Stadt Aachen  kann sich also freuen, in der richtigen Gesellschaft gelandet zu sein.

Einen Eindruck davon, wie die querfrontigen Aachener Wahnmachenden im Jahr 2014 auftraten, vermittelt dieser Artikel

Ansgar  Klein: „Wir, die alte und die neue Friedensbewegung müsssen uns zusammenschließen, und wir müssen auf weitere Gruppen zugehen, auf umweltbewusste, antimilitaristische, und weitere, am Gemeinwohl interessierte Gruppierungen. Wir müssen gemeinsam eine machtvolle Bewegung entwickeln, gegen das neoliberale und militaristische System. Dieses System, das uns immer weniger Raum für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit lässt. Dass die da oben uns da unten das zutrauen, wird allein schon daran deutlich, dass einige Strippenzieher alles daransetzen, diese neue Bewegung zu diffamieren und zu diskreditieren. Mir liegt am Herzen, über diese Diffamierungen zu sprechen und sie als das zu entlarven was sie sind: Haltlose Verleumdungen. [Menge: Jubelt] Nicht nur viele Medien tun sich da hervor, leider auch immer noch viele Vertreter der alten Friedensbewegung und der linken. Selbst der  Bundesvorstand der linken hat Ende August einen Beschluss verfasst mit dem Titel: ‚Keine Unterstützung der rechtsextremen, antisemitischen und verschwörungstheoretischen Mahnwachen 2014‘.“

Ansgar Klein: „Der Begriff Verschwörungstheoretiker wird in der Regel im Zusammenhang mit den Attentaten vom 11. September 2001 auf das WTC und das Pentagon gebraucht. Diese Attentate mussten bekanntlich herhalten als Kriegsgrund für den Krieg in Afghanistan. Als Verschwörungstheoretiker werden diejenigen beschimpft, die es wagen, die offizielle Version der 9/11-Attentate anzuzweifeln. Dabei müsste jeder, der bis drei zählen kann, die offizielle Version in Frage stellen.“ [Menge: frenetischer Applaus]

Ansgar Klein: „Ich frage Euch, wieviele Hochhäuser des WTC sind nach dem Crash mit den beiden Jumbos in sich zusammengestürzt?“[Menge: „Dreeeeiiiii“] Ansgar Klein: “ Jaaaa! Ihr könnt bis drei zählen, Bravo. Es sind nicht nur die zwei Türme in sich zusammengesunken, in die je ein Jumbo geflogen ist, sondern völlig ohne äußere Einwirkung auch noch ein dritter Turm, das Hochhaus Nummer Sieben des WTC. Und das kommt in der offziellen Version mit keinem Wort vor. Und das ist nur eine der Unstimmigkeiten der offziellen Version. Wer jedoch die offizielle Version der 9/11-Attentate öffentlich anzweifelt, wird gefeuert, wie Ken Jebsen, den der RBB entlassen hat. Anderes Beispiel: Die Bandbreite, die uns mit ihren politischen Songs begeistern, die haben vor sieben Jahren mit ihrem Song ‚Selbst gemacht‘ die offizielle Version der 9/11-Attentate ebenfalls in Frage gestellt. Was ist passiert. Seitdem werden sie in die rechte Ecke gestellt und nicht mehr engagiert. Stellt Euch vor, unsere neue Bewegung würde den Zweifeln an dieser offiziellen Version zum Durchbruch verhelfen: Das darf wohl nicht geschehen. Deshalb wird die neue Bewegung diffamiert und diskreditiert.

Ansgar Klein präsentiert hier, ebenso wie es sein Schützling Ken Jebsen immer wieder macht, in einem Prozess der Selbstviktimisierung seiner Selbst und seiner Mündel, ein fabelhaft geschlossenes, strukturell antisemitisches Weltbild als Immunisierungsstrategie, nach dem jede Kritik gezielte Diffamierung durch die da oben ist. Die von ihm genannten Truther der Bandbreite, die auf keinen Fall rechtsextrem oder anschlussfähig sein sollen, traten zuletzt übrigens auf einer Pegida-Veranstaltung auf und wurden in der Vergangenheit unterstützt durch Dieter Dehm und Klaus Hartmann (LINKE./Freidenker). Es ist also ein klassischer Querfrontwust, der sich formiert hat – und sich in Aachen einfinden wird. Auch rechtsextreme Pegidisten und Endgame-Vertreter sind Ansgar Klein offensichtlich willkomen: Zum letztjährigen Hiroshimatag der Friedensinitiative Würselen war auch Frank Geppert zu Gast, der auch mit dem rechtsextremen Blood&Honour-Mitglied Sven Liebich und Kathrin Oertel verbandelt ist. Beworben wird die Veranstaltung unter anderem durch die „Würseler Initiative für den Frieden“. Einem Verein, in dem sich dubiose Gestalten der Wahnmacher-Friedensbewegung, auf deren Veranstatungen neben Jebsen auch die rechtsextremen, rassistischen, antisemitischen oft als Antisemiten bezeichneten Jürgen Elsässer (Compact-Magazin) und Christoph Hörstel (Ex ARD, Neue Mitte) auftreten konnten, sammeln. Die Personen, welche hinter der Würseler Friedensinitiative stecken, sind auch bei „Frieden jetzt“ organisiert, z.B. der eben zitierte Ansgar Klein, der die Mär von Jebsen als einem Armen, Verfolgten des Imperiums aufrechterhält.

Ken Jebsen, der Mann, der mit dem Hetzvideo Rassistischer Zionismus [siehe Beitragsbild] unter deutschen Antisemiten von links bis rechts Berühmtheit erlangte, hält also einen Vortrag im Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Aachen. Die Veranstaltung wird unter anderem in der NRhZ beworben, deren Macher auch schon mit dem Rassisten Jürgen Elsässer in den Iran fuhren – der in seinem Magazin Compact gegen Flüchtlinge und vor allem die Kanzlerin hetzt  – und nicht nur zu diesem Anlaß über die Toten der niedergeschlagenen Demokratie sich verächtlich machten: Hier wollen Discomiezen, Teheraner Drogenjunkies und die Strichjungen des Finanzkapitals eine Party feiern. Gut, dass Ahmidenedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben.“ Einer, der ebenfalls mit in den Iran fuhr, war Gerhard Wisnewski, der noch vor wenigen Wochen bei Ken Jebsen, dem Stargast vom 12.02., reden durfte, nachdem er beim Querdenken-Kongress des rechtsextremen Michael Vogt über Migranten als Waffe sprach – und der Ende Januar noch die neue Ausgabe der rechtsextremistischen, rassistischen Compact vorstellte. Ebenfalls bei der lustigen Iran-Reistruppe dabei waren Elias Davidsson, Jürgen Elsässer und Gerhard Wisnewski, alles ehemalige Interviewgäste von Ken Jebsen. Und auch Elias Davidsson ist, wie auch Ansgar Klein, mit der Aachener Mahnwache verbandelt. Elias Davidsson ist, wie Ansgar Klein, ein Truther, dessen Sendungsbewusstsein bis in ein als ‚links‘ begreifendes Milieu hineinreicht. So erscheinen seine Ergüsse zum Thema 9/11 dann auch bei Ossietzky, unter anderem herausgegeben von Eckart Spoo und Ulla Jelpke (LINKE).  Eckart Spoo macht unter anderem mit Dieter Dehm und Albrecht Müller von den Nachdenkseiten auch das kremlinhaft beeinflusste Videoportal Weltnetz. Als Mitveranstalter kommender Veranstaltungen im Bildungswerk Aachen, ebenfalls eingebettet in die ‚Friedenstage‘, wird bei der Kritischen Aachener Zeitung die Arbeiterfotografie (die identischen Kräfte, wie hinter der Neuen Rheinischen Zeitung: Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann) genannt, die ebenfalls an der Veranstaltung mit Ken Jebsen teilnehmen wollen. Auf diesem Flyer für Frieden jetzt wird sogar die Arbeiterfotografie als Mitorganisator der Veranstaltungen mit Mausfeldt und Rügemer aufgeführt.

Aachen

Das Aachener Erwachsenenbildungswerk also lässt jemanden einen Vortrag in deren Räumen abhalten, der auch mal Flüchtlinge als Migrationswaffen bezeichnet. Der ungeniert aus dem Ruf als Antisemit ein Geschäft macht. Der als nahezu steuerfreies Einkommensmodell von den Spenden der verwirrten Fans lebt. Der mit der gerichtsfest als Antisemitin bezeichenbaren Evelyn Hecht-Galinski zusammenarbeitet.

Es reicht nicht, von Erinnerung zu reden, an ein Wachhalten der Erinnerung zu gemahnen, wenn in der Alltagspraxis diese Mahnungen keinen Wert haben. Keine ethischen und moralischen Grundsätze das Handeln bestimmen. Ohne Auswirkung auf das Handeln bleibt alles Gerede von „Erinnerung“ eben nur das: Gerede. Die Aachener Kirche will also in diesen angespannten Zeiten solche Leute in ihr Haus lassen? Menschen, deren Geschäftsmodell auf Hetze und der Verdummung von  Menschen beruht. Die den Lügenpressemythos, die Dummheit und das Ressentiment bedienen. Die pauschal ‚die Eliten‘ als Schuldigen für alles und jeden bezeichnen. Die Friedensinitiative aus Würselen, welche als Veranstalter aufschlägt, besteht aus Kräften, denen friedliche Absichten fern sind. Frieden wird hier instrumentalisiert: Es werden monokausal solche benannt, die an Krieg Schuld seien. Und das ist laut diesen Leuten denkbar einfach und denkbar einseitig. Amerika, Israel, die Zionisten, der Westen, die Transatlantiker, ‚Gutmenschen‘. Was ist mit der Evangelischen Kirche Aachen, was ist mit dem evangelischen Erwachsenenbildungswerk Aachen los?

Dass die Kirche, die traditionell Themen wie Frieden, Gerechtigkeit, Abrüstung beackern möchte, sich hierfür auch mit Initiativen zusammensetzt, welche solche Ziele verfolgen, liegt auf der Hand.  Sie sollte allerdings ihre Partner mit stärkerem Bedacht wählen. Es findet keine Auseinandersetzung mit den Personen statt, welche im von den Co-Organisatoren gesteckten Rahmen referieren.  Dass die Evangelische Kirche in Deutschland, kurz nach dem Holocaustgedenktag, eine Veranstaltung mit einem der bekanntesten, das antisemitische und antiamerikansiche Ressentiment unter die Leute bringenden Verschwörungsideologen Deutschlands durchführen wird (dem auch wegen antisemitisch auffassbarer Äusserungen gekündigt wurde – und der sich seitdem als Opfer aufführt), ist starker Tobak.  Christlicher Glaube und Antisemitismus – zwei Dinge, die in Deutschland nicht durch die Institution Kirche miteinander verbunden werden sollten. Genau dies aber geschieht hier. Noch zusätzlich aufgeladen durch die mit dem Namen des Trägers zu erwartende ‚Bildung‘.

Am 12.02.2016 wird im Bildungswerk Aachen also einem eitlen Selbstdarsteller Raum geboten, jemandem, der eifrig Desinformation betreibt – und sich mit seinen antisemitischen und antiamerikanischen Denkfiguren gezielt an Kinder und Jugendliche wendet. Diese Veranstaltung soll der Auftakt zu einer ganzen Serie werden. Wenn solchen Figuren eine Bühne im so genannten Erwachsenenbildungswerk geboten wird, so wird nicht nur der Zweck eines der größten Bildungsträger in Deutschland ad Absurdum geführt. Jebsen und den anderen, fragwürdigen Gestalten, wird so der Anspruch eingeräumt, dass sie Bildung vermitteln könnten. Dass dort etwas zu lernen sei. Dass sie, wie von Jürgen Ronneberg zu dem Jebsen-Vortrag angekündigt, „wichtige Impulse“ zu aktuellen Diskussion setzen könnten. Das Gegenteil aber ist der Fall: Jebsen pauschalisiert und vereinfacht, ist antisemitischen Deutungsmustern verfallen und grenzt sich nicht von Rechtsextremen und Rassisten ab; so trat er unter anderem bei der PEGIDA-ähnlichen Veranstaltung „Wir sind Deutschland“ auf. Sein einziger Beitrag zur Flüchtlingsdebatte ist mit dem Wort Migrationswaffe und den Rassisten, welche in seinem Format sprechen dürfen , (zum Beispiel Gerhard Wisnewski) ein Benzinkanister. Sein Programm besteht aus einer Aneinanderreihung wirrer Phrasen und unrichtigen, von ihm so genannten Fakten. Wahres und Falsches in Kette gereiht. Er bedient den Lügenpressemythos.

Die Aachener Antifa thematisierte den geplanten Vortrag bereits am 01.02.2016.  Auch Otmar Steinbicker und Jutta Ditfurth haben schon hierüber informiert. Involvierte Kirchenvertreter, bzw. Vertreter/Veranstalter des Evangelischen Bildungswerkes Aachen wissen Bescheid, können sich also nicht durch Unwissenheit herausreden. Dass diese Veranstaltung dennoch weiterhin stattfinden soll, sollte unglaublich sein. Ist es aber nicht. Das Evangelische Bildungswerk Aachen ist weiterhin interessiert an der Veranstaltung und bezieht sich auf ‚Meinungsfreiheit‘ und die Möglichkeit der Information. Dies bezieht sie auch auf die kommenden, ebenfalls im Rahmen einer Kooperation mit den Wahnmachern aus Aachen von „Frieden jetzt“ stattfindenden Veranstaltungen mit Werner Rügemer und Rainer Mausfeldt.

Herrscher und Vasallen
8. April 2016, 19 Uhr
Aachen, Haus der evangelischen Kirche
Hören Sie den Vortrag von Dr. Werner Rügemer, Publizist und Referent aus Köln, über die schrittweise Eroberung Europas seit dem ersten Weltkrieg.

Der zu Hetzartikeln gegen Amerika und Israel neigende Werner Rügemer (~die USA sind der Kettenhund Israels~ so sagt er) darf dann zwei Monate später am selben Ort eine Veranstaltung mit dem Titel ‚Herrscher und Vasallen‘ führen. Wer die Ergüsse von Rügemer, die NRhZ und die Arbeiterfotografie kennt, der weiß, wer für die Clique dort Herrscher, und wer Vasall, ist. Das arme, besiegte, besetzte Deutschland – und die bösen, finsteren, imperialistischen USA. Eingebettet in den Rahmen, dass es seit dem ersten Weltkrieg nur um das Darniederhalten Deutschlands ging, darf Rügemer also in kirchlichem Umfeld die Mär vom Opferdeutschland und dem bösen Westen, also den ‚imperialistischen USA‘ spinnen. Und vom bösen Israel natürlich: „“So bedeutet die Anerkennung des Existenzrechts Israels die Anerkennung eines zusätzlich gefährlichen Vasallenstaates, der als Kettenhund der westlichen Mächte noch eigene und unkontrollierbare Strategien verfolgt“ (Rügemer). Werner Rügemer steht wie die anderen hier genannten Personen ebenfalls zu KenFM in Beziehung.

Das Treiben des Evangelischen Bildungswerks zu Aachen bedeutet vor dem aktuellen sozialpolitischem Hintergrund nichts anderes, als das Spielen mit Feuer an einer Zündschnur. Ob auch die Kirche mit Hilfe Ken Jebsens ihre ‚Klickraten‘ vergrößern möchte? Anzapfen können die vulgären Antisemiten rund um Ken Jebsen, Werner Rügemer und die NRhZ jedenfalls neues Publikum. Publikum, welches durch den seriös daherkommenden Austragungsrahmen in kirchlichem Umfeld eventuell darüber weggetäuscht wird, dass hier die Crème de la Crème der selbsternannten Antizionisten und völkischen Antikapitalisten auftreten wird. So wird diesen Gestalten, die ihr Dasein unter anderem durch Spenden und die politische Unaufgeklärtheit ihrer Opfer fristen, neues Publikum vermittelt. Das Evangelische Bildungswerk Aachen macht damit einem anderen Glauben als den, der in  Kirchen eigentlich Raum haben sollte, Platz, nämlich dem an die böse Elite, des einen alles unterjochenden Prozents. Es öffnet sich wirren Verschwörungsideologen und Verschwörungsgläubigen, Antiamerikanisten und Antisemiten. Geschäftemachern, die es sich von den Ängsten und Ressentiments ihres Publikums gut gehen lassen. Und dies alles im Rahmen von Veranstaltungen, die angeblich dem Frieden dienlich sein sollen.

Aachener, evangelikale Christen – Menschen überhaupt – sollten sich fremdschämen!

Jutta Ditfurth: „Das illustriert die „Luther-Dekade“, in der keine Auseinandersetzung von Seiten der Evangelische Kirche mit dem glühenden, mörderischen Judenhass ihres Kirchengründers Martin Luther zu vernehmen war. Er hatte in seinen Werken zu Pogromen, zum Niederbrennen von Synagogen, zum Aufschlitzen der Kehlen jüdischer Gelehrter (seiner Konkurrenz) aufgerufen.