Spaß für Verschwörungsgläubige – Lisa Fitz & Co. in der ARD

Als das Wutbürgerpublikum im letzten Jahr Uwe Steimle alias Günther Zieschon verlor, der es verlässlich mit Rassismus, rechtslastiger Renitenz und reichsbürgerlichen Narreteien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk erfreute, war die Langeweile glücklicherweise nur von kurzer Dauer. Stehen doch genug andere Spaßkanonen an, die das Ressentiment auf die Bühne bringen.

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In einem Beitrag für das Kabarettprogramm „Spätschicht“, der in der SWR-Mediathek unter dem reißerischen Titel „Profiteure der Angst“ zu finden ist – und bei dem SWR-eigenen Youtube-Auftritt unter dem nicht weniger Aufmerksamkeit von Aluhüten heischenden Titel „Profiteure der Corona-Angst“ und „Fitz über Gates“ eingestellt wurde, darf Fitz, die auch mal in der Neuen Rheinischen Zeitung Grußbotschaften an Ken Jebsen und seine Fans verfasst, anlässlich der Corona-Pandemie ein antisemitisch konnotiertes Klagelied anstimmen:

„Wir lasssen uns verscheißern, dass es kracht, das ändert sich auch nicht, denken Sie, da ist jetzt irgendwas anders? Und dann immer wieder Bill Gates, überall taucht der auf…der hat neun Minuten in den Tagesthemen bekommen…da wird sogar die Kanzlerin zum Lemming (…) am 18. Oktober 2019 hat der einen Event gemacht, der war von und mit Bill Gates…von ihm, mit ihm bezahlt, was weiß ich, da hat er ein Szenario entworfen, von einer Pandemie – und zwar durch einen Coronavirus. Und hat empfohlen Punkt vier Impfungen.  Es ist [lacht] ein Schelm, wer böses dabei denkt, gell? Und da hat er natürlich, ich weiß nicht, ich fands so hellsichtig, ich finde das toll, da hat der im Oktober gewusst,  nein, tschuldigung, gewusst – geahnt, dass da  im November da dieses Virus rausspringt. Und jetzt weiß ich natürlich auch, warum der so reich ist, der Bill, er ist Hellseher. Hellseher und er ist Philantrop, also Menschenfreund, da gibts ja einige. Er hat wirklich Geld gespendet, also eigenes Geld und zwar viel Geld gespendet an viele Menschen, zum Beispiel an den Spiegel [lacht] ein neues Projekt gesponsert, dann an die Zeit, ich glaub 300.000 Euro oder so, dann, ähm, die Springerpresse hat auch Geld bekommen. Und an die WHO natürlich…da hat er gespendet, äh, die ist dann natürlich nicht mehr ganz neutral, weil, wes Brot ich ess, ne? [04:24 Minuten] Aber bei der WHO ist das schon wurscht, weil die WHO wird zu 80% von Privatfirmen und von Pharmafirmen gesponsert, ist ein Wahnsinn, gell? Jetzt oder nie, Kohle durch Pandemie! Mir fällt da immer – das Lebensmotto der Insekten fällt mir da ein, das heisst: kann ich es fressen, oder frisst es mich? Zeitgeschichte sagt man, Zeitgeschichte [ähhm] ist Geschichte, die noch qualmt. Und deswegen mag ich unseren Beruf so gern, weil der Spaß, der ist das Loch, aus dem die Wahrheit pfeift. Und Spötter werden ja später oft zu Propheten, hat Shakespeare schon gesagt. Und, meine Freunde, vergesst nie, es ist schwerer, jemanden hinters Licht zu führen, wenn es ihm einmal aufgegangen ist. [Lisa Fitz, SWR-Spätschicht]

Wir fassen zusammen und übersetzen: Der böse Bill Gates, der die Kanzlerin, die WHO und die deutsche (Lügen-)Medienlandschaft mittels Spenden kontrolliert, wusste klarerweise schon im Oktober 2019 von der Pandemie – und schefelt damit Kohle, so wie andere „Philantrophen“ auch – George Soros lässt grüßen. Die hehre Kabarettistin und Prophetin aber verkündet die „Wahrheit“, auf dass das Publikum erwache. Antisemitisches Dog-Whistling in der ARD.

Beschrieben wurde das Video vom SWR beim Youtube-Auftritt übrigens mit: Lisa Fitz bleibt auch in trüben Zeiten gewohnt kritisch. Wer profitiert und verdient eigentlich von der Corona-Krise? Dazu macht sich Fitz exklusiv in der Spätschicht einige Gedanken.“

Im SWR steht der Lackschrank also weit offen, dafür exklusiv. Im WDR hingegen wurde Fitz in der Sendung Kölner Treff in der Vergangenheit wenigstens mit ihrem Geraune konfrontiert, konnte sich aber trotzdem als Opfer darstellen und ihre antisemitisch gewürzten Weisheiten präsentieren: „Die Rothschildbank besitzt von ich glaube 130 Ländern die Zentralbanken.“ Viel Glaube – wenig Ahnung, das Kennzeichen von Antisemitinnen.

Dass Lisa Fitz überhaupt noch im öffentlich rechtlichen Rundfunk auftreten darf, ist spätestens seit ihrem in oben genannter WDR-Sendung angesprochenem Lied „Ich sehe was, was du nicht siehst“, das auch im Duett mit Xavier Naidoo gesungen werden könnte, ein Skandal.  In einem Interview mit Heiko Schrang schüttete Fitz ihre krude Weltsicht aus, ihr Liedchen feierte dort Aluhut-Premiere.

Lisa Fitz gehört zu der Kategorie Menschen, die ganz PEGIDA-like verkünden, „man darf ja nix sagen“. Um dann im öffentlich-rechtlichen Rundfunk auftreten zu können, antisemitischer Dreck aus ihrem Mund hervorquellend. Um hierfür auch noch Geld zu kassieren. Das von Heiko Schrang geführte Interview mit ihr, dass den Programmverantwortlichen ebenso wie ihr antisemitisches Liedlein nichts bedeutet, ist passenderweise betitelt mit „Man darf ja nix sagen“. Leider darf Lisa Fitz ganz offenbar alles sagen – und auch überall, ohne dass die ARD Konsequenzen zieht. Sie kann ihre als „Spaß“ getarnte Hetze auf die große Bühne bringen.

Wenige Tage nach dem Interview mit Schrang machte Lisa Fitz übrigens in einem weiteren Interview (mit Dirk Müllers cashkurs.com) ihre sekundärantisemitische Denkweise deutlich:

Das Verhältnis, ähhm, dieses absolut gestörte, von…von Deutschen und Juden aufgrund ihrer Geschichte, es wäre besser wenn wir mehr, wenn wir uns, ääähm, wenn wir uns auch annähern würden, auch in der Kritik, ob das – wir müssen ja auch Selbstkritik ständig üben, das wird von uns verlangt, und das heisst, ähhm, dass das auch von der anderen Seite irgendwo ähhhm, nicht nur, wie soll ich sagen, dass die andere Seite auch mit uns sich mehr unterhält, dass man sich mehr ehrt, dass man mehr wieder weiß was ist der jüdische Glaube, was denken jetzige Juden in Deutschland, wie kann man weitermachen, dass diese jetzige Spannung auch mal rauskommt.

Diese Juden können aber auch einmal Selbstkritik üben, sonst kommt die Spannung nie raus? Fünf Minuten nach diesem sekundärantisemitisch lesbaren Ausbruch, bringt Lisa Fitz zur Erklärung über ihre „Erwachtheit“ die bei esoterisch gestörten Wahnmachern immer beliebte Matrix-Analogie an, sie ist in der Sprache der Neuen Rechten „redpilled“. Aber, hey: sie hat den Film irgendwann kapiert.

„Also das ist bei mir ein innerer Trieb das zu hinterfragen, ich muss, vielleicht hört das wieder auf, aber das ähhhm, ich bin, ich hab, es gibt ja das mit der roten und der blauen Pille aus Matrix, es war glaube ich die rote, wo man da nicht mehr zurück kann, ich hab den Film auch dann ähhhm irgendwann kapiert und man hat irgendwie das Gefühl, man wacht irgendwann in der Matrix auf und sagt Scheiße, zu spät, mein Leben ist ein Video, ich bin in der Matrix, also ich muss mich damit befassen, will und muss.“ [Interview Cashkurs mit Lisa Fitz, Minute 25:11]

In der Spätschicht-Ausgabe waren übrigens fünf Kabarettisten geladen, von denen mit Sissi Perlinger und Lisa Fitz gleich zwei den Aluhut aufhaben. Auch Sissi Perlinger walzte ihre fragwürdige Weltsicht in Heiko Schrangs SchrangTV aus, auch sie hält sich für einen „aufgewachten“ Menschen – und bezeichnet Politiker als Marionetten. Dass Fitz und Co. noch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk auftreten dürfen, bezaht von Gebührengeldern, ist nicht mehr nur fragwürdig, sondern ein Skandal. Lisa Fitz Tun als Irrlichtern zu bezeichnen, wäre verkürzt, seit geraumer Zeit wichtelt sie herum und nutzt antisemitische Codes – und kriegt immer noch, sieht man sich die einzelnen Sendungen an, scheinbar feste Sendezeit in Formaten wie Spätschicht, antisemitischen Sprüchen zum Trotz. Wie auch die genannte Sissi Perlinger. Sie bedienen ein Publikum, dessen Wahn nicht zuletzt in Angriffen auf Kamerateams der öffentlich-rechtlichen Medien und Pressevertretern sowie in Coronaparties auf öffentlichen Plätzen mündet. Lisa Fitz darf weiterhin ihr krudes Geraune unters wahnhafte Völklein und in den Mainstream bringen – von Redakteuren, die wohl nicht minder den Aluhut aufhaben, mit den passenden Worten beworben. Wie lange noch?

„Und ich will das Recht haben, auch jüdische Familien der Hochfinanz zu kritisieren, wenn sie sich falsch verhalten“ [Lisa Fitz im Interview mit sueddeutsche.de]

Fitz und Perlinger

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Der wirre „Silberjunge“ Thorsten Schulte

Was macht eigentlich Thorsten Schulte? (Autor: EH)

Teil 1 der Was macht eigentlich-Serie über Verschwörungstheoretiker, Rassisten, Antisemiten und „alternative“ Medienschaffende vom rechten Rand.

Wie, ihr kennt ihn nicht? Sein Intro „Lieber mit der Wahrheit fallen als mit der Lüge siegen“, Jaspers „Friede ist nur durch Freiheit, Freiheit nur durch Wahrheit möglich“ und sein gern gebrachtes Outro „Ich möchte, dass Sie Ihre Augen zum Sehen nutzen, sonst werden Sie sie einst zum Weinen gebrauchen“ sind ebenso wie ähnlich markige Sprüche von Brecht, Silone, Arendt und anderen (die ihn, sagen wir es so salopp, komplett scheiße gefunden und ausgelacht hätten) sein Markenzeichen. Wer nun also ist Thorsten Schulte?

Der 1973 Geborene war nach seiner Lehre zum Bankkaufmann Investmentbanker, Unternehmensberater und empfiehlt unentwegt allen und zu jeder Zeit, Silber zu horten. Daher auch sein ziemlich blöder Name: „Silberjunge„. Seine Zeit als aktives CDU-Mitglied verlief wenig erfolgreich: er war Wahlkampfmanager von Laurenz Meyer, der das angestrebte Bürgermeisteramt in Hamm/Westf. einst locker verfehlte, woraufhin des Silberjunges politische Laufbahn bereits beendet war, bevor sie überhaupt Fahrt aufnehmen konnte. Später entdeckte Schulte seine Liebe zur AFD und behielt sie bei. Unvergessen sein Intermezzo mit Alice Weidel, als er sich wie ein Büttel andiente, schleimend, Bücklinge vollführend, was Alice nach allerkürzester Zeit mit totaler Verachtung quittierte. Darauf bot er eine Aussprache an, machte sich vollends lächerlich, denn Alice hatte ihn inzwischen vergessen.

Unser Stehaufmännchen musste es mit Fassung tragen, was ihm indes kaum gelang. Hin und wieder hält der so Abgebürstete Vorträge, zumeist vor AFD-Publikum, Wutbürgern im Rentenalter und ängstlichen Kleinstbürgern, welche Angst vor dem Verlust ihrer Privilegien haben. Ihr Inhalt besteht aus einem kruden Mix aus verdrehten Geschichtsdaten, schräg interpretierten Quellen, seltsam in Beziehung gesetzten Fakten und Ereignissen und haarsträubenden Schlussfolgerungen daraus, die gern lachend und anbiedernd-scherzend beim schnellen Wechsel von Powerpoint-Charts vorgetragen werden. Niemand kommt so schnell mit einer Vielzahl an Daten, flutenden oder zackigen Kurven und bunten Pfeilen mit, da hagelt es schon die nächsten Kurven und Raster und die Namen Goldman Sachs, Rothschild, Roosevelt, Gates oder Soros werden beinahe beiläufig erwähnt.

Er jongliert pausenlos mit Jahreszahlen, zitiert Briefe, deckt unentwegt Verschörungen auf, Worte wie Eliten, Abschaffung des Bargelds, Bewaffnung für alle, Finanzsystem, in einem Boot, das System, Migrationskosten, Souveränität, Fremdbestimmung und so fort drehen sich so lange im Kreis, bis sein Publikum erleichtert lacht, wenn es dann mal weitergeht, denn wirklich begreifen tun sie nichts, da Schulte auch nichts an Fakten, Ratio oder Reflexion liegt. Er ist Entertainer, gefällt sich selbst, möchte Geld verdienen, macht einen auf smarten Geschäftsmann und appeliert an den latent vorhandenen Antisemitismus seines Publikums, den er immer in codierter Form vorbringt. Selbstverliebt lobt er sich dazwischen pausenlos selbst, da ihm nichts peinlich ist, streut als Patriot, der er ist, Rassismen ein, immer verdeckt, im Verbund mit Sexismus, klar, das Publikum ist männlich und kennerhaft. So im Einklang mit sich selbst entsteht eine kleine Volksgemeinschaft, gut gelaunt während des Vortrags oder Videos, aber wütend in den Kommentarspalten, welche sich dann umgehend füllen und von wutverzertem „Volksverrat“, „Eines Tages richtet das Volk“ und ähnlich antiemanzipatorischem Gedröhn widerhallen.

Gern laden sich derartige Gestalten ja gegenseitig zu Interviews ein. Der Silberjunge war jüngst zum Gespräch bei Ken geladen, der kaum hinter dem Berg halten konnte, dass Thorstens Narzissmus seinen noch in den Schatten stellte, was ihn wenig fein stimmte, den Betrachter jedoch hätte erheitern können, wenn das Gespräch nicht von solch antiemanzipatorischem Duktus gewesen wäre. Gast war der Silberjunge auch bei Compact, Rubikon, Hallo Meinung, Eingeschenkt, RT D und anderen Schmalspurmedien vom rechten Rand.

Er heult aber auch gern und liebt es, uns dabei mit Kolonnen von Rankings, echten und wegen Schmähung seitens des Handels verpassten Plätzen auf Spiegellisten, Sperrungen von Konten, Attacken der öffentlichen Medien und Ablehnung von Prominenten zu quälen, denen er eigentlich so gern gefallen möchte.

Sein zweites Buch Buch „Kontrollverlust“ beschäftigte ihn vor allem selbst und zwar weniger sein nicht vorhandener Inhalt, sondern seine Chartplazierungen: „Glauben Sie dem Magazin Spiegel“ fragt er leutselig, gibt dann Tiraden von Schwurbeleien von sich und landet am Ende bei seiner eigentlichen Sehnsucht, nämlich Nummer Eins im Spiegel-Ranking sein zu wollen, was durch finstere Mächte immer wieder verhindert wird, auch dass es bei Thalia ausliegt: das Fach bleibt leer, der Buchhandel boykottiert den Ramsch. Das wiederum bestätigt ihn in der Richtigkeit seines dargebotenen Schwachsinns. Sein Dilettantismus dabei ist bahnbrechend: Er muss Recht haben, wenn er soviel Verachtung erfährt. Dennis Scheck feuerte sein Buch voller Geringschätzung in den Mülleimer. Anhänger hat der Silberjunge ausschließlich auf der Seite von Rechtsaußen. Ausschließlich? Nein, ein paar Islamisten und pseudolinke Anti-Imperialisten sind auch an seiner Seite, da ihnen des Silberjunges Antisemitismus und seine verkürzte Kapitalismuskritik Schnittpunkte anbieten.

Sein neues Buch? Es nennt sich „Fremdbestimmt“, selbst der rechtsradikale KOPP-Verlag lehnte es ab, der Finanzbuch-Verlag ebenso. So musste der Silberjunge es selbst verlegen: Wir erfahren von ihm (er liebt solche Zahlenaneinanderreihungen), dass es 879 überprüfbare Quellen umfasst, was ebensowenig interressiert wie die gern erwähnten 468 Seiten des Machwerks und die eine Milliarde Zeichen des Opus Magnum eines Dilettanten, der sich nicht entblödet, diese idiotischen Zahlen immer wieder unterzujubeln.

Der Inhalt? Machen wir es kurz. Deutschland wird seit 120 Jahren in Kriege gedrängt. Der Westen trachtet danach, Deutschlands Selbstbehauptung, Autarkiebestrebungen und Macht für immer zu brechen. Dazu jubelt er je nach Bedarf Kriege, Umvolkungen oder linke politische Strömungen den armen deutschen Michels unter. Die sind immer so nett, meinen es nur gut, wurden in WK 1 und 2 gedrängt und wir lernen, es wurden große Verbrechen an ihnen und ihrer heißgeliebten Volksgemeinschaft verübt. Balfour, Churchill und Harris waren antideutsche Bestien, Rockefeller und Truman ebenso, Deutsche bekamen Demokratie übergestülpt, wurden nie souverän und sind bis heute ohne Friedensvertrag usw. Dabei zitiert der Scharlatan insbesondere aus obskuren Büchern von in Wissenschaft und Forschung verachtetem rechtem Rand, für die hier keine Werbung eingestreut wird. Schon eine Seite des Buches ist eine Qual. Schwachsinn hoch Schwachsinn zwischen hässlichen Pappdeckeln.

„120 Jahre Täuschung und Geschichtslügen. Glauben Sie nicht. Ich kann es beweisen“. Gar nichts kannst du. Das ist dein Problem.

Edit des Schreibers: Der Text enthält 1000 Wörter und 7077 Zeichen. Er wurde nicht im Spiegel abgedruckt 😛

Die irren Querfrontler vom „Rubikon“ zu Zeiten von Corona

Dass die Wahnmacher der antisemitischen „Neuen Friedensbewegung“ gemeingefährlich sind, ist lange bekannt. Proben des Wahn liefern die üblichen Verdächtigen beständig, selbstredend auch und gerade zu Zeiten von Covid 19.

Birgit Assel, eine der verwirrten Autorinnen von Jens Wernickes Online-Querfrontpostille Rubikon, die mit esoterischen Familienaufstellungen die Wahnies ausnimmt und in Daniele Gansers Fahrwasser schwimmt, richtet sich mit einem gemeingefährlichen Aufruf namens „Die Pandemie als Massenpsychose“ an die ‚aufgeweckten‚ Jünger von Ganser, Mausfeld, Jebsen & Co., sie fordert „Umarmungen“ und „nährenden Körperkontakt“ ein.


Textverbrecher wie Birgit Assel, die sich aufgrund eklatanter Mängel im Gesundheitswesen als  Psychotherapeutinnen ausgeben und arbeiten können, haben den Schuss nicht gehört. Was schon immer klar war, verdeutlicht sich angesichts der Pandemie – diese Freaks sind eine Gefahr für die Menschheit!


„Was wir stattdessen tun sollten: uns umarmend begegnen — das ist nährender Körperkontakt. Geben wir uns ganz viel liebevolle Zuwendung, denn damit stärken wir unser Immunsystem. Krankenhäuser sollten gemieden werden — außer als „Reparaturwerkstatt“ für notwendige Operationen oder für eine Intensivbetreuung mit notwendiger Apparatemedizin werden sie nicht gebraucht. Ärzte in Krankenhäusern können Leben retten, das will ich nicht in Abrede stellen — doch bei vielen Viren muss sich unser Immunsystem selber helfen!“

Denn, so die gefährliche „Traumaexpertin“, die sich nicht entblödet, jede Schutzmaßnahme gegen die Ausbreitung abzutun und zur Ausbreitung aufzurufen:

„Viren gehören zu unserem Lebensalltag — ist unser Immunsystem gesund, können uns die meisten Viren nichts anhaben. Vielleicht stellt sich ein Schnupfen ein oder auch einmal Fieber und Unwohlsein. Doch unser Immunsystem ist bei den meisten Viren in der Lage, diese „Eindringlinge“ zu bekämpfen und nach kurzer Zeit sind wir wieder wohlauf. Anders ist es, wenn in unserem „System“ noch der frühe Traumastress fest verankert ist, zu dem wir über unser Bewusstsein keinen Zugang haben. Wird dieser aktiviert, geht unser natürliches Abwehrsystem in die Knie und wir bieten jede Menge Angriffsfläche für unwillkommene „Eindringlinge“, gegen die wir uns nicht mehr wehren können. Zurzeit tun unsere Mainstream-Medien wirklich alles, um diesen frühen Traumastress in uns zu aktivieren. Auslöser sind die Politiker und Politikerinnen, die selbst kopflos sind, doch so tun, als hätten sie alles im Griff.


Meinetwegen dürfte Birgit Assel ihren offenbaren Traumastress hinter schwedischen Gardinen ausleben.

Edit: In einer dieser Gruppierung zurechenbaren Facebookgruppe findet sich passend dieser wirre Post:

Revell und die Mondnazis – darauf hatte Axel Stoll sehnsüchtig gewartet

Der Modellspielzeughersteller Revell bietet militaristisch gestimmten Kindern, trostlosen Incels und Erwachsenen, die ihre Familie in Keller beherbergen würden, seit jeher Bastelspaß. Vor allem die Militärsparte erfreut sich großer Beliebtheit – und so mancher Nazi-Uwe hat sich bestimmt bereits daran erfreut, Balkenkreuze auf die Stukka zu kleben, bevor Mama zum Essen ruft.

Mit der neuen Haunebu, einem angeblichen Nazifluggerät, von dem bislang nur die eingeweihtesten etwas wussten,  wie die rechtsextremistischen Antisemiten Jan van Helsingoder Axel Stoll (Dr.!) zum Beispiel, haben sie im immer brauner werdenden Deutschland bestimmt viele Fans, die den Zypenkrieg im Jahr 1946 (!) spielen.

So wirbt der Hersteller auf seiner Homepage:

Die Haunebu II wirkt wie ein Fluggerät aus einem Science Fiction-Film. Die Existenz und Umsetzbarkeit dieses auffälligen Modells aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges ist historisch nicht belegbar.

• Fiktive Innenraumgestaltung
• Abziehbild für fiktive Dekorationen
• Haunebu „46“, Wk.Nr. D52203, 2. Flugscheibenstaffel/KG 6, Frankreich 1945
• Haunebu 83+MH, Wk.Nr. 8910348, 1. Flugscheibenstaffel/KG 54, Zypern 1946″

Alles in allem bestimmt ein großer Bastelspaß – nicht nur für kleine Nazis und solche, die es werden wollen.